- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Frieda Walter
GRIPS - Uni Regensburg
Suchergebnisse: 12456
Zum unumgänglichen Handwerkszeug des Historikers gehört die Fähigkeit,
historische Handschriften lesen und auswerten zu können. Anhand
ausgewählter Quellen aus Regensburg und der Region wird das Lesen
handschriftlicher Texte des späten Mittelalters erlernt, in die
Grundtechniken der Archivarbeit eingeführt und Grundzüge der
Regensburger Archivlandschaft vermittelt.
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Artur Dirmeier
Mittelalterliche Testamente erlauben nicht nur Aussagen über die Höhe und Verteilung von finanziellem und materiellem Erbe, sie liefern einmalige Einblicke in das Welt- und Selbstverständnis des mittelalterlichen Menschen: Dabei erscheinen die Erblasser – zu denen neben Männern auch zahlreiche Frauen gehörten – in ein weites Netz an Personen und kirchlichen Institutionen eingebunden, das nach dem individuellen Tod zur Sicherung des Seelenheils aktiviert werden konnte. Testamente spiegeln also das mittelalterliche Verständnis einer Gemeinschaft von Lebenden und Toten. Darüber hinaus sind diese Rechtsquellen wichtige Dokumente der Alltagsgeschichte und materiellen Kultur, da Bezeichnungen für vermachte Gegenstände, wie Schmuck, liturgisches Gerät, Geschirr und Kleidung, und deren Bedeutung für Jenseitsvorsorge und Erinnerungskultur teils nur hier greifbar werden.
Die Übung erschließt volkssprachliche Testamente des Spätmittelalters
über Lektüre und Interpretation. Ein Fokus liegt auf dem süd- und
mitteldeutschen Raum; Mittelhochdeutschkenntnisse sind von Vorteil, aber
keine Voraussetzung. Auch der größere gesellschaftliche Kontext der
mittelalterlichen Stadt mit ihren Institutionen und ihrer
Sakraltopographie soll dabei in das Blickfeld treten.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Der Begriff der „pragmatischen Schriftlichkeit“ ist seit den 1980er
Jahren - ausgehend von der Universität Münster - fester Bestandteil der
Geschichtswissenschaft. Mit der zunehmenden Verschriftlichung seit dem
11. Jahrhundert stellt sich die Frage nach den kulturellen und sozialen
Rahmenbedingungen, die zu unterschiedlichen Formen der Schriftlichkeit
führten. Die „Träger, Felder und Formen“ dieser Verschriftlichung werden
am Beispiel von handschriftlichen Texten aus dem südostdeutschen
Sprachraum vorgestellt und Textbeispiele gemeinsam gelesen. Der
Schwerpunkt liegt dabei auf den Amts- und Geschäftsbüchern des
Mittelalters und deren Entwicklung.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Wichtig: Die erste Sitzung ist gleichzeitig die erste Exkursion.
- Trainer/in: Philipp Bucksteeg
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
Geschichtsstudierenden der Uni Regensburg bietet die Stadt Regensburg ein Ensemble an an Kirchen und Klöstern, die gerade für die mittelalterliche Epoche sehr prominent sind. Die Reichsabtei St. Emmeram war im 10./11. Jahrhundert eine der reichsten und mächtigsten Klöster im Reich; die adligen Damenstifte Nieder-, Ober- und Mittelmünster genossen im frühen Mittelalter größtes Ansehen über die Stadtgrenzen hinaus. Im 13. Jahrhundert verdichtete sich die Sakraltopographie durch die Ankunft der Bettelorden in Regensburg. Dominikaner und Minoriten haben zwei der am besten erhaltenen deutschen Klosterkirchen des 13. Jahrhunderts hinterlassen. Darüber hinaus gibt es auch ein seit dem Mittelalter bestehendes und heute noch aktives Kloster (Heiligkreuz, Dominikanerinnen) und zahlreiche kleinere Klöster, die sich im Stadtraum „verstecken“ (z.B. Deutschordenskommende St. Leonhard). Diese Übung richtet sich vor allem an jüngere Semester, die wissen möchten, in welcher Stadt sie studieren, wie man mit offenen Augen die historischen Zeugnisse ihres Studienortes zum Verständnis des Mittelalters begreifen lernen und dadurch sein Studium dieser Epochen wesentlich bereichern kann. Es werden in der Blockübung ausgewählte Schriftzeugnisse des Mittelalters zusammen erarbeitet und durch Exkursionen im Regensburger Stadtraum ergänzt.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Frieda Walter
Geschichtsstudierenden der Uni Regensburg bietet die Stadt Regensburg ein
Ensemble an an Kirchen und Klöstern, die gerade für die
mittelalterliche Epoche sehr prominent sind. Die Reichsabtei St. Emmeram
war im 10./11. Jahrhundert eine der reichsten und mächtigsten Klöster
im Reich; die adligen Damenstifte Nieder-, Ober- und Mittelmünster
genossen im frühen Mittelalter größtes Ansehen über die Stadtgrenzen
hinaus. Im 13. Jahrhundert verdichtete sich die Sakraltopographie durch
die Ankunft der Bettelorden in Regensburg. Dominikaner und Minoriten
haben zwei der am besten erhaltenen deutschen Klosterkirchen des 13.
