GRIPS - Uni Regensburg
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Das Zeitalter der Karolinger (ca. 700-1000) hat Europa verändert. Mit dem Aufstieg der karolingischen Familie zu Könige des Frankenreichs in der Mitte des 8. Jahrhunderts änderten sich der sakrale Charakter und die Machtgrundlagen des Herrscheramtes. In der langen Regierungszeit Karls des Großen wurden territoriale Expansion, vielfältige Reformanstrengungen im Reich und schließlich die Rangerhöhung des Königs zum westlichen Kaiser durchgesetzt. Unter Karls Sohn Ludwig dem Frommen standen schließlich kirchliche und monastische Reformen, jedoch zunehmend auch familiäre Konflikte um die Nachfolge im Reich im Vordergrund. In den Reichsteilungen (ab 843) zeichneten sich erstmals die Grenzen der späteren europäischen Nationalstaaten in Umrissen ab. Während die Karolinger im Ostfrankenreich bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts ausstarben, regierte die Dynastie im Westen noch bis zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Neben Politik und Herrschaft werden in den Zoom-Vorlesungen auch der Wandel der Gesellschaft, Kultur, Religion und Wirtschaft dieser Epoche behandelt.
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Henning Kortuem
Die Einführungsvorlesung richtet sich v.a. an Studierende, die erste
Einblicke in die Epoche des Mittelalters erlangen möchten. Ziel der
Veranstaltung ist es, ‚große‘ erzählende Überblicke über politik-,
religions-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge zwischen
Spätantike und Hochmittelalter mit vertiefenden Detailanalysen,
Forschungs- und Quellenfragen zu kombinieren. Sei es der Gang nach
Canossa (11. Jh.), die Übersetzung des Korans ins Lateinische von Petrus
Venerabilis (12.Jh), die Gründung der Universität Paris (12. Jh), der
Ausbruch der Pest oder der Erlass der Goldene Bulle durch Kaiser Karl IV
(14.Jh): In den einzelnen Vorlesungssitzungen sollen einerseits
„prominente“, manchmal aber auch auf den ersten Blick eher unbekannte
und vermeintlich periphere Ereignisse herausgegriffen und vorgestellt
werden, von denen langfristige Wirkungen ausgingen bzw. von denen
ausgehend sich Zusammenhänge mittelalterlicher Geschichte besonders gut
erklären lassen.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Christoph Wagner
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Julian Jachmann
- Trainer/in: Peter Scheuchenpflug
- Trainer/in: Andreas Merkt
Im 18. Jahrhundert begann Russlands europäisches Zeitalter. Zaren wie Peter I. und Katharina II. verstanden die Annäherung an Westeuropa als Fortschritt. Mit der Öffnung nach Europa drangen auch aufklärerische Ideen wie der Lobpreis der Vernunft, Freiheit, Vorstellungen von der Erkennbarkeit der Natur und der Zweifel an überkommenen Gewissheiten in das Zarenreich ein. Statt jedoch die russische Aufklärung als bloße Übernahme einer intellektuellen Strömung nordwesteuropäischer Provenienz anzusehen, ist es sinnvoller von einem Kommunikationsprozess zu sprechen, zu dem wechselseitiges Lernen sowie Missverständnisse gleichermaßen gehören. Die Vorlesung nimmt Russland im Zeitalter der Aufklärung daher von zwei Seiten in den Blick. Zum einen stellt sie dar, wie das Zarenreich in den Augen europäischer Aufklärer zum zivilisatorischen Projekt werden konnte. Zum anderen versteht sie die Aufklärung in Russland auch als russischen Selektionsprozess, in denen aufklärerische Ideen auf fruchtbaren Boden fallen konnten, andere geflissentlich ignoriert wurden. Sie fragt, von welchen Bevölkerungsgruppen die Aufklärung getragen wurde und ob die Obrigkeit eher als Schrittmacher oder als Hemmschuh zu gelten hat. In einem dritten Schritt soll gefragt werden, ob die Aufklärung zur „Europäisierung“ Russlands beigetragen hat, beziehungsweise inwieweit sie dort an ihre Grenzen stieß.
Literatur: Renner, Andreas, Russland: Die Autokratie der Aufklärung, in: Alexander Kraus/Andreas Renner (Hg.), Orte eigener Vernunft. Europäische Aufklärung jenseits der Zentren, Frankfurt, New York 2008, S. 125–142; Schippan, Michael, Die Aufklärung in Russland im 18. Jahrhundert, Wiesbaden, 2012.
- Trainer/in: Julia Herzberg
This lecture course offers an overview of the literary history of the British Isles from the Anglo-Saxon period to the present day. We will focus on the development of literary forms and genres, as well as on the emergence of new sets of thematic concerns from one (literary) period to the next. Attention will also be paid to literature's interactions with, responses to, and influences on its surrounding socio-cultural contexts. The lecture course is an obligatory part of the “Basismodul Literaturwissenschaft” and hence is aimed at beginners. Course materials (including short readers) will be made available electronically and uploaded to GRIPS. Note: This course cannot be taken as part of the MA British Studies. If the lecture is an obligatory part of the “Basismodul Literaturwissenschaft” in your course of studies, it cannot be taken for a different module.
Critical and annotated versions of the texts discussed in the lecture course can be found in the The Norton Anthology of English Literature (vols.1+2). It is recommended (though by no means mandatory) that you buy this anthology for our course. The two volumes will also come in handy during your future university studies. Since the Norton Anthology isn’t cheap (and not all students may decide to buy a copy), the essential readings for each week will also be uploaded to GRIPS.
- Trainer/in: Benjamin Kohlmann
- Dozent: Silvan Kufner

Vor 150 Jahren, am 20. Oktober 1874, wurde Charles Edward Ives in
Danbury, Connecticut, geboren. Heute gilt er zwar nicht mehr als Vater
der amerikanischen Musik, aber sicherlich als jemand, der dem
Komponieren um 1900 im Anschluss an europäische Vorbilder eine
eigenständig-eigenwillige, modernistische Note verliehen hat. In
direkter Zeitgenossenschaft Arnold Schönbergs entwickelte der als
Versicherungsunternehmer im Hauptberuf tätige Ives eine eigene Vision
von Musik, die konzeptionell, satztechnisch und ideell weit über
tradierte Formen hinausführte. Dabei ist seine Musik kaum unter einfache
und gewohnte Begriffe von Kunstmusik zu bringen; eher entzieht sie sich
der auch in der Musikwissenschaft lange Zeit üblichen Kategorisierung.
Die Vorlesung möchte den ungewöhnlichen Lebens- und Schaffensweg des
Komponisten nachzeichnen, ihn in Bezug zu seinem kulturellen Umfeld in
den USA setzen, experimentelle und traditionelle Elemente identifizieren
und dabei die Bedeutung für die Musik des 20. und 21. Jahrhundert
freilegen.
- Trainer/in: Gregor Herzfeld

Im öffentlichen und medialen Diskurs in Frankreich wird die banlieue im Sinne moderner, großstädtischer Vorortsiedlungen als ein Raum sozialer Verwerfungen und Probleme thematisiert, in dem die Brüche innerhalb der französischen Gesellschaft und das Versagen des Staates in ihrer ganzen Virulenz zu Tage treten: Bildungs- und Chancenungleichheiten, Rassismus und Diskriminierung, Gewalt und Bandenkriminalität, die Herausforderung der französischen Republik durch den communautarisme, die Etablierung von ‚Parallelgesellschaften’. Die bereits seit den 1980er Jahren diskutierte „malaise de la banlieue“ ist zum einen eine durchaus gelebte Realität, zum anderen ein narrativ und medial erzeugtes, imaginatives Produkt (Wagner 2010: 5-7). Dieses kollektive Narrativ wurde durch filmische Produktionen des sog. cinéma de banlieue unweigerlich mitgeprägt, aber durch sie auch immer wieder herausgefordert und hinterfragt. Im Mittelpunkt der VL steht ein Spektrum an Filmen des cinéma de banlieue, das von frühen, gattungsbildenden Produktionen wie Kassovitz’ La Haine (1995) über solche der Jahrtausendwende wie Kéchiches L’Esquive (2004) hin zu jüngsten Filmen wie dem mit einer Cannes-Palme ausgezeichneten Les misérables (2019) von Ladj Ly reicht.
Ausgehend von einer Analyse der erzählten Geschichten, Figurencharakterisierungen und Raumkonstruktionen und mit einem Fokus auf die jeweiligen filmästhetischen Mittel werden u.a. folgende Fragen beleuchtet: Welche Themen und narrativen Muster charakterisieren das cinéma de banlieue? Welche diachronische Entwicklung durchläuft die Gattung? Inwiefern deuten gerade neuere Filme (und Serien) etablierte sozialräumliche und bildräumliche Muster semantisch neu aus? Wo und wie werden stereotypisierte Vorstellungen von den banlieusards als junge, muslimische Männer migrantischer Herkunft, deren Integration in die französische Mehrheitsgesellschaft gescheitert ist, aufgebrochen? Werden ggf. spezifisch ‚weibliche’ Realitäten der banlieue entworfen?
Die Veranstaltung wird online angeboten.
