- Trainer/in: Christian Gößinger
GRIPS - Uni Regensburg
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Im Seminar werden wir uns mit dem Lernen über Medien auseinandersetzen und schauen, wie dieses Thema theoretisch und didaktisch aufbereitet ist sowie die Umsetzung in Schulen erfolgt. Außerdem arbeiten wir mit Studierenden aus Zwolle/NL und Insbruck/A über Zoom zusammen. Ziel sollte es sein, dass Sie vom 13.05.-18.05.24 unsere Gäste hier in R empfangen und wir dann dort gemeinsam weiter an der Thematik arbeiten bzw. uns die Ergebnisse vorstellen.
Im Seminar werden wir uns mit dem Lernen über Medien auseinandersetzen und schauen, wie dieses Thema theoretisch und didaktisch aufbereitet ist sowie die Umsetzung in Schulen erfolgt. Außerdem arbeiten wir mit Studierenden aus Zwolle/NL und Insbruck/A über Zoom zusammen. Ziel sollte es sein, dass Sie vom 13.05.-18.05.24 unsere Gäste hier in R empfangen und wir dann dort gemeinsam weiter an der Thematik arbeiten bzw. uns die Ergebnisse vorstellen.
- Trainer/in: Christian Gößinger
Der Tiergarten Nürnberg bietet neben den zahlreichen Tierarten mit der Zooschule, dem Bionikum und ausgebildeten Zoopädagogen die ideale Infrastruktur für einen Außerschulischen Lernort. Wir werden im Tierpark übernachten, um auch die Tiere in der Dämmerung, in der Nacht und am Morgen zu begleiten, die vielfältigen Aufgaben der Mitarbeiter*innen zu beobachten und natürlich unterschiedliche Perspektiven und Möglichkeiten für die Integration dieses Lernortes in den HSU zu erarbeiten (in Zusammenarbeit mit der Biologiedidaktik).
- Trainer/in: Christian Gößinger
- Trainer/in: Christian Gößinger
Die gesellschaftswissenschaftlichen Themen erfahren aktuell (noch) weniger Aufmerksamkeit in der Sachunterrichtsforschung, da derzeit die naturwissenschaftliche Grundbildung ‚en vogue’ ist. Themen, die Kinder für eine gelingende Teilhabe an der Gesellschaft befähigen, sollten dabei aber nicht aus den Augen verloren werden. Daher widmet sich dieses Seminar vertieft den gesellschaftswissenschaftlichen und fächerübergreifenden Themen. Da das Rad nicht immer neu erfunden werden muss, lohnt der Blick in die Fachdidaktiken. Im Seminar werden fachgemäße Arbeitsweisen theoretisch erarbeitet und praktisch erprobt und auf ihre Wirkweise auf den Kompetenzerwerb hin kritisch reflektiert.
- Trainer/in: Christian Gößinger
Umweltlernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE, Education for Sustainable Development, ESD) sollen bei den Schüler*innen Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt entwickeln und ihr Wissen über die komplexe und wechselseitige Abhängigkeit zwischen Mensch und Umwelt erweitern (vgl. LPPLUS 2014). Wie Schülerinnen und Schüler sich Wissen über Umwelt, deren komplexe Ursachen sowie Auswirkungen aneignen können und sich mit Normen und Werten auseinandersetzen, um ihre Umwelt zukunftsfähig mitgestalten und schützen zu können, soll im Seminar beleuchtet werden.
- Trainer/in: Christian Gößinger
- Trainer/in: Christian Gößinger
Digitale Medien bestimmen unseren Alltag in den verschiedensten Lebensbereichen. Auch die gesellschaftliche und politische Bedeutung der zunehmenden Digitalisierung ist längst bekannt. Diese Phänomene werden aber zu wenig mit Grundschulkindern betrachtet. Wie funktionieren Google, Youtube und social media? Welche Geschäftsprinzipien stecken dahinter, wie funktionieren die Algortihmen, was passiert mit unseren Daten? Und wie hängt dies mit politischer Bildung zusammen? Diese und weitere Fragen sollen im Seminar theoretisch erarbeitet und reflektiert werden, sowie anhand konkreter Unterrichtsbeispiele dargestellt werden, die dann eigeninitiativ mit Schüler*innen umgesetzt werden sollen
- Trainer/in: Christian Gößinger
Umweltlernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE, Education for Sustainable Development, ESD) sollen bei den Schüler*innen Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt entwickeln und ihr Wissen über die komplexe und wechselseitige Abhängigkeit zwischen Mensch und Umwelt erweitern (vgl. LPPLUS 2014). Wie Schülerinnen und Schüler sich Wissen über Umwelt, deren komplexe Ursachen sowie Auswirkungen aneignen können und sich mit Normen und Werten auseinandersetzen, um ihre Umwelt zukunftsfähig mitgestalten und schützen zu können, soll im Seminar beleuchtet werden.
- Trainer/in: Christian Gößinger
- Trainer/in: Christian Gößinger
Only for international students.
In order to learn how teaching is done in Bavarian schools and how the school system is organized and structured, we will visit different schools in Regensburg and the surrounding area. We will observe classes and talk to teachers and school administrators. Using an observation sheet, various aspects will be systematically recorded and reflected upon.
- Trainer/in: Christian Gößinger
In order to learn how teaching is done in Bavarian schools and how the school system is organized and structured, we will visit different schools in Regensburg and the surrounding area. We will observe classes and talk to teachers and school administrators. Using an observation sheet, various aspects will be systematically recorded and reflected upon.
- Trainer/in: Christian Gößinger
In order to learn how teaching is done in Bavarian schools and how the school system is organized and structured, we will visit different schools in Regensburg and the surrounding area. We will observe classes and talk to teachers and school administrators. Using an observation sheet, various aspects will be systematically recorded and reflected upon.
You will get to know the Bavarian school system and the framework conditions for elementary school. You are able to talk about lesson design, methods and forms of work and procedures in everyday teaching. You are able to critically reflect on the findings from observations and critically relate them to experiences in other school systems.
- Trainer/in: Christian Gößinger
In order to learn how teaching is done in Bavarian schools and how the school system is organized and structured, we will visit different schools in Regensburg and the surrounding area. We will observe classes and talk to teachers and school administrators. Using an observation sheet, various aspects will be systematically recorded and reflected upon.
- Trainer/in: Christian Gößinger
In order to learn how teaching is done in Bavarian schools and how the school system is organized and structured, we will visit different schools in Regensburg and the surrounding area. We will observe classes and talk to teachers and school administrators. Using an observation sheet, various aspects will be systematically recorded and reflected upon.
You will get to know the Bavarian school system and the framework conditions for elementary school. You are able to talk about lesson design, methods and forms of work and procedures in everyday teaching. You are able to critically reflect on the findings from observations and critically relate them to experiences in other school systems.
- Trainer/in: Christian Gößinger
- Trainer/in: Christian Gößinger
Nachhaltige Entwicklung spielt für individuelles, organisationales und gesellschaftliches Handeln eine zentrale Rolle. Das Seminar fokussiert die individuelle Ebene.
Klimawandel, soziale Ungerechtigkeiten und multiple Krisen erfordern nicht nur ein Umdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit, sondern vielmehr auch entsprechendes Handeln auf individueller und kollektiver Ebene. Die Bereitschaft nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, ist in der Bevölkerung zwar häufig gegeben, gleichwohl scheitert es vielerorts an der konkreten Umsetzung, was mit der sogenannten Einstellungs-Verhaltens-Lücke erklärt wird. Daher stellt sich die Frage, welchen Beitrag leistet die Psychologie zur Förderung nachhaltiger Entwicklung(en)? Wie werden die empirischen Befunde nutzbar und anwendbar?
Die Lehrveranstaltung fokussiert die individuelle Ebene nachhaltiger Entwicklung und geht der Erklärung von nachhaltigem Entscheiden und Verhalten aus psychologischer Perspektive auf den Grund. Ausgehend von psychologischen Handlungstheorien im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung, werden praktische Implikationen für die Umsetzung nachhaltiger Praktiken auf Verhaltensebene anhand von Fallbeispielen aus den Lebensbereichen Arbeit, Konsum, Mobilität, Ehrenamt und Umweltschutz erarbeitet.
Diskussion und Reflexion zentraler Theorien und Konzepte der Psychologie im Kontext nachhaltiger Entwicklung und nachhaltigen Verhaltens: z. B. Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000); Sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura, 1986); Theorie des geplanten Verhaltens (TPB, Ajzen, et al., 2018); Value-Belief-Norm (VBN; Stern, 2020); Comprehensive Action Determination Model (CADM, Klöckner, 2013); Modelle für kollektives Klimahandeln (Hamann, et al., 2024; Römpke, et al., 2019), Psychologie der Nachhaltigkeit (Hunecke, 2013), Moral Emotions Framework (Haidt, 2003), Hope Theory (Snyder, 2002).
Anwendung psychologische Theorien und Modelle auf konkrete Nachhaltigkeitsherausforderungen: nachhaltiges Konsumverhalten, nachhaltige Mobilität, Umweltschutzverhalten und Klimaaktivismus, Bildung, Ehrenamt und Engagement, Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz, insbesondere Einstellungs-Verhaltens-Gap.