Jahrhunderts hinterlassen. Darüber hinaus gibt es auch ein seit dem
Mittelalter bestehendes und heute noch aktives Kloster (Heiligkreuz,
Dominikanerinnen) und zahlreiche kleinere Klöster, die sich im Stadtraum
„verstecken“ (z.B. Deutschordenskommende St. Leonhard). Diese Übung
richtet sich vor allem an jüngere Semester, die wissen möchten, in
welcher Stadt sie studieren, wie man mit offenen Augen die historischen
Zeugnisse ihres Studienortes zum Verständnis des Mittelalters begreifen
lernen und dadurch sein Studium dieser Epochen wesentlich bereichern
kann. Es werden in der Blockübung ausgewählte Schriftzeugnisse des
Mittelalters zusammen erarbeitet und durch Exkursionen im Regensburger
Stadtraum ergänzt.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Philipp Bucksteeg
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
Die Übung ist als Begleitveranstaltung zur Ringvorlesung „Fakt oder
Fake? Kulturen des Fälschens von der Antike bis zur Gegenwart“ (Mi,
14-16 Uhr, H10) konzipiert. Durch die Lektüre einschlägiger Forschungs-
und Quellenliteratur sollen die in den Vorträgen vorgestellten
Themenbereiche vertieft werden und u.a. eine gezielte Vorbereitung auf
die Abschlussklausur erfolgen.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die Übung ist als Begleitveranstaltung zur Ringvorlesung „Flucht, Migration, Exil. Perspektiven der Vormoderne“ (Mi, 14-16 Uhr, H2) konzipiert. Durch die Lektüre einschlägiger Forschungs- und Quellenliteratur sollen die in den Vorträgen vorgestellten Themenbereiche vertieft werden und u.a. eine gezielte Vorbereitung auf die Abschlussklausur erfolgen.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Sonja Emmerling
Zum unumgänglichen Handwerkszeug des Historikers gehört die Fähigkeit,
historische Handschriften lesen und auswerten zu können. Anhand
ausgewählter Quellen aus Regensburg und der Region wird das Lesen
handschriftlicher Texte des 12./13. Jahrhunderts erlernt, in die
Grundtechniken der Archivarbeit eingeführt und Grundzüge der
Regensburger Archivlandschaft vermittelt.
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Tobias Spiel
Zum unumgänglichen Handwerkszeug des Historikers gehört die Fähigkeit,
historische Handschriften lesen und auswerten zu können. Anhand
ausgewählter Quellen aus Regensburg und der Region wird das Lesen
handschriftlicher Texte des späten Mittelalters erlernt, in die
Grundtechniken der Archivarbeit eingeführt und Grundzüge der
Regensburger Archivlandschaft vermittelt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20
Personen begrenzt.
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Tobias Spiel
Geschichtsstudierenden der Uni Regensburg bietet die Stadt Regensburg
ein Ensemble an architektonischen, topographischen, schriftlichen und
ikonographischen Überlieferungen, die gerade für die Geschichte der
älteren Epochen sehr prominent sind. Diese Übung richtet sich
ausdrücklich an jüngere Semester, die wissen möchten, in welcher Stadt
sie studieren, wie man mit offenen Augen die historischen Zeugnisse
ihres Studienortes zum Verständnis des Mittelalters (und der Antike und
der Frühen Neuzeit) begreifen lernen und dadurch sein Studium dieser
Epochen wesentlich bereichern kann. Es werden in der Blockübung
ausgewählte Schriftzeugnisse des 9. bis 14. Jahrhunderts zusammen
erarbeitet und durch Exkursionen im Regensburger Stadtraum ergänzt. Die
Übung richtet sich ausdrücklich an „AnfängerInnen“ in den historischen
Wissenschaften.
