GRIPS - Uni Regensburg
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Nach einer allgemeinen Einführung in die Paläographie, die Lehre von der Schrift, ihren Erscheinungsformen und Funktionen in den einzelnen Epochen, werden ausgewählte handschriftliche Quellen aus dem 19. Jahrhundert gelesen und inhaltlich erschlossen. Die Teilnehmer sollen dabei paläographische Kenntnisse erwerben oder vertiefen und auch verschiedene typische Quellenarten des 19. Jahrhunderts kennenlernen.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Leiter der Übung: Dr. Georg Köglmeier
Nach einer allgemeinen Einführung in die Paläographie, die Lehre von der Schrift, ihren Erscheinungsformen und Funktionen in den einzelnen Epochen, werden ausgewählte handschriftliche Quellen aus dem 20. Jahrhundert gelesen und inhaltlich erschlossen. Die Teilnehmer sollen dabei paläographische Kenntnisse erwerben oder vertiefen und auch verschiedene Quellenarten des 20. Jahrhunderts kennenlernen, etwa Feldpostbriefe aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg oder amtliche Schreiben.
Im Rahmen der Übung soll auch ein Regensburger Archiv besucht werden.
Die Transkription handschriftlicher Texte wird mittlerweile bedeutend erleichtert durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die – in Form des Programms bzw. der Plattform Transkribus – auch in dieser Übung verwendet werden kann. Dies ermöglicht es, umfangreichere Texte zu bearbeiten. Dennoch müssen paläographische Kenntnisse vorliegen, um die Übertragungen, die nach wie vor nicht fehlerfrei sind, ggf. zu korrigieren.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Caroline Berger
- Trainer/in: David Kubach
- Trainer/in: Paul Schüller
Der heutige „Spitalkeller“ im Regensburger Stadtteil Steinweg gehört seit etwa 200 Jahren zur St. Katharinenspitalstiftung. Zunächst war hier nur ein Sommerkeller, in dem Bier gelagert wurde. Daraus entwickelte sich ein Biergarten mit Bierausschank, dann ein Wirtshaus.
Die Geschichte des „Spitalkellers“ soll im Rahmen der Übung untersucht und dargestellt werden. Dazu soll v.a. die Überlieferung im Regensburger Spitalarchiv herangezogen werden. In die Untersuchung mit einbezogen werden sollen auch Objekte zur Geschichte des „Spitalkellers“, also gegenständliche Quellen, die bis heute dort gelagert werden.
Im Rahmen der Übung werden einige Exkursionen abgehalten werden. Dazu sollte der Nachmittag freigehalten werden.
Die archivalischen Quellen, die ausgewertet werden sollen, liegen überwiegend handschriftlich vor. Die Teilnehmer/innen sollten deshalb nach Möglichkeit paläographische Kenntnisse mitbringen.
Die Leiterin des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung, Fr. Kathrin Pindl, wird die Veranstaltung als Co-Dozentin begleiten.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Kathrin Pindl
- Trainer/in: Barbara Wimmer-Bulin
- Trainer/in: Matthias Seitz
- Trainer/in: Patrick Ehrich
- Trainer/in: Patrick Ehrich
- Trainer/in: Patrick Ehrich
- Trainer/in: Judith König
- Trainer/in: Stephanie Ortmann
- Trainer/in: Katelijne Schiltz
- Trainer/in: Eva Stögbauer-Elsner
Die Übung begleitet die Vorlesung „Die Feier der Eucharistie“: Sie bietet die Gelegenheit, die in der Vorlesung besprochenen Quellentexte zu lesen und zu diskutieren. Die Übung dient als Wiederholung und Vertiefung der zentralen Inhalte der Vorlesung, als intensive Auseinandersetzung mit historischen Quellen sowie schließlich als gezielte Prüfungsvorbereitung.
- Trainer/in: Piotr Kubasiak
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Mark Greenlee
- Trainer/in: Katharina Hense
- Trainer/in: Alexandra Otto
- Trainer/in: Marisa Birk
- Trainer/in: Mark Greenlee
In dieser Übung, die sich als vertiefende Ergänzung zur Überblickvorlesung versteht, besprechen wir die Musik des Mittelalters vom Gregorianischen Choral bis zur Ars subtilior des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts. Zentrale Themen sind der Kirchengesang (mit Sondergattungen wie Sequenz, Tropus, liturgischem Spiel), die Lieder der Troubadours, Trouvères und Minnesänger, die Pariser Musik um 1200 (Leoninus, Perotinus), die Musik des 14. Jahrhunderts in Frankreich (de Vitry, Machaut), Italien (Landini) und England sowie die Ars subtilior.
- Trainer/in: Katelijne Schiltz
Hier sind die Folien und Videos der Übung zur Vorlesung Allge. I, Teil 1 zu finden.
- Trainer/in: Marisa Birk
- Trainer/in: Anna Eckert
- Trainer/in: Lea Fiedler
- Trainer/in: Mark Greenlee
Übung zur Vorlesung Allgemeine Psychologie I, Teil 2
- Trainer/in: Mark Greenlee
- Trainer/in: Maja Pawellek
- Trainer/in: Gabriele Zieroff
- Trainer/in: Babett Edelmann-Singer
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
Die Übung ist ein zusätzliches Angebot zur von Prof. Dr. Jürgen Daiber gehaltenen Vorlesung Literarische Angst und eignet sich zur Klausurvorbereitung. Der ECTS-Punkt in den Wahlbereich eingebracht werden.
Die auf SPUR oder per Mail (tatjana.kuehnast@sprachlit.uni-regensburg.de) angemeldeten Teilnehmenden werden in den Kurs eingeschrieben oder erhalten das GRIPS-Passwort von mir.
