- Trainer/in: Heinrich Konen
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
GRIPS - Uni Regensburg
Suchergebnisse: 12184
Mit dem Wissen wächst der Zweifel
Vst.-Nr.: 32308
Mo, 14:00 - 16:00 c.t.
Vielberthgebäude - VG 1.36
EDU-M 05.1
Dies ist eine parallel angebotene Veranstaltung. Bei diesen Kursen wird die Anmeldung über den "Anmeldekurs bei Parallelveranstaltungen" (ganz oben in der Kursübersicht des jeweiligen Semesters zu finden) organisiert.
- Dozent/in: SHK Gruber
- Dozent/in: Katrin Lessel-Schuler
- Dozent/in: Shk Wild
Die nachahmende Modellierung der Welt in Literatur und die Beziehung zwischen beiden war seit Platon und Aristoteles über die römische Antike und unter anderen Vorzeichen in der europäischen Neuzeit immer ein wichtiges Problem theoretisch-philosophischer Erörterungen und der künstlerischen Praxis. Im Anspruch des literarischen Realismus des 19. Jahrhunderts kehrt es im Gewand der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Literatur und ihrem Potenzial zur Transformation einer als mangelhaft empfunden Wirklichkeit wieder und wird prägend für ästhetische und politische Debatten bis in unsere Zeit. Das Hauptseminar will dem Ideal einer wahrhaftig wirkenden, realistischen, Darstellung und dem Problem, immer auf das Medium zurückgeworfen zu sein in slavischen Literaturen und Literaturkritik nachspüren. Wir beginnen mit einem Aufriss der Grundlagen und lesen dann in slavischen Literaturen stark rezipierte Texte zum Realismus und Positivismus (auch aus Westeuropa) sowie als mustergültig „realistisch“ kanonisierte Werke aus verschiedenen Nationalliteraturen. Anschließend setzen wir uns mit dem Naturalismus als spezifischer Weiterentwicklung mancher Tendenzen des Realismus auseinander. Das nächste Kapitel ist der Literaturtheorie gewidmet. Mit Michail Bachtins und Georg Lukacs‘s Romantheorien betrachten wir Reaktionen auf das Ende der Epoche der großen Romane und neue Überlegungen zur „Welthaltigkeit“ der Gattung. 1934 wurde in der Sowjetunion mit dem Sozialistischen Realismus eine vermeintlich an das Ideal anknüpfende Kunstdoktrin festgelegt, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Polen, der CSSR und anderswo ebenfalls durchgesetzt wurde, um fast umgehend abgelegt und in den späten 1960ern von einer neuen Welle „wahrhaftiger“ Literatur abgelöst zu werden, die sich ganz anders verstand. Der sog. New Realism, der ab den 1990ern immer wichtiger wurde, bildet den Fluchtpunkt des Seminars.
- Trainer/in: Yuliia Brytyk
- Trainer/in: Weronika Szukalska
- Trainer/in: Angela Enders

Donna
J. Haraway kann neben Judith Butler und Kimberlé W. Crenshaw als die
einflussreichste feministische Autor:in der Gegenwart betrachtet werden.
Nach Anfängen in der feministischen (Natur-)Wissenschaftskritik ist sie
vor allem mit ihrem „Manifest für Cyborgs“ aus dem Jahr 1985 berühmt
geworden.
Die Cyborg verkörpert darin eine hybride Position zwischen
menschlich-animalischem Organismus und Maschine. Damit steht sie
gleichzeitig für ein Selbst, dessen Handlungsfähigkeit nicht auf
Identität und Abgrenzung, sondern auf Differenz und Partialität beruht –
und auf der gerade daraus resultierenden Möglichkeit der Verbindung mit
anderen über scheinbar festgelegte Grenzen hinweg. Die Frage, wie man
angesichts einer immer gefährdeteren, aber nichtsdestotrotz gemeinsam
geteilten Welt Visionen für deren Zukunft entwickeln, solidarische
Bündnisse schließen und neue Verwandtschaftsverhältnisse eingehen kann,
beschäftigt Haraway dabei bis zu ihren aktuellsten Veröffentlichungen.
Das Seminar möchte sich ihrem „tentakulären Denken“ anhand ausgewählter
Beispiele annähern.
- Trainer/in: Agnes Böhmelt
Nur zugelassene Teilnehmer erhalten in/ in der ersten Sitzung einen Einschreibeschlüssel.
- Trainer/in: Monika Pfaller
- Trainer/in: Karin Binder
- Trainer/in: Sophia Ehlers
- Trainer/in: Nicole Steib
- Trainer/in: Lynda Keller
- Trainer/in: Günter Rothmeier

This course offers an introduction to the diverse approaches within the field of global history. It covers key themes such as commodity flows, labor systems, knowledge transfer, migration, and the role of gender in shaping global interactions. Students will engage with a wide array of sources, learning to scale their historical thinking to encompass transnational and cross-cultural dynamics. We will confront ongoing debates within the field, including critiques of epistemological eurocentrism, the rise of populism, and the complexities of temporal pluralism. In addition to exploring foundational methodologies, this course critically examines the purpose and challenges of global history in light of current global political trends.
- Trainer/in: Cassandra Mark-Thiesen
- Trainer/in: Ledio Hala
- Trainer/in: Trinidad Bonachera
- Trainer/in: Theo Berchtenbreiter
- Trainer/in: Philipp Erhardt
- Trainer/in: Korbinian Schwarzmaier
- Trainer/in: Simon Spörl
- Trainer/in: Florian Strunk
- Trainer/in: Wolfgang Söldner
„Alle Menschen sind gleich, denn sie sind gleichberechtigt. Jeder Mensch
ist einmalig, einzigartig und individuell.” (Annedore Prengel) Die
Arbeit mit einer heterogenen Schüler*innenschaft in der Grundschule als
erste und gemeinsame Schule - als Chance und Herausforderung - erfordert
umfangreiche Professionskompetenzen von Lehrkräften, um
diversitätssensibel und diskriminierungskritisch im Schulkontext zu
agieren. In einem ersten Block sollen deshalb verschiedene
Heterogenitätsdimensionen wie beispielsweise Geschlecht,
natio-ethno-kulturelle oder soziale Herkunft und persönlichkeitsbezogene
Faktoren genauer analysiert werden. Auf Basis der oben genannten
Grundannahme der sog. „Pädagogik der Vielfalt” nach Annedore Prengel
sollen in einem zweiten Block Möglichkeiten des produktiven Umgangs mit
Heterogenität in Form verschiedener methodisch-didaktischer Maßnahmen
(Individualisierung, Differenzierung, Öffnung des Unterrichts,
transkulturelles Lernen) und schulstruktureller Maßnahmen
(Jahrgangsmischung, Ganztagsschule, Inklusion) aufgezeigt werden.