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Dionysios Stathakopoulos
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Susanne Ehrich
Das Blockseminar richtet sich an fortgeschrittene Masterstudierende und
Doktorand:innen und nähert sich dem Schreiben für die Wissenschaft in
drei Schritten: In einem ersten Teil soll es um die eigenen
Schreibkompetenzen beim Verfassen wissenschaftlicher Texte und um gutes
Wissenschaftsdeutsch gehen. Welcher Schreibtyp bin ich, wie strukturiere
ich den Schreibprozess eines umfassenderen wissenschaftlichen Textes
und wie schreibe ich verständlich? Zweitens wird in die Praxis der
Textredaktion und den Prozess der Veröffentlichung wissenschaftlicher
Texte eingeführt. Im dritten Teil des Seminars steht die gute
wissenschaftliche Praxis (GWP) im Zentrum. In Orientierung am 2019
veröffentlichten Leitfaden der DFG soll für die Problematik
wissenschaftlichen Fehlverhaltens sensibilisiert und der verantwortete
Umgang mit Daten und Quellen reflektiert werden.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Susanne Ehrich
Der Staatsexamenskurs fasst zentrale Themengebiete des Studiums der Mittelalterlichen Geschichte prägnant zusammen. Prüfungsthemen werden exemplarisch vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Gleichzeitig wird genug Zeit eingeplant, um offene Fragen im Blick auf das Staatsexamen zu besprechen und einzelne Themenbereiche auf Wunsch der Teilnehmer/innen einzubeziehen.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Frieda Walter
Die Masterübung richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die Interesse haben, an lokalen Quellenbeständen die Überlieferungen der Regensburger Konvente und Klöster kennenzulernen, die Dichte der Regensburger Sakraltopographie als dynamisches Moment der städtischen Gesellschaft zu verstehen und sich mit neueren Forschungsansätzen zu Stadtklöstern zu befassen.
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Kordula Beck
- Trainer/in: Denitsa Koseva
- Trainer/in: Edith Laux
- Trainer/in: Nicole Selwanger
- Trainer/in: Tobias Wild
2 st., Mi 16:15-17:45, VG_1.36
Teiln. nicht begrenzt., INF - M 06 (B.A.).WB (3), MEI - M04.WB (3), RZ - M 12.2, RZ - M 62.3, (mit RKS-Anmeldung)
- Trainer/in: Anna Baumer
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Claudia Illick
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Claudia Illick
- Trainer/in: Christoph Wagner
- Trainer/in: Julia Stier
- Trainer/in: Ulrike Allouche
- Trainer/in: Merle Behr
- Trainer/in: Florian Erhard
- Trainer/in: Thomas Jaki
- Trainer/in: Rainer Spang
Foundation Models wie ChatGPT oder LLaMA verändern die Art und Weise, wie KI-Anwendungen entwickelt werden. Diese Veranstaltung vermittelt
praxisnah die Grundlagen, Technologien und Werkzeuge zur Entwicklung von, Anwendungen auf Basis großer Sprachmodelle (LLMs). Die Studierenden
lernen die Funktionsweise, Auswahl und Integration von Foundation Models kennen – von Prompt Engineering über Retrieval-Augmented Generation
(RAG) bis zum Fine-Tuning und Deployment produktionsreifer Systeme.
Dabei kommen aktuelle Tools wie LangChain, Gradio, FastAPI und vLLM zum Einsatz.
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Informatik, die ein Verständnis für moderne KI-Technologien und deren Anwendung in realen
Projekten erlangen möchten. Vorkenntnisse in Python und grundlegende ML-Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
- Trainer/in: Nils Constantin Hellwig
- Trainer/in: Nils Constantin Hellwig
Dieser Kurs wendet sich an Studierende, die Russisch und/oder BKS mindestens auf Niveau B1 beherrschen. Wir versuchen, unsere Studieninhalte aus den (süd-) osteuropabezogenen Area Studies in Sprachen der Region zu diskutieren, anhand von Schlüsseltexten (Reden, Interviews, Zeitungsartikeln) in den Originalsprachen, die wir dann ebenso in den Originalsprachen diskutieren. Anders als die Spracherwerbskurse zielt dieser Kurs darauf, diejenigen Fachinhalte, die aus den Fächern Geschichte und Gesellschaftswissenschaften in der Regel in Deutsch oder Englisch besprochen zu werden, auch in wichtigen Zielsprachen der Region formulieren zu können. Die Sitzungen werden abwechselnd auf Russisch und BKS abgehalten. Diejenigen, deren erlernte Sprache in einer Sitzung gerade nicht an der Reihe ist, trainieren bei dieser Gelegenheit ihr Hörverstehen der „unbekannten“ Sprache und lösen dazu Quizaufgaben. Das Qualifizierungsziel der Übung ist, die Übertragung fachwissenschaftlichen Wissens in eine Kommunikation in der Zielsprache zu erleichtern und damit den Einsatz jenseits des westlichen akademischen Kontexts zu ermöglichen, etwa bei Auslandsaufenthalten im postjugoslawischen und postsowjetischen Raum oder im Kontakt mit Menschen aus diesen Räumen, die bei uns leben und mit denen eine Kommunikation auf Deutsch (noch) nicht möglich ist.
Anforderungen: Regelmäßige Teilnahme; Lektüre; Teilnahme an Diskussion; Vor- und Nacharbeiten von Wortfeldern, Ausdrucksweisen, die für den aktiven Sprachgebrauch notwendig sind
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Gerald Dagit
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Oliver Grote
--> Übung zur modernen Instrumentenkunde - d.h. den aktuellen akustischen Instrumenten des 19.- 21. Jh. in der europäisch/westlichen Musik.
