Vorlesung 35503
Franz Kafkas Welt
„Kafka lehrt Bescheidenheit. Wer sich an ihm versucht, muss damit rechnen, zu versagen.“ (R. Stach). Die Anzahl an Sekundärliteratur zu Kafkas Texten hat mittlerweile bei einigen seiner Erzählungen und Romane den fünfstelligen Bereich erreicht (Bsp.: Der Prozess). Jede literaturtheoretische „Schule“ hat Interpretationsangebote zum Werk in allen denkbaren Spielarten und Mischformen gemacht. Selbst das schlichte Unterfangen, ein paar grundlegende biographische Informationen mit dem Suchbegriff „Kafka“ über Google einzuholen, bringt 18, 6 Millionen Fundstellen (Stand: 16.01.2024). Dies alles angesichts eines Werks, welches lediglich vierzig vollendete Prosatexte aufweist, die in der heute maßgeblichen Kritischen Kafka Ausgabe etwa 350 Druckseiten ausmachen. Daneben hat Franz Kafka etwa 3400 Druckseiten (Tagebuchaufzeichnungen, literarische Fragmente) hinterlassen, darunter drei Romane. Etwa 1500 Briefe, die von Kafka erhalten blieben und nahezu vollzählig publiziert sind, kommen hinzu. Die Vorlesung will angesichts dieser Überfülle einen Einstieg in Literatur, Leben und aktuellen Forschungsstand zu Franz Kafka bieten.
Als begleitende Lektüre zur Vorlesung sei empfohlen: Reiner Stach: Kafka – Die frühen Jahre/Die Jahre der Entscheidungen/Die Jahre der Erkenntnis.
- Trainer/in: Felicitas Andel
- Trainer/in: Jürgen Daiber

Oskar Walzels zu
Die Zeit der frühen 