- Trainer/in: Aminata Diankha
- Trainer/in: Elisabeth Dötter
- Trainer/in: Corinna Preißl
Wo heute Touristen den „Fuchur“ und andere Filmrequisiten bestaunen,
entstand kurz nach ihrer Gründung – mitten in den Wirren der Revolution
1918/19 – Anfang 1919 die Münchner Lichtspielkunst AG 1920 wurde die
wesentlich von Peter Ostermayr betriebene AG mit anderen Einrichtungen
zum Münchner Lichtspielkunst Konzern (M.L.K.) verschmolzen, kurz: zur
Emelka. Ähnlich wie das preußische Pendant, die Ufa, vereinigte auch die
Emelka Produktion, Verleih und Kinopark, eine Filmabteilung,
Kopieranstalten und Ateliers in Geiselgasteig unter einem Dach. Mit
einem Kapitalvermögen von 10 Million Reichsmark sollte die Emelka denn
auch die bayerische Antwort auf die Gründung der preussischen Ufa
werden.
Der Bruder des Gründers, Hans Ostermayr, verließ den Konzern schon 1925,
dann noch einmal 1935, um mit weiteren ehemaligen Emelka-Mitarbeitern
nach Indien zu gehen und dort zunächst zeitlich begrenzte Filmprojekte
durchzuführen und schließlich (1935) längerfristig in Indien zu bleiben.
Bei dieser Kooperation entstanden zunächst drei, dann weitere 16, z.T.
international erfolgreiche Filme.
Die Übung geht anhand von Texten und ausgewählten Quellen verschiedenen
Fragen rund um diese Episode nach. Sie skizziert die frühe Geschichte
des Kinos, thematisiert Besonderheit der indischen Produktionen, geht
der Frage nach sozialen, genderspezifischen und nationalistischen Themen
in den Filmen nach und untersucht Aspekte des Kulturtransfers aus dem
bayerischen Kontext nach Indien. Angesichts eines wenig erforschten
Themas wird von den Teilnehmer:innen die Bereitschaft zur intensiven
Lektüre – vorrangig englischsprachiger Texte – ebenso erwartet wie zur
selbständigen Quellenarbeiten, die über eine rasch zu erledigende
Vorbereitung hinausgehen.Wo heute Touristen den „Fuchur“ und andere Filmrequisiten bestaunen,
entstand kurz nach ihrer Gründung – mitten in den Wirren der Revolution
1918/19 – Anfang 1919 die Münchner Lichtspielkunst AG 1920 wurde die
wesentlich von Peter Ostermayr betriebene AG mit anderen Einrichtungen
zum Münchner Lichtspielkunst Konzern (M.L.K.) verschmolzen, kurz: zur
Emelka. Ähnlich wie das preußische Pendant, die Ufa, vereinigte auch die
Emelka Produktion, Verleih und Kinopark, eine Filmabteilung,
Kopieranstalten und Ateliers in Geiselgasteig unter einem Dach. Mit
einem Kapitalvermögen von 10 Million Reichsmark sollte die Emelka denn
auch die bayerische Antwort auf die Gründung der preussischen Ufa
werden.
Der Bruder des Gründers, Hans Ostermayr, verließ den Konzern schon 1925,
dann noch einmal 1935, um mit weiteren ehemaligen Emelka-Mitarbeitern
nach Indien zu gehen und dort zunächst zeitlich begrenzte Filmprojekte
durchzuführen und schließlich (1935) längerfristig in Indien zu bleiben.
Bei dieser Kooperation entstanden zunächst drei, dann weitere 16, z.T.
international erfolgreiche Filme.
Die Übung geht anhand von Texten und ausgewählten Quellen verschiedenen
Fragen rund um diese Episode nach. Sie skizziert die frühe Geschichte
des Kinos, thematisiert Besonderheit der indischen Produktionen, geht
der Frage nach sozialen, genderspezifischen und nationalistischen Themen
in den Filmen nach und untersucht Aspekte des Kulturtransfers aus dem
bayerischen Kontext nach Indien. Angesichts eines wenig erforschten
Themas wird von den Teilnehmer:innen die Bereitschaft zur intensiven
Lektüre – vorrangig englischsprachiger Texte – ebenso erwartet wie zur
selbständigen Quellenarbeiten, die über eine rasch zu erledigende
Vorbereitung hinausgehen.
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Alexander Graser
- Trainer/in: Elke Stadler
Visuelle Kultur spielt in der Geschichtswissenschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Im Zuge des Visual Turn werden Bilder – Gemälde, Plakate, Fotografien und Filme – nicht mehr nur als Illustrationen genutzt, sondern als eigenständige historische Quellen betrachtet. Sie spiegeln nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen wider, sondern können diese auch aktiv mitgestalten und beeinflussen, wie wir Vergangenheit wahrnehmen und deuten. In der Übung setzen wir uns zunächst mit theoretischen Ansätzen auseinander. Wir verfolgen die Entwicklung von der Historischen Bildkunde über den Iconic Turn und den Pictorial Turn bis hin zur Visual History. Dabei analysieren wir zentrale methodische Texte und diskutieren ihre Relevanz für die historische Forschung. Im zweiten Teil versuchen wir, diese Ansätze zu nutzen: Anhand ausgewählter Beispiele prüfen wir, inwiefern visuelle Quellen zur Interpretation der russisch-sowjetischen Geschichte beitragen können – und welche Erkenntnisse
- Trainer/in: Katharina Kucher
Online Vortag
Zur Würde des Menschen gehört das Recht, über sich selbst zu bestimmen – auch dann, wenn der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann. Mit der Patientenverfügung hat der Gesetzgeber allen volljährigen Menschen ein Instrument an die Hand gegeben, um vorsorglich festzulegen, welche medizinischen Maßnahmen im Falle einer sogenannten Einwilligungsunfähigkeit durchgeführt oder unterlassen werden sollen.
Im Vortrag erhalten Sie relevante Informationen sowie praktische Hinweise zur Erstellung einer Patientenverfügung.
Referentin: Kerstin Scherl, Sozialpädagogin M.A, Betreuungsstelle
Der Zoomlink wird ein paar Tage vorher mitgeteilt
- Trainer/in: Martha Hopper
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Simone Oelke
Die Vorlesung "Einführung in die Didaktik der Physik" bildet das erste von zwei Modulelementen im Modul "Lehren und Lernen im Physikunterricht". Das Modul führt in die Grundlagen der Physikdidaktik ein. Dabei geht es um den bildenden Wert der Physik in der allgemeinbildenden Schule, um Grundfragen dessen, wie Lernen modelliert wird, wovon es abhängt (Motivation, Interesse) und welche spezifischen Fragen und Probleme sich beim Unterrichten von Physik stellen.
- Trainer/in: Karsten Rincke
Dieses Methoden-Proseminar richtet sich in erster Linie an Studienanfänger sowie Studierende der ersten Semester und bietet einen ersten Einblick in die Methoden und Hilfsmittel des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens. Das Proseminar gibt einen Einblick in wichtige geschichts- und kulturwissenschaftliche Theorien und soll Studierende zur Reflexion über die Grundlagen des eigenen Fachs anregen. Daran anschließend werden wir uns mit dem speziellen Erkenntnissinteresse ausgewählter Teildisziplinen (z.B. Sozial-, Kultur-, Alltags-, Geschlechter-Geschichte) auseinandersetzen. Dabei wird es Kernaufgabe sein, den Studierenden sowohl grundlegende Kompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten sowie eine kritische Herangehensweise an wissenschaftliche Texte zu vermitteln. Das Proseminar bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten zur Anwendung zentraler Arbeits- und Präsentationstechniken (Bsp. Recherche /Quellenarbeit). Da Geschichte meist geschrieben wird, versteht sich dieses Seminar insbesondere auch als eine studentische Schreibwerkstatt. Zur Übung ausgewählter Methoden werden die Studierenden regelmäßig Texte anfertigen, die gemeinsam im Seminar präsentiert und diskutiert werden.