Wir betrachten Funktion und Klang der Musikinstrumente, ihre Herkunft und Entwicklung innerhalb einer "Familie" sowie ihren Einsatz in den klassischen Ensembleformen (Sinfonieorchester, Akkordeon-, Zupf-, Blasorchester, Big-Band etc.). Nach Möglichkeiten werfen wir auch einen Blick in historische Instrumentationslehren (z.B. Berlioz-Strauss 1905, Rimsky-Korsakov 1891, u.a.).
Wir "er-hören" alle Musikinstrumente mit vielen Klangbeispielen und setzen uns zum Ziel, alle regulären Musikinstrumente in Funktion und Klang im Detail zu kennen - zum Ende der Übung. Nach Bedarf laden wir uns Instrumentalisten zur Vorführung ein besuchen Instrumentenbauer, um Einblick in die Herstellung zu nehmen.
- Trainer/in: Frank Ebel
- Trainer/in: Kordula Beck
- Trainer/in: Denitsa Koseva
- Trainer/in: Edith Laux
- Trainer/in: Nicole Selwanger
- Trainer/in: Magdalini Valsamidou
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Christoph Wagner
Im Westen meist nur wenig bekannt ist die reichhaltige Produktion russischsprachiger Kinderfilme. Die Produktion setzte schon zwischen den Weltkriegen ein, seit den 1960er Jahren verbreiterte sich das Spektrum, so dass zu Zeichentrickfilmen auch Knetanimationen und Spielfilme kamen. Für die Sozialisation ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen in der Sowjetunion waren diese Filme zentral, viele hatten einen hohen Bekanntheitsgrad und manche einen Kultstatus. In der Übung werden wir uns eine Auswahl dieser Filme anschauen und sie in Bezug auf das in ihnen offenbarte Wertesystem analysieren. Wir werden dabei feststellen, dass sich dieses schon lange vor dem Ende der Sowjetunion dramatisch wandelte. Nach dem Zerfall des Landes litt zunächst die Filmproduktion als solche; seither schwankte sie in Russland zwischen einer Orientierung an auswärtigen Vorbildern, einer Suche nach dem „Eigenen“, der globalen Selbstvermarktung Russlands und schließlich der „patriotischen“ Erziehung. Im Seminar werfen wir auch einen Blick auf nichtrussische, z.B. ukrainische Sujets im sowjetischen Kinderfilm.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Lektüre, Mitarbeit, Präsentation
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Jürgen Daiber
- Trainer/in: Elena Golob
- Trainer/in: Anna-Katharina Haimerl
- Trainer/in: Tatjana Kühnast
Übungen zum Kurs Theoretische Grundlagen der Informatik I.
- Trainer/in: Ulrike Allouche
- Trainer/in: Philipp Rümmer
- Trainer/in: Dagmar Schmelzer
Den Regionalwissenschaften (area studies) geht mitunter der Ruf voraus, eher locker in disziplinäre Diskussionen und enger in politische Netzwerke eingebunden zu sein. Die Kritik bezieht sich auf die gesamte Geschichte der Area Studies seit dem 19. Jahrhundert: Zum Beispiel auf ihre Nähe zu britischen und französischen Kolonialbehörden, deren Herrschaft Regionalspezialisten aus Anthropologie oder Orientalistik angeblich erleichterten; auf die Instrumentalisierung der (Süd)Osteuropakunde durch Nationalsozialisten, Kalte Krieger und schließlich auf heutige Denkfabriken verschiedener Couleur, die auf Osteuropa-Expertise zurückgreifen, um postsozialistische Gesellschaften in ihrem Sinne zu transformieren.
Die Vorwürfe übermäßiger Politiknähe konnten, trotz der Aufarbeitung der „orientalistischen“ und nationalsozialistischen Verstrickungen, auch deshalb nicht ad acta gelegt werden, weil seit 1989 immer neue Krisen eine Zusammenarbeit von Area Studies und Politik begünstigen, sei es bei den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien und in der Ukraine, bei der Migrations- und Fluchtproblematik oder dem Phänomen des sogenannten Rechtspopulismus. Durch Themen wie Corona und Klima ist zudem ein verstärkter Szientizismus in die Politik eingezogen, d.h. Politik wird heute mehr als früher mit „der“ Wissenschaft begründet, die angeblich dieses oder jenes zwingend verlange. Dadurch erhalten Forschende zwar öffentliche Aufmerksamkeit, laufen gleichzeitig aber auch Gefahr ihre Freiheit einzubüßen, weil die Politik von ihnen eindeutige Botschaften verlangt. Die moderne, auf Produktivität getrimmte Universität ist ebenfalls Teil dieses Problemkomplexes, denn sie erwartet öffentliche Präsenz und eine „dritte Mission“ über den Tellerrand der Wissenschaft hinaus als Bringschuld gegenüber der Gesellschaft.
In der Übung setzen wir uns tiefer mit diesen Prozessen auseinander und überlegen in einer Art Zukunftswerkstatt, welche Art von Area studies und welche Beziehung zur Politik eigentlich wünschenswert sind.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Lektüre, Referat.