Die angesetzten Termine finden Sie auf SPUR und im Folgenden:
- 26.01.2024: 9:30-12:30 Uhr s.t. (W114)
- 02.02.2024 09:00-13:00 Uhr s.t. und 14:00-17:00 s.t. (W114 und W116)
- 05.02.2023 15:00-17:00 Uhr s.t. (PT 1.0.2)
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
Es werden analog zur Grundvorlesung Mikrobiologie (VVZ-Nr. 54 121) die
folgenden Themenkomplexe anhand von Übungsaufgaben besprochen:
Zytologie, Wachstum, Molekularbiologie, Metabolismus, Systematik.
- Trainer/in: Annett Bellack
- Trainer/in: Florian Mayer
- Trainer/in: Britt Morawetz
- Trainer/in: Franziska Weigert
- Trainer/in: Maryia Schasnaya
Übung zur Vorlesung
- Trainer/in: Mark Greenlee
- Trainer/in: Maja Pawellek
- Trainer/in: Katelijne Schiltz
- Trainer/in: Sabrina Schütz
- Trainer/in: Christoph Dohmen
- Trainer/in: Veronika Maierhofer
Der „Eiserne Vorhang“, die ehemalige Systemgrenze zwischen den
demokratischen und den sozialistischen Staaten, hinterließ Spuren quer
durch Europa: sichtbar in der Landschaft, begehbar in Erinnerungsorten,
oft nicht eindeutig zuordenbar in der kollektiven Erinnerung. Nach 1989
gab es Versuche, die nun offene Grenze neu zu deuten. Das trennende Bild
des „Eisernen Vorhangs“ entwickelte sich schrittweise zur verbindenden
Metapher des „Grünen Bandes“. Zunächst an der deutsch-deutschen Grenze,
dann übertragen auf die gesamte Topographie des ehemaligen
Grenzstreifens, wurde das „Grüne Band“ zu einem Narrativ der jeweiligen
Grenzregionen und beeinflusste deren Fremd- und Selbstwahrnehmung. An
Erinnerungsorten und in Begegnungen mit Menschen an der
bayerisch-tschechischen Grenze gehen wir der Frage nach, wie konstruiert
oder wirkmächtig das Narrativ „Grünes Band“ ist, in welchen Erzählungen
es sich an der bayerisch-tschechischen Grenze wiederfindet, welchen
Veränderungen es unterliegt und welche Widersprüche es enthält.
- Trainer/in: Bianca Hoenig
- Trainer/in: Veronika Hofinger
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Jörg Skriebeleit
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Im 16. Jahrhundert erlebte Europa eine düstere Phase, die von intensiven Hexenverfolgungen geprägt war. Dieses Zeitalter, das durch soziale, religiöse und politische Unruhen gekennzeichnet war, schuf einen fruchtbaren Boden für die Ausbreitung von Hexenverfolgungen. Die Grafschaft Werdenfels (Teil des heutigen Landkreises Garmisch-Partenkirchen) war im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl ein Zentrum der Hexenverfolgungen am Ende des 16. Jahrhunderts in Südostdeutschland. In der Übung sollen am Beispiel der Hexenprozesse der Grafschaft Werdenfels unterschiedliche Aspekte der Hexenverfolgungen erarbeitet und mit den Befunden aus anderen Regionen verglichen werden. Dazu werden ausgewählte Quellen, wie z. B. die Urgichten der Werdenfelser Hexenprozesse, transkribiert und bearbeitet.
Die Teilnehmer:innen der Übung erhalten einen Überblick zum Themenkomplex Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit, dem aktuellen Forschungsstand und den Deutungsversuchen. Dabei können sie paläographische Kenntnisse erwerben oder diese vertiefen.- Trainer/in: Franziska Strobel
Leitung der Übung: Dr. Georg Köglmeier zusammen mit Kathrin Pindl, Leiterin des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung, und Dr. Artur Dirmeier, ehemaliger Leiter des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung
Das St. Katharinenspital ist die älteste Fürsorgeeinrichtung Regensburgs. Sie kann in diesem Jahr auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken. Der Regensburger Bischof Konrad IV. von Frontenhausen erließ 1226 eine bis heute gültige Satzung für das Spital. Dieses entwickelte sich vom spätmittelalterlichen Armenhospital über eine frühneuzeitliche Pfründneranstalt bis hin zum modernen Pflegeheim, bietet also seit 800 Jahren hilfsbedürftigen Menschen ein neues Zuhause. Aufnahme fanden hier nicht nur Alte und Kranke, sondern auch Pilger sowie anderweitig bedrängte Personen. Finanziert wurde und wird die Einrichtung durch die eigene Brauerei des Spitals, den Forst und weitere Güter sowie die Beiträge der Bewohner, die Pfründen.
Die Übung soll Einblicke in die Geschichte des Katharinenspitals verschaffen. Dazu sollen einzelne Bereiche wie Verwaltung, Wirtschaft, Frömmigkeit und Alltag der sogenannten „Spitalfamilie“ untersucht und dargestellt werden. Zudem sollen übergreifende Fragestellungen der bayerischen Landesgeschichte diskutiert werden, etwa zu Armenfürsorge, Stiftungswesen und städtischer Gesellschaft. Thematisiert werden soll auch die Frage einer modernen Präsentation der Spitalgeschichte.
Teil der Übung werden auch Exkursionen in das Spital und Besuche von Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr sein.
Als Grundlage der Untersuchung der Spitalgeschichte dienen die vorhandene Literatur und die reichen Bestände des Spitalarchivs. Anhand dieser Bestände, die z.T. ediert vorliegen, sollen auch die grundlegenden Methoden der historischen Quellenkritik eingeübt werden.
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Kathrin Pindl
Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten ist einer der
Grundbestandteile eines geisteswissenschaftlichen Studiums. In dieser
Übung werden wir untersuchen, wie wir überzeugend und fundiert auf Basis
wissenschaftlicher Recherche argumentieren und Essays schreiben können.