Ableitung von Interventionsstrategien zur Förderung nachhaltigen Verhaltens.
Nachhaltige Entwicklung spielt für individuelles, organisationales und gesellschaftliches Handeln eine zentrale Rolle. Das Seminar fokussiert die individuelle Ebene.
Klimawandel, soziale Ungerechtigkeiten und multiple Krisen erfordern nicht nur ein Umdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit, sondern vielmehr auch entsprechendes Handeln auf individueller und kollektiver Ebene. Die Bereitschaft nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, ist in der Bevölkerung zwar häufig gegeben, gleichwohl scheitert es vielerorts an der konkreten Umsetzung, was mit der sogenannten Einstellungs-Verhaltens-Lücke erklärt wird. Daher stellt sich die Frage, welchen Beitrag leistet die Psychologie zur Förderung nachhaltiger Entwicklung(en)? Wie werden die empirischen Befunde nutzbar und anwendbar?
Die Lehrveranstaltung fokussiert die individuelle Ebene nachhaltiger Entwicklung und geht der Erklärung von nachhaltigem Entscheiden und Verhalten aus psychologischer Perspektive auf den Grund. Ausgehend von psychologischen Handlungstheorien im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung, werden praktische Implikationen für die Umsetzung nachhaltiger Praktiken auf Verhaltensebene anhand von Fallbeispielen aus den Lebensbereichen Arbeit, Konsum, Mobilität, Ehrenamt und Umweltschutz erarbeitet.
Diskussion und Reflexion zentraler Theorien und Konzepte der Psychologie im Kontext nachhaltiger Entwicklung und nachhaltigen Verhaltens: z. B. Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000); Sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura, 1986); Theorie des geplanten Verhaltens (TPB, Ajzen, et al., 2018); Value-Belief-Norm (VBN; Stern, 2020); Comprehensive Action Determination Model (CADM, Klöckner, 2013); Modelle für kollektives Klimahandeln (Hamann, et al., 2024; Römpke, et al., 2019), Psychologie der Nachhaltigkeit (Hunecke, 2013), Moral Emotions Framework (Haidt, 2003), Hope Theory (Snyder, 2002).
Anwendung psychologische Theorien und Modelle auf konkrete Nachhaltigkeitsherausforderungen: nachhaltiges Konsumverhalten, nachhaltige Mobilität, Umweltschutzverhalten und Klimaaktivismus, Bildung, Ehrenamt und Engagement, Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz, insbesondere Einstellungs-Verhaltens-Gap.
Ableitung von Interventionsstrategien zur Förderung nachhaltigen Verhaltens.
- Trainer/in: Sissy Kreid
Die Archäobotanik versucht als Mischgebiet der Archäologie und Botanik die Vegetations- und Agrargeschichte mit Hilfe von Funden pflanzlichen Ursprungs zu rekonstruieren. Neben den Makroresten (Früchte, Samen, Holzreste) geben auch Mikroreste (Pollen, Sporen) Hinweise auf die Vegetation vergangener Zeiten und lassen auf die Ernährungsgewohnheiten, Anbaumethoden, Siedlungsgeschichte und Klima dieser Zeit rückschließen. In dieser Übung werden die Grundlagen der Archäobotanik vermittelt und mit praktischen Anwendungen noch vertieft.
Archaeobotany is a combined field of archaeology and botany that attempts to reconstruct the history of vegetation and agriculture with the help of finds of plant origin. In addition to the macro remains (fruits, seeds, wood remains), micro remains (pollen, spores) also provide information about the vegetation of past times and allow conclusions to be drawn about the eating habits, cultivation methods, settlement history and climate of that time. In this exercise, the basics of archaeobotany are taught and deepened with practical applications.
- Trainer/in: Corinna Rößner
Leiter der Übung: Daniel Meixner
Aufbauend auf der im WS 2023/24 abgehaltenen „Praxisübung zur Keramikbestimmung und -klassifikation am Beispiel der jungneolithischen Münchshöfener Kultur“, wollen wir in der Veranstaltung die die damals erstellte Gefäßform-Typologie auf publizierte Fundkomplexe anwenden und statistische Auswertungen versuchen. Die Teilnehmenden sollen eigenständig Gefäßeinheiten zuordnen, in eine einfache Datenbank eingeben und Ihre Ergebnisse vorstellen. Besonderes Augenmerk gilt dabei praktischen und methodischen Schwierigkeiten und ihrer Lösung. Die Teilnahme an der Vorgänger-Veranstaltung ist wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.
- Trainer/in: Daniel Meixner
- Trainer/in: Daniel Meixner
Die mittelalterliche Stadt stellt für die Mediävistik einen besonders ergiebigen Untersuchungsraum dar. In kaum einem anderen Bereich des mittelalterlichen Lebens ist eine derart hohe Dichte und Vielfalt an Quellen überliefert wie in urbanen Zentren. Das vorliegende Proseminar widmet sich der Stadt als sozialem, politischem und kulturellem Raum im Mittelalter und geht der zentralen Frage nach, welche spezifischen Merkmale mittelalterliche Städte im Vergleich zu anderen Siedlungsformen auszeichnen.
Untersucht werden unterschiedliche Stadttypen – etwa Reichsstädte, Residenzstädte und Metropolen – sowie charakteristische Phänomene wie die hohe soziale Verdichtung und die komplexen Interaktionen zwischen verschiedenen sozialen Milieus und religiösen Gruppen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entstehung und Entwicklung des Bürgertums: Wie formiert sich dieses? Welche Merkmale zeichnen Bürger*innen im Mittelalter aus? Auf welche Weise konstruieren sie ihre Identität, und wie navigieren sie innerhalb der städtischen Machtverhältnisse zwischen Herrschaft und Gesellschaft?
Zur Beantwortung dieser Fragen wird ein breites Spektrum an Quellen herangezogen. Neben klassischen Schriftquellen wie Chroniken und der Ratsdiplomatik werden auch materielle und visuelle Zeugnisse – darunter Kunstwerke, Gräber, Architektur und Rituale – berücksichtigt, um ein vielschichtiges Bild der mittelalterlichen Stadt zu zeichnen und ihre Strukturen und Dynamiken sichtbar zu machen.
- Trainer/in: Eric Hesse
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Ein Ritter stürmt in die durch Flammen erleuchtete Halle des Monarchen, Hellebarden öffnen sich, um den Krieger durchzulassen. Er stürmt zum hohen Thron des Königs und fällt vor ihm auf die Knie. Nach Bekundung der Treue erläutert er seinem König, wo das Reich heute in Gefahr gerät. Der König öffnet seine Hand und gibt in weiser Allmacht über sein Reich erlösende Anweisung. So oder so ähnlich ist der König in unsere Vorstellungswelt eingegangen.
Der König wird oft mit der vollständigen Kontrolle eines Adligen über einen großen Landraum in Verbindung gebracht. Er herrsche in Beratung seiner Vasallen, mache Preise und verheirate Kinder. Über erfolgreiche Kriegszüge sichere er sich Land oder Prestige, um dann, alt und müde geworden, seine Krone an den nächsten großen König weiterzugeben. Doch diese Darstellung vom Königtum bügelt die damit einhergehenden Probleme hinweg. Was passiert, wenn ein König seine Probleme weder diplomatisch noch kriegerisch lösen kann? Wie geht ein König damit um, wenn seine Untergebenen den Kriegsdienst verweigern? Oder er gar keine Möglichkeit findet, seine Krone an Kinder weiterzureichen, weil diese überhaupt nicht vorhanden sind? Diesen und vielen anderen Fragen soll sich in dem Seminar gestellt werden. Hierzu werden verschiedene Quellentypen wie Chroniken, Rituale, Gräber, Stiftungen und Verwaltungsschriftgut behandelt, um eine möglichst vielseitige Kenntnis über das mittelalterlichen Königtum, dessen Chancen und Gefahren zu erlangen.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Eric Hesse
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Im Jahr 1363 belehnte der französische König, Johann II. aus dem Haus Valois, seinen jüngsten Sohn Philipp, genannt der Kühne, mit Burgund, nachdem dessen letzter kapetingischer Herzog zwei Jahre zuvor verstorben war. Derart und darauffolgend durch seine Ehe mit Margarethe von Male, der Erbin von Flandern, Nevers, dem Artois und der Freigrafschaft Burgund, erlangte Philipp in kurzer Zeit eine bedeutende Machtstellung in Westeuropa, die seine Nachfolger über drei Generationen immer weiter auszubauen suchten. Das Seminar beschäftigt sich mit den Bestrebungen der Valois-Herzöge im 14. und 15. Jahrhundert, eine herrscherliche Eigenständigkeit gegenüber den Königen von Frankreich und römisch-deutschen Kaisern, ihren Lehnsherrn, zu erlangen. Das Augenmerk unserer Arbeit soll auf den damit einhergehenden Anstrengungen, aus den so unterschiedlichen Besitzungen des Hauses ein ‚burgundisches‘ Ganzes zu bilden, liegen. Ziel ist es, die Grundlinien dieser Entwicklung, aber auch ihre Brüche offenzulegen: Welcher politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittel bedienten sich die Herzöge, um ihre Herrschaft von Holland im Norden bis Mâcon im Süden zu festigen? Wie gingen sie dabei mit dem Widerstand in den bedeutenden Städten Flanderns um? Vermochten sie es, lokale Adelsfamilien dauerhaft an sich zu binden? Auf welche Weise versuchten sie, König und Kaiser hoheitliche Zugeständnisse abzuringen?