- Trainer/in: Susanne Greilich
Niedergang oder Umbruch? Jüngst wird den Jahrzehnten um 500 wieder verstärkt internationales Interesse zuteil. Dass es zahlreiche wirtschaftliche, religiöse, demographische, allgemein soziokulturelle Transformationsprozesse in der langen Übergangszeit zwischen Antike und Frühmittelalter gab, ist heute unbestritten. Trotzdem hält sich die Vorstellung des Zivilisationsbruchs, der zunehmenden und dauerhaften Verdüsterung, den das Ende des Römischen Reichs mit sich gebracht habe. Die Vorlesung spürt unter globalgeschichtlichem Zugriff und mit verschiedenen Ausleuchtungen (klima-, wirtschafts-, sozial-, herrschaftsgeschichtlich ...) der Frage nach, ob es sich letztlich um eine Abend- oder Morgendämmerung gehandelt habe. Zeitlich wird bis in das 7. Jahrhundert ausgegriffen.
Bemerkung: Die Veranstaltung findet digital statt.
- Trainer/in: Christof Paulus
- Trainer/in: Tobias Spiel
Englisch: Early Christianity and the Religious World of Antiquity
Umfang: 2 SWS
Lehrperson: Prof. Dr. Andreas Merkt
Zeit: Do 16-18 Uhr (c.t.)
Raum: ZH 2
In dieser Vorlesung wird die Herausbildung des kirchlichen Christentums als einer neuen Religion im weltanschaulichen Kosmos der Antike nachgezeichnet. Es wird gezeigt, wie sich seine Identität im Verhältnis zum vorchristlichen sowie zum gleichzeitig sich konturie-renden rabbinischen Judentum, zur Gnosis und zu den polytheistischen Kulten herauskris-tallisiert hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufkommen des Islam und seiner Beziehung zum spätantiken Christentum.
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Kordula Beck
- Trainer/in: Birgit Bergmann
- Trainer/in: Maximilian David
- Trainer/in: Katrin Dorfner
- Trainer/in: Christian Kunze
- Trainer/in: Natalia Meling
Siehe Vorlesungsverzeichnis
- Dozent/in: Susanne Klinger
- Dozent/in: Thomas Schmidt
- Dozent/in: Christian Wolff
- Trainer/in: Kordula Beck
- Trainer/in: Birgit Bergmann
- Trainer/in: Maximilian David
- Trainer/in: Katrin Dorfner
- Trainer/in: Natalia Meling
Die Vorlesung ist kulturwissenschaftlich, historisch und soziologisch orientiert. Sie enthält folgende Punkte:
- Kulturvergleich, Kulturpsychologie (Theorie und Methoden)
- Geschichte Frankreichs und Geschichte Deutschlands im Vergleich, unter besonderer Berücksichtigung der Nationenbildung und der Zeit nach 1945
- Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen
- Französische und deutsche Intellektuelle
- Prozess der Vorurteils- und Stereotypenbildung
- Erinnerungskultur
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
Fremde Freunde, hg. von Robert Picht/Vincent Hoffmann-Martinot/René Lasserre/Peter Theiner, München 1997.
Michel Espagne: L' horizon anthropologique des transferts culturels, Paris 2004.
Béatrice Durand: Cousins par alliance. Les Allemands en notre miroir. Paris 2002.
- Trainer/in: Carmen Dallmaier
- Trainer/in: Jana Nürnberger
- Trainer/in: Isabella Treskow
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Marcus Stiglegger
- Trainer/in: Michael Pilarski
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
- Trainer/in: Gerhard Waldherr
- Trainer/in: Peter Herz
Was sind die Anwendungen von Kryptographie?
Kryptographie schützt die Vertraulichkeit von Daten, indem sie Informationen verschlüsselt, sodass nur autorisierte Personen darauf zugreifen können. Zudem gewährleistet sie die Integrität von Daten, indem sie sicherstellt, dass Informationen während der Übertragung nicht verändert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Authentifizierung, die hilft, die Identität von Benutzern und Systemen zu überprüfen und Betrug zu verhindern.
Weiterführende Themen im Kurs: AES, RSA, ECC, Seitenkanalangriffe, Post-Quantum-Kryptographie
- Trainer/in: Jan Brinkmann
- Trainer/in: Juliane Krämer
- Trainer/in: Michael Meyer
- Trainer/in: Stefan Winderl
- Trainer/in: Susanne Ziereis
Vorlesung 35503
Franz Kafkas Welt
„Kafka lehrt Bescheidenheit. Wer sich an ihm versucht, muss damit rechnen, zu versagen.“ (R. Stach). Die Anzahl an Sekundärliteratur zu Kafkas Texten hat mittlerweile bei einigen seiner Erzählungen und Romane den fünfstelligen Bereich erreicht (Bsp.: Der Prozess). Jede literaturtheoretische „Schule“ hat Interpretationsangebote zum Werk in allen denkbaren Spielarten und Mischformen gemacht. Selbst das schlichte Unterfangen, ein paar grundlegende biographische Informationen mit dem Suchbegriff „Kafka“ über Google einzuholen, bringt 18, 6 Millionen Fundstellen (Stand: 16.01.2024). Dies alles angesichts eines Werks, welches lediglich vierzig vollendete Prosatexte aufweist, die in der heute maßgeblichen Kritischen Kafka Ausgabe etwa 350 Druckseiten ausmachen. Daneben hat Franz Kafka etwa 3400 Druckseiten (Tagebuchaufzeichnungen, literarische Fragmente) hinterlassen, darunter drei Romane. Etwa 1500 Briefe, die von Kafka erhalten blieben und nahezu vollzählig publiziert sind, kommen hinzu. Die Vorlesung will angesichts dieser Überfülle einen Einstieg in Literatur, Leben und aktuellen Forschungsstand zu Franz Kafka bieten.
Als begleitende Lektüre zur Vorlesung sei empfohlen: Reiner Stach: Kafka – Die frühen Jahre/Die Jahre der Entscheidungen/Die Jahre der Erkenntnis.
- Trainer/in: Felicitas Andel
- Trainer/in: Jürgen Daiber
Mi 12-14 Uhr
H 9
Als Reaktion auf den Livländischen Krieg, das Terrorregime unter Ivan IV. und die große Wüstungsperiode schränkte das Moskauer Reich Ende des 16. Jahrhunderts das Recht der Bauern auf freien Abzug erstmalig ein. Das Gesetzbuch von 1649 band die Bauern dann lebenslänglich an den Grundherrn. Damit hatte sich die ursprünglich als Notmaßnahme gedachte Aufhebung der Freizügigkeit zu einer generellen Bindung an die Scholle verfestigt.
Die Vorlesung beleuchtet zunächst die Motive des Staates, der mit der Einführung der Leibeigenschaft die Militärdienstfähigkeit des Adels und ein verlässliches Steueraufkommen sicherstellen wollte. In einem zweiten Schritt wird untersucht, wie die Bauern auf die Einführung der Leibeigenschaft reagierten. Wir schauen insbesondere auf das Läuflingswesen und die Aufstände, die das Moskauer Reich im 17. Jahrhundert erschütterten. In einem dritten Schritt betrachten wir die gemeinsamen Lebenswelten der Leibeigenen und Gutsadligen. Hierfür nehmen wir eine vergleichende Perspektive ein und fragen, inwieweit sich die Leibeigenschaft in Russland von anderen Formen unfreier Arbeit, z.B. der Leibeigenschaft in anderen europäischen Ländern sowie der Sklaverei in den USA unterschied. Abschließend untersuchen wir, aus welchen Gründen die Leibeigenschaft im 18. Jahrhundert zunehmend in die Kritik geriet und warum es trotzdem erst 1861 zur Bauernbefreiung kam.
Literatur:
Peter Kolchin, UnfreeL. American Slavery and Russian Serfdom, Cambridge, Mass. 1987; David Moon, The Abolition of Serfdom in Russia, 1762 - 1907 (= Seminar Studies in History), Harlow 2001; Christoph Schmidt, Sozialkontrolle in Moskau. Justiz, Kriminalität und Leibeigenschaft 1649 - 1785. Zugl.: Köln, Univ., Habil.-Schr., 1993-94 (= Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bd. 44), Stuttgart 1996; Elise Kimerling Wirtschafter, Russia's Age of Serfdom 1649 - 1861 (= The Blackwell history of Russia), Malden, Mass. u.a. 2008.
Leistungsnachweis: Klausur
- Trainer/in: Julia Herzberg
- Trainer/in: Agnes Rugel

Die Flüchtigkeit von Musik und die Tatsache, dass sich der eine Moment, in dem ein Stück erklingt, nicht wiederholen lässt, hat durch die Musikgeschichte hindurch immer wieder zu Versuchen geführt, Musik zu speichern und wiederholbar zu machen.
Schon Notation kann Grundlage für eine Wiederaufführung sein und Musikautomaten führten die Wiederholung von Musik in unterschiedlicher Qualität über mehrere Jahrhunderte vor. Doch um 1900 kam eine Palette an Instrumenten und Medien hinzu, die die Musik und das Musikhören der Zeit in besonderem Maße prägten:
Player Pianos gaben zuvor eingespielte Interpretationen wieder, mit dem Grammophon kamen die ersten Gesangsstars ins heimische Wohnzimmer, der Phonograph fand Verwendung in der Aufzeichnung von Dialekten, Sprachen und Volksliedern verschiedener Ethnien, so dass er nicht zuletzt zum Instrument der Musikethnologie wurde. Frühe elektronische Instrumente wie das Trautonium spielten direkt ins Radio, Tonbänder steuerten Geräte und eigneten sich als Tonspuren für den Film. Für diese Instrumente und Medien wurde aber auch in einer Weise komponiert, die auf ihre Eigenarten zugeschnitten war. Der Einfluss früher Medien auf Musik und Musikwissenschaft ist das Thema dieser Vorlesung.