Wir beschäftigen uns hierfür mit einer Reihe an Themen, die zum
Entstehungsprozess einer wissenschaftlichen Arbeit gehören, von der
Arbeit mit Primär- und Sekundärliteratur (Exzerpieren, Zitieren,
Isolieren von Kernthesen), über Fragen des Stils
(Argumentationsstruktur, Ton), bis hin zum Umgang mit technischen
Hilfsmitteln (Literaturverwaltung, Umgang mit Word- und
Document-Prozessoren, Wissensverwaltung).
- Trainer/in: Janosch Umbreit
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
- Trainer/in: Mark Greenlee
- Trainer/in: Maja Pawellek
- Trainer/in: Anna Höcherl
- Trainer/in: Holger Leuz
Dienstag, 10-12 Uhr, Veranstaltungsnummer D-33198
In den frühen 1920er Jahren, zwischen 1920 und 1924, war der junge Freistaat Bayern von einer Politik geprägt, die als reaktionär bezeichnet werden kann. Sie war antisozialistisch, antisemitisch, national-konservativ und teilweise monarchistisch. Bayern wurde aus der Sicht dieser Politik als "Ordnungszelle" verstanden, von der eine Gesundung des Deutschen Reichs, der Weimarer Republik, ausgehen sollte. In diese Phase der bayerischen Politik fällt auch der Hitler-Putsch von 1923. Er stellte den ersten Versuch der nationalsozialistischen Bewegung dar, die Macht in Deutschland gewaltsam an sich zu reißen. Das Vorhaben Hitlers, die bayerische Regierung zu einer Teilnahme an einem Staatsstreich gegen Berlin zu bewegen, schlug jedoch fehl. Der Putsch wurde niedergeschlagen. In der Übung sollen die Ausgangslage - die Zielsetzung Hitlers und die damalige politische Situation -, die Vorgänge vom 8./9. November 1923, ihre Einordnung in die politische Konstellation der damaligen Zeit und die Ergebnisse dieser Ereignisse anhand von Literatur und Quellen, die gemeinsam gelesen und interpretiert werden, nachgezeichnet werden.
Die Übung verfolgt ein allgemeines methodisches und ein spezielles inhaltliches Ziel: Die Teilnehmer der Übung sollen zum einen verschiedene Quellengruppen kennenlernen und anhand der kritischen Lektüre von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben, zum anderen sollen sie einen Einblick in ein aufschlussreiches Kapitel der neuesten deutschen und bayerischen Geschichte gewinnen.
Die Übung findet in Form von Zoom-Konferenzen statt.
Als Leistungsnachweis werden gefordert: regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Anfertigung von Hausaufgaben.
Dr. Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Gerson Brea
- Trainer/in: Politische Philosophie
Das Konzept der ‚Citizenship‘ ist ein äußerst vielseitiges, dynamisches und multidimensionales Konstrukt. Seine Popularität in der Wissenschaft und darüber hinaus, erlangte die Lehre von der Staatsbürgerschaft durch die theoretische Konzeption Thomas H. Marshalls, der von einer Trias aus bürgerlichen, politischen und sozialen Rechten ausging, durch die er legitime Ungleichheit zu begründen suchte. In den aktuellen wissenschaftlichen Debatten über ‚Citizenship‘ wird allerdings oft eine Erweiterung um weitere Rechte wie ‚kulturelle Rechte‘ oder ‚Gender Rechte‘ gefordert. Andere wiederum sehen bereits das Ende der klassischen nationalstaatlichen Staatsbürgerschaft gekommen und postulieren eine kosmopolitische Variante. Ziel dieses Kurses ist es, ausgehend von den Überlegungen Thomas H. Marshalls, die Entwicklungen und Veränderungen dieser Theorie herauszuarbeiten und zu diskutieren inwieweit die klassische Trias der Staatsbürgerrechte erweitert werden sollte bzw. ob dieses Konzept nicht von Grund auf bereits überholt ist. Dabei soll ein besonderer Fokus auf einer interkulturellen Perspektive liegen. Hierzu werden in kursorischer Lektüre unter anderem Texte von Thomas H. Marshall, Will Kymlicka, Ralf Dahrendorf und Wolfgang Welsch bearbeitet.
- Trainer/in: William Martin Funke
- Trainer/in: Politische Philosophie
Dienstag, 14-16 Uhr, Veranstaltungsnummer D-33200
In der Übung soll die Frühgeschichte Bayerns ab dem 6. Jahrhundert, die Zeit, in der das Land Bayern, das Volk der Bayern und die Herrschaft der Agilolfinger, das sog. ältere bayerische Stammesherzogtum, erstmals in schriftlichen Quellen genannt werden, untersucht werden. Dazu werden v.a. historiographische Quellen, Chroniken und Annalen, aber auch hagiographische Quellen herangezogen und kritisch ausgewertet. Die Teilnehmer sollen damit nicht nur einen Einblick in einen Abschnitt der bayerischen Geschichte bekommen, sondern auch die besonderen Merkmale einer Quellengruppe und die sich daraus ergebenen Anforderungen für ihre Auswertung kennenlernen.
Die Quellen aus dem frühen Mittelalter sind in Latein. In der Übung wird jedoch vorzugsweise mit Übersetzungen gearbeitet.
Die Übung findet in Form von Zoom-Konferenzen statt.
Als Leistungsnachweis werden gefordert: regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Anfertigung von Hausaufgaben.