Literaturhinweise:
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Der byzantinische Bilderstreit wird traditionell auf den Zeitraum von 726/730 bis 843 n. Chr. datiert und endet mit dem Triumph der Orthodoxie. Viele Annahmen über dieses Jahrhundert des Konflikts, wie die massenhafte Zerstörung von Ikonen und die Verfolgung derer, die sie verehrten, insbesondere Mönche und Frauen, werden heute kritisch hinterfragt und neu bewertet. Dieses Seminar soll den Studierenden die wichtigsten Ereignisse dieser Kontroverse näherbringen und ihre Bedeutung für das östliche Christentum untersuchen. Literatur: Leslie Brubaker, “Representation C. 800: Arab, Byzantine, Carolingian,” Transactions of the Royal Historical Society, vol. 19 (2009): 37–55 – Leslie Brubaker, Inventing Byzantine Iconoclasm (Bristol Classical Press, 2012) – Hans Georg Thümmel, “Der Byzantinische Bilderstreit,” Theologische Rundschau 61 (1996): 355–71.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Sophia Mitaraki
- Trainer/in: Sophia Mitaraki
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die Wege der Bildungsvermittlung im griechisch-östlichen und lateinisch-westlichen Mittelalter folgten zum einen jahrhundertealten, antiken Traditionen, entwickelten zum anderen aber auch ganz eigene, vollkommen neue Dynamiken und Strukturen. Im Seminar sollen sowohl Wissensinhalte und Wege der Weitergabe, als auch ganz konkrete Strukturen und Institutionalisierungen von Bildungsvermittlung untersucht werden. Kernfragen des Seminars sind unter anderem: Welche Disziplinen wurden unterrichtet, auf welche kanones von Disziplinen wurde zurückgegriffen? Welches enzyklopädische Wissen wurde vermittelt? Welche Arten von grundständigen Schulen gab es, welche weiterführenden Bildungsinstitutionen existierten oder entwickelten sich mit der Zeit? Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in den konkreten Ausformungen von Wissensinhalten, Wissensweitergabe und Institutionalisierung der Bildungsvermittlung in Ost und West sollen betrachtet werden. Begleitend werden grundlegende Methoden historisch-mediävistischen Arbeitens wie die systematische Quellen- und Literaturrecherche sowie das wissenschaftliche Arbeiten vertieft.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Nora-Sophie Toaspern
In den ersten Jahrhunderten ihrer Geschichte stehen die kirchlichen Ritterorden exemplarisch für die großen Linien der europäischen Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters (Gregorianische Reform, Kreuzzüge, großes abendländisches Schisma, Entwicklung des Regaliensystems in England und Frankreich, Aufstieg der Städte in Italien, Pilgerfahrt, spanische Reconquista, Reformation). Im Mittelpunkt dieses Proseminars steht der Johanniterorden, einer der ältesten Ritterorden und neben den Tempelrittern der einzige mit internationaler Ausstrahlung im gesamten europäischen Mittelalter, einschließlich des byzantinisch-christlichen Raums. Der Johanniterorden wirkt nicht nur in Nachfolgeinstitutionen bis heute fort, sondern beeinflusste auch viele ähnliche Gründungen im Hochmittelalter, wie etwa den im Regensburger Raum präsenten Deutschen Orden. Diese drei Aspekte begründen den Schwerpunkt der Lehrveranstaltung auf die Geschichte des Johanniterordens als Einführung in die Geschichte der Ritterorden im Besonderen und des europäischen Mittelalters im Allgemeinen.
- Trainer/in: Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Ein Gang durch die Regensburger Altstadt führt vieles vor Augen, was eine europäische Stadt des Mittelalters ausmachte und unsere Stadtvorstellungen bis heute prägt: Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und Tore wie das Jakobstor zeigen an, dass der Stadtbereich klar vom Umland geschieden war; im Zentrum befindet sich mit dem Dom eine christliche Kathedrale, aber auch eine jüdische Synagoge im angrenzenden Judenviertel; Klosterkirchen zeigen die Vielgestaltigkeit des religiösen Lebens; Marktplätze wie der Fisch- oder Kornmarkt rufen das mittelalterliche Kaufmannswesen in Erinnerung; Patriziertürme sind steinerne Zeugen für den Reichtum dieser Berufsgruppe. Doch wie fand eine mittelalterliche Stadt wie Regensburg, Augsburg oder Köln zu ihrer spezifischen Topographie, gesellschaftlichen Verfassung, Wirtschaftsweise und Kultur? Welche historischen Prozesse führten zu einer städtischen Selbstverwaltung, dem Ausbau des Kirchen- und Klosternetzes, der Ausdifferenzierung städtischer Gruppen und der Stärkung des bürgerlichen Selbstbewusstseins? Diesen Fragen, die für jede Stadt auf ganz unterschiedliche Weise zu beantworten sind, möchte sich das Proseminar unter Heranziehung verschiedener schriftlicher und bildlicher Quellen zur mittelalterlichen Stadtgeschichte (Stadtbücher, Chroniken, Testamente; Stadtdarstellungen in der Buchmalerei, architektonische Zeugnisse…) widmen. Dabei werden grundlegende Techniken zur Analyse mittelalterlicher Quellen und zum Umgang mit aktueller Forschungsliteratur erarbeitet. Ziel ist das themenbezogene Einüben wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Methoden der mittelalterlichen Geschichte, die am Ende des Seminars in einer Hausarbeit unter Beweis gestellt werden sollen.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Figuren und Bilder aus dem letzten Buch der Bibel, wie die apokalyptischen Reiter, der siebenköpfige Drache oder das Tausendjährige Reich, sind im kollektiven Gedächtnis der Menschheit tief verankert. Auch aktuell werden sie vielfach aufgerufen – in der Musikszene, in Literatur und Film, ja sogar in politischen Zusammenhängen. Donald Trump prophezeite in der Antrittsrede seiner ersten Präsidentschaft vor der Folie eines düsteren Weltuntergangsszenarios „die Geburt eines neuen Millenniums“. Diese Beispiele zeigen, dass das Narrativ der Endzeit, insbesondere die Bilder aus der Offenbarung des Johannes, auch fast 2000 Jahre nach der Entstehung des Textes wirkmächtig sind und weiterhin zur Deutung der Geschichte verwendet werden.
Im Mittelalter forderten besonders Zeiträume und Konstellationen schwerwiegender gesellschaftlicher Umwälzungen endzeitliche Deutungen des Geschichtsverlaufs heraus. Unter dem Einfluss der Kreuzzüge, von Häresien und nicht zuletzt durch die schwelenden Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser gewannen Vorstellungen von einem nahen Ende der Welt an Bedeutung. Mit der Vorhersage des kalabresischen Abts Joachim von Fiore (+1202) vom Kommen des Antichrist im Jahre 1260 stand dann sogar ein konkreter Zeitpunkt im Raum, dem die Zeitgenossen mit Bangen entgegensahen. Doch welche geschichtstheoretischen, theologischen und literarischen Diskurse liegen dieser Endzeiterwartung zugrunde? Von welchen Autoren und sozialen Gruppen wurden sie aufgegriffen und durch welche Medien wurden sie vermittelt? Diese Fragen sollen im Zentrum des Proseminars stehen. Anhand eines breiten Quellenspektrums (Bibelkommentare, Chroniken, Predigten, Buchmalerei, Fresken, Fensterprogramme) werden dabei grundlegende Techniken im Umgang mit mittelalterlichen Überlieferungen und aktueller Forschungsliteratur erarbeitet. Ziel ist das thematische Einüben wissenschaftlicher Arbeitsweisen und Methoden der Mediävistik, die am Ende des Seminars in einer Hausarbeit unter Beweis gestellt werden sollen.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Dieser Kurs bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des mittelalterlichen Polens vom 10. bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Diese Zeit war entscheidend für die Herausbildung der politischen und kulturellen Traditionen, die die weitere Geschichte Polens bestimmten, einschließlich der Annahme des lateinischen Christentums und der Herausbildung des Konzepts der Krone des polnischen Königreichs, das die Grundlage für alle späteren Konzepte des polnischen Staates bildete. Die Zeit der Piastenmonarchie hat in der Neuzeit viele symbolische Bedeutungen erhalten und ist zu einer Gründungsgeschichte geworden. Ohne die mittelalterliche Geschichte der Piastenmonarchie zu verstehen, ist es unmöglich, die heutige polnische Kultur zu begreifen.
Wir werden die Entwicklung der Stammesfürstentümer im 10. Jahrhundert bis hin zum Niedergang der ersten Herrscherdynastie der Piasten im 14. Jahrhundert untersuchen. Vor dem 10. Jahrhundert blieben Kultur und Religion der slawischen Stämme, die im Gebiet des heutigen Polens lebten, weitgehend unberührt von der römischen Kultur und dem Christentum. Doch im Laufe dieser Zeit erlebte Polen massive Veränderungen, die den Grundstein für den modernen polnischen Staat legen sollten. Unser Kurs wird sich auf diesen Übergang konzentrieren, und die Studierenden werden Einblicke in die politische Kultur, die Beziehungen zwischen Kirche und Staat, die religiösen Grundlagen, Liturgie, die internationalen Beziehungen und die Organisierung der Wissenschaft im mittelalterlichen Polen gewinnen. Wir werden historische Quellen analysieren, um das Verständnis für die vielschichtigen Entwicklungen und Herausforderungen dieser Zeit zu vertiefen und die Bedeutung Polens innerhalb des mittelalterlichen Europa zu erforschen.
Einführungsvideo: https://www.youtube.com/watch?v=bgaqIIKR5T0
- Trainer/in: Pawel Figurski
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die während der mittelbyzantinischen Zeit verfassten Geschichtswerke werden oft als trocken und reine Nachahmungen angesehen, als Imitationen einer grandioseren klassischen Vergangenheit. Aber was waren die Ziele der Geschichtsschreiber, wer war ihr Publikum und unter welchen Umständen schrieben sie? Ähnliche Fragen werden in diesem Seminar untersucht, das den Studierenden auch einen Einblick in den Verlauf der langen mittelbyzantinischen Epoche aus Sicht der Byzantiner selbst bietet.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Sophia Mitaraki
- Trainer/in: Sophia Mitaraki
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Das Proseminar möchte sich der höfischen Kultur des Mittelalters – einer neuen adeligen Elitekultur weltlicher Höfe im 12. und 13. Jahrhundert – über den Blick auf verschiedene Quellengattungen nähern. Urkunden und Rechtsquellen bemühen sich etwa um eine ständische Verortung des Rittertums, literarische Texte wie der höfische Roman verhandeln Fragen höfischer Ethik und tragen gleichzeitig zur Unterhaltung und Literarisierung der Hofgesellschaft bei. Ebenso bieten Architektur, Ausstattung und Bildkunst mittelalterlicher Burgen Einblicke in die höfisch-ritterliche Lebensweise, in Standesbewusstsein und Festkultur. Über das breite Quellenspektrum, das die Beschäftigung mit höfischer Kultur eröffnet, sollen Grundprobleme, Begriffe und Methoden der mittelalterlichen Geschichte erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem kritischen Umgang mit historischen Quellen und den Techniken zur Anfertigung schriftlicher Hausarbeiten.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Das Seminar zielt darauf ab, anhand eines konkreten, zeitlich umgrenzten Themenkomplexes aus der mittelalterlichen Geschichte, nämlich der Verflechtungsgeschichte von Juden, Christen und Muslimen, Einsicht in die Logiken und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaften, insbesondere der Mediävistik, zu vermitteln. Vor allem der vergleichende Blick auf das mal konfliktreiche, mal gewaltfreie Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen bildet den inhaltlichen Fokus des Seminars. Um diesen Themenkomplex erfassen zu können, ist eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit den Methoden der Komparatistik als auch mit zeitgenössischen Texten unerlässlich. Die kritische Quellenarbeit bildet deshalb den methodischen Fokus des Seminars.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Tim Weitzel
Das 19. Jahrhundert gilt gemeinhin als das goldene Zeitalter der Mittelalterstudien. In diesem Kontext gewinnt die historische Analyse der Entstehung des Fachs als Schlüssel für die Bewertung neuer und alter Untersuchungen immer mehr an Bedeutung. Die Begeisterung für diese Epoche in Kunst und Kultur ist ebenfalls nicht zu übersehen. Vom Ritterroman bis zum neugotischen Gebäude prägt die Zeit zwischen der Französischen Revolution und dem Ersten Weltkrieg bis heute die Wahrnehmung des lateinischen Europas und seiner Grenzen zwischen dem Ende der Antike und dem 16. Jahrhundert. In diesem Seminar werden die für die historische Arbeit unerlässlichen Methoden entlang der Grundkonstanten der Mittelalter-Rezeption im 19. Jahrhundert vermittelt und gleichzeitig Tendenzen zweier Epochen beleuchtet.
- Trainer/in: Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Ebenso wie bereits in vielen Gesellschaften zuvor fanden sich auch in verschiedenen Gesellschaften des europäischen Mittelalters viele Individuen, Gruppen und Institutionen die das Ziel verfolgten, Inhalte und Botschaften verschiedenster Art an ein vielgestaltiges Publikum zu vermitteln. Die Wege, die hier beschritten, und die Mittel, die hier verwendet wurden, sind in der internationalen Forschung unter dem Begriff „public communication“ subsummiert worden. Von den vielen Formen der public communication sollen im Seminar zwei herausgegriffen werden, die sich als äußerst wichtige Wege zeigten, auf denen Inhalte öffentlich dargestellt und kommuniziert wurden. Es sind dies performative Akte und Insignien. Welche Inhalte wurden durch Rituale, Zeremonien und andere symbolische Handlungen kommuniziert, wer nahm an solchen Handlungen teil, und wie sollten diese auf ein Publikum wirken? Welche Bedeutungen wiederum verbargen sich in den mannigfaltigen Insignien von Kaisern, Königen und hohen Amtsträgern, und welches Ziel verfolgte der Gebrauch dieser Symbole? Mit einer Analyse verschiedener performativer Akte sowie der Insignien oberster Herrschaftsträger, aber auch der geistlichen und weltlichen Großen des Lateinisch-Westlichen und Byzantinischen Reiches soll diesen Fragen nachgegangen werden. Begleitend werden grundlegende Methodiken historisch-mediävistischen Arbeitens wie die systematische Quellen- und Literaturrecherche sowie das wissenschaftliche Arbeiten vertieft.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Nora-Sophie Toaspern
33123 PS Von Zobelfellen zu Erdgaspipelines. Russland / die Sowjetunion als Rohstoffimperium WS22/23
- Trainer/in: Richard Gion
- Trainer/in: Guido Hausmann
Mi 12-14 Uhr Prof. Dr. Julia Herzberg
Die Vorlesung stellt Russlands Übergang in die Neuzeit in den Mittelpunkt. Der erste Teil der Vorlesung zeichnet den Aufstieg Moskaus nach, dem es im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts gelang, sich gegen Litauer, Mongolen sowie die übrigen Fürsten der Rus’ durchzusetzen. Schließlich ließ sich Ivan IV. 1547 zum Zaren krönen, was den Aufstieg des Moskauer Großfürsten zum „Selbstherrscher“ vollendete. Seine Expansionspolitik veränderte den Charakter des Reiches grundlegend. Mit der Eroberung tatarischer Territorien und der Ausweitung des Reiches bis nach Sibirien wurde Moskovien zu einem Vielvölkerreich.
Der zweite Teil der Vorlesung geht auf die als „Zeit der Wirren“ bezeichnete Periode nach Ivans IV. Tod ein, in der soziale Unruhen, Kriege mit Schweden und Polen-Litauen, Streit um die Thronfolge, Missernten und Hunger das Land zerrütteten. Schließlich wurde 1613 Michail Romanov zum Zar gewählt. Für die neue Dynastie stand die Stabilisierung der Herrschaft im Mittelpunkt, die sie durch Bewahrung des Alten und vorsichtiger Reformierung sichern wollte. Gegen die Privilegierung des Adels und der hohen Geistlichkeit durch die gesetzliche Verankerung der Leibeigenschaft erhob sich jedoch immer wieder auch Protest, sodass Aufstände und die Flucht der Leibeigenen von den Gütern ihrer Grundherren zum Signum der Epoche wurden.
Der dritte Teil der Vorlesung stellt Russlands Aufstieg zu einer europäischen Großmacht in den Mittelpunkt. Trotz innerer Verwerfungen war die russische Expansion in Asien erfolgreich. Schon 1639 war der Pazifik erreicht. Obgleich Schwedens Vorherrschaft an den Küsten der Ostsee nicht gebrochen werden konnte, gelang es Russland, sich gegen Polen-Litauen durchzusetzen. Erstmals grenzte das Moskauer Reich an das Osmanische Reich, sodass Russland nun auch verstärkt in die Überlegungen der europäischen Mächte zur Bekämpfung der Türken eingesetzt wurde.
Die zunehmenden säkularen Einflüsse des Westens und die Kirchenspaltung der Orthodoxen Kirche kündigten nicht nur das Ende des russischen Mittelalters an, sondern bereitete auch die Reformen zu Beginn des 18. Jahrhunderts vor. Wir werden sehen, dass die meist mit dem Namen Peter I. verbundene Modernisierung und Europäisierung schon im 17. Jahrhundert ihren Anfang nahmen.
Literatur:
Andreas Kappeler, Russland als Vielvölkerreich. Entstehung - Geschichte - Zerfall, München, 2001; Heiko Haumann, Geschichte Russlands, Zürich 2003; Manfred Hildermeier, Geschichte Russlands vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution, München 20132.
- Trainer/in: Julia Herzberg
Das IV. Laterankonzil im November 1215 war die bis dahin größte Kirchenversammlung der Geschichte. Hier wurden unter Leitung Papst Innozenz‘ III. wegweisende Beschlüsse zu fast allen Themen und Konflikten gefasst, die die abendländische Kirche bewegten: Kampf gegen Häresien, innere Reform des Klerus, Verbesserung der Seelsorge in den Gemeinden, Neuordnung kirchlicher Ämter, Eherecht, Verhältnis zu den Juden, Kreuzzug ins Heilige Land und anderes mehr. Viele dieser Themen haben zuvor kontroverse Diskussionen und zum Teil gewalttätige Konflikte ausgelöst. Ausgehend von den 71 Dekreten des Konzils soll das Seminar die Hintergründe einzelner Beschlüsse untersuchen und somit tief in die religiösen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen der Zeit hineinführen.
- Trainer/in: Emilio Büttner
- Trainer/in: Julia Christl
- Trainer/in: Vinzenz Luis Danzl
- Trainer/in: Maximilian Grötzinger
- Trainer/in: Sophia Hintermeier
- Trainer/in: Amelie Hohmann
- Trainer/in: Tim Kurbegovic
- Trainer/in: Larissa Laube
- Trainer/in: Lisa Lugauer
- Trainer/in: Andreas Nadler
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Annika Julia Ponten
- Trainer/in: Andrea Riedl
- Trainer/in: Jakob Schmidt
- Trainer/in: Selina Schüle
- Trainer/in: Sarah Wagner
- Trainer/in: Till Würfl
Vor 800 Jahren starb Franz von Assisi. Wie kein zweiter Heiliger prägte er das religiöse Leben seiner Zeit und der nachfolgenden Jahrhunderte. Wir verfügen durch verschiedene Viten, päpstliche Dokumente und Geschichtsschreiber über eine gute Quellengrundlage, um sich diesem ungewöhnlichen Heiligen von verschiedenen Seiten zu nähern. Dabei gibt es noch immer spannende und kontrovers diskutierte Forschungsfragen: Was bewog die Kirche, die Laienbewegung des Franziskus unter ihren Schutz zu nehmen? Wie stand Franziskus selbst zu der immer größer werdenden franziskanischen Bewegung? Wie sind die zahlreichen Widersprüche in den verschiedenen Heiligenviten des Franziskus zu erklären? Wer war Franz von Assisi?
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Nicole Böse
- Trainer/in: Alexie De Bue
- Trainer/in: Tim Diller
- Trainer/in: Paul Dimpfl
- Trainer/in: Emelie Gerbeth
- Trainer/in: Anna Götz
- Trainer/in: Antonia Herrholz
- Trainer/in: Pauline Hruby
- Trainer/in: Josefa Kozel
- Trainer/in: Stefan Landstorfer
- Trainer/in: Lucia-Marlene Müller
- Trainer/in: Kristin Nausch
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Maximilian Prechtl
- Trainer/in: Vincent Roth
- Trainer/in: Roman Salihi
- Trainer/in: Teresa Schiller
- Trainer/in: Franziska Schlögl
- Trainer/in: Josef Maximilian Schmaderer
- Trainer/in: Lukas Schmid
- Trainer/in: Kübra Sen
- Trainer/in: Sophia Speil
- Trainer/in: Florian Walter
- Trainer/in: Maximilian Wein
- Trainer/in: Niklas Wernick
- Trainer/in: Paul Wittmann
Demokratie ist ein politisches Konzept der griechischen Antike, das nach der Französischen Revolution neu kontextualisiert und in vielen Staaten Europas und Nordamerikas als Verfassungsnorm etabliert wurde. In dieser Perspektive kommt das Mittelalter nicht vor. Diesen Befund bestätigt der Regesta-Imperii-Opac, der zwar unter dem Suchbegriff Demokratie 70 Treffer ausweist, die jedoch alle entweder die Bruchlinien zur attischen Demokratie oder zur Moderne behandeln. Gleichwohl gab es im Mittelalter politische Theorien, die sich, verstärkt nach der im 12. Jahrhundert einsetzenden Aristoteles-Rezeption, mit Fragen der politischen Repräsentation, Partizipation und der Idee des Gemeinwohls auseinandersetzen. Auch in der politischen Praxis etwa von religiösen Orden, städtischen Kommunen oder Gerichten lassen sich Formen kollektiver Entscheidungsfindung, von Wahlen und Parlamentarismus finden. Diese stehen allerdings im mittelalterlichen Europa bis zum Ende des Ancien Régime im späten 18. Jahrhundert unter dem konstitutionellen Dach monarchischer Herrschaftsformen. Wie sich unter diesem Dach dennoch politische Konzepte und Praktiken entwickeln konnten, die modernen politischen Ideen nahestanden, soll im Hauptseminar an ausgewählten Texten und Beispielen erhoben werden.
Das Hauptseminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt. Die Veranstaltung wird wie eine wissenschaftliche Tagung zum Thema ablaufen, mit einzelnen Themen/Sektionen, die von Arbeitsgruppen vorbereitet werden, Moderatoren und möglichst intensiven Diskussionen. Das Seminar erarbeitet in Schwerpunkten einzelne Themen durch Arbeitsgruppen, die eine Bereitschaft zur intensiven Beschäftigung mit den einschlägigen Materialien und Forschungen mitbringen müssen. Es werden keine Referate gehalten. Dafür ist viel Arbeit in die thematische und didaktische Vorbereitung einer Seminarsitzung zu investieren und ein gemeinsames Stundenkonzept durch die Arbeitsgruppe zu erarbeiten. In der Vorbesprechung werden die Arbeitsgruppen gebildet.
- Trainer/in: Viktoria Aumüller
- Trainer/in: Philipp Bucksteeg
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte und Entwicklung des
Kirchenrechts, ca. 1000-1300. Wir untersuchen sowohl die
Rechtswissenschaft als auch die Nutzung des Rechts im Alltag. Zuerst
gibt es einen Überblick der Geschichte—besonders von der
Institutionalisierung des Rechts von den Universitäten, dem Papsttum
nach 1100, dem Einfluss des römischen Rechts. Die Leistung des Decretum
Gratiani und die Kommentare nach Gratian sind besonders wichtig. Danach
betrachten wir das sogenannte “Neue Recht” der päpstlichen Dekretalen
nach ca. 1160. Die Kommentare auf diesen Briefen sind auch wichtig. Mit
dem 13. Jahrhundert haben wir dann den Liber Extra, das erste normative
Buch des Kirchenrechts. Neben diesen Stufen folgen wir sowohl der
Entwicklung des Prozessrechts und auch dem “Leben” des Rechts in
verschiedenen Quellen, z.B. Urkunden und Gerichtsprotokollen. Wir
diskutieren auch verschiedene Themen wie die Stellung der Frauen und
Minderheiten und die Spannungen und Konflikte zwischen Kirche und Staat.
- Trainer/in: Bruce Brasington
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die päpstliche Kurie gilt heute nicht nur als eine der ältesten Institutionen der Welt, sondern auch als Ort konservativer Wertvorstellungen, an dem Reformen kaum eine Chance haben. In der mittelalterlichen Praxis war das zum Teil grundlegend anders. Die Kurie hatte bis zu Innozenz III. (1198-1216) nur schwach ausgeprägte institutionelle Strukturen; einzelnen Päpsten fiel daher viel mehr Entscheidungskompetenz zu. Andererseits behinderte bei vielen Päpsten eine starke Abhängigkeiten von weltlichen Mächten die Verfolgung einer eigenen kirchenpolitischen Agenda. An ausgewählten Beispielen werden die Handlungsräume und kirchenpolitischen Reformprojekte von Päpsten des 11. bis frühen 14. Jahrhunderts erhoben und miteinander verglichen. Die Perspektive des Seminars reicht von Protagonisten der Kirchenreform (Leo IX., Gregor VII.), den Päpsten der allgemeinen Laterankonzilien des 12. Jahrhunderts und gelehrten Kirchenrechtlern und Theologen auf dem Papstthron (Alexander III., Innozenz III., Gregor IX.) bis zu den Konflikten unter Cölestin V. und seinem Nachfolger Bonifaz VIII. um das Papstamt.
Das Hauptseminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt. Die Veranstaltung wird wie eine wissenschaftliche Tagung zum Thema ablaufen, mit einzelnen Themen/Sektionen, die von Arbeitsgruppen vorbereitet werden, Moderatoren und möglichst intensiven Diskussionen. Das Seminar erarbeitet in Schwerpunkten einzelne Themen durch Arbeitsgruppen, die eine Bereitschaft zur intensiven Beschäftigung mit den einschlägigen Materialien und Forschungen mitbringen müssen. Es werden keine Referate gehalten. Dafür ist viel Arbeit in die thematische und didaktische Vorbereitung einer Seminarsitzung zu investieren und ein gemeinsames Stundenkonzept durch die Arbeitsgruppe zu erarbeiten. In der Vorbesprechung werden die Arbeitsgruppen gebildet.