- Trainer/in: Rebecca Wolf
Frühe Moderne im literaturwissenschaftlichen Sinne setzt zeitlich nicht mit der Querelle des Anciens et des Modernes (1687) ein, sondern markiert stattdessen die Schwelle hin zum 20. Jahrhundert, exakter: einen Zeitraum, der etwa von 1890-1930 reicht. Dieser Zeitraum der literarischen Moderne schlägt sich wesentlich in der Erschütterung traditioneller Weltbilder nieder. Gemeint sind neue, das Denken revolutionierende Wissensbestände (Quantentheorie, Relativitätstheorie, Psychoanalyse); weiterhin das Aufkommen neuer Erzähltechniken (innerer Monolog, stream of consciousness) und zeitgleich auftretende, dabei divergierende literarische Strömungen (Symbolismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit etc.). Die Vorlesung hat das Ziel, a) wichtige kultur-, natur- und sozialwissenschaftliche Wissensbestände dieser Phase zu dokumentieren und b) literarische Schlüsseltexte der Epoche (Bsp: Kafka: Der Prozess, A. Döblin: Berlin Alexanderplatz, R.M. Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, T. Mann: Der Zauberberg, C. Einstein: Bebuquin etc.) einer eingehenden Analyse zu unterziehen
- Trainer/in: Felicitas Andel
- Trainer/in: Jürgen Daiber
Seit dem Fall der Berliner Mauer hat es in Europa zwei große kriegerische Auseinandersetzungen gegeben – die Jugoslawienkriege der 1990er und den Ukrainekrieg seit 2022. In beiden Konflikten spielt(e) Religion eine erhebliche Rolle, insbesondere das orthodoxe Christentum, dessen tief verwurzelte Existenzängste für Kriegspropaganda instrumentalisiert wurden und werden. Parallel dazu hat allgemein die öffentliche Sichtbarkeit des orthodoxen Christentums stark zugenommen, sei es durch die machtvolle Rückkehr der Kirchen in den öffentlichen Raum des östlichen Europas oder durch Migration Richtung Westen, zum Beispiel nach Deutschland, wo die Orthodoxie aus einer Nischenexistenz zu einer dynamischen Entwicklung gefunden hat, also im Vergleich zu den alteingesessenen christlichen Konfessionen immer stärker wird, neue Gemeinden gründet und junge Menschen anzieht.
Es gibt aber nicht nur aktuelle Gründe, sich mit der Geschichte des orthodoxen Christentums zu beschäftigen – ohne Beachtung dieser zahlenmäßig zweitstärksten europäischen Glaubensrichtung bleibt die europäische Geschichte als solche unvollständig, können manche gesellschaftlichen und politischen Eigenheiten im östlichen Europa nur schwer verstanden werden. Daher bietet diese Vorlesungen einen Überblick über die Beziehungen von Ost- und Westkirche, über sozialethische und spirituelle Vorstellungswelten im östlichen Christentum, über politische Theologien und das Staat-Kirche-Verhältnis, über verschiedene Strömungen innerhalb der Orthodoxie und nicht zuletzt über ihr Verhältnis zur (Post-)Moderne.
Leistungsnachweis: Abschlussklausur
Einführende Lektüre: Hans-Dieter Döpmann, Die orthodoxen Kirchen in Geschichte und Gegenwart. Frankfurt a.M. 2011.
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Julia Herzberg
Im 18. Jahrhundert begann Russlands europäisches Zeitalter. Zaren wie Peter I. und Katharina II. verstanden die Annäherung an Westeuropa als Fortschritt. Mit der Öffnung nach Europa drangen auch aufklärerische Ideen wie der Lobpreis der Vernunft, Freiheit, Vorstellungen von der Erkennbarkeit der Natur und der Zweifel an überkommenen Gewissheiten in das Zarenreich ein. Die Vorlesung nimmt daher als erstes die Bedeutung der Aufklärung für das Petersburger Imperium in den Blick. Zum einen stellt sie dar, wie das Zarenreich in den Augen europäischer Aufklärer zum zivilisatorischen Projekt werden konnte. Zum anderen versteht sie die Aufklärung in Russland auch als russischen Selektionsprozess, in denen aufklärerische Ideen auf fruchtbaren Boden fallen konnten, andere geflissentlich ignoriert wurden. Gefragt werden soll, ob die Aufklärung zur „Europäisierung“ Russlands beigetragen hat, beziehungsweise inwieweit sie dort an ihre Grenzen stieß.
In einem zweiten Schritt wird das Verhältnis Russlands zu Europa und Asien im 18. Jahrhundert anhand der russischen Außenpolitik thematisiert. Während Peters I. Unternehmungen gegen das Osmanische Reich keine bleibenden Erfolge brachten, gelang es unter seiner Herrschaft, Russland als Vormacht in Osteuropa und im Ostseeraum zu etablieren. Katharina trat schließlich in die Fußstapfen Peters I. Ein Krieg gegen das Osmanische Reich brachte die Steppengebiete nördlich des Schwarzen Meeres sowie die Krim unter russische Herrschaft, während durch die mit Preußen und Österreich vereinbarten Teilungen Polens der Ostteil der Adelsrepublik in das Zarenreich eingegliedert werden konnten .
Die territoriale Expansion musste innenpolitisch abgestützt werden. Die Vorlesung beleuchtet in einem dritten Schritt die insbesondere von Peter I. und Katharina II. eingeführten Neuerungen in der Militär- und Finanzorganisation, im Recht, Zivilverwaltung, Wirtschaft, Sozialstruktur, Kirche und Bildung. Deutlich zeigt sich, dass alle Bevölkerungsgruppen immer stärker in die Dienste des Staates gestellt wurden, was unter Katharina II. trotz ihrer aller Bekenntnisse zur Aufklärung zu einer Verfestigung der Leibeigenschaft führte.
Literatur:
Renner, Andreas, Russland: Die Autokratie der Aufklärung, in: Alexander Kraus/Andreas Renner (Hg.), Orte eigener Vernunft. Europäische Aufklärung jenseits der Zentren, Frankfurt, New York 2008, S. 125–142; Hughes, Lindsey, Russia in the age of Peter the Great, New Haven, London, 2000; Kamenskii, Aleksandr, The Russian empire in the eighteenth century: Searching for a place in the world, Armonk, N.Y, 1997; Raeff, Marc, Imperial Russia 1682-1825: The Coming of Age of Modern Russia, New York, 1971.
- Trainer/in: Julia Herzberg
- Trainer/in: Kordula Beck
- Trainer/in: Denitsa Koseva
- Trainer/in: Edith Laux
- Trainer/in: Nicole Selwanger
- Trainer/in: Dirk Steuernagel
- Trainer/in: Felicitas Andel
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
Wie verändert und prägt Informatik unsere Gesellschaft?
Welchen Einfluss hat wiederum unsere Gesellschaft auf die Entwicklungen im Bereich der Informatik? Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen illustrieren anhand von Beispielen, wie Informatik und Gesellschaft zusammenspielen, und diskutieren mit Dir die gesellschaftlichen Auswirkungen der Informatik. Wir wollen gemeinsam verstehen, wie Informatik unsere Welt prägt und wie wir sie aktiv und verantwortungsbewusst mitgestalten können.
- Trainer/in: Ulrike Allouche
- Trainer/in: Thomas Aulbach
- Trainer/in: Samed Düzlü
- Trainer/in: Melanie Kilian
- Trainer/in: Juliane Krämer
- Trainer/in: Michael Meyer
- Trainer/in: Maximiliane Weishäupl
- Trainer/in: Stefan Winderl
Wie verändert und prägt Informatik unsere Gesellschaft?
Welchen Einfluss hat wiederum unsere Gesellschaft auf die Entwicklungen im Bereich der Informatik? Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen illustrieren anhand von Beispielen, wie Informatik und Gesellschaft zusammenspielen, und diskutieren mit Dir die gesellschaftlichen Auswirkungen der Informatik. Wir wollen gemeinsam verstehen, wie Informatik unsere Welt prägt und wie wir sie aktiv und verantwortungsbewusst mitgestalten können.
- Trainer/in: Thomas Aulbach
- Trainer/in: Antoine Gansel
- Trainer/in: Melanie Kilian
- Trainer/in: Juliane Krämer
- Trainer/in: Michael Meyer
- Trainer/in: Maximiliane Weishäupl
- Trainer/in: Stefan Winderl
GRIPS-Kurs zur Vorlesung Intermediale Literatur - Prof. Dr. Daiber.
Eine Anmeldung über LSF ist nicht notwendig.
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
- Trainer/in: Eva Reitberger
- Trainer/in: Nicole Resnik
This lecture is an introduction to the more applied topics in English Linguistics. Having completed this lecture, students will be able to
- identify and describe different theoretical aspects of pragmatics and apply their knowledge to examples from the English language,
- characterize cohesion and coherence and thematic progression to English and texts,
- describe the basics of language variation and change, both socially and regionally and identify the major varieties of English around the world in speech and text examples,
- interpret basic results from corpus linguistics and carry out simple corpus-linguistic analyses,
- describe the features and elements of modern dictionaries,
- recount some of the basic notions in language acquisition.
- Trainer/in: Alexander Laube
Die Analyse des kommunistischen Totalitarismus wird zum Anlass genommen, nach den Gründen für Entstehung demokratischer und autoritärer Systeme in Mittel- und Osteuropa zu fragen. Darüber hinaus werden die spezifischen Eigenschaften der neuen postkommunistischen Systeme analysiert.