Literatur: Georg G. Iggers: Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein kritischer Überblick im internationalen Zusammenhang. Göttingen 2007. Nils Freytag, Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Paderborn, München und Wien.2006. Ernst Opgenoorth: Einführung in das Studium der neueren Geschichte. Paderborn 1997. Harald Roth (Hg.): Studienhandbuch Östliches Europa. Band 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas. Wien 22009.
Reader: Ein ausführlicher Reader wird zu Beginn des Semesters online auf der Elearning-Platform (https://elearning.uni-regensburg.de/login/index.php) eingestellt.
Achtung: Der Kurs findet in komprimierter Form im Juni/Juli 2013 statt.
Registration: Informal registration until 15th of March 2013 via email to friederike.kind-kovacs@geschichte.uni-regensburg.de and formal registration via LSF.
- Trainer/in: Friederike Kind-Kovács
- Trainer/in: Hendrik Buhl
- Trainer/in: Tobias Emmerling
- Trainer/in: Paul Völkl
Die Geschichte des Landesausbaus, einer der tiefgreifendsten Transformationen im vormodernen Europa, hat in den letzten Jahren in der Forschung nur noch geringe Aufmerksamkeit erfahren. Sind alle Fragen gelöst, oder ist es an der Zeit, mit neuen Fragen ein anderes Licht auf vermeintliche Gewissheiten zu werfen? Migration – individuell wie in Gruppen – und Ankommen, Kommunikation zwischen „Ansässigen“ und „Ankömmlingen“, Eingriffe in die Natur und die Umgestaltung von Landschaften – all dies sind Probleme, die bis heute aktuell sind. Das Seminar versucht auszuloten, wie mit Hilfe von raum- und kommunikationsgeschichtlichen Ansätzen neue Erkenntnisse jenseits vermeintlicher Gewissheiten gewonnen werden können.
Literatur: Christian Lübke: Ostkolonisation, Ostsiedlung, Landesausbau im Mittelalter. der ethnische und strukturelle Wandel östlich von Elbe und Saale im Blick der Neuzeit, in: Enno Bünz (Hg.), Ostsiedlung und Landesausbau in Sachsen. Die Kührener Urkunde von 1154 und ihr historisches Umfeld, Leipzig 2008 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde 23), S. 467–484; Klaus Zernack: „Ostkolonisation“ in universalgeschichtlicher Perspektive, in: Universalgeschichte und Nationalgeschichten, hrsg. von Gangolf Hübinger / Jürgen Osterhammel / Erich Pelzer, Freiburg 1994, S. 105-116.
Ab 1700 erlebte die noch junge musik-literarische Gattung "Kantate" in quantitativer und qualitativer Hinsicht erkennbaren Aufschwung. Ausgehend von Italien trat sie ihren Siegeszug in den deutsch- und englischsprachigen Ländern an. In gänzlich unterschiedlichen Kontexten wurden dies- wie jenseits der Alpen Kantaten komponiert und aufgeführt. So waren entsprechende Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Antonio Caldara u.a. bei der kaiserlichen Tafel in Wien, als Auftakt von Abendunterhaltungen in Rom oder bei besonderen Feierlichkeiten unter freiem Himmel am Canale Grande in Venedig zu hören.
Am Beispiel aktueller Ergebnisse der Kantatenforschung sollen in dieser Lehrveranstaltung Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennengelernt und erprobt werden. Die Veranstaltung wird neben einer inhaltlichen Einführung in die Gattung der Gattung auch die propädeutischen Grundkenntnisse und wesentlichen Schritte wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln, von der Erstinformation mit Hilfe adäquater musikwissenschaftlicher Nachschlagewerke bis zur Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit. Nach der Absolvierung der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden in der Lage sein:
- relevante Literatur, Musikalien und Quellen zu recherchieren
- Suchstrategien zu entwickeln und Online-Recherchetools effizient einzusetzen
- musikwissenschaftliche Grundlagenliteratur zu benennen
- wissenschaftliche Fragen zu formulieren
- wissenschaftliche Texte zu verfassen
- Literatur und Quellen zu zitieren
- Präsentationstechniken anzuwenden
- Trainer/in: Andrea Zedler
Debatten über die Bedeutung von Geschlecht und den Umgang mit
unterschiedlichen Geschlechtern prägen unserer Gegenwart. In dieser
Übung wollen wir ausgewählte Quellentexte zur so genannten Querelle des
Femmes diskutieren, einem publizistisch ausgetragenen Streit über die
Ordnung der Geschlechter, der im Spätmittelalter einsetzt. Dabei
arbeiten wir langfristig wirksame Geschlechterstereotypen heraus, prüfen
aber auch, welche Vorstellungen sich vielleicht grundlegend gewandelt
haben. Wir fragen außerdem danach, ob es in der Vormoderne bereits Ideen
von geschlechtlicher Diversität gab und wie die Gesellschaft mit
Menschen umging, die sich weigerten, auf „Weiblichkeit“ und
„Männlichkeit“ bezogene Rollenerwartungen zu erfüllen.
- Trainer/in: Ilona Jamborko
- Trainer/in: Andrea Kuntze
- Trainer/in: Blanka Libera
- Trainer/in: Harriet Rudolph
Расширение и активизация лексики, построение диалогического и монологического высказывания на различные темы, выражение мнения, совершенствованиe навыков аудирования, лингвострановедениe (для носителей языка).
Dozent: Kathrin Asal (Dipl.-Psych.)
Zeit: Dienstag, 14-16 Uhr
Raum: PT 4.0.6
Veranstaltungsbeginn: 23.10.2012
Thema: „Warum beeinflusst die Gegenwart anderer Personen unsere Bereitschaft zur Hilfeleistung? Prozessklärung des klassischen Bystander-Effekts“
Die Anmeldung erfolgt zentral in der ersten Vorlesungswoche.
- Trainer/in: Kathrin Asal
- Trainer/in: Anna Duerr
- Trainer/in: Anna Duerr
- Trainer/in: Karolina Schießl
Teil 1: Formale Grundlagen und Algorithmen
Datenmodellierung für Multimedia, Repräsentations- und Metadatenstandards
Softwarearchitektur für das Multimedia Retrieval
Ähnlichkeitsmaße im Multimedia Retrieval
Klassifikationsverfahren und maschinelles Lernen
Evaluation von Multimedia Retrieval
Teil 2: Einzelne Typen von Medienretrievalsystemen (jeweils mit Anwendungsbeispielen)
- Image Retrieval
- Video Retrieval
- Audio und Music Retrieval
- Multimedia Retrieval i. e. S.