Dr. Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Übung: Das Militär und die Industrialisierung: Die staatliche Rüstungsindustrie im Königreich Bayern
Montag, 10-12 Uhr
Die Übung beschäftigt sich mit den staatlichen Rüstungsbetrieben in Bayern. Zentral sind dabei die Gewehrfabrik in Amberg und die verschiedenen Betriebe in Ingolstadt, vor allem die Geschützgießerei und Geschoßfabrik. Inhaltlich steht die Geschichte der Industrialisierung aus dem Blickwinkel des Staates, speziell des Militärs im Mittelpunkt. Es geht dabei um technische ebenso wie sozialhistorische Fragen. Methodisch geht es neben klassischen schriftlichen Quellen um dem Umgang mit Fotografie und Plänen. Ein besonderer Akzent liegt auf der Industriearchäologie. Grundlage dafür sind die sehr umfangreichen Ausgrabungen der letzten Jahre auf dem sog. Gießereigelände in Ingolstadt, zu denen die Dokumentationen z.T. noch in Arbeit sind. Es wird auch die Frage gestellt, wie heute im Museum / im Stadtraum / im virtuellen Raum mit einem solchen Ort der Industriegeschichte umgegangen werden soll. Sofern möglich, wird eine Exkursion stattfinden.
Leistungsnachweis: Arbeitsaufträge während des Semesters und eine schriftliche Arbeit (Essay)
Dr. Ansgar Reiß
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Ansgar Reiß
- Trainer/in: Simon Bein
Das Stichwort Cancel Culture ist zurzeit in aller Munde. Verschiedene
Akteure, von links wie von rechts, streiten darüber, ob und wenn ja,
welche Inhalte aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen werden
müssen. Sowohl gesamtgesellschaftlich als auch in journalistischen und
wissenschaftlichen Sphären diskutiert man über zulässige und nicht
zulässige Inhalte, Anreden, Umgangsformen und Arten der Debattenkultur
und das nicht erst seit kurzem, gab es doch vor der Diskussion um Cancel
Culture ein ganz ähnlich prominentes Schlagwort, nämlich das der
Political Correctness.
Die Antwort auf die Frage darauf, ob es im Rahmen einer demokratischen
Debattenkultur überhaupt förderlich ist, bestimmte Inhalte aus dem
Diskurs zu verbannen, variiert dabei stark, je nachdem, welchen
demokratietheoretischen Standpunkt man einnimmt. So haben sich seit
jeher verschiedene DenkerInnen mit Redefreiheit, Meinungsfreiheit, der
politischen Lüge und den Grenzen des öffentlich Sagbarem beschäftigt.
Im Rahmen des Kurses werden wir zunächst entsprechend einen Blick in die
Ideengeschichte werfen und bei Autorinnen und Autoren wie Immanuel
Kant, John Stuart Mill, Alexis de Tocqueville, Hannah Arendt und Jürgen
Habermas nachlesen, wie viel Meinungs- und Redefreiheit ihrer
Einschätzung nach zulässig oder notwendig ist, um von einer stabilen und
funktionsfähigen Demokratie ausgehen zu können. Im zweiten Teil des
Kurses nähern wir uns dem aktuellen Phänomen der Cancel Culture und der
Debattenkultur systematisch, indem wir verschiedene
demokratietheoretische Perspektiven (liberal, republikanisch,
deliberativ, radikal) einnehmen und hinsichtlich des Umgangs mit cancel
culture und Debattenkultur gegenüberstellen.
Die Übung ist als Lektüre-Seminar konzipiert. Die erfolgreiche Teilnahme
setzt eine intensive Textvorbereitung, eine aktive Beteiligung an der
Diskussion, die Übernahme eines Referats sowie - im Falle der benoteten
Übung – die Abgabe einer Hausarbeit voraus.
Das Seminar kann als benotete und als unbenotete Übung belegt werden.
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
- Trainer/in: Sebastian Pößniker
Wann ist eine Demokratie wirklich eine Demokratie und wann werden die rechtsstaatlichen Institutionen und Normen zu einer bloßen Fassade? Diese sowohl spannende wie auch aktuelle Frage umfasst einen Schwerpunkt dieses Kurses, der sich an der Schnittstelle zwischen einer Untersuchung des jeweiligen politischen Systems und der politischen Philosophie bewegt. Lateinamerika wurde, wie keine zweite Region, durch Militärdiktaturen geprägt, die in unterschiedlicher Ausprägung das Spiel der Demokratie als Fassade auf die Spitze trieben. Auch aufgrund von Misswirtschaft in diesen Systemen geriet Lateinamerika in eine wirtschaftliche Krise. In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff des ‚verlorenen Jahrzehnts‘. Ziel des Kurses ist es, entsprechende Theorien zu defekten Demokratien, Militärdiktaturen und den Auswirkungen auf die Gesellschaft (Staatsbürgerrechte) aufzuarbeiten und anhand von Fallbeispielen zu analysieren.
- Trainer/in: William Martin Funke
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
- Trainer/in: William Martin Funke
- Trainer/in: Melanie Walter-Rogg
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Ricarda Wünsch
In den aktuellen Debatten zu Migration, Inklusion, Diversität und Polarisierung spielt die Figur des „Anderen“, des „Fremden“ bzw. des „Feinds“ eine zentrale Rolle. In einer Gegenwart, in der das Identifikationspotential von Familie, Beruf, Religion und Nation umkämpft ist, wird der andere Mensch – dessen Innenleben sich mir entzieht und der sich von mir grundsätzlich unterscheidet – als Kontrastfläche für meine Identitätsfindung besonders reizvoll. Und der Umgang mit diesem anderen Menschen wird zu einer grundlegenden politischen Frage.
Die Übung beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen aus der Politischen Theorie und Philosophie, die Alterität (Identität stiftende Verschiedenheit zweier aufeinander bezogener, sich bedingender Identitäten) aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten. Ziel ist es, unterschiedliche Konzepte von Alterität sowie ihren Bezug zu politiktheoretischen Fragestellungen zu verstehen, miteinander zu vergleichen und kritisch zu reflektieren.
Im Rahmen der Übung werden unter anderem folgende Fragen betrachtet:
-
Wie ist der Bezug zwischen individueller/kollektiver Identität und dem anderen Menschen: Sind beide voneinander abhängig? Wenn ja, wie? Ist der andere Mensch als politischer Gegner/Feind zu verstehen, den es zu bekämpfen gilt? Resultiert aus der Abhängigkeit zwischen Identität und Alterität eine (politische) Verantwortung gegenüber dem anderen Menschen?