- Trainer/in: Manuel Steudle
Das östliche Europa ist häufig als ein Laboratorium der Moderne beschrieben worden, wo sich autoritär modernisierende Aufholjagden und konservative Beharrung wechselseitig beding(t)en. Doch während die „progressiven“ Strömungen in der Region meistens wie westliche Importe wirkten, präsentieren sich die konservativen Reaktionen darauf als „authentische Stimme“, die oft auch noch einen Anspruch darauf erheben, der europäischen Zivilisation als solcher einen Weg aus ihrer vermeintlichen Krise zu weisen. Den Ausgangspunkt dieser Vorlesung bildet die heutige gesellschaftliche Polarisierung und die dynamische Blüte der europäischen Rechten, welche ohne historische Kenntnisse über die Geschichte des konservativen Denkens nicht zu verstehen ist. Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Ideengeschichte Russlands, Ostmittel- und Südosteuropas seit dem 19. Jahrhundert, wobei auch die transregionalen Verflechtungen bis nach Westeuropa und die USA nicht zu kurz kommen.
Leistungsnachweis: Klausur
Literatur: Bluhm, Katharina et al. (Hgg.) (Hg.) (2019): New conservatives in Russia and East Central Europe. London: Routledge.
- Trainer/in: Klaus Buchenau
Englisch: Constantinian Turn and Late Antique Imperial Church
Umfang: 2 SWS
Lehrperson: Prof. Dr. Andreas Merkt
Zeit: Mo 10–12 Uhr (c.t.)
Raum: H4
Innerhalb von nur siebzig Jahren hat sich die Situation des Christentums im Römischen Reich von einer verfolgten Sekte zur kulturprägenden und gesellschaftstragenden Staats-religion gewandelt. Was bedeutet diese Wende, die mit dem Namen des Kaisers Konstan-tin untrennbar verbunden ist, für das Selbstverständnis der christlichen Religion, ihr Ver-hältnis zu Staat, Gesellschaft und Kultur? Solchen und ähnlichen Fragen geht die Vorle-sung nach.
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Andreas Merkt
Die europäische Romantik ist von einem regen kulturellen Transfer ihrer Konzepte geprägt. Dies soll in der Vorlesung vor allem anhand der slavischen Literaturen, konkret der russischen, tschechischen und polnischen nachgezeichnet werden. In der Entwicklung ihrer je eigenen Konzepte von Romantik nehmen diese Kulturen auf andere, bereits kursierende Konzepte Bezug und adaptieren sie der eigenen kulturellen Situation. So sind das in der deutschen Frühromantik entwickelte, philosophieaffine Konzept der Universalpoesie und die damit verbundene Aufwertung der Literatur gegenüber der Philosophie, aber auch die Identitätsphilosophie Schellings für den Literaturzentrismus der russischen Kultur äußerst attraktiv. Es kommt im Kreis der Moskauer „Weisheitsfreunde“ um Vladimir Odoevskij zu einem „Schellingianismus“, den Odoevskij später in seinem Erzählzyklus Russkie noči (Russische Nächte) literarisch gestaltet. Vielfältige Anregungen bezog er dabei auch von E.T.A. Hoffmann. Zu einem wandernden Konzept wird auch der Byronismus, jene Form von Poemen, die um einen charakteristischen, von der Gesellschaft in Weltschmerz enthobenen Helden kreisen und die exemplarisch zunächst bei Byron gestaltet und dann vielfach unter dem Schlagwort des byronistischen Helden rezipiert wurde. Eine Auseinandersetzung mit diesem Typus sind Aleksandr Puškins Südliche Poeme sowie sein Evgenij Onegin. Auch der tschechische Romantiker Karel Hynek Mácha knüpft mit seiner Gestaltung eines zerrissenen Helden in Máj (Der Mai) hier an. Für die tschechische Romantik, die sich vor allem im Zeichen der nationalen Wiedergeburt vollzieht, ist die idealisierende Hinwendung zum ,einfachenVolk‘, die sich ebenfalls in vielen Kulturen der Zeit beobachten lässt, von besonderem Gewicht – exemplarisch in Karel Jaromír Erbens Balladensammlung Kytice (Der Blumenstrauß). Was in der deutschen (Früh-)Romantik als „Neue Mythologie“ konzipiert wird, als Forderung an die Literatur, gemeinschaftsstiftende Werke zu schaffen, wird mit einem Werk wie Jan Kollárs Slávy dcera (Der Sláva Tochter) gewissermaßen umgesetzt: ein mehrere Gesänge umfassender Sonettzyklus, der einen slavischen Mythos gleichermaßen schafft und inszeniert. Auch die Fälschung mittelalterlicher Handschriften (Grünberger und Königinhofer Handschrift) lässt sich in diesem Kontext lesen. Für die polnische Romantik wird vor dem politischen Hintergrund der Teilungen des Staates zwischen fremden Mächten insbesondere das von Mickiewicz vertretene Konzept des polnischen Messianismus prägend.
- Trainer/in: Irina Wutsdorff
- Trainer/in: Edith Laux
- Trainer/in: Sascha Priester
- Trainer/in: Nicole Selwanger
- Trainer/in: Franziska Vetter
Angst avanciert, so hat Lars Koch zu Recht festgestellt, „insbesondere
in der Literatur der Moderne zu einem zentralen Thema“. Um 1800
entsteht, beeinflusst durch die englischsprachige Gothic Novel und die
gravierenden Umwälzungen gesellschaftlicher Zustände und vorgeblicher
anthropologischer Gewissheiten, im deutschsprachigen Raum eine
„Literatur der Angst“. Ihre Entwicklungslinie, welcher das Seminar
nachgeht, reichen von der „schwarzen Romantik“ über die Literatur des
Fin de Siècle und des Expressionismus bis hin zu den apokalyptischen
Visionen der Nachkriegsliteratur. Beispiele, die Gegenstand der
Vorlesung sein werden, sind: E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann, H. v.
Kleist: Das Erdbeben in Chili, G. Büchner: Lenz, R. L. Stevenson: The
strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde, F .Kafka: Ein Landarzt, H. M.
Enzensberger: Zwei Randbemerkungen zum Weltuntergang. Als Lektüre zum
Einstieg sei empfohlen: Lars Koch (Hg.): Angst. Ein interdisziplinäres
Handbuch.
- Trainer/in: Felicitas Andel
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
Der Expressionismus gilt literarhistorisch als ungemein kreative und
vielfältigen, divergierenden kulturellen Strömungen (Psychoanalyse,
Nietzsche, Vitalismus, Neomystik, Gestaltpsychologie, Lebensphilosophie
etc.) verpflichtete Bewegung, die zudem eine neue Form von
Intermedialität (Kino, Photographie) ausprägt. Charakteristisch für die
Epoche ist die Opposition gegenüber einer als erstarrt empfundenen
Gesellschaft, gegen das selbstgenügsame wilhelminische Bürgertum, gegen
die zunehmende Industrialisierung und Mechanisierung des Lebens. Von
einer zeitlich knappen, im Kern das „expressionistische Jahrzehnt“
(1910-1920) umfassenden Phase, gehen weit reichende Wirkungen auf die
spätere Literatur- und Kulturentwicklung bis hinein ins 21. Jahrhundert
aus. Die Vorlesung bietet einen Überblick auf die Epoche und ihre
zentralen literarischen Vertreter:innen.
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
- Trainer/in: Eva Reitberger
Oskar Walzels zu Beginn des letzten Jahrhunderts entwickelte These von der „wechselseitigen Erhellung der Künste“ erscheint im 21. Jahrhundert prophetischer denn je. Literatur ist längst nicht mehr ans „primäre Medium“ des Buches gebunden, sondern fusioniert in vielfältiger Weise mit elektronischen Medien (Film, Computer, Video, Fotografie). Die kulturkritischen Slogans des 2o. Jahrhunderts (Ende der Gutenberg-Galaxis, Ablösung der „logozentrischen Schriftkultur“) sind dabei einer kritischen Revision unterzogen worden.
Die Vorlesung untersucht diverse Spielarten der Verbindung von Literatur mit den neuen Medien (Literaturverfilmung, Drehbuch, Hyperfictions, Bloggs, Weblogs, SMS, Twitter) an aktuellen Analysebeispielen und sichtet die dazu gehörigen medienwissenschaftlichen und literaturtheoretischen Hintergründe.
- Trainer/in: Birgit Bockschweiger
- Trainer/in: Jürgen Daiber
Oskar Walzels zu Beginn des letzten Jahrhunderts gemachte Prognose einer wechselseitigen Erhellung der Künste scheint aktueller denn je. Literatur ist längst nicht mehr ausschließlich an das primäre Medium
des Buches gekoppelt. Sie verbindet sich stattdessen in vielfältiger
Weise mit anderen elektronischen Medien (Film, Computer, Fotografie).
Die kulturkritischen Slogans des 20. Jahrhunderts (Ende der
Gutenberg-Galaxis, Ablösung der logozentrischen Schriftkultur etc.)
wirken ideologisch und sind einer kritischen Revision zu unterziehen.
Die Vorlesung untersucht diverse Spielarten des Kontakts von Literatur
mit den neuen Medien (Literaturverfilmung, Drehbuch, Hyperfictions,
Bloggs, Social Media) an aktuellen Analysebeispielen und sichtet das
dazu gehörige „Theoriendesign“ des frühen 21. Jahrhunderts.