Einführende Literatur: Katrin Boeckh, Hermann Beyer-Thoma: Osteuropa in Regensburg. Institutionen der Osteuropa-Forschung aus ihrer historischen Perspektive. Regensburg 2008.
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Konrad Zrenner
Die Regina, der experimentalarchäologische Nachbau einer römischen Flussgaleere vom Typ Mainz A, steht seit 21 Jahren im sommerlichen Einsatz auf Naab und Donau. Seit 2023 befindet sich auch der im Rahmen einer Masterarbeit entstandene Nachbau eines germanischen Einbaums im steten Einsatz. Welche Instandhaltungsmaßnahmen sind diesen Winter erforderlich? Wie hätten antike Menschen diese durchführen können? Wie gehen die Projektmitarbeiter*innen heute dabei vor?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer experimentalarchäologischen Blockveranstaltung im März (und teils im April) 2026. Neben der Instandhaltung der Wasserfahrzeuge ist auch der Zustand vorhandener Rüstungen sowie Tuniken und anderer Ausrüstungsgegenstände potentieller Besatzungen zu prüfen und ggf. instand zu setzen.
- Trainer/in: Heinrich Konen
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
Wie klassifiziert man den deutschen Wortschatz? Die lange Forschungstradition in diesem Bereich weist zahlreiche (semantische, formal-syntaktische, morphosyntaktische und jüngst pragmatische) Einteilungsversuche von Wörtern auf. Nach einer knappen Einführung in die Wortarten und deren Problematisierung werden in dieser Übung vor allem die (flexions-)morphologischen Eigenschaften der flektierbaren Wortarten aus einer diachronen Perspektive erarbeitet: Wie haben sich die Flektabilia vom Mittelhochdeutschen zur Gegenwartssprache morphologisch gewandelt?
Der Schwerpunkt liegt auf der angeleiteten Analyse von Wortarten in historischen und gegenwartsdeutschen Texten in Übungssequenzen.- Trainer/in: Stefan Semmelmann
- Trainer/in: Jörg Zedler
Die Zeit zwischen der Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts war für ganz Europa eine Zeit der Veränderung, die oft als Übergangsphase in die Moderne charakterisiert wird. Große Umwälzungen betrafen auch Bayern. Nach dem Ende der kurzen Episode eines eher glücklosen Wittelsbacher Kaisertums 1745 starb 1777 die altbayerische Linie der Wittelsbacher aus. Es folgte die Vereinigung von Pfalz und Bayern unter Kurfürst Karl Theodor. Die Ideen der Aufklärung und die Revolutionen in Frankreich und Amerika beeinflussten auch das Kurfürstentum. Der Fürst konnte sich nicht mehr allein auf das Gottesgnadentum stützen, die „Glückseligkeit“ der Untertanen wurde zum neuen Leitbegriff der Ausgestaltung von Herrschaft. Politische und administrative Reformen ebneten den Weg zum sogenannten „modernen bayerischen Staatswesen“ des 19. Jahrhunderts. Nachhaltig verändert wurden sowohl alte Bündniskonstellationen als auch die Landkarte Europas durch die Napoleonischen Kriege, aus denen Bayern schließlich als Königreich mit einer Verfassung hervorging. In der Übung werden insbesondere auf Lektüregrundlage diese Veränderungs- und Modernisierungsprozesse verfolgt sowie Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft wie „Sattelzeit“ (Koselleck), „Aufklärung“ und „Absolutismus“ diskutiert.
Literaturhinweise:
Behrisch, Lars (Hg.): Vermessen, Zählen, Berechnen. Die politische
Ordnung des Raums im 18. Jahrhundert. Frankfurt a. M./New York 2006 (=
Historische Politikforschung, Bd. 6).
Jordan, Stefan (Hg.): Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft.
Ditzingen 2019 (= RUB, Nr. 19609).
Kraus, Andreas (Hg.)/Spindler, Max (Begr.): Handbuch der Bayerischen
Geschichte. Bd. 2. Das alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des
12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. 2., überarb.
Aufl. München 1988.
Schilling, Lothar (Hg.): Absolutismus, ein unersetzliches
Forschungskonzept? Eine deutsch-französische Bilanz. München 2008 (=
Pariser Historische Studien, Bd. 2008).
Schlögl, Daniel: Der planvolle Staat. Raumerfassung und Reformen in
Bayern. 1750–1800. München 2002 (= Schriftenreihe zur bayerischen
Landesgeschichte, Bd. 138).
Schmid, Alois (Hg.): 1806 – Bayern wird Königreich. Vorgeschichte –
Inszenierung – europäischer Rahmen. Regensburg 2006.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
Im frühen 6. Jahrhundert werden das Land Bayern und seine Einwohner, die Bajuwaren, erstmals in schriftlichen Quellen genannt. Damit beginnt die bayerische Geschichte. Über die Herkunft der Bajuwaren gibt es viele Spekulationen, aber kaum gesicherte Erkenntnisse.
