Zur Einschreibung ist ein Kennwort nötig, das Sie in der ersten Sitzung erhalten.
- Trainer/in: Alfred Lindl
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Die Digitalisierung durchdringt heute alle Lebensbereiche, durch Smartphones und Tablets sind Informationen jederzeit und überall abrufbar. Die unbestreitbaren Chancen und Möglichkeiten dieser ‚digitalen Revolution‘ stellen gleichzeitig die schulische Lehre und damit die Ausbildung von Lehrkräften vor neue Herausforderungen.
Im Zentrum der Übung stehen zunächst fachdidaktische Methoden und Theorien zu außerschulischen Lernorten sowie zu digitalen Lehr-Lernmedien, die dann in einem praktischen Teil am Beispiel der App Future History erprobt werden sollen. Die Grundlagen hierfür werden in einem ersten, wöchentlich stattfindenden Teil gelegt. Ziel des zweiten, als Blockveranstaltung stattfindenden Teils ist es, das Erlernte in die Praxis zu überführen und eine digitale historische Stadtführung durch Regensburg zu konzipieren. Dabei sollen dann auch fachwissenschaftliche Aspekte zur mittelalterlichen Stadtgeschichte mit fachdidaktischen Überlegungen kombiniert werden.
Kriegsbedingte Transformationen politischer Systeme weisen regelmäßig auf eine zunehmende Zentralisierung staatlicher Macht hin, die mit einem Rückbau demokratischer Strukturen zugunsten administrativer Effizienz einhergeht.
In diesem Kontext stellt die Konzentration exekutiver Entscheidungsgewalt eine funktionale Notwendigkeit dar, die nicht nur das institutionelle Gleichgewicht zwischen Legislative und Exekutive zugunsten letzterer verschiebt, sondern auch den politischen sowie gesellschaftlichen Pluralismus einschränkt.
In der Übung werden die institutionellen und strukturellen Veränderungen im politischen System der Ukraine analysiert, die im Zuge der russischen Vollinvasion seit 2022 vorgenommen wurden, um den militärischen Bedürfnissen des Landes nachzukommen.
Anhand der Analyse von Feldpostbriefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten näheren wir uns den Kriegserfahrungen deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg an. Viele Familien besitzen Feldpost aus dem Zweiten Weltkrieg, und zahlreiche solcher Dokumente findet man im Internet; dieses Material bildet unseren Ausgangspunkt. Oft ist der Gehalt solcher Dokumente schwer greifbar, manchmal allzu verklausuliert, nicht selten die letzten Lebenszeichen eines jungen Mannes. Wie damit umgehen? Anhand neuerer Forschungsansätze zu Kriegserfahrungen einerseits und einer Einordnung in das Kriegsgeschehen andererseits werden wir unser Material begreifbarer machen. Die Übung schließt mit einer Quelleninterpretation ab. Anforderungen: Aktive Teilnahme (inklusive Vorbereitung der Kurslektüre und Kurzreferate), abschließende Quelleninterpretation.
By analysing field letters, diaries and other documents, we gain an understanding of the war experiences of German soldiers in the Second World War. Many families have field post from the Second World War, and numerous such documents can be found on the internet; this material provides our starting point. Often the content of such documents is difficult to grasp, sometimes all too cryptic, quite often the last signs of life of a young man. How should we deal with this? With the help of newer research approaches to war experience on the one hand and a positioning in the events of the war on the other hand, the material will be made more comprehensible. The exercise will conclude with an interpretation of the sources.
Europa ist ein historisch stark vom Christentum geprägter Kontinent, in dem Muslime zumeist als Minderheit präsent waren und sind. Negative Stereotypen über den jeweils anderen wie auch Erinnerungen an militärische Konfrontationen belasten das historische Gedächtnis bis heute. Allerdings ist die Variabilität historischer Erfahrung mit dem jeweils Anderen enorm. Auf der einen Seite stehen Gesellschaften auf der iberischen Halbinsel, in Südost- und Osteuropa, in denen beide Religionen über Jahrhunderten koexistier(t)en. Auf der anderen Seite gibt es Regionen, in denen Muslime erst mit der Arbeitsmigration der 1960er Jahre auftauchten. Dieser Hintergrund wirkt sich bis heute auf die Muster des Zusammenlebens aus. Dabei sind die (post-)christlichen Mehrheitsgesellschaften historisch ebenso unterschiedlich wie auch die muslimischen Gruppen, die in ihnen existieren. So hat sich eine große Varietät von Interaktionsmustern ausgebildet. Diese Muster wollen wir uns in der Übung vornehmen – von Spanien bis an die Wolga, von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart.
Literatur: Rainer Brunner: Islam. Einheit und Vielfalt einer Weltreligion. Stuttgart 2016.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Lektüre, Buchvorstellung
Hier finden Sie die Materialien und weiteren Unterlagen zur Übung, die die Vorlesung begleitet.