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
https://git.uni-regensburg.de/fids-public/machine_learning_2026_internal
- Trainer/in: Merle Behr
- Trainer/in: Benedikt Fröhlich
This lecture delves into the modern methods of
machine learning (ML). In particular, methods of deep
learning and reinforcement learning are covered. Topics include theoretical foundations of deep learning
and reinforcement learning, architectures of artificial neural
networks, generative modeling, deep reinforcement
learning, automatic differentiation and relevant
optimization methods. Possible fields of application are
discussed, e.g. the processing of images or natural
language, anomaly detection or optimal control. For the
practical implementation of the concepts the course includes an introduction to the JAX library.
- Trainer/in: Markus Schmitt
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte der Russischen Orthodoxen Kirche seit der Christianisierung der Rus’ bis in das 18. Jahrhundert. Intensiv werden Themen wie die Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht, Ausbreitung und Mission, Mönchtum und Frömmigkeit vorgestellt. Besonderes Gewicht wird auf die die Bedeutung des orthodoxen Glaubens für Russland als multireligiöses und multikonfessionelles Vielvölkerreich gelegt: Wo stieß die Missionierung an ihre Grenzen? Inwieweit kam es zu Verflechtungen mit religiösen Praktiken anderer Konfessionen und Religionen? Wie reagierte die weltliche und geistliche Obrigkeit auf den Eigensinn der Gläubigen und auf Herausforderungen, die von sogenannten „Häretikern“ und „Sektierern“ ausging? Gefragt wird, was historische Akteure wie beispielsweise die Altgläubigen, aber auch Herrscher wie Ivan IV. oder Peter der Große antrieb, die Auseinandersetzung mit der Kirche zu suchen.
Literatur:
Bremer, Thomas: Kreuz und Kreml. Geschichte der orthodoxen Kirche in Russland. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Freiburg, Basel, Wien. 2016; Kivelson, Valerie Ann und Greene, Robert H. (Hrsg.): Orthodox Russia. Belief and Practice under the Tsars. University Park, Pa. 2003.
- Trainer/in: Julia Herzberg
- Trainer/in: Johanna Hollesch
- Trainer/in: Agnes Rugel
In dieser Veranstaltung werden wir systematisch auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Phonetik und Phonologie in den Sprachen der Welt eingehen. Auf den ersten Blick erscheint es offensichtlich, dass es eine Reihe phonetischer Universalien geben muss -- immerhin haben Sprecher gleichweder Sprache dieselben physiologischen Voraussetzungen, um Sprachlaute zu produzieren. Bei näherer Betrachtung allerdings scheinen einige dieser Universalien zumindest teilweise auch funktional motiviert zu sein, was eher auf sprachübergreifende funktionale Prinzipien menschlicher Kommunikation hindeutet. Für die Phonologie werden wir die Typologie von Phoneminventaren und phonologischen Regeln anschauen. Neben der segmentalen Phonologie werden wir uns ebenfalls mit der Typologie von Ton, Intonation und Sprechrhythmus auseinandersetzen und die Sinnhaftigkeit von Kategorisierungen auf den verschiedenen prosodischen Ebenen hinterfragen.
- Trainer/in: Ludger Paschen
- Trainer/in: Mohammad Abedi
- Trainer/in: sekretariat behr
- Trainer/in: Francesca De Franco
- Trainer/in: Markus Schmitt
Es werden die folgenden Themen behandelt:
Prinzipien der Quantenmechanik, Verschränkung, Unitäre Zeitentwicklung, Quantengatter und Quantenschaltung, Quantenalgorithmen und “Quantenvorteil”
The module DAT-B-CON-QUANT (Lecture and Lab Quantum Mechanics and Information Processing) combines computer and data science with the fundamentals of quantum mechanics and quantum computing.
The following topics are introduced:
Principles of quantum mechanics, entanglement, unitary time evolution, quantum gates and quantum switching, quantum algorithms and “quantum advantage”
- Trainer/in: Markus Schmitt
Eine Anmeldung ist für die Vorlesung nicht erforderlich. Der
Einschreibeschlüssel für den GRIPSKurs wird in der ersten Vorlesung
(14.10.2025 8:30 Uhr im H 10) bekannt gegeben.
- Trainer/in: Ursula Regener
In der Geschichte von Sprachen spiegeln sich viele historische Entwicklungen. Zum Beispiel das Thema Nachbarschaft - wir treffen auf enge ‚genetische’ Sprachverwandte, die sich durch ‚Umwelteinflüsse’ auseinandergelebt haben. Oder aber auf ursprünglich eher entfernte Verwandte, die sich durch intensiven Kontakt und Mehrsprachigkeit strukturell ähnlich geworden sind. Wieder andere wurden im Zuge nationaler Auseinandersetzungen absichtlich unähnlich ausgestaltet, um nationale Grenzen durch eine Sprachbarriere zu untermauern.
Oder wir sind mit der Frage politischer Macht konfrontiert. In den Imperien der Habsburger, der Romanovs und der Osmanen waren Macht und Prestige an Hegemonialsprachen gebunden, wogegen andere Sprachen lange um Anerkennung kämpfen mussten. Weitere Standardsprachen konnten erst durch intensive Konstruktionsarbeit aus Dialekten und ‚äußeren’ Zugaben geformt werden, meist parallel zur Emanzipation einer gleichnamigen Nationalität. Einige Sprachen sind noch heute in der Konstruktionsphase.
Oft finden sich in der Sprachgeschichte auch Verweise auf das Innenleben von Gesellschaften. Das Verhältnis zwischen Stadt und Land lässt sich vielerorts an der Beziehung zwischen Dialekt und Hochsprache ablesen, die soziale Ordnung (oder auch Unordnung) an Anredesystemen. Konflikte zwischen ‚östlicher’ und ‚westlicher’ Orientierung schlugen sich häufig in verschiedenen Alphabeten nieder. Die Sprachstandardisierung spiegelt meist innergesellschaftliche Kräfteverhältnisse und fiel mal hochsprachlich-elitär, mal demokratisch-volksnah aus – jeweils mit entscheidenden Konsequenzen für Millionen von Schülern! In manchen Fällen ist die Kluft zwischen einem traditionsbeladenen Sprach-Soll und dem alltäglichen Istzustand auch heute noch sehr groß.
Die Vorlesung ist als Einführung für alle gedacht, die sich einen Überblick über die im östlichen Europa gesprochenen Sprachen verschaffen wollen – und darüber, was man aus sprachlichen Verhältnissen über Geschichte lernen kann.
Literatur: Siegfried Tornow: Handbuch der Text- und Sozialgeschichte Osteuropas. Von der Spätantike bis zum Nationalstaat. 2., überarbeitete Auflage. Wiesbaden 2011.
Abschluss durch Klausur (90 min)
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Maike Baier
- Trainer/in: Angela Ganter
- Trainer/in: Julian Johannes Potschacher-Eisl
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Alexandra Schropp
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Patricia Lippert
In der Vorlesung werden Strukturen und Entwicklungen der jüngeren bayerischen Zeitgeschichte vom Kriegsende 1945 bis in die ausgehenden 1980er Jahre (Ende der „Ära Strauß“) analysiert. Im Mittelpunkt stehen dabei neben den staatlich-institutionellen Rahmenbedingungen vor allem Fragen und Probleme der gesellschaftlich-demographischen Entwicklung, der wirtschaftlichen Grundlagen, ökonomischen Modernisierung und infrastrukturellen Erschließung des Landes sowie der Veränderungen und Wandlungen kollektiver Mentalitäten, des „Zeitgeists“ und der politischen Kultur.
Literaturhinweise:
Max Spindler (Begr.), Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. IV/1 und
2, 2. Aufl. München 2003/2007; Maximilian Lanzinner, Zwischen
Sternenbanner und Bundesadler. Bayern im Wiederaufbau. 1945-1958,
Regensburg 1996; Manfred Treml u.a., Geschichte des modernen Bayern.
Königreich und Freistaat, 4. Aufl. München 2020; Dirk Götschmann,
Wirtschaftsgeschichte Bayerns. 19. und 20. Jahrhundert, Regensburg 2010;
Thomas Schlemmer/Hans Woller (Hg.), Bayern im Bund, 3 Bände, München
2001-04; Wolfgang Zorn, Bayerns Geschichte seit 1960, Regensburg 2007.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Bernhard Löffler
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
Die Vorlesung gibt einen Überblick über strukturelle Entwicklungslinien und historiographische Vermittlung der bayerischen Geschichte vom Herrschaftsantritt der Herzöge aus dem Haus Wittelsbach 1180 bis zum ausgehenden Mittelalter. Im Fokus stehen dabei Fragen nach Grundlegung und Aufbau des sog. „Territorialstaates“ in Bayern, nach entscheidenden Wegmarken und Zäsuren seiner Genese, nach den zentralen Einflussfaktoren, Protagonisten und Ausdrucksformen, aber auch nach der Problematisierung dieser klassisch eingeführten „Geschichtserzählung“ bayerisch-dynastischer Staatswerdung.
Literaturhinweise:
Max Spindler (Begr.), Handbuch der bayerischen Geschichte, Band 2: Das
Alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis
zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, 2. Aufl. München 1988. – Andreas
Kraus, Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 4. Aufl.