- Dozent: Christian Wolff
- Trainer/in: Patricia Böhm
- Trainer/in: Daniel Isemann
- Trainer/in: Susanne Klinger
- Trainer/in: Christian Wolff
El curso tiene por objetivo la adquisición, el desarrollo y la aplicación de estrategias para optimizar la composición de textos científicos. Los estudiantes conocerán los distintos tipos de escritos y los fundamentos de la tipología textual académica para profundizar en el análisis tanto de los géneros académicos escritos como orales. Con este fin revisaremos los modos de planificar, construir y revisar textos, en especial aquellos pertenecientes a los géneros que el/la estudiante debe estar en condiciones de producir durante su vida académica.
- Trainer/in: Barbara Aranda
Das Projektkolloquium richtet sich an die Studierenden, die im Rahmen des Zertifikats für Migration und Bildung ihre Projektarbeit schreiben.
Der Stand der jeweiligen Arbeit wird präsentiert und diskutiert.
Der regelmäßige Austausch mit anderen schafft einen Raum für Reflexion und nicht zuletzt für methodische und wissenschaftliche Fragen.
Die Teilnahme am Kolloquium ist verpflichtend, um das Projektmodul zu absolvieren.
- Trainer/in: Barbara Hrabetz
- Trainer/in: Corinna Preißl
Nachhaltige Entwicklung spielt für individuelles, organisationales und gesellschaftliches Handeln eine zentrale Rolle. Das Seminar fokussiert die individuelle Ebene. Klimawandel, soziale Ungerechtigkeiten und multiple Krisen erfordern nicht nur ein Umdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit, sondern vielmehr auch entsprechendes Handeln auf individueller und kollektiver Ebene. Die Bereitschaft nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, ist in der Bevölkerung zwar häufig gegeben, gleichwohl scheitert es vielerorts an der konkreten Umsetzung, was mit der sogenannten Einstellungs-Verhaltens-Lücke erklärt wird. Daher stellt sich die Frage, welchen Beitrag leistet die Psychologie zur Förderung nachhaltiger Entwicklung(en)? Wie werden die empirischen Befunde nutzbar und anwendbar?
Die Lehrveranstaltung fokussiert die individuelle Ebene nachhaltiger Entwicklung und geht der Erklärung von nachhaltigem Entscheiden und Verhalten aus psychologischer Perspektive auf den Grund. Ausgehend von psychologischen Handlungstheorien im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung, werden praktische Implikationen für die Umsetzung nachhaltiger Praktiken auf Verhaltensebene anhand von Fallbeispielen aus den Lebensbereichen Arbeit, Konsum, Mobilität, Ehrenamt und Umweltschutz erarbeitet.
- Trainer/in: Ulrike Brok
Begleitkurs zur Schreibwoche im wissenschaftlichen Schreiben in der ÄdL.
- Trainer/in: Lena Schumann
- Trainer/in: Kim Wüstenhagen
- Trainer/in: Matthias Bammler
- Trainer/in: Michaela Ingrisch
Dozentin: Dr. Monika Schanderl
Mittwoch: 16:00 - 18:00 c.t.
Raum: H2
Maximale Teilnehmerzahl: 80
- Trainer/in: David Peter Forster
- Trainer/in: Monika Schanderl
Dozentin: Dr. Monika Schanderl
Mittwoch: 16:00 - 18:00 c.t.
Raum: H2
Maximale Teilnehmerzahl: 80
- Trainer/in: Ferdinand Kosak
- Trainer/in: Nicole Renschler
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Iris Schelhorn
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Michaela Ingrisch
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Patrick Chinque
- Trainer/in: Michaela Ingrisch
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Michaela Ingrisch
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Michaela Ingrisch
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Christina Bernhard
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Christina Bernhard
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Andrea Kummer
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Monika Schanderl
- Trainer/in: Andrea Schleich
- Trainer/in: Jessica Riedelsheimer
- Trainer/in: Ina Schmuck
- Trainer/in: Jonas Tögel
- Trainer/in: Jonas Tögel
- Trainer/in: Beata Gallaher
- Trainer/in: Wolfgang Söldner
- Trainer/in: Wolfgang Söldner
- Trainer/in: Marko Jovanovic
- Trainer/in: Maria Meier
Heute scheint es für uns wie selbstverständlich, dass Reisen mit Lust oder ganz spezifisch mit Urlaub und Vergnügen verknüpft ist. Wir ziehen gerne in die Fremde, um den Alltag hinter uns zu lassen, unseren Horizont zu erweitern und neuartige Erfahrungen zu sammeln. Das war allerdings nicht immer der Fall. Schon der Blick in die Begriffsgeschichte zeigt, dass dem Reisen in der Vormoderne das entscheidende Moment der Freiwilligkeit fehlt (das mittelhochdeutsche urloup meint v.a. den schmerzhaften Abschied). Dem entsprechen auch die drei uns bekannten Typen des Reiseberichts aus dem Spätmittelalter: die Pilgerführer wie z.B. die Reisebücher für das Heilige Land sowie die Intinerare, d.h. die Verzeichnisse von Kaiser- und Königsreisen, welche den Großteil der Jerusalem-Berichte ausmachen und in denen insbesondere die entstandenen Kosten der Reise, Wegstrecken und die Reiseausrüstung notiert sind. Als dritter Typus sind literarische Reisenarrative zu nennen, die entweder an die Tradition historischer, enzyklopädischer, theologischer bzw. biblischer Vorlagen anknüpfen oder aber auch literarische Darstellungskonventionen der Aventiurefahrt aufgreifen. Die Frage nach der Authentizität der Texte bzw. die Trennung des tatsächlich Erlebten und den Darstellungskonventionen scheint hierbei vielmehr eine ‚moderne‘, berichtet doch z.B. auch Felix Fabri auf seiner Reise ins Heilige Land von der Sichtung eines Einhorns. Auch in den Beschreibungen der ‚Neuen Welt‘ erfahren wir von Amazonen, Sirenen und Jungbrunnen. Immer wieder geht es hierin also um die Wahrnehmung des Fremden und mögliche Umgangsstrategien mit dem Unbekannten.
Die Vorlesung wird sich überblicksartig und anhand ausgewählter Beispiele mit dem Zusammenhang von Reisen und Erzählen in der Vormoderne auseinandersetzen und insbesondere der Frage nach den literarischen Darstellungskonventionen sowie den Versuchen der Reisenarrative nachgehen, das Neue und Unbekannte aufzugreifen.
- Trainer/in: sekretariat aedl
- Trainer/in: Susanne Knaeble
- Trainer/in: Patrick Babinger
- Trainer/in: Karli Karl
- Trainer/in: Britt Morawetz
Yoga erLEBEN für die ganze Familie - Online Schnupperstunden
Yoga ist bunt und vielfältig! Mit Yoga wird unser Leben bewegter und gesünder. Durch Yoga lernen Kinder und Erwachsene den eigenen Körper sehr gut kennen und entwickeln wertvolle und hilfreiche Ressourcen. Die Yogalehrerin Sarah Huttner stellt Ihnen und Ihrer Familie an sechs Terminen verschiedene Yogaformen vor und begleitet Sie, Ihre Kinder bzw. Ihre Familie, eine passende Form zu finden. Sie können wählen, ob Sie an einem oder an mehreren Terminen teilnehmen möchten.
Yogalehrerin: Sarah Huttner (Yoga Instructor RYT, Atemtherapeutin der angewandten Atemtherapeutin, Logopädin (B.Sc.), Meditation teacher)
NachholterminYoga erLEBEN für die ganze Familie - Online Schnupperstunden
Yoga ist bunt und vielfältig! Mit Yoga wird unser Leben bewegter und gesünder. Durch Yoga lernen Kinder und Erwachsene den eigenen Körper sehr gut kennen und entwickeln wertvolle und hilfreiche Ressourcen. Die Yogalehrerin Sarah Huttner stellt Ihnen und Ihrer Familie an sechs Terminen verschiedene Yogaformen vor und begleitet Sie, Ihre Kinder bzw. Ihre Familie, eine passende Form zu finden. Sie können wählen, ob Sie an einem oder an mehreren Terminen teilnehmen möchten.
Diese
Yoga-Schnupperstunden sind ein Angebot im Rahmen der Aktion "Gesund durch
den Herbst - Gesundheitsmonate Oktober und November" im Rahmen des BGM der
Universität Regensburg und für Sie kostenfrei. Bitte beachten Sie, dass die
Yoga-Schnupperstunden nicht als Arbeitszeit angerechnet werden können.
Yogalehrerin: Sarah Huttner (Yoga Instructor RYT, Atemtherapeutin der angewandten Atemtherapeutin, Logopädin (B.Sc.), Meditation teacher)
Nachholtermin- Trainer/in: Petra Kluge
- Trainer/in: Christine Ziegler
Im Hauptseminar werden wir der Frage nachgehen, ob, und wenn ja, welche Probleme Schreibende anderer – europäischer und darüber hinaus – Sprachen mit ihrer jeweiligen Interpunktion haben. Ziel ist es, a) die Zeichensetzungsregeln einiger Sprachen zu ermitteln, b) mit den deutschen Interpunktionsregeln zu vergleichen, c) zu eruieren, auf welchen Prinzipien die jeweiligen Interpunktionsregeln beruhen, d) welche Variationsbreite und e) welche Fehlertoleranz in den Interpunktionen einzelner Sprachen im Vergleich zum Deutschen existieren, um den Status der deutschen Interpunktion im Spannungsfeld zwischen Norm und Gebrauch im internationalen Vergleich zu ermitteln.
- Trainer/in: Paul Rössler
Warum heben wir bestimmte Wörter/Passagen in geschriebenen Texten hervor und mit welchen Mitteln machen wir das? Welche Grafie erwarten bzw. verlangen wir überhaupt bei welchen Texten? Ist grafische Variation domänen- und situationsabhängig? Fettdruck, GROßBUCHSTABEN, Unterstreichung, Kursivierung, Farbwahl, Schriftartwahl, S p e r r u n g, Allografien bzw. Allographien etc. sowie der Einsatz nichtalphabetischer Zeichen geben uns zahlreiche Möglichkeiten an die Hand bzw. an die Tastatur, geschriebene Texte grafisch unterschiedlich zu gestalten. Welche Funktion grafische Variation sowohl innerhalb einer orthografischen Norm als auch außerhalb dieser hat bzw. haben kann, wird im Seminar diskutiert und anhand von Fallbeispielen in unterschiedlichen Domänen erarbeitet. Im Zentrum steht dabei ein soziolinguistischer Ansatz, der grafische Variation als soziale Praxis auffasst: Mit der Wahl bestimmter grafischer Varianten schreiben sich Schreibende sozialen Gruppen (peer groups) zu bzw. werden diesen zugeschrieben.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
"Unter Mehrsprachigkeit wird die Fähigkeit von Gesellschaften, Institutionen, Gruppen und Individuen verstanden, in Raum und Zeit einen regelmäßigen Umgang mit mehr als einer Sprache in ihrem Alltag zu haben.“
Dieser Definition von Franceschini 2011 folgend, erörtern wir im Hauptseminar, welche Rolle Mehrsprachigkeit in der deutschen Sprachgeschichte spielt. Besonderen Fokus legen wir dabei auf den im frühneuzeitlichen Regensburg installierten Immerwährenden Reichstag, der von 1663 bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 tagte. Die Gesandten der Kurfürsten, Reichsfürsten und Reichsstädte verhandelten über Fragen der Reichsverfassung, Rechtspflege und Steuern, über Abschlüsse von Verträgen, über Krieg und Frieden. Linguistische Arbeitsbasis sollen für das Hauptseminar die Akten der Prinzipalkommission mit den Berichten der kaiserlichen Gesandten sein.- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Kluft zu historischen Handschriften als Wissensspeicher unserer Gesellschaft wird größer – nicht, weil es an Handschriften mangelte, sondern weil sich uns diese Texte nicht mehr erschließen, denn wir können sie kaum mehr lesen. Im Seminar werden daher historische Handschriften gelesen und Fragen des Transkribierens, Transliterierens sowie weitere Bereiche der Handschriftenkunde im Kontext historischer Sprachwissenschaft diskutiert.
Besonderen Fokus legen wir dabei auf die handschriftlich überlieferten Berichte des im frühneuzeitlichen Regensburg installierten Immerwährenden Reichstags, der von 1663 bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 tagte. Die Gesandten der Kurfürsten, Reichsfürsten und Reichsstädte verhandelten über Fragen der Reichsverfassung, Rechtspflege und Steuern, über Abschlüsse von Verträgen, über Krieg und Frieden. Linguistische Arbeitsbasis sollen für das Seminar die Akten der Prinzipalkommission mit den handschriftlichen Berichten der kaiserlichen Gesandten sein.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Ohne viel darüber nachzudenken, sind wir in der linguistischen Terminologie mit räumlichen Kategorien bestens vertraut: vom diatopisch definierten Ober-, Mittel- und Niederdeutschen über die diastratisch bestimmte Hochsprache bishin zur jüngst in der Soziolinguistik etablierten „Sprachgeschichte von unten“. Dass der Sprachgebrauch oben auch topografisch gefasst sein kann, zeigen jüngste Forschungen zu Textsorten im alpinen Raum wie Hüttenbüchern und Gipfelbüchern, denen wir uns im Seminar linguistisch widmen werden.
- Trainer/in: Paul Rössler
Regensburg war fast 150 Jahre lang Austragungsort des Immerwährenden
Reichstags und damit Zentrum des politischen Diskurses im Heiligen
Römischen Reich deutscher Nation. Welche politischen Akteure
kommunizierten dabei auf welche Art, mit welchen medialen Mitteln, in
Form welcher Textsorten? Im Hauptseminar gehen wir diesen Fragen nach
und werden Kommunikate, die während des Immerwährenden Reichstags
1663-1806 zirkulierten, analysieren.
Als Textbasis dienen dabei die Berichte und Protokolle der
Principalkommission des Immerwährenden Reichstags, die als Fundus für
die historische Politolinguistik und für die verschiedensten Aspekte der
deutschen Sprachgeschichte des 17. und 18. Jhs. noch weitgehend
unerschlossen sind.
- Trainer/in: Paul Rössler
Interpunktion wird zumeist als Teilgebiet der Orthografie verstanden. Sie ist aber weit mehr, werden mit ihr doch syntaktische, semantische und prosodische Strukturen grafisch segmentiert. Interpunktion wird daher im Hauptseminar vor allem als Teil der Syntax und Semantik aufgefasst. In jüngster Zeit fungieren Interpunktionszeichen nicht nur als Satz-, sondern auch als Wortsegmentierungszeichen sowie als vage Modernitätsmarker in der Werbung. Wie aber hat sich die Interpunktion historisch verändert? Wie haben sich die ihr zugrundeliegenden Prinzipien gewandelt? Welche Rolle spielt die Zeichensetzung im Rechtschreibkontext? Diese Fragen werden anhand historischer sowie rezenter Quellen in Referaten diskutiert.
- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Paul Rössler
Willkommen im Seminar "Tempus und Zeit"!
Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit zur Lektüre dieser Infos. A propos: Was ist Zeit überhaupt? Was bedeutet z.B. "ein bisschen Zeit", die Sie sich nehmen sollen? Wie wird Zeit im Deutschen ausgedrückt?
Mit der grammatischen Kategorie
haben wir im verbalen Paradigma im Deutschen acht Tempusformen, die ein
System zur sprachlichen Darstellung zeitlicher Zusammenhänge bilden.
Neben den Tempusformen ermöglichen Zeitadverbiale (z. B.: gestern,
zuvor, im Jahr 1968, während der EM 2024) sowie die verbalen
Aktionsarten (telisch, atelisch, durativ, punktuell) eine zeitliche
Einordnung von Sachverhalten.
Werden die Tempusformen im gesamten deutschen Sprachraum gleichermaßen
verwendet – und wenn ja, wo wie? Welche sprachhistorischen
Entwicklungen haben die Tempusformen im Deutschen genommen? Wie
perspektivieren wir Handlungen oder Sachverhalte, wenn wir sie zeitlich
versprachlichen? Versprachlichen wir Zeit beim Sprechen gleich wie beim
Schreiben?
Diese Fragen werden wir anhand von Texten und Transkripten gesprochener
Sprache im Seminar diskutieren und in Einzelprojekten erarbeiten.
Eine schöne und erkenntnisbringende Zeit in unserem Seminar wünscht Ihnen (und sich selbst)
Paul Rössler
- Trainer/in: Paul Rössler
Es war einmal… eine sprachliche Variante, die es gegenwärtig nicht mehr gibt oder nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion, Bedeutung oder Sprachschicht. In der Forschung zur Standardisierung des Deutschen standen bisher immer jene Varianten im Vordergrund, die letztlich zum Standard wurden. Was aber passierte mit den Varianten, die verloren gingen, die aus dem Standardisierungsprozess ausgeschieden wurden – und warum? Die Vorlesung konzentriert sich auf diese Leerstellen der Standardisierungsgeschichte und fragt bzw. versucht zu beantworten, welche Varianten bei vorhandenen bzw. grundsätzlich möglichen Variablen aus welchen Gründen nicht mehr verwendet werden/wurden.
Diese – terminologisch neu eingeführten – Devarianten werden typologisch differenziert (diastratisch, diaphasisch, diatopisch, diamedial, diskursiv etc.) und in den einzelnen Vorlesungseinheiten anhand von Beispielen für alle sprachlichen Ebenen sowie für mehrere Sprachepochen exemplarisch diskutiert.
Die Vorlesung findet wöchentlich statt.
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Was? VL Devariation
Wann? dienstags, 08.30-10.00 Uhr
Wo? H4
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- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Sport ist allgegenwärtig, der Diskurs darüber ebenso. Wo und wie dieser Diskurs geführt wird, damit beschäftigt sich vor allem die Soziolinguistik. Im Seminar werden unterschiedliche soziolinguistische und mediale Kontexte, in denen Sport thematisiert wird, untersucht, um so die zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen Fach- und Alltagssprache in diesem Bereich auszuloten.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Willkommen auf der GRIPS-Plattform zur Vorlesung "Sprache und Interaktion"!
Sprachliches Interagieren erfolgt unter anwesenden Sprechenden und
Zuhörenden. Aber wie genau funktioniert die Interaktion? Wie kann sie
beschrieben und wie analysiert werden? Was genau passiert im Spannungsfeld
zwischen Materialität, Sequenzialität und Medialität, wenn wir mittels
Sprache interagieren?
Die Interaktionslinguistik ist eine mit ihren rund 50 Jahren Forschungstradition noch recht junge linguistische Teildisziplin. In der Vorlesung werden die unterschiedlichen interaktionslinguistischen Richtungen, Ansätze und Methoden vorgestellt und im Kontext gegenwärtiger linguistischer Strömungen verortet.
- Trainer/in: Paul Rössler
Im Hauptseminar rücken wir die linguistischen Klassiker in den Vordergrund und machen sie zum Forschungsobjekt. Gelesen (in Vorbereitung zur jeweiligen Einheit) und diskutiert werden Klassiker aus den Bereichen der Sprachtheorie, der Sprachhandlungs- bzw. funktionalen Ansätze, klassische Texte der sprachlichen Formseite (Laut, Wort, Satz), des strukturalistischen Zugangs sowie der Bedeutungsseite. (Kurze) Texte von Humboldt, Bühler, Austin, Günthner, Trubetzkoy, Bloomfield, Aitchison, Haspelmath u.a. stehen zur Diskussion, die in jeder Einheit unterschiedlich geführt wird.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Welche deutschen Dialekte sind besonders hässlich, welche besonders schön? Warum ist die Filosofie hässlich und die Philosophie schön? Wonach richten sich Werturteile in der Orthografie? Warum und nach welchen Maßstäben bewerten Laien sprachliche Varietäten, seien es Dialekte, sei es die Standardsprache, sei es im Medium der gesprochenen Sprache, sei es in der Schrift? Welche gesellschaftlichen Einstellungen stecken hinter den sprachlichen Bewertungen? Im Seminar werden auf Basis der aktuellen Forschungen zur Wahrnehmungsdialektologie sowie der language-attitude-Forschung zum Standarddeutschen die laienlinguistischen Einstellungen im Vergleich zu den linguistischen Tatsachen diskutiert.
- Trainer/in: Paul Rössler
Im Zentrum der Sprachwandel-Forschung sind bisher entweder systemlinguistische oder soziolinguistische Fragen gestanden. Dabei konzentrierte man sich primär auf die sprachinternen Wandelprozesse und -merkmale in den einzelnen Subsystemen und in den jeweiligen Sprachstufen oder bei soziolinguistischer Perspektive auf den Sprachgebrauchswandel im Kollektiv. Wie aber verändert sich die Sprache und der Gebrauch davon beim Individuum? Diese biografisch-individuelle Perspektive des Sprachwandels wird in der Vorlesung eingenommen. Dabei stehen u.a. folgende Gebiete im Blickpunkt: frühkindlicher Spracherwerb - Einsprachigkeit/Mehrsprachigkeit - Varietäten - Schreiblernprozesse und -modelle - Jugendsprache - Fremdspracherwerb - Fachsprache - Idiolekte - Gerontolekte - Sprachstörungen.
