Trotz zunehmender Anforderungen an den Unterricht, die Lernbedürfnisse von Mädchen und Jungen gleichermaßen im Blick zu haben, beeinflussen geschlechterbezogene Stereotype nach wie vor Bildungserfolg und Berufswahlverhalten. Viele Lehr- und Lernprozesse könnten durch Gender- und Diversitätskompetenz optimiert werden. Insofern richtet sich dieses Seminar vor allem an angehende Lehrkräfte.
Folgende Kursinhalte werden gemeinsam erarbeitet:
- Schulische Sozialisationsprozesse
- Geschlechterstrukturen und -rollen in der Schule
- Attribution und Wahrnehmungsfehler
- Intersektionalität
- Mädchen-Pädagogik vs. Jungen-Pädagogik?
- gendersensibler Unterricht – Methodik und Best-Practice
- sexuelle Vielfalt an der Schule
Das Seminar beinhaltet sowohl wissenschaftliche als auch praxisorientierte Beiträge und bietet dadurch vielfältige Perspektiven auf den Themenkomplex „Gender und Schule“. So findet die Lektüre und Diskussion theoretischer Grundlagentexte unter anderem Anwendung in der Analyse von Fallbeispielen und Lehrwerken aus der Unterrichtspraxis. Ziel ist, die Gender- und Diversitätskompetenz der angehenden Lehrkräfte im Sinne einer geschlechtersensiblen Schule auszudifferenzieren.
Literatur:
- Glockentöger, Ilke/Adelt, Eva (Hrsg.), Gendersensible Bildung und Erziehung in der Schule. Grundlagen – Handlungsfelder – Praxis. Münster: Waxmann, 2017.
- Krüger, Dorothea (Hrsg.), Genderkompetenz und Schulwelten. Alte Ungleichheiten – neue Hemmnisse. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2011.
- Kampshoff, Marita/Wiepcke, Claudia (Hrsg.), Handbuch Geschlechterforschung und Fachdidaktik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2012.
- Herwartz-Emden, Leonie/Schurt, Verena/Waburg, Wiebke, Mädchen und Jungen in Schule und Unterricht. Stuttgart: Kohlhammer, 2012.