München 2013. – Ludwig Holzfurtner, Die Wittelsbacher, Stuttgart 2005. –
Hubert Glaser (Hg.), Wittelsbach und Bayern I/1 und 2: Die Zeit der
frühen Herzöge. Beiträge zur Bayerischen Geschichte und Kunst 1180-1350,
München-Zürich 1980. – Ernst Schubert, Fürstliche Herrschaft und
Territorium im späten Mittelalter, 2. Aufl. München, 2006.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Bernhard Löffler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Raoul Erhard
- Trainer/in: Stefan Wüst
- Trainer/in: Klara Zwengauer
- Trainer/in: Raoul Erhard
- Trainer/in: Stefan Wüst
- Trainer/in: Klara Zwengauer
- Trainer/in: Stephan Bierling
- Trainer/in: Lisa-Marie Geltinger
- Trainer/in: Gerlinde Groitl
- Trainer/in: Maximilian Guggenthaler
- Trainer/in: Schad Lina Kadir
- Trainer/in: Mario Johannes Mandlik
- Trainer/in: Charlotte Nachtmann
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Beate Rieder
- Trainer/in: Christian Sigl
- Trainer/in: Jannik Steinwender
Die französische Gesellschaft zeichnet sich heute durch das Nebeneinander verschiedener sozialer und kultureller Modelle aus. Fragen kultureller und geschlechtlicher Identität und Alterität ebenso wie Kulturkontakt und Kulturkonflikt sind daher ständiges Thema nicht nur politischer Debatten, sondern auch künstlerischer Repräsentationen. Nachdem Literatur und Film sich dieser Thematik in den 1980er und 1990er Jahren v.a. in ernster und kritischer Form angenommen haben, kann man seit der Jahrtausendwende einen anderen Zugriff beobachten: Situationen des culture clash und interkultureller Missverständnisse, Vorurteile und Ressentiments werden im Modus des Lachens behandelt und humorig durchgespielt. Angesichts ihres großen Publikumserfolgs sehen sich Humoristen wie Culture-Clash-Komödien dabei regelmäßig dem Vorwurf ausgesetzt, Probleme kleinzureden, die Debatte in Sentimentalität zu ersticken oder bar jeder soziopolitischen Relevanz zu sein. Die Vorlesung nimmt sich vor, dieses Urteil einer Prüfung zu unterziehen und die spezifischen Potentiale des Humors als wohlwollender Variante der Komik in verschiedenen medialen Formaten zu untersuchen. In Hinblick auf die behandelten Formate liegt der Fokus auf Filmkomödien der jüngeren Gegenwart, wie Cherchez la femme, Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu ?, Bienvenue chez les Ch’tis, L’Italien, Il a déjà tes yeux und Chouchou. Daneben kommen Serien und Stand-Up-Comedy in den Blick. In thematischer Hinsicht wird die Frage des Zusammenspiels von Humor und Identitätsdebatte vor dem Hintergrund nicht nur der postkolonialen Situation, sondern auch des Republikanismus einerseits und des communautarisme andererseits beleuchtet.
- Trainer/in: Susanne Greilich
Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen die Etappen der Begründung und Etablierung sowie die Strukturen des „Absolutismus“ in Bayern. Es geht also um die sukzessive Herausbildung einer zunehmend starken Stellung des Herzogs bzw. Kurfürsten vornehmlich gegen die ständischen Kräfte, wie sie sich seit dem 16. Jahrhundert entwickelte, und um die Ergebnisse dieser Entwicklung für Staat und Gesellschaft. Vor allem die Herrschaft Kurfürst Maximilians I. (als Beispiel für den „Frühabsolutismus“ im sog. „Konfessionellen Zeitalter“) und die Position seiner Nachfolger bis 1745 werden thematisiert und überblicksmäßig auch in den europäischen Kontext eingeordnet. Eine Rolle werden dabei nicht zuletzt die problemorientierte Begriffsbestimmung und Typologisierung dessen spielen, was man in der Forschung als „Absolutismus“ klassifiziert oder klassifiziert hat.
Literaturhinweise:
Max Spindler/Andreas Kraus (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte,
Bd. II, 2. Aufl. München 1988, mit den entsprechenden Kapiteln S.
393-532; Heinz Duchhardt/Matthias Schnettger, Barock und Aufklärung, 5.,
neu bearbeitete und erweiterte Aufl. des Bandes „Das Zeitalter des
Absolutismus“ (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 11),
Berlin/München/Boston 2015; Schnettger, Matthias, Das 17. Jahrhundert.
Krisen, Kriege, Konsolidierungen (Oldenbourg Grundriss der Geschichte
54), Berlin/Boston 2024; Heinz Schilling, Konfessionalisierung und
Staatsinteressen. Internationale Beziehungen 1559-1660 (Handbuch der
Geschichte der internationalen Beziehungen 2), Paderborn u.a. 2007;
Klaus Malettke, Hegemonie - multipolares System – Gleichgewicht.
Internationale Beziehungen 1648/1659-1713/1714 (Handbuch der Geschichte
der internationalen Beziehungen 3), Paderborn u.a. 2012.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Bernhard Löffler
- Trainer/in: Franziska Strobel
- Trainer/in: Michael Zimmermann
In dieser Vorlesung wird
die Herausbildung des kirchlichen Christentums als einer neuen Religion
im weltanschaulichen Kosmos der Antike nachgezeichnet. Es wird gezeigt,
wie sich seine Identität im Verhältnis zum vorchristlichen sowie zum
gleichzeitig sich konturierenden rabbinischen Judentum, zur Gnosis und
zu den polytheistischen Kulten herauskristallisiert hat. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf dem Aufkommen des Islam und seiner Beziehung zum
spätantiken Christentum.
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Andreas Merkt
Die Vorlesung möchte in einem größeren Bogen strukturelle Entwicklungsstränge zur Geschichte des modernen Bayern vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart analysieren. Thematisch gespiegelt wird die Entwicklung Bayerns dabei an den räumlichen Grundlagen und Bedingungen bayerischer Geschichte. Das meint zum einen die verschiedenen – kartographischen, politisch-administrativen, ökonomisch-landesplanerischen – Formen der Erfassung, Vermessung und Gliederung des in einer territorialen Revolution zu Anfang des 19. Jahrhunderts entstandenen Staates in seiner topographischen Gesamtheit wie regionalistischen Vielgliedrigkeit, mit wandelbaren Binnenordnungen, wechselnden Grenzverläufen und unterschiedlichen Graden der Integration in größere territoriale Einheiten. Zugleich meint es eine Art von sozialer Geographie, die von den kulturellen und mentalen Wirkungen auf die Menschen und den kulturellen und mentalen Zuschreibungen durch die Menschen handelt und die zur Definition eines Landes oder Staates ebenso gehört wie die Lage seiner Berge, Seen oder Flüsse. Es wird also gefragt nach den Identität stiftenden „Landschaften im Kopf“ („mental maps“), nach den selektiven Bildern und Wunschvorstellungen räumlichen Bewusstseins und landschaftsbezogener Selbst- oder Fremdwahrnehmung, nach den Prägekräften stereotyper Landschaftsklischees, auch nach den Strategien aktiver Landschaftsvermarktung in Touristik oder Politik.
- Trainer/in: Bernhard Löffler
- Trainer/in: Nina Plank
- Trainer/in: Christina Straka
- Trainer/in: Patricia Lippert
Abstract
Nach der gängigen Darstellung hat der Mongolensturm die Kiever Rus' von Europa abgeschnitten. Das Moskauer Reich sei in politischer, sozioökonomischer, kulturell-religiöser und militärischer Hinsicht eine Art Sonderweg gegangen und erst Peter der Große habe das Land (wieder) nach Europa hin geöffnet. Es kann nicht bestritten werden, dass sich die Kontakte mit dem Westen im 18. Jahrhundert verdichteten und Russland mit dem Sieg im Großen Nordischen Krieg zu einer europäischen Großmacht aufstieg. Doch rissen die Kontakte mit den europäischen Ländern nie vollständig ab: Kontakte mit den ost- und nordeuropäischen Nachbarn gab es ohnehin ständig, nicht nur in Form von kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch auch mit dem westlicheren Europa lassen sich vielfältige Interaktionen nachverfolgen. So entstand das petrinische Reformwerk keineswegs aus dem Nichts, sondern war schon lange zuvor durch vielfältige Reformen und vermehrten Austausch mit dem Westen vorbereitet und teilweise vorweggenommen worden. Die Anbahnung von Westkontakten von Seiten des Moskauer Reiches war selten ein Selbstzweck und folgte meist militärisch-machtpolitischen Erwägungen, doch dasselbe lässt sich mit gutem Recht für die Reformen Peters und seiner Nachfolger sagen. In der Vorlesung möchte ich Kontaktzonen, Interaktionen und gegenseitige Wahrnehmungen des Moskauer Reiches mit den westlichen Nachbarn in den Blick nehmen und dabei v.a. nach langfristigen Entwicklungslinien in den Austauschprozessen und gegenseitigen Wahrnehmungen fragen. Es soll sowohl um politische und sozioökonomische Prozesse wie die Verfestigung der Leibeigenschaft gehen, als auch um kulturelle Entwicklungen wie etwa die der Bildkulturen. Dabei wird der Vergleich mit der polnisch-litauischen Adelsrepublik eine wichtige Rolle spielen, da sie mit ihrer Wahlmonarchie und dem starken Adel immer wieder zum Konkurrenzmodell der Autokratie werden konnte.
Literatur zur Einführung:
Hildermeier, Manfred: Geschichte Russlands: Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution. Beck, München 2013.