- Rössler: Paul Rössler
„Unter Mehrsprachigkeit wird die Fähigkeit von Gesellschaften,
Institutionen, Gruppen und Individuen verstanden, in Raum und Zeit einen
regelmäßigen Umgang mit mehr als einer Sprache in ihrem Alltag zu
haben.“
Dieser Definition von Franceschini 2011 folgend, erörtern wir im
Seminar, welche Rolle Mehrsprachigkeit in dem im frühneuzeitlichen
Regensburg (= Raum) installierten Immerwährenden Reichstag (= Zeit)
spielte, der von 1663 bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806
tagte. Die Gesandten der Kurfürsten, Reichsfürsten und Reichsstädte
verhandelten über Fragen der Reichsverfassung, Rechtspflege und Steuern,
über Abschlüsse von Verträgen, über Krieg und Frieden. Linguistische
Arbeitsbasis sollen für das Seminar die Akten der Prinzipalkommission
mit den Berichten der kaiserlichen Gesandten sein.
- Trainer/in: Paul Rössler
Gratulation! Indem Sie diese Zeichen lesen und verstehen können, beweisen Sie nicht nur, einen langen Prozess des Schrifterwerbs hinter sich zu haben, sondern auch, einer ausgeprägten Schriftkultur anzugehören. Es überrascht, dass sich die Sprachwissenschaft dennoch lange vornehmlich mit der gesprochenen Sprache beschäftigt hat. Schrift war sekundär. Schrift ist aber nicht bloß Verschriftung von Gesprochenem, sondern eine eigenständige sprachliche Realisierungsform, die unseren individuellen Alltag wie unsere Gesellschaft insgesamt prägend beeinflusst. In der Vorlesung wird diesem Umstand durch folgende Themenkomplexe Rechnung getragen: das Verhältnis von geschriebener zu gesprochener Sprache (Dependenz u. Autonomie der Schrift, Oralität u. Literalität, Mündlichkeit u. Schriftlichkeit), Schriftsysteme und Schrifttypen, Graphematik, Schriftspracherwerb. Besonderes Augenmerk wird auf die Standardisierungsprozesse in der deutschen Schriftgeschichte, auf die Orthografie gelegt. Ziel ist, aus den genannten Bereichen die Vielfalt und den Eigenwert der Schrift als System und der Schriftlichkeit als kulturelles Formativ bewusstzumachen.
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die diversen Richtungen in der Theoriebildung der Sprachwissenschaft, ihre geschichtliche Entwicklung und ihre Vertreter:innen. Ziel ist es, Einblick in grundlegende Konzepte, in Kernannahmen und Arbeitsweisen dieser linguistischen Theorien zu vermitteln. Der Fokus ist dabei auf Theorien gerichtet, die für die deutsche Sprachwissenschaft bedeutsam sind.
- Trainer/in: Paul Rössler
Geschlechtergerechtes Sprechen und Schreiben ist in den letzten Jahren
ins Zentrum gesellschaftspolitischer Debatten gerückt. Auch in der
Linguistik wurde und wird das Thema kontrovers diskutiert.
Im Seminar
werden wir die unterschiedlichen Versprachlichungsmöglichkeiten
geschlechtergerechter bzw. -sensibler Sprache erörtern und an
ausgewählten Beispielen den vielfach sehr emotionalen Diskurs über
geschlechtergerechte Sprache diskutieren.
- Trainer/in: Paul Rössler
Im Seminar werden wir der Frage nachgehen, ob, und wenn ja, welche Probleme Schreibende anderer – hauptsächlich europäischer – Sprachen mit ihrer jeweiligen Interpunktion haben. Ziel ist es, a) die Zeichensetzungsregeln einiger Sprachen zu ermitteln, b) mit den deutschen Interpunktionsregeln zu vergleichen, c) zu eruieren, auf welchen Prinzipien die jeweiligen Interpunktionsregeln beruhen, d) welche Variationsbreite und e) welche Fehlertoleranz in den Interpunktionen einzelner – vor allem europäischer – Sprachen im Vergleich zum Deutschen existieren, um den Status der deutschen Interpunktion im Spannungsfeld zwischen Norm und Gebrauch im internationalen Vergleich zu ermitteln.
Die Sprachkodifizierung gehört zu grundlegenden linguistischen Tätigkeiten. Die Produkte der Sprachkodifizierung sind Kodizes, in denen vor allem die Standardvarietät einer Sprache registriert wird: Wörterbücher, Grammatiken und Sprachratgeber im weiten Sinn des Wortes. Kodifiziert werden können aber auch andere Varietäten (z.B. durch Dialektwörterbücher).
Was genau geschieht nun, wenn kodifiziert wird? Wie sieht die Sprachkodifizierung aus; wie der Umgang mit Kodizes? Diese Rahmenfragen versuchen wir im Hauptseminar zu beantworten.
- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Paul Rössler
Wenn wir uns sprachlich äußern, setzen wir eine Handlung. Welcher Zusammenhang zwischen dem sprachlichen Ausdruck und seiner situationsabhängigen Verwendung durch eineN SprecherIn besteht, wird zentraler Gegenstand der Vorlesung sein. Ziel ist es, in die Kerngebiete der linguistischen Teildisziplin Pragmatik einzuführen. Dabei werden die Themen Deixis, Implikatur, Präsupposition, Sprechakttheorie, sprachliche Indirektheit und andere dargestellt und diskutiert.
- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Paul Rössler
"Kann sprachgeschichtliches Wissen für künftige berufliche Tätigkeiten von Germanistik-Studierenden relevant sein?!" In der Übung wird diese Frage mit Blick auf unterschiedliche Arbeitsfelder für Germanistik-Studierende mit einem deutlichen JA beantwortet werden. Aufbauend auf dem Wissen aus der Einführungsübung I (Sprache als System) und der Einführungsübung II (diachrone Perspektive und Wissen um historische Sprachstufen des Deutschen) werden - u.a. aus gegenwartssprachlicher Perspektive - praktische Übungen (Referat/Essay) abgehalten, die auf spätere Anwendungen abzielen.
- Dozent: Paul Rössler
Im Seminar soll an ausgewählten Privatbriefkorpora die Entwicklung von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart untersucht werden. Folgende Fragen stellen sich: Wodurch ist ein Brief überhaupt gekennzeichnet? Wie verändert sich die Textsorte Brief in der Geschichte? Welche sprachlichen Mittel kommen vor, mit denen die spezifische kommunikative Funktion des Dialogs in Briefen ausgedrückt wird? Welche Rolle spielen Dialektgebrauch, an die mündliche Rede gehaltene Satzkonstruktionen und bestimmte Gruß-, Einleite- und Abschiedsformeln? Gibt es geschlechtsspezifisches Schreibverhalten in Briefen? Wie verändert sich der Einfluss von Briefstellern auf das Briefschreiben im Laufe der Geschichte? Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, eigene Briefkorpora zu organisieren und zu analysieren bzw. auch eigene Referatsthemen vorzuschlagen.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Vorlesung greift Themen auf, die in Einführungskursen gewöhnlich nicht vorkommen bzw. nur knapp abgehandelt werden können oder sogar in der Forschung bisher kaum bekannt sind. Die Oberbegriffe „Sprachgebrauch“ und „Metasprache“ werden im Rahmen ausgewählter sprachwissenschaftlicher Bereiche behandelt. Dazu gehören einerseits Pragmatik, Soziolinguistik und Variation sowie Medialität von Sprache, andererseits Sprachkritik, Sprachplanung und Language Management.