-
Wie ist der Bezug zwischen Alterität und dem Politischen: Begründet Alterität das Politische (weil sie Entscheidungen notwendig macht)? Begründet das Politische Alterität (weil es Normen und damit auch Abweichungen von der Norm konstruiert)?
-
Wer ist der andere Mensch: Ist er eine Projektionsfläche oder hat er die Möglichkeit, für sich selbst zu sprechen und selbst zu handeln?
Nach einer schlaglichtartigen, einführenden Betrachtung des Konzepts Alterität in der (politisch-philosophischen) Ideengeschichte, wird der Schwerpunkt des Kurses in der Lektüre und Diskussion von Primärliteratur aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart liegen. Die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erfordert eine intensive Textvorbereitung, die aktive Teilnahme an der Diskussion, ein Referat und – im Falle einer benoteten Übung – die Abgabe einer Hausarbeit.
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Stefan Wallner
Im Mittelpunkt der Übung steht eine handschriftlich überlieferte Quelle, ein Kriegstagebuch eines bayerischen Soldaten, der den gesamten Zweiten Weltkrieg erlebte und überlebte und seine Erlebnisse an der Front und auch bei seinen Besuchen zuhause im Urlaub in fast täglichen Aufzeichnungen festgehalten hat. Dazu sind mehrere Fotoalben vorhanden, die diese Zeit illustrieren.
In der Übung sollen diese schriftlichen und Bildquellen anhand von quellenkritischen und inhaltlichen Fragen untersucht
werden. Zu klären sind etwa die Entstehung des Tagebuchs, die sprachliche Darstellung und militärische Fragen.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Mit dem Herrscherwechsel von Kurfürst Karl Theodor zu Max IV. Joseph 1799 begann eine tiefgreifende Umgestaltung des bayerischen Staates, die maßgeblich vom wichtigsten Minister des neuen Landesherrn, von Maximilian Freiherr (später Graf) von Montgelas, konzipiert und umgesetzt wurde. Durch umfangreiche Gebietsgewinne, v.a. aufgrund
eines Bündnisses mit dem napoleonischen Frankreich, entstand weitgehend Bayern in seiner heutigen territorialen Erstreckung. Im Innern wurden Modernisierungen in allen Bereichen des Staates, der 1806 zum Königreich aufstieg, im
Sinne der Aufklärung durchgeführt.
Diese Entwicklungen, die Bayern bis heute prägen, sollen im Rahmen der Übung verfolgt und untersucht werden.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Die Opferperspektive in der NS-Forschung: Historiographie und Anwendungsbeispiele aus der Regionalgeschichte
Die Übung wird, basierend auf ausgewählten Texten, in einem ersten Abschnitt Fragen des theoretischen Zugriffs auf die Darstellung jüdischen Lebens während des Nationalsozialismus diskutieren. In einem zweiten soll die Perspektive jüdischer Bürger:innen auf die Geschehnisse während der Jahre 1933 bis 1942 im Fokus stehen, wobei diese nicht additiv in Referaten wiedergegeben, sondern anhand von Fallbeispielen erarbeitet werden sollen. Dabei wird auch auf die Wurzeln des Antijudaismus und -semitismus im 19. und frühen 20. Jahrhundert einzugehen sein, um die Gründe nicht unzulässig auf die Zeit des Nationalsozialismus zu reduzieren. Ziel ist es, den Teilnehmer:innen eine erste Einsicht in die Wahrnehmung deutscher Jüdinnen und Juden in ihren Alltag unter dem Hakenkreuz zu geben und dabei ein Verständnis für die sich sukzessive verschärfende Situation zu vermitteln. Da die Übung in ihrem zweiten Teil intensiv mit Quellen arbeitet, wird die Bereitschaft zu selbständiger Lektüre und regelmäßiger Mitarbeit erwartet.
Literaturhinweis:
Dan Michman, Understanding the Jewish Dimension of the Holocaust, 1997.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Simon Bein
- Trainer/in: Eva Odzuck
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Caroline Märzweiler
„Andere Länder, andere Sitten“ – wer kennt es nicht, das Sprichwort, das
prägnant die Erfahrung kultureller Andersartigkeit jenseits des eigenen
Umfeldes beschreibt. Alteritätserfahrungen können dabei nicht nur von
unterschiedlichen geographischen Räumen bedingt werden, sondern synchron
auch von anderen gesellschaftlichen Gruppen oder kulturellen Kontexten
und diachron von historischen Fremdheitserfahrungen.
Die Übung will anhand ausgewählter frühneuzeitlichen (Alltags-)Quellen
solchen Wahrnehmungsmustern nachspüren und dabei insbesondere die
Konfrontation mit religiös und kulturell Fremden (bzw. Fremdem) – oder
zumindest Ungewohntem – in den Blickpunkt rücken, aber auch die Motive
für die Konfrontation mit dem Anderen und die Reaktionen hierauf
untersuchen. Wichtige Fragen werden etwa sein: Wurden die neuen
Erfahrungen reflektiert, akzeptiert oder abgelehnt? Inwieweit wurde
Multiperspektivität praktiziert? Inwiefern trug die Konfrontation mit
Neuem zur Selbstwahrnehmung oder sogar zur Bildung einer „in-group“ bei,
inwieweit zur Abgrenzung gegenüber anderen oder – umgekehrt – dem
Überdenken eigener Positionen?
Erwartet wird die Bereitschaft der Teilnehmer:innen, sich mit Quellen
auseinanderzusetzen, sie von einem theoretischen Fundament ausgehend zu
analysieren und in größere historische Kontexte zu verorten. Hierzu
gehört auch die Bereitschaft zu sowohl seminarbegleitender als auch zu
weiterer eigenständiger Lektüre.