Hosking, Geoffrey: Russia. People and Empire, 1552-1917. HarperCollins Publishers, New York 1997.
Kappeler, Andreas: Rußland als Vielvölkerreich: Entstehung, Geschichte, Zerfall, Beck, München 1992.
Leistungsnachweis: Klausur
- Trainer/in: Malte Griesse
Die Reformation als solche, beginnt der einschlägige Artikel im Handbuch der bayerischen Geschichte zum konfessionellen Zeitalter, stellte keine Zäsur in Bayern dar. Diesen Befund hinterfragend, widmet sich die Vorlesung den Ereignissen sowie den politischen und gesellschaftlichen Folgen der Reformation in Süddeutschland, vorrangig in den Territorien des heutigen Bayern.
Dabei werden in einem ersten Teil Ursachen, Anlass und Ausbreitung der Reformation im Herzogtum sowie in ausgewählten Herrschaften in Franken und Schwaben und der Oberpfalz dargestellt. Anschließend wird danach gefragt, ob und wie sich politische und gesellschaftliche Prozesse infolge der Ereignisse wechselseitig beeinflussten, ob also die Ausbildung des frühmodernen Staates und der Untertanengesellschaft mit den Ereignissen von Reformation, Gegenreformation und katholischer Reform zusammenhingen. Diese unter dem Stichwort Konfessionalisierung bekannt gewordene These wird in als Forschungsdebatte dargestellt, und der ihr zugrundeliegende modernisierungstheoretische Ansatz an ausgewählten Beispielen der Oberpfalz und oberdeutscher Reichsstädte überprüft.
Der zweite Teil der Vorlesung widmet sich der österreichischen Exulantenbewegung wie sie auf der Grundlage des Augsburger Religionsfriedens von 1555 im ausgehenden 16. Jahrhundert einsetzt und in den Salzburger Exulanten noch im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts einen Epilog findet. Dabei wird nach den Dimensionen der Bewegung genauso zu fragen sein, wie nach den politischen Hintergründen, den Zielen der Migration, der sozialen Zusammensetzung und dem Einfluss auf die politische und soziale Struktur in den neuen geographischen Räumen.
Einführende Literatur:
Thomas Kaufmann: Erlöste und Verdammte. Eine Geschichte der Reformation, München 42017; Hubertus Seibert: Bayern und die Protestanten; Regensburg 2017; Michael Henker u.a. (Hrsg.): FürstenMacht & wahrer Glaube - Reformation und Gegenreformation: das Beispiel Pfalz-Neuburg; Regensburg 2017; Martin Jung, Reformation und Konfessionelles Zeitalter (1517–1648), Göttingen 2012; Thomas Brockmann / Dieter J. Weiß (Hrsg.): Das Konfessionalisierungsparadigma. Leistungen, Probleme, Grenzen, Münster 2013; Werner Wilhelm Schnabel: Österreichische Exulanten in oberdeutschen Reichsstädten. Zur Migration von Führungsschichten im 17. Jahrhundert. München 1992.
- Trainer/in: Christina Straka
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Die Verbindung von Krieg und Musik ist besonders vielfältig, hoch aktuell und reicht dennoch historisch weit zurück. Musik erzählt vom Krieg, beschreibt einzelne Schlachten wie in barocken Battaglia-Kompositionen und den Schlachtengemälden des 19. Jahrhunderts; sie feiert Sieger, bedauert Verlierer und verhöhnt sie. Musik strukturiert den Krieg, begleitet Gewalt, spendet Mut und Trost, repräsentiert und sorgt für Ablenkung. Bestimmte Stilmittel beziehen sich auf den Klang des Krieges. Nicht zuletzt birgt Musik die Option zur Verarbeitung von Krieg und Terror, sie vermag den Wunsch nach Frieden auszudrücken.
Die Bandbreite der Beispiele deckt die vergangenen 500 Jahre ab und führt bis zur Gedenkmusik für 9/11.
- Trainer/in: Franziska Weigert
- Trainer/in: Rebecca Wolf
- Trainer/in: Stephan Bierling
- Trainer/in: Schad Lina Kadir
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Beate Rieder
- Trainer/in: Jannik Steinwender
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die zentralen politischen, ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Bayern zwischen dem ausgehenden 18. Jahrhundert und der Revolution von 1918/19. Daneben werden auch die verfassungsrechtliche Entwicklung sowie die Fragen, ob der Konstitutionalismus eine eigenständige Staats- und Regierungsform war und inwieweit er dem sozioökonomischen Wandel Rechnung tragen konnte, zu diskutieren sein. Am Beginn dieses „langen 19. Jahrhunderts“ standen erhebliche territoriale Zugewinne, soziale Veränderungen und politische Reformen – das „moderne Bayern“ entstand, ganz wesentlich im Windschatten der napoleonischen Erfolgspolitik und dem rechtzeitigen Seitenwechsel vor den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongress. Mit dem Aufstieg zur Königsmacht sowie der Einführung einer Verfassung und einer Volksvertretung war der Weg zur konstitutionellen Monarchie beschritten, der den Staat über alle Zäsuren hinweg bis 1918 prägte. Wie die Beispiele anderer kleiner(er) Staaten zeigen, war die Existenz Bayerns damit aber keineswegs zementiert: Zu zeigen sein werden dementsprechend die unterschiedlichen Strategien der jeweiligen Monarchen und Regierungen, die äußere Situation zu stabilisieren und die gesellschaftliche Kohäsion eines Staates zu erhöhen, der im Rückblick stabiler wirkte, als er es war. Neben den zentralen äußeren Ereignissen – den Revolutionen von 1830 und 1848, der Reichseinigung, der industriellen Revolution etc. – wird dementsprechend stets auch nach den Bedingungsfaktoren im Inneren und den Reaktionen der politischen Akteure zu fragen sein. Auch die Rolle der Monarchinnen soll hier separat betrachtet werden. Einzubetten ist die landesgeschichtliche Perspektive dabei stets in die nationale und europäische Entwicklung sowohl auf politischer und ökonomischer, aber auch auf mentalitätsgeschichtlicher Ebene. Zu fragen ist damit auch nach der Akzeptanz und Angemessenheit monarchischen Agierens in einem Zeitalter, das oft als nationalliberal charakterisiert wird, das aber auch ungemein viele technische Innovationen hervorbrachte, die den Alltag und die Wahrnehmung der Menschen nachhaltig änderten. Unabdingbar ist die selbständige Lektüre eines Überblickswerkes während des Semesters.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Nina Plank
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Die Zeit der frühen bzw. der alten Kirche ist eine formative Periode, in
der im Austausch mit der antiken Welt und Umwelt die Grundlagen für
Vieles gesetzt wurden, was bis heute die Identität der Kirche prägt. Die
Vorlesung möchte einen Überblick über die Entwicklung zweier
bedeutender Fragen während der ersten sechs Jahrhunderte geben: Die
erste Frage ist die nach dem christlichen Gottesbild, das sich ausgehend
von der Erfahrung der Begegnung mit Jesus von Nazareth im Dialog mit
antiken Gottesbildern entwickelt und diese schließlich revolutioniert.
Die zweite Frage betrifft Gestalt und Organisationsformen der Kirche,
die von einer unbedeutenden Jüngergruppe zur vorherrschenden religiösen
Institution des Mittelmeerraums wird – und sich dadurch notwendigerweise
verändert.
- Trainer/in: Annemarie Pilarski

- Trainer/in: Anna Felleiter
- Trainer/in: Ludwig Kreuzpointner
- Trainer/in: Felix Sedlmeier-Rudek

- Trainer/in: Ludwig Kreuzpointner
- Trainer/in: Felix Sedlmeier-Rudek
Innerhalb von nur siebzig
Jahren hat sich die Situation des Christentums im Römischen Reich von
einer verfolgten Sekte zur kulturprägenden und gesellschaftstragenden
Staatsreligion gewandelt. Was bedeutet diese Wende, die mit dem Namen
des Kaisers Konstantin untrennbar verbunden ist, für das
Selbstverständnis der christlichen Religion, ihr Verhältnis zu Staat,
Gesellschaft und Kultur? Solchen und ähnlichen Fragen geht die Vorlesung
nach.
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Maike Baier
- Trainer/in: Angela Ganter
- Trainer/in: Frank Schad
Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Entwicklung des Mönchtums in der
alten Kirche. Die Anfänge des Mönchtums fallen in eine Zeit, in der die
Kirche aufgrund äußerer Bedrängnis, aber auch des enormen Zuwachses an
Gläubigen in eine Identitätskrise gerät, die durch die Konstantinische
Wende und der aus ihr folgenden neuen Position der Kirche noch
verschärft wird. Die Frage danach, wie Kirche zu sein hat und wie
christliches Leben aussehen kann und soll, stellt sich damit noch einmal
auf eine ganz andere Weise. In dieser Zeit ziehen immer mehr Männer und
Frauen aus den Gemeinden aus. Sie gründen Lebensgemeinschaften, die
sich als alternative Kirchenmodelle verstehen lassen. Gerade indem sie
zu Exzentrikern werden, wirken sie jedoch wieder ins Zentrum der Kirche
zurück. Ab dem ausgehenden 4. Jahrhundert bildet das Mönchtum eine
alternative Lebensweise, die aus der Wirklichkeit der Kirche nicht mehr
wegzudenken ist.
- Trainer/in: Annemarie Pilarski
Die Vorlesung macht vertraut mit den strukturellen Bedingungen und
Grundzügen der historischen Entwicklung des Nationalsozialismus in
Bayern wie im größeren deutschen Rahmen. Schwerpunkte liegen dabei zum
einen auf der Entstehungsgeschichte der NSDAP (mit ihren spezifischen
bayerischen Wurzeln), auf Herrschaftsstrukturen und -techniken und hier
nicht zuletzt auf der Ausformung des Verhältnisses zwischen Reichsebene
und regionalen Bezugsgrößen (NS-Gaue und alte Länder mit Bayern als
Fallbeispiel) sowie auf der Gesellschaftsge-schichte (und deren
speziellen bayerischen Ausprägungen). Zum anderen wird es um die großen
historiographischen Interpretationsprobleme und Erklärungsansätze zum
Nationalsozialismus gehen; in diesen Zusammenhang wird auch die Frage
gestellt, wie man die ‚Region’ als Analysekategorie der NS-Geschichte
fassen und nutzbar machen kann.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Bernhard Löffler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Rita Geiger
Die Reformation als solche, beginnt der einschlägige Artikel im Handbuch der bayerischen Geschichte zum konfessionellen Zeitalter, stellte keine Zäsur in Bayern dar. Diesen Befund hinterfragend, widmet sich die Vorlesung den Ereignissen sowie den politischen und gesellschaftlichen Folgen der Reformation in Süddeutschland, vorrangig in den Territorien des heutigen Bayern.
Dabei werden in einem ersten Teil Ursachen, Anlass und Ausbreitung der Reformation im Herzogtum sowie in ausgewählten Herrschaften in Franken und Schwaben und der Oberpfalz dargestellt. Anschließend wird danach gefragt, ob und wie sich politische und gesellschaftliche Prozesse infolge der Ereignisse wechselseitig beeinflussten, ob also die Ausbildung des frühmodernen Staates und der Untertanengesellschaft mit den Ereignissen von Reformation, Gegenreformation und katholischer Reform zusammenhingen. Diese unter dem Stichwort Konfessionalisierung bekannt gewordene These wird in als Forschungsdebatte dargestellt, und der ihr zugrundeliegende modernisierungstheoretische Ansatz an ausgewählten Beispielen der Oberpfalz und oberdeutscher Reichsstädte überprüft.
Der zweite Teil der Vorlesung widmet sich der österreichischen Exulantenbewegung wie sie auf der Grundlage des Augsburger Religionsfriedens von 1555 im ausgehenden 16. Jahrhundert einsetzt und in den Salzburger Exulanten noch im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts einen Epilog findet. Dabei wird nach den Dimensionen der Bewegung genauso zu fragen sein, wie nach den politischen Hintergründen, den Zielen der Migration, der sozialen Zusammensetzung und dem Einfluss auf die politische und soziale Struktur in den neuen geographischen Räumen.
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
Seit
dem Einstieg von Netflix und Amazon Originals in die Serienproduktion 2011 bzw.
2013 haben verschiedene Serien international für Aufmerksamkeit gesorgt und
Auszeichnungen erhalten. Da Netflix-Eigenproduktionen weltweit zur Verfügung
stehen, konnten auch Serien aus Ländern der Romania zu internationaler
Bekanntheit gelangen, wie etwa O sabor das margaridas (201, La
casa de papel (2017-2021), Lupin (2021-), Marseille (2016)
oder Zone Blanche (2018-2019). In der Finanzierung
‚nationaler‘ bzw. ‚landeskultureller‘ Serien erkennen Bobineau / Türschmann das
„Kalkül eines geographischen Vertriebs- und Marketingkonzeptes“, mit dem
einerseits Neukunden geworben und andererseits die Bestandskundschaft bei der
Stange gehalten werden soll (2022: 16).
Diese Strategie ist bemerkenswerter Weise zugleich regional und international zu denken.
Die publikumswirksame Annäherung von lokalen Bezügen und internationalen Sehgewohnheiten, wie sie für VoD-Serien charakteristisch ist, hat es der französischen und spanischen TV-Produktion in den vergangenen Jahren erlaubt, zu weltweiter Bedeutung zu gelangen. Kann die Frage danach, wie die romanischen Länder im Feld des Streaming-Angebots wirtschaftlich vertreten sind, ausgehend von Marktstudien beantwortet werden, fordert die Frage nach der Repräsentation dieser Länder und ihrer Regionen in der Serienfiktion die literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse heraus. Am Schnittpunkt von wirtschaftlichem Kalkül und filmästhetischer Realisierung stellt sich die Frage nach dem Einfluss einer als international erfolgsversprechend geltenden, ‚normierten‘ Ästhetik auf die Repräsentation Spaniens und Frankreichs – und damit auf ihr Hetero- und Auto-Image – selbst. Das skizzierte Verhältnis von Lokalität und Globalität in französischen und spanischen Serien soll in der Vorlesung unter der Perspektive der Raumdarstellung und -inszenierung und anhand von einschlägigen Beispielen spezifischer untersucht werden.
Die Vorlesung steigt mit einem konzeptuellen Teil zur Serienforschung ein und
widmet sich dann in Einzelstunden dem französischen und spanischen Korpus. In
die Lehrveranstaltung ist eine Tagung vom Donnerstag, den 20. Juni bis zum
Samstag, den 22. Juni 2024 integriert, auf der ausgewiesene internationale
Gäste zum Thema vortragen.
- Trainer/in: Susanne Greilich
- Trainer/in: Ralf Junkerjürgen
- Trainer/in: Dagmar Schmelzer
- Trainer/in: Timothy Nunan
- Trainer/in: Timothy Nunan
- Trainer/in: Timothy Nunan
- Trainer/in: Timothy Nunan
This course examines the history of modern Eurasia from the middle of the nineteenth century to the present, focusing on interconnections between empires and polities in the post-Mongol space (Russia, China, the Ottoman lands; Central Asia, Iran; India, and Northeast Asia). Lectures take up questions of colonialism and conquest empires; inter-imperial competition; borderlands and minorities; wars and imperial dissolution; and the transformation of governance and institutions after revolutions. Intended to serve as a gateway for students interested in trans-regional area studies and history, this course is paired with an Übung (33150b) that emphasizes work with primary sources in translation.
- Trainer/in: Timothy Nunan
- Trainer/in: Katelijne Schiltz
Ziel der Veranstaltung ist es, im Spannungsfeld von kultureller Evolution und Revolution, von Tradition und Innovation, Kontinuität und häufig radikalem Bruch, einen Überblick über die Entwicklung jüdischer Literaturen und Kulturen im östlichen Europa zu geben. Er reicht von den Anfängen und dem „Goldenen Zeitalter“ jüdischen Lebens im einstigen Königreich Polen bis zum gewaltsamen Ende jüdisch-jiddischer Kultur durch den Nationalsozialismus und Stalinismus, sowie Formen des Nachlebens in der Sowjetunion der 1950er Jahre (und darüber hinaus). Gerade das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert großer Revolutionen (1905, 1917), zugleich war es ein „jüdisches Jahrhundert“ (Yuri Slezkine). Doch was ist „jüdisch“? Was „slavisch-jüdisch“? Welche Auswirkungen hatten große Umbrüche (z. B. Aufklärung, Chassidismus, Sozialismus, Zionismus) auf die jüdische Kultur und Literatur? Was bedeutet die jüdische Renaissance (Martin Buber) als Kultur(r)evolution für die Ostjuden Anfang des 20. Jahrhunderts? Welche Rolle spielen die slavischen Umgebungskulturen?
Die Vorlesung will geistes-, kultur- und literaturgeschichtlich die Spannung zwischen religiöser und weltlicher jüdischer Zugehörigkeit durch die Jahrhunderte beleuchten. Der Schwerpunkt liegt auf der jüdischen Moderne und auf Schlüsselorten wie Vilnius, Warschau, Moskau, Kyiv oder Odessa. Beispiele der polnischen, russischen, jiddischen usw. Literatur und der Kunst illustrieren dieses reiche jüdische Erbe im östlichen Europa und die hohen Dynamiken des Ideentransfers und kulturellen Übersetzens.
- Trainer/in: Sabine Koller
Der Umgang mit dem Sterbenmüssen, den Toten und auch den
Hinterbliebenen, die um sie trauern, ist eines der zentralen und auch
ältesten Elemente menschlicher Kultur. Die vorliegende Übung will sich
mit unterschiedlichen Formen menschlicher Trauergestaltung in
historischer Perspektive auseinandersetzen. Ein zeitlicher Schwerpunkt
liegt dabei in der paganen, jüdischen und christlichen Antike und
Spätantike. Die Übung will dabei nicht nur über geschichtliche
Hintergründe informieren, sondern v.a. ausgewählte schriftliche und
archäologische Zeugnisse (Grabinschriften und Zeugnisse zu
Bestattungsriten, aber auch Texte der philosophischen und theologischen
Trostliteratur) vorstellen, die gemeinsam betrachtet, gelesen und
diskutiert werden sollen.
- Trainer/in: Annemarie Pilarski
- Trainer/in: Ulrike Allouche
- Trainer/in: Stefan Solbrig
- Trainer/in: Stefan Solbrig
- Trainer/in: Ulrike Allouche
- Trainer/in: Florian Erhard
- Trainer/in: Michael Huttner
- Trainer/in: Claudio Lottaz
- Trainer/in: Spanglab moodle
- Trainer/in: Sharon Petersen
- Trainer/in: Maximilian Sombke
- Trainer/in: Rainer Spang