Die Herrschaftsgeschichte Bayerns beginnt mit den Agilolfingern. Das Herzogsgeschlecht regierte Bayern von der Mitte des 6. Jahrhunderts mit dem ersten greifbaren Vertreter Herzog Garibald bis zur Absetzung des letzten Agilolfingerherzogs Tassilo III. durch Karl den Großen 788. Dieser Abschnitt wird auch als die Zeit des älteren bayerischen Stammesherzogtums bezeichnet.
In der Übung sollen die Theorien über die Herkunft der Bayern, die Herrschaftsstrukturen der Agilolfinger, ihre Politik, ihre Stellung und ihr Verhältnis zu anderen Mächten, v.a. zum Frankenreich, untersucht werden. Dazu werden die einschlägige Forschungsliteratur und die maßgeblichen Quellen (etwa die Lex Baiuvariorum und die Reichsannalen) herangezogen und kritisch ausgewertet.
Die Quellen aus dem frühen Mittelalter sind in Latein. In der Übung wird jedoch v.a. mit Übersetzungen gearbeitet.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Die Gründung des Deutschen Reichs 1870/71 bildete den Abschluss der nationalstaatlichen Einigung Deutschlands im 19. Jahrhundert. Das Königreich Bayern war diesem Reich nach längeren Verhandlungen beigetreten und hatte sich somit aus einem souveränen Staat in den Gliedstaat eines Bundesstaates verwandelt.
In der Übung sollen anhand von Quellen und Literatur die Strukturen und Entwicklungen untersucht werden, die zum Beitritt Bayerns zu dem neuen Reich führten. Dabei sollen zunächst die Rahmenbedingungen nachgezeichnet werden, die den Entscheidungsspielraum der bayerischen Politik in der Frage des Beitritts bestimmten, dann sollen die Schritte der Beitrittsverhandlungen verfolgt und schließlich ihr Ergebnis, die Stellung Bayerns im neuen Reich, dargestellt werden.
Die Übung verfolgt ein allgemeines methodisches und ein spezielles inhaltliches Ziel: Die Teilnehmer der Übung sollen zum einen verschiedene Quellengruppen kennenlernen und anhand der kritischen Lektüre von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben, zum anderen sollen sie einen Einblick in ein wichtiges Kapitel der neuesten deutschen und bayerischen Geschichte gewinnen.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, schriftliche und mündliche Hausaufgaben.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
Gemeinhin gilt das 16. und 17. Jahrhundert als das konfessionelle Zeitalter. War schon auf dem Augsburger Religionsfrieden (1555) eine Regelung festgeschrieben worden, die es den zum Protestantismus konvertierten Fürsten erlaubte, ihren Besitz zu sichern und die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen, wurde dies am Ende des 30-jährigen Krieges noch einmal bestätigt. Die Untertanen mussten also zwangsweise den Glauben ihres Landesherren annehmen – oder das Land verlassen. Damit war die rechtliche Grundlage für konfessionell einheitliche Gebiete im ganzen Reich gelegt, und Bayern gilt bis zum Umbruch des 19. Jahrhunderts als rein katholischer Staat. Umso erstaunlicher ist es, dass es auch hier einige wenige Beispiele für gemischtkonfessionelle Paare gibt! Die Übung klärt zunächst die rechtlichen Grundlagen der Glaubensfreiheit in der Frühen Neuzeit, um im Anschluss ausgewählte Ausnahmefälle zu untersuchen. Zu fragen ist danach, wie es zu diesen Heiraten kam, ob und welche Festlegungen hinsichtlich der Religionsausübung getroffen wurden und wie diese Festlegungen sich in der Praxis umgesetzt wurden. Dahinter stehen auch die Fragen, ob es in einem Zeitalter, in dem sich die Konfessionen vermeintlich unversöhnlich gegenüberstehen, auf pragmatischer Ebene auch Beispiele für ein harmonische(re)s Auskommen gab – und historische Urteile sich dergestalt zu stark von normativen Quellen leiten lassen. Erwartet wird die Bereitschaft, sich in die Grundzüge des Themas selbständig einzulesen, um auf dieser Basis den skizzierten Fragen nachzugehen. Das Studium der zur Verfügung gestellten Texte für eine weitergehende Plenumsdiskussion gilt als selbstverständlich. Eingeübt werden darüber hinaus das Verständnis unpublizierter Quellen und deren Einordnung in bestehende Forschungskontexte, so dass die Diskussion aktueller Forschungsmeinungen sowie quellenkritisches Arbeiten gleichermaßen im Zentrum der Übung stehen.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Maike Baier
- Trainer/in: Oliver Grote
- Trainer/in: Adrian Linz
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Lisa-Marie Geltinger
- Trainer/in: Maximilian Guggenthaler
- Trainer/in: Schad Lina Kadir
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Tobias Spiel
Happy Hour, Online Shopping, smart - Fremdwörter sind Teil des deutschen Wortschatzes, weisen aber im Gegensatz zu Erbwörtern Merkmale anderer (Geber-)Sprachen auf. Nach einer kurzen Einführung in die terminologische Debatte um die Konzepte Fremdwort und Lehnwort werden die ‚fremden‘ Merkmale auf phonologischer, prosodischer, morphologischer und orthographischer Ebene kontrastiv zu den historisch entstandenen Eigenheiten des Deutschen erarbeitet. In Übungssequenzen werden nicht nur Fremdwort-Merkmale klassifiziert, sondern auch die Integration der Fremdwörter in das deutsche Sprachsystem diskutiert.