- Trainer/in: Philipp Bucksteeg
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
Das Ende des 11. Jahrhunderts bildet eine wichtige Zäsur in der
Ordensgeschichte. Dominierten bis dahin größere Einzelklöster und
Reformabteien das monastische Leben in Europa, so änderte die Gründung
des Klosters Cîteaux im Jahr 1098 die Organisationsstrukturen des
Mönchtums grundlegend. Die mittelalterlichen Zisterzienser wuchsen
innerhalb nur weniger Jahrzehnte nach ihrer Gründung zum größten
Ordensverband in Europa heran. In ihrer Nachfolge entstanden weitere
Gemeinschaften mit unterschiedlichen Profilen, aber ähnlichen
Organisationsstrukturen: Kartäuser, Templer, Franziskaner oder
Dominikaner sind nur die bekanntesten Gründungen des 12. und 13.
Jahrhunderts, die sich in vielen Punkten mit den Zisterziensern
vergleichen lassen. Das Seminar möchte zudem den starken weiblichen
Zweigen dieser Orden mehr Aufmerksamkeit widmen, die sich mit den
männlichen und untereinander vergleichen lassen.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Pia Stieglitz
- Trainer/in: Jörg Oberste

Kosakentum und -mythos haben in den zurückliegenden Jahren in der Ukraine und in Russland eine Renaissance erfahren. Wer aber waren eigentlich die Kosaken und warum gewannen sie als Grenzkrieger im Steppensaum nördlich des Schwarzen Meeres im 15.-16. Jahrhundert bis Ende des 18. Jahrhunderts Bedeutung? Die Veranstaltung untersucht die unterschiedlichen und sich wandelnden historischen Rollen und Mythen der Kosaken als Freiheitshelden, treue Diener des Staates und nationale Identifikationsfiguren. Besonderes Augenmerk wird dabei einigen Kosakenführern (Bohdan Chmel’nyc’kyj, Stepan Razin, Ivan Mazepa, Emel’jan Pugačev) und den Zielen und Formen der von ihnen geleiteten Rebellionen geschenkt.
- Trainer/in: Anatolii Chaban
- Trainer/in: Guido Hausmann
- Trainer/in: Rita Geiger
„Wollen wir uns den Menschen des europäischen Mittelalters nähern, sollten wir ihre Heiligen kennenlernen.“ So schreibt der Historiker Klaus Herbers in einem grundlegenden Artikel zur „Hagiographie“ (griech. hagios „heilig“, graphein „schreiben“). Dabei kann die Beschäftigung mit Erzählungen über Heilige und deren herausgehobener Existenz zwischen irdischer Sphäre und Transzendenz durchaus spannend, manchmal kurios, vielfach gesellschaftlich aufschlussreich und natürlich auch historisch interessant sein. In der Lebensbeschreibung eines/r Heiligen, der sog. Vita, wurde vor allem die Vorbildhaftigkeit einer historischen oder als historisch geglaubten Figur zur christlichen Nachahmung herausgestellt – neben religiösen, liturgischen und kultischen Intentionen werden aber auch zeitspezifische Auffassungen von Herrschaft, Macht, Identität oder Gender sichtbar. In der Übung werden wir volkssprachliche und lateinische Heiligenviten, Mirakelerzählungen und Translationsberichte des Mittelalters (in Übersetzung) lesen und uns deren historische Kontexte und Deutungen erschließen. Fallweise möchten wir die schriftliche Überlieferung auch in Fassungsvergleichen aufschlüsseln und mit ikonographischen und materiellen Zeugnissen in Beziehung setzen.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Der Kurs findet in Kooperation mit Prof. Dr. Carla Meyer-Schlenkrich (Westfälische Wilhelms- Universität Münster) und ihren Studierenden statt. Gemeinsam werden wir am Beispiel der vormodernen Städte Münster und Regensburg Stadtführungen professionell erarbeiten und dann auch praktisch durchführen. Während der Exkursion nach Münster werden Münsteraner Studierende unsere Gruppe durch das vormoderne Münster führen. Die Regensburger Studierenden im Gegenzug werden die Münsteraner Kommilitonen bei ihrem Besuch in unserer Stadt durch das mittelalterliche Regensburg führen. Vorbereitend werden Schwerpunktthemen der Stadtgeschichte erarbeitet, gezielt Orte für die Führungen ausgewählt und Kenntnisse über Geschichtsvermittlung in Stadtführungen erworben.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
Mittelalterliche Testamente erlauben nicht nur Aussagen über die Höhe und Verteilung von finanziellen und materiellen Ressourcen, sie liefern zudem einmalige Einblicke in das Welt- und Selbstverständnis des mittelalterlichen Menschen: Dabei erscheinen die Erblasser – zu denen neben Männern auch zahlreiche Frauen gehörten – in ein weites Netz an Personen und kirchlichen Institutionen eingebunden, das nach dem individuellen Tod zur Sicherung des Seelenheils aktiviert werden konnte. Testamente spiegeln also das mittelalterliche Verständnis einer Gemeinschaft von Lebenden und Toten. Darüber hinaus sind diese Rechtsquellen wichtige Dokumente der Alltagsgeschichte und materiellen Kultur, da Bezeichnungen für vermachte Gegenstände, wie Schmuck, liturgisches Gerät, Geschirr und Kleidung, und deren Bedeutung für Jenseitsvorsorge und Erinnerungskultur teils nur hier greifbar werden.
Die Übung erschließt volkssprachliche Testamente des Spätmittelalters über Lektüre und Interpretation. Ein Fokus liegt auf dem süd- und mitteldeutschen Raum; Mittelhochdeutschkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Auch der größere gesellschaftliche Kontext der mittelalterlichen Stadt mit ihren Institutionen und ihrer Sakraltopographie soll dabei in das Blickfeld treten.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Zum unumgänglichen Handwerkszeug des Historikers gehört die Fähigkeit, historische Handschriften lesen und auswerten zu können. Anhand ausgewählter Privilegien, Rechtsbücher und administrativer Quellen der Reichsstadt Regensburg wird das Lesen handschriftlicher Texte des späten Mittelalters erlernt, in die Grundtechniken der Archivarbeit eingeführt und Grundzüge der Regensburger Archivlandschaft vermittelt.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Bildung, Seelsorge, Medizin, Kunst- und Literaturproduktion, Landwirtschaft – dies sind nur wenige ausgewählte Bereiche, in denen die Klöster und religiösen Orden des Mittelalters maßgebliche kulturelle Beiträge geleistet haben. Ziel der Übung ist es, anhand eines breiten Panoramas an Quellen die Entwicklung des Ordenswesens im Verlauf des Mittelalters nachzuzeichnen – vom Aufkommen des benediktinischen Mönchtums bis zur Reformation. Innerhalb dieses nahezu tausendjährigen Zeitraums werden wir uns unter anderem mit der Rolle der Klöster in Politik und Gesellschaft, mit dem Alltagsleben von Mönchen und Nonnen sowie mit den unterschiedlichen spirituellen Ausprägungen klösterlicher Gemeinschaften befassen. Als Zeugnisse für dieses weite Themenspektrum dienen uns unter anderem Klosterchroniken, Stifterurkunden, päpstliche Dispense, sakrale Kunst und die klostereigenen Bauwerke.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Sophia Wagner
Geschichtsstudierenden der Uni Regensburg bietet die Stadt Regensburg ein Ensemble an mittelalterlichen, vor allem kirchlich-klösterlichen Einrichtungen, deren Architektur und Überlieferungen gerade für die Geschichte der älteren Epochen sehr prominent sind. Diese Übung richtet sich ausdrücklich an jüngere Semester, die wissen möchten, in welcher Stadt sie studieren, wie man mit offenen Augen die historischen Zeugnisse ihres Studienortes zum Verständnis des Mittelalters (und der Antike und der Frühen Neuzeit) begreifen lernen und dadurch sein Studium dieser Epochen wesentlich bereichern kann. Es werden in der Blockübung ausgewählte historische Monumente im Rahmen von Exkursionen und Führungen im Regensburger Stadtraum erschlossen.
Weitere Exkursionstermine (immer Mittwochvormittag) werden in der Gruppe abgeklärt.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
Die Übung ist als Begleitveranstaltung zur Ringvorlesung konzipiert. Durch die Lektüre einschlägiger Forschungs- und Quellenliteratur sollen die in den Vorträgen vorgestellten Themenbereiche vertieft werden und u.a. eine gezielte Vorbereitung auf die Abschlussklausur erfolgen.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Zum unumgänglichen Handwerkszeug des Historikers gehört die Fähigkeit, historische Handschriften lesen und auswerten zu können. Anhand ausgewählter Quellen aus Regensburg und der Region (Urkunden, Amtsbücher, Akten) wird das Lesen handschriftlicher Texte des 15./16. Jahrhunderts erlernt, in die Grundtechniken der Archivarbeit eingeführt und Grundzüge der Regensburger Archivlandschaft vermittelt.