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Raoul Erhard
- Trainer/in: Stefan Wüst
- Trainer/in: Klara Zwengauer
Übung zur Einführung in das maschinelle Lernen für die Geisteswissenschaften und die Digital Humanities.
- Trainer/in: Clara Helmig
- Trainer/in: Mareike Schumacher
Diese Übung vermittelt erste Kompetenzen für die Erstellung von Hausarbeiten und Referaten im Bereich der slavischen Literatur- und Kulturwissenschaft. Neben einer Einführung in die grundlegenden Methoden wissenschaftlichen Arbeitens — etwa Literatur- und Bildrecherche, wissenschaftliche Transliteration, Zitieren und Bibliografieren — stehen auch Fragen in Bezug auf mündliche Präsentationen sowie Themenfindung, Gliederung und Aufbau von schriftlichen Arbeiten im Vordergrund. Die Übung versteht sich als praxisorientierte Lehrveranstaltung, die sowohl allgemeine als auch fachspezifische Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt und den kritischen Umgang mit (digitalen) Quellen fördert.
- Trainer/in: Melanie Walter-Rogg
Übung zur Vorlesung "Einführung in die Digital Humanities"
- Trainer/in: Mareike Schumacher
Übung zur Vorlesung "Einführung in die Digital Humanities"
- Trainer/in: Mareike Schumacher
- Trainer/in: Josef Hofmaier
- Trainer/in: Sergiusz Kazmierski
- Trainer/in: Michael Krewet
- Trainer/in: Josef Hofmaier
- Trainer/in: Sergiusz Kazmierski
- Trainer/in: Nicole Wagner
- Trainer/in: Amelie Moser
- Trainer/in: Amelie Moser
- Trainer/in: Christin Hansen
- Trainer/in: Cornelius Merz
- Trainer/in: Franziska Strobel
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
Beginnend in den 1980er-Jahren ist die heterogene Theorienfamilie des Kommunitarismus eine der einflussreichsten Herausforderungen des modernen Liberalismus. Der Kommunitarismus richtet sich insbesondere gegen liberale Ansätze, die von einem autonomen, vorsozialen Individuum ausgehen. Kommunitaristische Theorien betonen demgegenüber, dass Freiheit, Identität und Selbstverwirklichung nur auf der Grundlage sozialer Bindungen, geteilter Werte und gemeinschaftlicher Praktiken möglich sind.
Seine anhaltende Aktualität bezieht der Kommunitarismus aus seiner Diagnose moderner Gesellschaften, die er als von sozialer Fragmentierung, Identitätskonflikten und dem Verlust gemeinsamer normativer Orientierungen geprägt sieht. In diesem Kontext fungiert er als kritisches Korrektiv liberaler Ordnungen, indem er auf die Bedeutung von Gemeinschaftssinn, sozialer Integration, Bürger*innentugenden und zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation als Grundlagen für demokratische Praxis verweist.
In der Auseinandersetzung mit dem Kommunitarismus fokussiert sich die Übung auf das Werk von zentralen Autoren: Michael Sandel, Alasdair MacIntyre und Michael Walzer. In enger Primärtextlektüre über jeweils mehrere Sitzungen hinweg wird deren Werk ausführlich besprochen und analysiert. So soll beispielhaft ein vertiefter Einblick in die Liberalismuskritik, die Argumentationsstruktur und die Vorschläge kommunitaristischer Theorien gewonnen werden.
Die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erfordert eine intensive Textvorbereitung, die aktive Teilnahme an der Diskussion, ein Referat und – im Falle einer benoteten Übung – die Abgabe einer Hausarbeit.
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Stefan Wallner
- Trainer/in: Franziska Strobel
- Trainer/in: Josef Hofmaier
- Trainer/in: Michael Krewet
- Trainer/in: Gina Henze
- Trainer/in: Heike Hochmuth
Handel im Mittelalter und der Frühen Neuzeit: die Bedeutung von Regensburg, Nürnberg und Augsburg als ökonomische Zentren
Es gibt wohl wenige Regensburger Studierende, die sich nicht schon an, unter oder auf der Steinernen Brücke getroffen, gefeiert, gelernt oder einfach nur den Sommer genossen hätten (zumindest solange es erlaubt war). Den meisten wird die handelspolitische Bedeutung der während der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbauten Brücke bewusst gewesen sein, liegt sie doch nicht nur (nahezu) am nördlichsten Punkt der Donau, sondern an dem einzigen großen Fluss Mitteleuropas, der in Ost-West-Richtung fließt. Tatsächlich ist die günstige handelspolitische Lage ein Grund für den Aufstieg Regensburgs im ausgehenden Hochmittelalter. Schon im 13. Jahrhundert aber war eine ökonomische Abwärtsbewegung erkennbar, die sich an der Wende von Mittelalter zur Frühen Neuzeit fortsetzte. Längst waren zuerst Nürnberg und dann auch Augsburg zu zentralen süddeutschen Handelsmetropolen aufgestiegen. Die Übung will exemplarisch die grundlegenden politischen Strukturen der drei Städte klären, die wichtigsten Akteure – Familien als Einzelkaufleute wie Handelsgesellschaften als überpersonale Organisationsformen – und ausgewählte Fernhandelsverbindungen vorstellen. Dabei sollen der Wandel von Handelswegen und gehandelten Gütern sowie die jeweiligen Rückwirkungen auf die politischen wie sozialen Verhältnisse in den drei Städten zumindest schlaglichtartig beleuchtet werden. In zeitlicher Hinsicht werden Entwicklungen zwischen dem ausgehenden Hochmittelalter und der anbrechenden Frühen Neuzeit betrachtet werden.