Ergänzt werden diese Sprachsystemanalysen durch eine soziolinguistische Einbettung in den historischen und aktuellen Fremdwortdiskurs. Verdeutschungsbücher, historische Kodex-Vergleiche, Korpusanalysen (im DWDS) oder Texte von sprachpuristischen Vereinen geben einen Einblick in die Wahrnehmung und Akzeptanz von Fremdwörtern. - Trainer/in: Stefan Semmelmann
- Trainer/in: Rainer Liedtke
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Theresa Eisenhut
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
Aus der Zeit von 1844/45 liegen lokalgeschichtliche Arbeiten über mehr als 350 Oberpfälzer Orte vor. Diese sog. Conferenz-Aufgaben wurden von den damaligen Volksschullehrern erstellt. Heute liegen sie im Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Ihr wissenschaftlicher Wert ist eher gering, aber sie sind eine interessante Quelle für das Geschichtsverständnis eines Teils der damaligen Bevölkerung, eben der Volksschullehrer. Zudem bilden sie für viele Orte deren erste historische Darstellung und liefern einige Kenntnisse über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts. Die Arbeiten wurden alle handschriftlich erstellt. Insofern können sie auch als Material für paläographische Übungen verwendet werden.
Die Transkription handschriftlicher Texte wird mittlerweile bedeutend erleichtert durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die – in Form des Programms bzw. der Plattform Transkribus – auch im Rahmen dieser Übung verwendet werden soll. Dies ermöglicht es, umfangreichere Texte zu bearbeiten. Dennoch müssen paläographische Kenntnisse vorliegen, um die Übertragungen, die nach wie vor nicht fehlerfrei sind, ggf. zu korrigieren.
So sollen im Rahmen der Übung zunächst paläographische Grundkenntnisse vermittelt werden und dann sollen ausgewählte Conferenz-Aufgaben von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach inhaltlichen Kriterien ausgewertet und vorgestellt werden. Neben dem Erwerb von hilfswissenschaftlichen Kenntnissen verfolgt die Übung damit auch inhaltliche Ziele.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Sieht man von Warschau ab, lebten vor dem WK II in keiner europäischen
Stadt so viele Jüdinnen und Juden wie in Litzmannstadt/Łódź. Schon kurz
nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen richteten die
Nationalsozialisten in der Stadt ein Ghetto ein, in das sie rund 160.000
Menschen pferchten; weitere etwa 45.000 Männer und Frauen wurden im
Laufe des Krieges dorthin verbracht. Obwohl das Ghetto für die meisten
als Durchgangsstation in die Vernichtungslager diente, starben
zahlreiche der Internierten auch wegen der katastrophalen Hygiene- und
Ernährungslage direkt im Lager. Nur etwa 5000–6000 derer, die dort
festgehalten wurden, überlebten. Die Übung wird in zwei Teile zerfallen.
In einem ersten sollen die Ausgangslage und die Zustände im Lager
thematisiert werden, um einen Einblick in den nationalsozialistischen
Vernichtungsapparat im Allgemeinen und die Zustände in
Litzmannstadt/Łódź im Besonderen zu geben. In einem zweiten Teil sollen
Postkarten analysiert werden, die die dort Internierten nach Bayern
sandten. Oft war es die letzte Post, die sie versandten. Zu fragen ist
danach, was die Menschen schrieben, wie sich die Lagerzustände in dieser
Post spiegeln konnte und wie mit diesen Dokumenten angesichts der
besonderen Bedingungen des nationalsozialistischen Terrors einerseits,
dem mikrohistorischen Ansatz andererseits in quellenkritischer Hinsicht
umzugehen ist.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
Ü: Ludwig der Bayer – ein mittelalterlicher Herrscher im Spiegel von Quellen und Forschungsliteratur
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Maike Baier
- Trainer/in: Oliver Grote
Athanasius Kircher (1602-1680), Jesuit, Forscher, Reisender, Erfinder und Schriftsteller in einer Person, liefert für die Musik- und Akustikforschung zentrale Ansätze einer Affektenlehre, er versieht seine Schriften mit Kompositionen wie einer Tarantella, in seinen Gedankenexperimenten erfindet er Musikinstrumente, Abhör- und Beschallungsanlagen und verbindet diese, ganz Universalgelehrter, mit Wissenschaften wie der Mathematik, Geographie, Astronomie und der Medizin.