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Rita Geiger
The course focuses on the study of the Greek manuscript book, from the
archaeological observation of its structure to the deciphering of its
content.
It aims to provide a basic knowledge about the making of the manuscript
book, its techniques and materials, over the centuries. Moreover, it
explores the development of the Greek handwriting between late-antiquity
and the 12th century.
The students will be provided with the tools to analyse a manuscript
from a codicological point of view and to read the principal kinds of
Greek book hands (majuscules and minuscules) up to the middle Byzantine
period.
Lectures will be alternated with practical interactive sessions during
which the participants will learn how to read and diplomatically
transcribe selected extracts from Greek manuscripts, as well as prepare a
manuscript description using the appropriate technical terminology.
- Trainer/in: Kathrin Pindl
- Trainer/in: Giulia Rossetto
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Tim Weitzel
In der berühmten Ringparabel, für die Lessing in „Nathan der Weise“ auf
mittelalterliche Versionen zurückgegriffen hat, erscheinen Juden,
Christen und Muslime als Brüder, die äußerlich ununterscheidbare Ringe
tragen. Wer den ,echtenʻ Ring vom Vater geerbt habe, das könne der
Träger nur durch seine Handlungen erweisen. Neben dem Verbindenden wird
in dieser Parabel also auch auf Unterscheidbarkeit und Abgrenzung in der
Praxis verwiesen – und tatsächlich wurde im Zuge der Ausformung der
drei großen Buchreligionen die Betonung der Exklusivität zunehmend
wichtiger als der Hinweis auf gemeinsame Wurzeln.
Die Ringvorlesung „Wessen Gott? Multireligiosität im Spannungsfeld von
Koexistenz und Konflikt“ geht in Beiträgen aus verschiedenen Disziplinen
den gemeinsamen Traditionen und dem Zusammenleben, aber auch den
Abgrenzungsmechanismen und Auseinandersetzungen religiöser Gruppen im
erweiterten Mittelmeerraum von der Antike bis zur Gegenwart nach.
Eröffnet wird die Vorlesungsreihe von der Mittelalterhistorikerin
Dorothea Weltecke (HU Berlin), die in ihrer neuen Monographie die
Entstehung der „Religionen“ als exklusive Glaubensgemeinschaften im
Mittelalter verortet und deren zunehmende Abgrenzung nicht in den
Offenbarungsschriften, sondern in der sozialen Ungleichheit begründet
sieht. Aus der Universität Regensburg beteiligen sich die
Geschichtswissenschaften mit Vorträgen zu Koexistenz und Konflikt im
polytheistischen Rom, zum Schutz von Christen und Juden während der
islamischen Expansion, zur Ketzerei im Mittelalter oder zur religiösen
Toleranz im frühneuzeitlichen Europa. Die theologischen Disziplinen
thematisieren die Funktion theologischer Polemik in der Geschichte des
Christentums, Jerusalem als Stadt mit drei Heiligtumstraditionen oder
die Versuche jüdischer Selbstbehauptung in der Literatur. Am Beispiel
des Islam im östlichen Europa und des Kampfs um die muslimische
Deutungshoheit im Nahen Osten wird die Perspektive bis in die Gegenwart
verlängert.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Das Spätmittelalter wurde bereits von den Zeitgenossen als eine Zeit tiefgreifenden und offenbar auch raschen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels wahrgenommen. Kriege, Seuchen und Hungersnöte, aber auch soziale Unruhen, Judenpogrome, die Kirchenspaltung und die Veränderung der Feudalstruktur prägen das Bild vom 14. und 15. Jahrhundert in Europa. Der Klimaverschlechterung und dem Auslaufen der hochmittelalterlichen Aufschwungphase zu Beginn des 14. Jahrhunderts nachfolgend, hatten diese Umbrüche oft erhebliche negative Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Bevölkerung und brachten vielen Menschen Hunger, Leid oder sogar den Tod. Aus diesem Grund wird das Spätmittelalter in der Geschichtswissenschaft seit geraumer Zeit als ein Zeitalter der Krisen interpretiert. In der Vorlesung werden daher der geschichtswissenschaftliche Krisenbegriff diskutiert und wesentliche Krisen und Umbrüche dieser Zeit nachgezeichnet. Dazu zählen so prominente Ereignisse wie die „Große Hungersnot“ (1315–17), der „Schwarze Tod“ (1347–52), die im Umfeld dieser Pestepidemie verübten Judenpogrome und der Hundertjährige Krieg (1337–1453) zwischen Frankreich und England. Aber auch die Krise der Agrarproduktion nach der „Großen Pest“, die sozialen Konflikte innerhalb der spätmittelalterlichen Stadt, die Straffung der Herrschaftsausübung durch Territorialisierung und Verwaltungsausbau und die Konflikte innerhalb der katholischen Kirche werden in den Blick genommen. Hierbei wird auch untersucht, inwiefern die verschiedenen Umbrüche miteinander verknüpft waren. Das Spätmittelalter war jedoch nicht nur von Krisen gekennzeichnet, sondern auch von neuer kultureller Blüte, etwa im Wiederaufleben der ritterlich-höfischen Kultur. Und weil die städtische Wirtschaft im Spätmittelalter einen erneuten Aufschwung nahm, die Europäer durch die Entdeckungsfahrten im Atlantik ihren geographischen Erfahrungshorizont erheblich erweiterten, und mit der Erfindung des Buchdrucks Wissen schneller und an weitere Bevölkerungskreise vermittelt werden konnte, trug diese Epoche auch Elemente eines Neuanfangs und Aufbruchs in die Neuzeit in sich.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Ulf Ewert
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Tim Weitzel
Die interdisziplinäre Ringvorlesung des Mittelalterzentrums „Forum Mittelalter“ möchte die unterschiedlichen Funktionen, Herausforderungen, Symboliken und kulturellen Aufladungen von maritimen Räumen, Binnengewässern, Quellen und Wasserwegen für die historischen Gesellschaften der Antike, des Mittelalters und der Frühen Neuzeit untersuchen. Wasser tritt dabei naturgemäß als ambivalentes Element in Erscheinung. In theologischen, literarischen, künstlerischen oder musikalischen Überlieferungen kommen ihm nicht nur positive Zuschreibungen als Lebensspender, Kulturfaktor und Kontaktmedium zu – Meere und Flüsse werden historisch auch in ihrer Bedrohlichkeit und Unüberwindbarkeit für den Menschen sichtbar. Darüber hinaus haben Flüsse, Seen und Meere auch als Transport-, Übergangs- und Transitzonen Beachtung gefunden, die besondere Anforderungen in städtebaulicher, aber auch kultureller oder sprachlicher Hinsicht stellen. Insgesamt lässt sich mit der Eröffnungsrednerin Prof. Kate van Orden (Dwight P. Robinson, Jr. Professor of Music, Harvard University) sogar von einer „New Thalassography“ in den historischen Wissenschaften sprechen: Begreift man Meere wie das Mittelmeer oder den atlantischen Ozean als Kontaktzonen, lassen sich National- und Landesgeschichten als global vernetzte Geschichten maritim verbundener Regionen neu erzählen. Nicht nur für die Musikgeschichte bietet das Meer als Ausgangspunkt des kulturraumübergreifenden Mappings, der Mobilität und des Wissens- und Kulturtransfers das große Potential eurozentristische Perspektiven und Meistererzählungen aufzubrechen.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jörg Oberste
- Trainer/in: Jenny Oesterle
Klimawandel sorgte in der Vergangenheit immer wieder für einschneidende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Vor knapp 1000 Jahren etwa stieg in Europa mit der Erwärmung in der „Mittelalterlichen Warmzeit“ zunächst die Agrarproduktivität, und dies beförderte nachfolgend eine erhebliche Ausweitung der Agrarflächen, eine Veränderung der Anbaumethoden und indirekt auch ein stetiges Wachstum der Bevölkerung.
In der Vorlesung soll dieser sich vielerorts zwischen etwa 1000 und 1300 vollziehende wirtschaftliche, demographische und soziale Wandel im „Boom des Hochmittelalters“ anhand der Quellen der Zeit – Urbare, Urkunden, Chroniken und Rechnungen – nachvollzogen werden. Dabei werden u.a. Landesausbau, Migration und Kolonisation, Herrschaftsverdichtung, Städtegründungswelle und das Wiederaufleben des Fernhandels („Commercial Revolution“) behandelt, Prozesse, welche die Gesellschaft des mittelalterlichen Europa grundlegend verändert haben.
Außerdem ist die Vorlesung eine Einführung in die Klimageschichte und die Methoden der Klimarekonstruktion, und es soll gefragt werden, welchen Anteil Klimawandel und Wetteranomalien – neben technologischen und rechtlichen Innovationen wie Dreifelderwirtschaft, Wendepflug oder Markt- und Stadtrecht – möglicherweise an der wirtschaftlichen Entwicklung und am gesellschaftlichen Wandel des Hochmittelalters gehabt haben.