Selbst denken ist schwer, obwohl wir als gerade das als „Kinder der Aufklärung“ für selbstverständlich halten. Stattdessen schließen wir uns periodisch wechselnden „Denkschulen“ an, die meist im Gewand des wissenschaftlichen Fortschritts daherkommen. Diese Schulen mögen einen nützlichen Kern haben, aber sie begrenzen auch unser Denken und legen unsere Zweifel an die Leine. Nicht zuletzt sozialisieren sie uns in Gruppen von Gleich-Denkenden. Damit mag die Universität für manche zum „warmen Nest“ werden, aber so wird auch das selbständige Denken entwertet, wenn nicht gar verlernt.
Dieser Kurs versteht sich als eine Einführung in das philosophische Denken für jene, die selbst nicht Philosophie studieren, sondern mehr über die Voraussetzungen des eigenen Denkens erfahren und dadurch freier im Kopf werden möchten. Klaus Buchenau bringt dazu seine Erfahrung mit den Denkschulen in der Geschichte, den Ost- und Südosteuropastudien ein. Aus dem Gefängnis der Denkschulen aber beifreit uns Co-Dozent Oleh Utkin, Philosoph von der Mečnikov-Universität Odesa, der inzwischen seine Promotion an der Universität Regensburg fortsetzt.
Die Übung behandelt die politischen Entwicklungen in Belarus nach den Protesten von 2020. Im Mittelpunkt stehen Mechanismen autoritärer Herrschaft, Strategien der Repression sowie Formen gesellschaftlicher Anpassung. Das Seminar analysiert diese Prozesse anhand aktueller politikwissenschaftlicher Ansätze und empirischer Beispiele. Ziel ist es, die Stabilisierung autoritärer Systeme im postsowjetischen Raum besser zu verstehen.
Die vergleichende Demokratieforschung behandelt objektive und subjektive, theoretische und praktische, normative und empirische Befunde zur Demokratie. Unter Demokratiemessung wird die empirisch vergleichende Analyse von Ländern, also von Staaten auf der Makroebene, verstanden. Allerdings besteht in der Forschung keine Einigkeit über die Konzeptionalisierung und Messung von Demokratie. Häufig handelt es sich dabei um quantitativ vergleichende Zugänge, aber auch systematisch-vergleichende qualitative Konzepte sind zu finden. In dieser Übung werden die wichtigsten Ansätze zur Demokratiemessung wie z.B. die Demokratie- und Autokratieskala von Jaggers/Gurr/Marshall (1995), das Democratic Audit von Beetham (1994), das Demokratiebarometer von Bühlmann et al. (2012) und das Varieties of Democracies-Projekt (V-Dem) von Coppedge et al. (2011) vorgestellt und diskutiert. Das Ziel der Veranstaltung besteht darin, den Studierenden einen Überblick über die Ansätze der vergleichenden empirischen Demokratiemessung und Antworten auf folgende Fragen zu geben: Welche Indizes messen Demokratie am adäquatesten? Ähneln oder unterscheiden sich die Klassifikationen der Länder im Vergleich der verschiedenen Messmethoden? Hat die Wahl des Demokratie-Index Auswirkung auf die Ergebnisse in der Analyse von inhaltlichen Fragestellungen? Dafür werden die Themen der neueren Forschungsdebatte zum Thema „Indizes in der vergleichenden Politikwissenschaft“ rezipiert und diskutiert. Abschließend thematisiert die Übung Messkonzepte der vergleichenden Autokratieforschung. Kenntnisse in der Datenanalyse mit Statistiksoftware (z.B., SPSS, R oder Stata) oder der parallele Besuch der Übung „Einführung in die statistische Datenanalyse mit R“ sind von Vorteil.
Termin & Ort: Wöchentlicher Turnus, Mittwochs von 14-16 Uhr c.t., Raum VG 0.05. Die Übung endet mit einer Klausur am 09.02.2022.
Der Begriff der „pragmatischen Schriftlichkeit“ ist seit den 1980er
Jahren - ausgehend von der Universität Münster - fester Bestandteil der
Geschichtswissenschaft. Mit der zunehmenden Verschriftlichung seit dem
11. Jahrhundert stellt sich die Frage nach den kulturellen und sozialen
Rahmenbedingungen, die zu unterschiedlichen Formen der Schriftlichkeit
führten.
Die „Träger, Felder und Formen“ dieser Verschriftlichung werden am
Beispiel von handschriftlichen Texten aus dem südostdeutschen Sprachraum
vorgestellt und Textbeispiele gemeinsam gelesen.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Amts- und Geschäftsbüchern des Mittelalters und deren Entwicklung.
Die Übung führt in Methoden transkultureller Geschichtsforschung ein und
diskutiert die Möglichkeiten (und Grenzen) ihrer Anwendbarkeit anhand
ausgewählter Beispiele aus der früh- und hochmittelalterlichen
Geschichte.
Ziel der Veranstaltung ist, dass die Teilnehmer sowohl verschiedene
Methoden (Shared History, Verflechtungsgeschichte, entangled histories,
Komparatistik) im Zusammenhang ihrer jeweiligen Entstehungskontexte
kennenlernen sowie gemeinsam im Seminar erproben, inwieweit diese
Ansätze für die Analyse ausgewählter Quellen bzw. zur Beschreibung
bestimmter historischer Entwicklungen nutzbar gemacht werden können.

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