Literaturhinweise:
Peter Schmid (Hrsg.), Geschichte der Stadt Regensburg, 2 Bände, Regensburg 2000; Klaus Fischer, Regensburger Hochfinanz. Die Krise einer europäischen Metropole an der Wende zur Neuzeit, Regensburg 2003; Klaus Fischer, Der Regensburger Fernhandel und der Kaufmannsstand im 15. Jahrhundert, Regensburg 1990; Hektor Ammann, Nürnbergs wirtschaftliche Stellung im Spätmittelalter, Nürnberg 1970; Michael Diefenbacher, Handel im Wandel. Die Handels- und Wirtschaftsmetropole Nürnberg in der frühen Neuzeit (1550–1630), in: Bernd Kirchgässner/Hans-Peter Becht (Hrsg.), Stadt und Handel, Sigmaringen 1995, 63–81; Johannes Burkhardt (Hrsg.), Augsburger Handelshäuser im Wandel des historischen Urteils (Colloquia Augustana 3), Berlin 1996; Peter Geffcken, Soziale Schichtung in Augsburg 1396–1521. Beitrag zu einer Strukturanalyse Augsburgs im Spätmittelalter, München 1995; Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550. Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Köln/Weimar/Wien 2012; Hans-Heinrich Vangerow, Handel und Wandel auf der Donau von Ulm bis Wien in den Jahren 1583 bis 1651, 2013; Michael Gassert, Kulturtransfer durch Fernhandelskaufleute. Stadt, Region und Fernhandel in der europäischen Geschichte ; eine wirtschaftshistorische Untersuchung der Beziehungen zwischen wirtschaftlichen Vorgängen und kulturellen Entwicklungen anhand von Karten. 12. bis 16. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2001; Jörg Oberste/Susanne Ehrich (Hrsg.), Italien als Vorbild? Ökonomische und kulturelle Verflechtungen europäischer Metropolen am Vorabend der ‚ersten Globalisierung‘ (1300–1600), Regensburg 2019.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Hector Berlioz’ Grand traité d’instrumentation et d’orchestration (1843) ist die mit weitem Abstand prominenteste Instrumentationslehre des 19. Jahrhunderts und gilt spätestens seit der durch Richard Strauss überarbeiteten Fassung (Instrumentationslehre von Hector Berlioz, 1905) als das Kompendium zur Orchestrierung schlechthin. Gleich vorweg: Ziel dieser Übung ist es keineswegs, den Teilnehmern eine Anleitung zur Instrumentierung im Sinne kompositorischen Handwerks zu geben. Berlioz’ und Strauss’ Ausführungen werden hier nicht als definitive Erkenntnisse zur Orchesterbehandlung verstanden, sondern als Dokumentation einer Klangästhetik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die sich Früherem und Späterem gegenüberstellen lässt. Die antreibende Frage ist, wie sich in Instrumentationslehren der Blick auf die Orchesterverwendung verändert hat bzw. wo Kontinuitäten herrschen. Dazu erschließen wir uns das reichhaltige Angebot an Instrumentationslehren vom 19. bis hinein ins 21. Jahrhundert – mit Autoren, die oftmals ähnlich prominent waren wie Berlioz –, ziehen Vergleiche und sehen, wie sich das Komponieren für Orchester im Laufe der Zeit gewandelt hat.
- Dozent: Michael Braun
- Trainer/in: Franziska Strobel

- Trainer/in: Alexander Karrasch
Theorie und Methode
Bilder hatten (oder haben?) es schwierig, in der textfixierten Geschichtswissenschaft ernst genommen zu werden – daran ändert lange auch der Umstand nichts, dass die Missachtung des genuinen Quellenwerts von Bildern beklagt wurde. Doch was wäre 9/11 oder die Fußball-WM von 2014 ohne die Erinnerung in Bildern? Erinnerung wir unsere Vergangenheit nicht mindestens so sehr in Bildern wie in Worten und Texten? Die Übung will dafür sensibilisieren, dass Bilder eben nicht objektiv, sondern sowohl ihre Produktion wie ihre Rezeption historisch-politisch bedingt sind. Sie sind somit keineswegs (nur) Abbild, sondern beeinflussen das Verhalten der beteiligten Akteure, zeigen geistige Einstellungen von Menschen und Epochen, dienen politischer Legitimation und lenken die Wahrnehmung des Betrachters (weshalb Bilder weit häufiger der Zensur anheimfallen als Texte). Finden Bilder überdies Eingang in das kulturelle Gedächtnis, kommt Ihnen einen zentrale Rolle bei der Bildung des Geschichtsbewusstseins zu. Die Übung wird verschiedene Ebenen der Bildanalyse umfassen, nach konkreten Produktionsbedingungen genauso fragen wie nach formalen und inhaltlichen Aspekten oder auch dem, was nicht abgebildet und also verschwiegen wird. Historische Aufnahme- und Rezeptionskontexte sind hierbei ebenso in den Blick zu nehmen wie bildimmanente Strukturen und die Verwendungspraxis von Bildern. Ziel ist der Nachweis, dass Bilder den Zeitgeist nicht nur reproduzieren, sondern ihn auch beeinflussen, mitunter sogar „an der Wirklichkeit etwas sichtbar machen, das wir ohne sie nie erführen“ (G. Boehm) – dass also anhand einer Mediengeschichte auch sozialgeschichtliche Fragen beantwortet werden können. Vor der konkreten Analyse ausgewählter Bilder aus der bayerischen Geschichte zwischen dem späten 19. und dem 21. Jahrhundert wird eine ausführliche Diskussion theoretischer Modelle der „visual history“ stehen. Die Bereitschaft zur selbständigen umfassenden Lektüre und Diskussion wird daher für die Teilnahme vorausgesetzt.
Einführende Literatur: Martin Schulz, Ordnungen der Bilder. Eine Einführung in die Bildwissenschaft, München 2005; Gerhard Paul, Von der Historischen Bildkunde zur Visual History; in: Ders. (Hrsg.), Visual History. Ein Studienbuch, Göttingen 2006, 7–36; Malte Zierenberg/Annelie Ramsbrock/Annette Vowinckel (Hrsg.), Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung, Göttingen 2013; Thomas Hertfelder, Die Macht der Bilder. Historische Bildforschung, in: Andreas Wirsching (Hrsg.), Oldenbourg Geschichte Lehrbuch. Neueste Zeit, München 2009, 281–292.
- Trainer/in: Nina Plank
- Trainer/in: Christina Straka
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Franziska Strobel
- Trainer/in: Sabrina Schütz
John
Rawls gilt als einer der bedeutendsten PhilosophInnen und als
Wiederbegründer der politischen Philosophie im 20. Jahrhundert – sein
Werk prägt bis heute in erheblichem Maße politiktheoretische und
philosophische Diskurse. Mit seinem 1971 erschienenen ersten Hauptwerk A Theory of Justice
und dem darin entwickelten Konzept der „Gerechtigkeit als Fairness“
wird Rawls primär als Gerechtigkeitstheoretiker bekannt. In späteren
Schriften und insbesondere in Political Liberalism, das 1993
erschien, greift der Philosoph die in seiner Gerechtigkeitstheorie
bereits angelegten liberalen und demokratietheoretischen Elemente auf
und vertieft Fragen nach dem Umgang mit der weltanschaulichen Diversität
der BürgerInnen, der Legitimierung politischer Entscheidungen und der
dauerhaften Stabilität eines liberalen demokratischen Staates. Neben der
Auseinandersetzung mit den gerechtigkeitstheoretischen Fundamenten
zielt die Übung insbesondere darauf ab, den demokratietheoretischen
Konzepten und Ansätzen in John Rawls‘ Theorie nachzugehen. Dabei soll
auch der Frage Raum gegeben werden, inwiefern seine theoretischen
Konzepte für gegenwärtige Herausforderungen der (digitalisierten)
demokratischen Gesellschaften fruchtbar gemacht werden können.
Das
Seminar ist als Lektüreseminar konzipiert, in dessen Rahmen die
themenbezogene Auseinandersetzung mit John Rawls‘ Primärtexten im
Vordergrund steht, um neben inhaltlichen Aspekte auch einen Eindruck und
ein Gefühl für die Strukturierungsarbeit und den Schreibstil zu
gewinnen. Wir werden uns dabei vornehmlich mit Rawls‘ zweitem Hauptwerk Political Liberalism auseinandersetzen, uns aber auch anderen Werken wie A Theory of Justice und dem Aufsatz The Idea of Public Reason Revisited
widmen. Die Erarbeitung der Ausschnitte aus den Primärtexten wird
außerdem durch den Einbezug systematisch relevanter Sekundärliteratur
ergänzt und unterstützt.
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Ricarda Wünsch
- Trainer/in: Franziska Strobel
Die Digital Humanities gewinnen in den Geschichtswissenschaften zunehmend an Bedeutung. Diese Übung verknüpft daher die traditionelle historische Quellenarbeit in Archiven mit der Anwendung einer relationalen Datenbank und dem Graphdatenbankprogramm Neo4J. Nach einer einführenden Phase zu relationalen Datenbanken und Neo4J sollen die Teilnehmer:innen anhand archivalischer Quellen zur jüdischen Gemeinde von Floß in die bestehende Datenbank "Prosopographische Datenbank jüdischer Personen in der Frühen Neuzeit" eingebunden und veröffentlicht werden.
Diese praktische Übung ermöglicht es den Kursteilnehmer:innen, einen Beitrag zur Erforschung der jüdischen Gemeinden in der Frühen Neuzeit im heutigen Bayern zu leisten. Dabei setzen sie sich sowohl mit Themen wie jüdischer Genealogie, Onomastik (Namenskunde) und Prosopographie auseinander und erwerben/vertiefen ihre paläographischen Fähigkeiten. Gleichzeitig erwerben sie ein solides Fundament im Umgang mit relationalen Datenbanken in der Geschichtswissenschaft. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht es den Studierenden, nicht nur ihre technischen Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch ein tieferes Verständnis für die komplexe Geschichte der jüdischen Gemeinden in der Frühen Neuzeit zu entwickeln. Vorkenntnisse in den Digital Humanities sowie im Transkribieren von frühneuzeitlichen Handschriften sind nicht zwingend notwendig.- Trainer/in: Franziska Strobel
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Sarah Strömel
- Trainer/in: Rainer Held
- Trainer/in: Gerson Brea
- Trainer/in: Politische Philosophie
Seit langem spricht man vom „technischem Zeitalter” und versteht den Menschen als „homo faber”. Neuerdings macht auch die Rede vom „homo digitalis” die Runde. In der Tat: keine Politik und keine Lebensform, keine Gesellschaft und keine Kultur scheint sich heutzutage dem Fortschritt der Technik entziehen zu können. Wäre damit gegenwärtig die Technik das interkulturelle Verbindende? Sorgt sie für Transformationen der politischen und privaten Sphären? Oder ist sie vielmehr ein europäisches, westliches Ereignis, das nicht nur die Zerstörung fremder Kulturen vorantreibt, sondern auch wesentlich zu einer „neoliberalen Psychopolitik” beiträgt?
Die Übungsveranstaltung beschäftigt sich in kursorischer Lektüre mit Schlüsseltexten, die versuchen, die Relation zwischen Technik, Kultur und Politik neu auszuloten. Zur Sprache kommen dabei Autoren und Autorinnen wie Hannah Arendt, Herbert Marcuse, Enrique Dussel und Byung-Chul Han.
- Trainer/in: Gerson Brea
- Trainer/in: Politische Philosophie
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Sebastian Pößniker
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Lucia Kloiber
- Trainer/in: Amelie Moser
- Trainer/in: Florian Meier
- Trainer/in: Nicole Wagner