Anhand der Lektüre der aktuellen Übersetzung von Kirchers Musurgia universalis (Rom 1650) und der Neuen Hall- und Thonkunst von 1684 wollen wir uns der Ideenwelt des 17. Jahrhunderts nähern. Sollte in der zweiten Semesterhälfte Präsenzunterricht möglich sein, werden wir uns in einer Exkursion ausgewählte Instrumente anschauen.
- Trainer/in: Rebecca Wolf
Für Adolf Hitler und den Nationalsozialismus insgesamt hatte Bayern stets eine herausragende Bedeutung: Hier war die „Bewegung“ entstanden; hier hatte sie erste politische Erfolg gefeiert; mit München, der Stadt des gescheiterten Putsches von 1923, waren nicht nur zahlreiche Mythen verbunden, in ihr verblieben auch nach der Konzentration auf das Reich und die politische Schwerpunktverlagerung nach Berlin die zentralen Parteiinstanzen; und in Nürnberg feierten die Nationalsozialisten bis 1938 ihre jährlichen monumentalen Reichsparteitage. Die vielfältige und intensive Präsenz der Nationalsozialisten in Bayern schlug sich weithin sichtbar auch in zahlreichen Bauten nieder. Manche von ihnen – wie das Reichsparteitagsgelände oder Bauten rund um den Königsplatz – erlangten internationale Prominenz, andere prägten nur das Bild der jeweiligen Region, in der sie entstanden. Neben dem „exzeptionellen“ entstanden schließlich auch zahlreiche Zweckbauten, die das Landschaftsbild noch lange über 1945 (z.T. noch heute) prägen; zu denken wäre etwa an NS-Kasernenbauten. Die umfangreichen, prägenden architektonischen Hinterlassenschaften sind Grund genug, einmal danach zu fragen, wie und inwieweit diese die NS-Ideologie widerspiegelten, wie die Besatzungsmacht mit ihnen umging, welches Schicksal sie in der Bundesrepublik Deutschland erfuhren, ob und welche geschichtspolitischen Debatten es um sie gab und ob die ideologische Komponente heute noch erkannt wird. Dies wird an ausgewählten Beispielen geschehen und – bei entsprechendem Interesse des Kurses – auch mit einer oder zwei Exkursionen kombiniert. Selbständige regelmäßige Lektüre von Texten wird als Grundlage für Diskussionen im Seminar vorausgesetzt.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Nach der jährlichen Überholung von Galeere und Einbaum im vorausgegangenen Wintersemester stehen auch im Sommersemester 2025 experimentalarchäologische Versuche zum Zusammen- und Gegenspiel der beiden Wasserfahrzeuge an. Dazu werden im Rahmen einer studentischen Übung studentische Rudermannschaften ausgebildet, die anschließend die Experimente begleiten. Dabei erlangen die Studierenden nicht nur Kenntnisse in Ruder- und Segeltechniken am spätantiken Donaulimes, sondern erhalten auch Einblicke in praktische Geschichts- und Altertumsvermittlung.
- Trainer/in: Heinrich Konen
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Patricia Lippert
This seminar is paired with the lecture "Transregional Eurasia, 1850s-Present" (33150a). For details take a look at the comment of the lecture.
- Trainer/in: Timothy Nunan
Dynastische Ereignisse bewegen die europäische Öffentlichkeit noch immer
– man denke nur an die Beisetzung von Queen Elisabeth II. im
vergangenen Jahr. Im selben Maße faszinieren auch Hochzeiten aus
Königshäusern (wenngleich an dieselben heute in Teilen der Gesellschaft
bemerkenswerterweise dieselben Maßstäbe angelegt werden wie an
bürgerliche Heiraten). – Noch weit politischer war die Heirat innerhalb
des regierenden Adels in der Vormoderne, hing an ihr doch nicht nur das
privater Glück junger Leute, sondern das Schicksal von Dynastien und
Staaten, denn es war die Heirat, die den Fortbestand des
übergenerationellen Personenverbands sicherte. Damit war sie die
Grundlage des Erhalts der sozialen Stellung und der politischen Macht.
Die Heirat hatte also unmittelbare staatspolitische Funktion!
Die Übung rückt verschiedene Aspekte in den Mittelpunkt, die unmittelbar
mit dem Heiratsverhalten zusammenhängen: So fragt sie an verschiedenen
Beispielen aus Bayern u.a. nach den Faktoren der jeweiligen
Heiratsstrategie und der Bedeutung außenpolitischer Zielsetzungen.
Außerdem will sie an exemplarischen Untersuchungen den rechtlichen
Rahmen klären und der Frage nachgehen, wie die Hochzeit gefeiert wurde,
wer das Zielpublikum war und wie das medial vermittelt wurde.
Schließlich sollen auch Aspekte des Kulturtransfers durch Heiraten
thematisiert werden.
Die Übung wird sowohl mit Quellen als auch mit Literatur arbeiten.
Erwartet werden daher die Bereitschaft zur intensiven Lektüre und zur
Auseinandersetzung mit Quellen.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier