Man muss Venedig nicht lieben. Die Dozentin tut es, auch wenn diese
Liebe auf eine immer härtere Probe gestellt wird. Die
Venedig-Faszination ist kein Kennzeichen der Moderne, sondern schon
Reisende in der Frühen Neuzeit konnten dem Mythos Venedig nicht
widerstehen, auch wenn es immer genügend Zeitzeugen gibt, die sich
despektierlich über die einzigartige Herrschaftszentrale der
„Krämerrepublik“ Venedig äußerten. Das Masterseminar setzt sich aus zwei
Teilen zusammen. Im ersten Teil untersuchen wir Reiseberichte
europäischer Reisender aus Venedig ab 1500 im Hinblick auf
Wahrnehmungsmuster und Repräsentationsformen dieser Stadt in Text und
Bild, zweitens analysieren wir ausgewählte Aspekte von Public History im
aktuellen Erscheinungsbild der Stadt und, wenn Sie mögen, auch Begriff
und Rolle von Publik History im Stadt-Marketing und dabei Lösungsansätze
für aktuelle Problemlagen wie Massentourismus, Kommerzialisierung und
Umweltproblemen.