- Trainer/in: Sandra Reimann
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Übung ist für diejenigen Bachelorstudierenden gedacht, die in der Abschlussphase ihres Bachelorstudiums keine Bachelorarbeit planen, die sich mit den thematischen Schwerpunkten der angebotenen Hauptseminare der Deutschen Sprachwissenschaft verbinden lässt. In der Übung können somit gerade entstehende Bachelorarbeiten, die nicht an das Thema eines Hauptseminars gebunden sind, kritisch zur Diskussion gestellt werden. Sie dient den Bachelorstudierenden als Plattform, offene Fragen in Konzeption und Ausführung der Bachelorarbeit zu besprechen und Impulse von anderen Studierenden in derselben Studienphase zu erhalten. Die Übung wird nach einer konstituierenden Sitzung am 16. April, 16h s.t. in PT 3.2.8, in drei bis max. vier Blöcken abgehalten. Die Termine für die Blöcke werden in der Vorbesprechung am 16. April entschieden.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Die Übung hat die Aufgabe, das im Grundstudium zum deutschen Satzbau, zur Wortbildung und zur Textgrammatik und deren Analyse erworbene Wissen auszubauen und für die Lösung von Examensklausuren verfügbar zu machen. In Teams werden Lösungsvorschläge zu Examensklausuren erarbeitet und in den Einheiten diskutiert.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Anna Saller
Tanz kommt ohne Sprache aus, Sprache auch ohne Tanz. Dennoch verbindet beide viel: Sowohl mit Tanz als auch mit Sprache können wir uns ausdrücken, uns anderen mitteilen. Beide sind Formen zwischenmenschlicher Kommunikation. Beide weisen bestimmte Strukturen auf – Grammatiken, Choreografien. Beide sind rückgebunden an den menschlichen Körper und eingebunden in soziale Kontexte. Im Seminar werden die vielen Berührungspunkte dieses ungleichen – und dennoch – Paares diskutiert und präsentiert.
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Übung ist für diejenigen Bachelorstudierenden gedacht, die in der Abschlussphase ihres Bachelorstudiums keine Bachelorarbeit planen, die sich mit den thematischen Schwerpunkten der angebotenen Hauptseminare der Deutschen Sprachwissenschaft verbinden lässt. In der Übung können somit gerade entstehende Bachelorarbeiten, die nicht an das Thema eines Hauptseminars gebunden sind, kritisch zur Diskussion gestellt werden. Sie dient den Bachelorstudierenden als Plattform, offene Fragen in Konzeption und Ausführung der Bachelorarbeit zu besprechen und Impulse von anderen Studierenden in derselben Studienphase zu erhalten.
- Trainer/in: Paul Rössler
- Trainer/in: Paul Rössler
Viele Schreibende haben Schwierigkeiten mit der deutschen Interpunktion, insbesondere mit der Kommasetzung. Interpunktion gilt als Teilgebiet der Orthografie – daher werden Interpunktionsfehler als Orthografiefehler aufgefasst. Interpunktion ist aber weit mehr, werden mit ihr doch syntaktische, semantische und prosodische Strukturen grafisch segmentiert. Im HS/SE werden wir der Frage nachgehen, ob, und wenn ja, welche Probleme Schreibende anderer europäischer Sprachen mit ihrer jeweiligen Interpunktion haben. Ziel ist es, a) die Zeichensetzungsregeln einiger europäischer Sprachen zu ermitteln (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch, Finnisch, Dänisch, Holländisch u.a.), b) mit den deutschen Interpunktionsregeln zu vergleichen, c) zu eruieren, auf welchen Prinzipien die jeweiligen Interpunktionsregeln beruhen, d) welche Variationsbreite und e) welche Fehlertoleranz in den Interpunktionen einzelner europäischer Sprachen im Vergleich zum Deutschen existieren, um den Status der deutschen Interpunktion im Spannungsfeld zwischen Norm und Gebrauch im europäischen Vergleich zu ermitteln.
Dabei werden wir in Kleingruppen vorbereitete interpunktionskontrastive Fragestellungen erarbeiten.
- Rössler: Paul Rössler
Seit Mitte der 1990er-Jahre gehört der Umgang mit dem Internet zur Alltagskultur eines Großteils der deutschsprachigen Bevölkerung. Es überrascht, dass trotz dieser nun fast 20-jährigen Geschichte des Sprachgebrauchs im World Wide Web die Forschung fast ausschließlich synchronlinguistisch vorgegangen ist, als hätte es innerhalb der 20 Jahre keine sprachlichen Veränderungen gegeben. Im Seminar wird demgegenüber eine neue, mikrodiachrone Perspektive auf den Sprachgebrauch im Web eingenommen und den Fragen nachgegangen, welche formalen und funktionalen Veränderungen sich in den unterschiedlichen Textsorten des Internet ergeben haben.
Ziel ist es, den diachronen Verlauf einzelner Sprachmerkmale auf der Basis valider Korpora zu analysieren und in Relation zu evtl. funktionalen Veränderungen zu setzen.
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Übung hat die Aufgabe, das im Grundstudium zum deutschen Satzbau, zur Wortbildung und zur Textgrammatik und deren Analyse erworbene Wissen auszubauen und für die Lösung von Examensklausuren verfügbar zu machen. In Teams werden Lösungsvorschläge zu Examensklausuren erarbeitet und in den Einheiten diskutiert.
- Trainer/in: Paul Rössler
Die Vorlesung geht der Frage nach, wie Standardisierung im Deutschen zustande kommt, welche sozialen Gruppen an ihr beteiligt sind und wie sprachlicher Standard erodiert. Sie thematisiert Status, Verlust und Gewinn der Variation und lotet das Verhältnis vom Sprachsystem zum sprachlichen Standard aus. Neben den sieben von Herrn Rössler gestalteten Einheiten werden jede zweite Woche insges. sieben (inter)nationale ExpertInnen in Gastvorlesungen system-, sozio- und pragmalinguistische Aspekte der (De-)Standardisierung und (De-)Variation im Deutschen diskutieren.
- Rössler: Paul Rössler
Obwohl das WWW omnipräsent ist und von Studierenden zur Vorbereitung von
Referaten oder als Informationsressource für Hausarbeiten stark genutzt
wird, fehlt es an grundlegenden Kompetenzen mit diesem (gar nicht mehr
so) neuen Metamedium. Manche Studierenden scheitern schon bei der
Überlegung sinnvoller Suchbegriffe, sind unsicher im Umgang mit der
Verarbeitung von Webinhalten oder finden die inzwischen für viele Themen
greifbaren hervorragenden Materialien nicht. Wir wollen anhand einer
Auswahl von Ihnen vorgeschlagener Themen (so etwa aktuell für andere
Veranstaltungen vorzubereitende Referate) praktisch üben, wie das WWW
als Arbeitsmittel in der Geschichtswissenschaft verwendet werden kann
und wie man mit Inhalten aus dem WWW eigene Präsentationen anschaulicher
gestalten und Hausarbeiten inhaltlich aufwerten kann.
- Trainer/in: Ilona Jamborko
- Trainer/in: Andrea Kuntze
- Trainer/in: Blanka Libera
- Trainer/in: Harriet Rudolph
- Trainer/in: Paul Rössler