- Trainer/in: Ulf Ewert
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die Entdeckung der karibischen Inseln durch Christopher Kolumbus 1492 und die Fahrt Vasco da Gamas 1497–98
nach Indien markieren den Beginn der Ausrichtung Europas auf den
Atlantik, der Ausbreitung der europäischen Kultur auf alle Kontinente
und auch der europäischen Kolonialisierung in der Frühen Neuzeit. Beide
Fahrten waren jedoch Teil eines längeren Expansionsprozesses, der im
frühen 15. Jahrhundert unter anderem auf Initiative des portugiesischen
Königshauses begonnen wurde. Aus einem zunächst schrittweisen Ausgreifen
Portugals auf die Atlantikinseln und die Küsten Westafrikas entwickelte
sich im späten 15. Jahrhundert eine zunehmende Konkurrenz vor allem mit
Kastilien (Spanien) um die Entdeckung und wirtschaftliche Nutzung
überseeischer Küsten.
In
der Vorlesung sollen Voraussetzungen, Verlauf und Auswirkungen der
frühen europäischen transatlantischen Expansion im 15. Jahrhundert
nachgezeichnet werden. Behandelt wird dabei insbesondere die
portugiesische Überseeexpansion. In den Blick genommen werden die
Gesellschaftsstruktur Portugals im Spätmittelalter, das aus dem
Mittelmeerraum übernommene und in der Expansion weiterentwickelte
geographische und nautische Wissen und die im Mittelmeerhandel
gebräuchlichen Handelstechniken, welche es Portugal ermöglichten, von
einer noch im 14. Jahrhundert nur wenig bedeutenden
Territorialherrschaft am südwestlichen Rand Europas zur führenden
Seemacht im ausgehenden 15. und frühen 16. Jahrhundert aufzusteigen.
- Trainer/in: Ulf Ewert
- Trainer/in: Sonja Neumeier
In diesem Kurs werden aktuelle Forschungsarbeiten aus der Mediävistik
vorgestellt und diskutiert – von BA und MA Arbeiten über Dissertations-
und Habilitationsprojekte sowie ausgewählte wissenschaftliche Vorträge
auswärtiger Gäste. Teilnehmende üben sich im wissenschaftlichen
Diskutieren und erhalten Einblick in laufende Forschungsprojekte im
Bereich der Mittelalterlichen Geschichte.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Tobias Spiel
Der Seminartyp dient der Vermittlung grundlegenden Wissens zur Mittelalterlichen Geschichte. Es soll ein Überblick über die verschiedenen Charakteristika, Entwicklungen und „Events“ dieses Zeitalters vermittelt werden. Das Seminar richtet sich sowohl an Studienanfänger*innen als auch an Studierende, die sich auf eine Abschlussprüfung vorbereiten.
- Trainer/in: Eric Hesse
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
Dieser einstündige Staatsexamenskurs fasst zentrale Themengebiete des
Studiums der Mittelalterlichen Geschichte prägnant zusammen.
Prüfungsthemen werden exemplarisch vorgestellt und gemeinsam erarbeitet.
Gleichzeitig wird genug Zeit eingeplant, um offene Fragen im Blick auf
das Staatsexamen zu besprechen und einzelne Themenbereiche auf Wunsch
der Teilnehmer/innen einzubeziehen.
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Sonja Neumeier
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Tim Weitzel
- Trainer/in: Susanne Ehrich
Schlüsselkompetenzen gewinnen in einer globalisierten Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Sie lassen sich in drei Kompetenzfelder unterteilen: Personale, soziale und methodische Kompetenzen. Das Institut für Geschichte veranstaltet in Kooperation mit dem „Netzwerk der Hochschuldozenten zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen” (Berlin) seit mehreren Semestern ein Blockseminar zur Förderung der Berufsfähigkeit und Persönlichkeitsbildung von Studierenden. In diesem sollen zentrale Schlüsselkompetenzen wie Methoden-, Sozial-, Selbst- und Kommunikationskompetenz vermittelt werden, die in immer mehr Arbeitsfeldern gefordert werden und den Einstieg in das spätere Berufsleben erleichtern.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Melanie Feuerbach
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Die Veranstaltung ist als Crashkurs zur Vorbereitung auf das Examen im Bereich der Mittelalterlichen Geschichte zu verstehen.
In einzelnen Sitzungen werden gezielt zentrale examensrelevante Themen
der Mittelalterlichen Geschichte aufgegriffen, wiederholt und durch
Leseimpulse zum vertieften Selbststudium ergänzt.
- Trainer/in: Jenny Oesterle
- Trainer/in: Tobias Spiel
- Trainer/in: Guido Hausmann
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
Die Übung ist als Begleitveranstaltung zur Ringvorlesung „Wasserwelten. Flüsse, Seen und Meere in der Vormoderne“ (Mi, 14-16 Uhr, H 2) konzipiert. Durch die Lektüre einschlägiger Forschungs- und Quellenliteratur sollen die in den Vorträgen vorgestellten Themenbereiche vertieft werden und u.a. eine gezielte Vorbereitung auf die Abschlussklausur erfolgen.
- Trainer/in: Ljubov Avila
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Das Blockseminar richtet sich an fortgeschrittene Masterstudierende und Doktorand:innen und nähert sich dem Schreiben für die Wissenschaft in drei Schritten: In einem ersten Teil soll es um die eigenen Schreibkompetenzen beim Verfassen wissenschaftlicher Texte und um gutes Wissenschaftsdeutsch gehen. Welcher Schreibtyp bin ich, wie strukturiere ich den Schreibprozess eines umfassenderen wissenschaftlichen Textes und wie schreibe ich verständlich und wissenschaftlich präzise? Zweitens wird in die Praxis der Textredaktion und Prozesse der Veröffentlichung wissenschaftlicher Texte eingeführt. Im dritten Teil des Seminars steht die gute wissenschaftliche Praxis (GWP) im Zentrum. In Orientierung am 2019 veröffentlichten Leitfaden der DFG soll für die Problematik wissenschaftlichen Fehlverhaltens sensibilisiert und der verantwortete Umgang mit Daten und Quellen reflektiert werden.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Sonja Neumeier
Mi 16-18 Uhr Prof. Dr. Julia Herzberg
Die Geschichte des Zarenreichs wird häufig als Geschichte eines starken, gewalttätigen Staates und einer passiven Gesellschaft geschrieben. Sie lässt sich aber auch als Geschichte erzählen, in der der Machtanspruch der Autokratie und Kirche immer wieder auf Widerstand stieß. Die Lehrveranstaltung zeichnet die Geschichte dieser Konfrontationen seit Ivan IV. im 16. Jahrhundert bis zur Untergang des Zarenreichs 1917 nach. Wir fragen nach den Motiven der Aufständischen, Zar und Kirche herauszufordern, nach den Formen des Widerstands, aber auch nach deren Legitimation, etwa dem Widerstandsrecht gegenüber dem Zaren. Besonderes Augenmerk wird auf die Volksaufstände des 17. und 18. Jahrhunderts, den politischen Terrorismus des späten Zarenreichs und auf die Revolutionen 1905/1917 gelegt. Zudem werden wir uns intensiv mit den sogenannten „Häretikern“ und „Sektierern“ befassen, die mit der Orthodoxen Kirche auch die Legitimation des Zaren in Frage stellten.
Literatur:
Paul Avrich, Russian Rebels. London 1972; Geoffrey Hosking, Russland. Nation und Imperium. Berlin 2000; Heinz-Dietrich Löwe (Hg.), Volksaufstände in Rußland. Von der Zeit der Wirren bis zur "Grünen Revolution" gegen die Sowjetherrschaft (= Forschungen zur osteuropäischen Geschichte, Bd. 65), Wiesbaden 2006; Peter Julicher, Renegades, Rebels and Rogues under the Tsars. Jefferson, N.C. 2003.
- Trainer/in: Julia Herzberg
- Trainer/in: Torsten Bendl
- Trainer/in: Juliane Tomann
- Trainer/in: Torsten Bendl
- Trainer/in: Juliane Tomann
- Trainer/in: Torsten Bendl
- Trainer/in: Regina Schuhbauer
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Tim Weitzel
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Sabine Reichert
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Henning Kortuem
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Sabine Reichert
Overview | Taking its cue from the men's FIFA World Cup hosted by the USA, Canada and Mexico, the ScienceCampus is organizing a lecture series at the University of Regensburg in summer semester 2026. The talks by scholars based in Regensburg, across Germany and the world will address a range of sports and their intersections with soft power, hard power, diplomacy, security, economics and identity- building. Contributions come from a range of disciplines, including history, cultural studies, economics, gender studies, sociology, political science and sports science.
This lecture series brings together voices from history, media studies, sociology, economics law, and beyond – alongside journalists, athletes, and cultural critics. Taking its cue from debates around the 2026 FIFA World Cup in the US, Mexico and Canada, the series adopts a broad temporal and spatial approach to the intersections of sport, politics and conflict.
Open to students, researchers and the public, the interdisciplinary lecture series offers a chance to explore how sport intersects with identity, ideology, and global power.
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger