- Dozentin: Olena Prusikin
GRIPS - Uni Regensburg
Suchergebnisse: 12505
- Trainer/in: Olena Prusikin
- Trainer/in: Björn Hansen
- Trainer/in: Rupert Hochholzer
Ziel des Hauptseminars ist es zum einen, die deutsch-ungarischen Beziehungen in den Epochen Vormärz und Revolution 1848/1849, österreichischer Neoabsolutismus 1849-1867, Österreichisch-Ungarischer Dualismus 1867-1918, Erster und Zweiter Weltkrieg, sowjetische Zwangsintegration 1948-1989 und politischer Systemwandel 1989/1990 nach (gegenseitigen oder einseitigen) Einflüssen, Analogien und Unterschieden zu qualifizieren. Zum anderen sollen ausgewählte thematische Knotenpunkte aus den genannten Epochen auf ihren Stellenwert für das Ungarn-Bild in Deutschland und das Deutschland-Bild in Ungarn hin untersucht werden.
Das Hauptseminar ist auch im „Hungaricum“ anrechenbar.
- Trainer/in: Zsolt Lengyel
Die Veranstaltung behandelt unter drei Kernaspekten die Geschichte der Deutschen auf dem Gebiet des historischen Ungarn, der Österreichisch-Ungarischen Monarchie sowie deren Nachfolgestaaten Ungarn, Rumänien, Tschechoslowakei und Jugoslawien. Die integrationsgeschichtliche Leitfrage bezieht sich einerseits auf die Gründe und Ziele sowie die gemeinsamen oder voneinander abweichenden Merkmale der beiden großen Ansiedlungen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, andererseits auf die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und politische Rolle der einzelnen deutschen Volksgruppen im jeweiligen Reichs- bzw. Staatsverband. Der sozial- und kulturhistorische Untersuchungsschwerpunkt ist der Entwicklungsgeschichte vor allem der Siebenbürger Sachsen, der Zipser Deutschen, der Donauschwaben und der Sathmarer Schwaben gewidmet, wobei deren Lage in ausgewählten Zeiträumen vergleichend betrachtet wird. Schließlich soll politik- und ideologiegeschichtlich die Verhaltensweise der deutschen Minderheiten und ihrer Heimatstaaten während der nationalsozialistischen und der kommunistischen Diktatur untersucht werden. Für den Abschluss ist eine komparative Übersicht über die Geschichte der Deutschen in den erwähnten Staaten (bzw. deren Nachfolgeformationen) seit 1989/1990 geplant.
Lit.: Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn. I: Vom Frühmittelalter bis 1860. II: 1860 bis 2006. Marburg 2012; Gerhard Seewann – Michael Portmann: Donauschwaben. Deutsche Siedler in Südosteuropa. Potsdam 2018; John C. Swanson: Fassbare Zugehörigkeit. Deutschsein im Ungarn des 20. Jahrhunderts. Aus dem Englischen von Monika Köpfer. Regensburg 2020; Ágnes Tóth: Migrationen in Ungarn 1945-1948. Vertreibung der Ungarndeutschen, Binnenwanderungen und slowakisch-ungarischer Bevölkerungsaustausch. München 2001; Ágnes Tóth: Rückkehr nach Ungarn 1946-1950. Erlebnisberichte ungarndeutscher Vertriebener. München 2012; Quellen zur Geschichte der Deutschen in Ungarn 1944–1953. Hg. Ágnes Tóth. Budapest 2018.
- Trainer/in: Bernadette Baumgartner
- Trainer/in: Zsolt Lengyel
Die Übung bittet die Möglichkeit verschiedene Quellen, wie Briefe, Postkarten, Tagebücher, Memoiren, und auch Fotos und Videos, die über unterschiedliche Erfahrungen der Deutschen Minderheiten in der Region Ost- und Südosteuropas kritisch zu untersuchen und zu vergleichen. Die wichtigsten Fragen, die mit Hilfe der Quellen beantwortet werden mussten, lauten: welches Bild stellen die Quellen und / oder die Geschichtsschreibung über die Deutschen aus der Region in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie haben die Deutschen ihre politische Einstellung, soziale und kulturelle Interessen artikuliert, wie war das Verhältnis zur Mehrheit und auch zu den Deutschen in anderen Ländern, wie war die Ausrichtung auf das Vaterland, welche Kriegserfahrungen hatten die Deutschen erlebt, warum, und wie die Flucht und die Vertreibung der Deutschen aus Ost- und Südosteuropa während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geschehen war, und welche Bedeutung diese Erfahrungen für die Identität der Deutschen hatten. Die Privat- und Gruppenperspektive wird durch diese Übung besonders veranschaulicht.
- Trainer/in: Svetlana Suveica
Texte in Leichter Sprache begegnen uns alltäglich allerorten: bei Ämtern und Behörden oder in Bildungs- und Kultureinrichtungen. Sie sind durch eine geringere inhaltliche und sprachliche Komplexität gekennzeichnet und richten sich an LeserInnen mit eingeschränkter Lesekompetenz. Menschen mit Deutsch als Zweitsprache gehören somit auch zu ihrer Zielgruppe.
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns mit dem Konzept der Leichten Sprache beschäftigen. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Welche Regeln liegen dieser Varietät des Deutschen zugrunde? Wie lassen sich Texte in Leichte Sprache transformieren? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen dieses Ansatzes für den Unterricht des Deutschen als Zweitsprache?
- Trainer/in: Svenja Brünger
Das Hauptseminar befasst sich insbesondere mit den Ländern, die während des Zweiten Weltkriegs Erfahrungen mit der deutschen und der sowjetischen Besatzungspolitik gesammelt haben. Das Schicksal von Ländern wie Polen, den baltischen Staaten, und die Ukraine, die "zwischen Scylla und Charybdis" lagen, wurde 1939 über das Bündnis zwischen Hitler und Stalin entschieden. Anhand der unterschiedlichen Forschungsperspektiven (Überregionale-, Vergleich- oder Verflechtungsperspektive) werden die allgemeinen Merkmale der beiden Besatzungspolitiken sowie die Wirtschafts-, Repressions- und Bevölkerungspolitik, die Zusammenarbeit und der Widerstand untersucht. Die wichtigen Aspekte der Geschichtsschreibung, wie die Anerkennung gegen Kritik an Timothy Snyders These über eine von Stalin und Hitler geschaffene Todeszone in Osteuropa (Bloodlands) sowie die Rolle des Deutschen und/gegen sowjetischen Besatzungsregimes in der Geschichtspolitik und das kollektive Gedächtnis dieser Länder wird während des Seminars untersucht. Das Schreiben einer schriftlichen Hausarbeit (15-17 S.) wird erwartet.
- Trainer/in: Svetlana Suveica
- Trainer/in: Martin Rosner

WICHTIGE INFO VORAB:
Projektmitarbeit bis zum Abschluss der Preisverleihung (ca. 30.11.2026) obligatorisch!
Beim Deutschen Fotobuchpreis werden jedes Jahr die besten Fotobücher im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Der Deutsche Fotobuchpreis wurde vor mehr als 25 Jahren gegründet und ging ursprünglich aus dem KODAK Fotobuchpreis hervor. Seit Oktober 2022 ist das INTERNATIONALE FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER in Regensburg der neue Ausrichter des Deutschen Fotobuchpreises. Im November 2023 fand zum ersten Mal die Preisverleihung in Regensburg statt. Seither werden die Auszeichnungen jedes Jahr in Regensburg verliehen.
Den Studierenden bietet sich die Möglichkeit, diese Veranstaltung aktiv mitzugestalten. Gemeinsam arbeiten wir an den Bereichen Planung und Durchführung der Einreichung (Frühjahr 2026, 04-06/2026), Vorbereitung und Betreuung der internationalen Jurysitzung (voraussichtlich Juli od. Sept. 2026), Vorbereitung und Betreuung des Messeauftritts auf der Frankfurter Buchmesse 2026 (7. - 11. Oktober 2026), Planung und Durchführung der Preisverleihung (Ende Nov. 2026), Konzeptentwicklung und Betreuung von Social Media Kampagnen (Instagram etc.) für den Deutschen Fotobuchpreis.
Das Seminar versteht sich als Angebot, Praxisfelder kennenzulernen, die nach dem Studienabschluss berufliche Optionen darstellen könnten.
Mehr Informationen zum Deutschen Fotobuchpreis auf:
https://deutscherfotobuchpreis.de/
Voraussetzungen
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Seminarteilnahme sind, neben der obligatorischen Anwesenheit beginnend mit dem ersten Treffen, großes Interesse an medienspezifischen Betrachtungen zur Fotografie und zum Fotobuch, an internationaler Eventorganisation, Teamfähigkeit, Artikulationsgeschick, Präsenz, hohe Flexibilität und ebensolches persönliches Engagement.
- Trainer/in: Martin Rosner
- Trainer/in: Post Administrator
- Trainer/in: Stefan Lehneis
Annäherungen
Im Jahr 2012 hat unser Forschungszentrum Spanien bei der Bundeszentrale für Politische Bildung den Band Deutsche und Spanier – ein Kulturvergleich herausgegeben (leider inzwischen vergriffen), dazu 2016 noch einen Band zu den Kulturvermittlern zwischen Spanien und Deutschland. Warum bieten wir dann diese Vorlesung weiter an?
Die Antwort ist ganz einfach: Weil diese beiden und andere Bücher den Gesamtkomplex Kultur und Kulturvergleich nicht abdecken können. Eine Vorlesung kann dies natürlich auch nicht, aber sie kann anders, offener, kommunikativer, an die verschiedenen Themen herangehen.
Für einen Vergleich zweier Kulturen ist es zuallererst nötig, mit dem kritischen Blick auf die anderen auch sich selbst im Auge zu behalten. Ein objektives Außen, einen neutralen Beobachterstatus kann es nicht geben. Das Andere, in diesem Fall die spanische Kultur, wird aus der eigenen, hier der deutschen Perspektive betrachtet, auch wenn wir uns bemühen, den deutschen Blick durch die bereits gemachten Erfahrungen mit der spanischen Kultur zu verorten. Und so können im Durchgang durch die fremde Kultur auch bislang ungesehene und unreflektierte Aspekte der eigenen Kultur plötzlich sichtbar und problematisiert werden, wenn wir uns sozusagen probehalber in die spanische Rolle versetzen und auf uns selbst schauen – und umgekehrt.
Ein Ziel der Vorlesung ist also, uns bewusst zu werden, dass wir, wenn wir an andere und an die eigene Kultur denken, mit vorgeprägten Einstellungen, Stereotypen und Vorurteilen denken, dass wir nie gänzlich aus unserer Haut heraus können, dass wir zwar so etwas wie Objektivität anstreben, gleichzeitig aber wissen, dass wir sie nie erreichen. Wir sind in selbstgesponnenen Bedeutungsgeweben verstrickt und müssen sehen, was wir daraus machen.
Gleichzeitig wirft das Projekt, „die deutsche“ mit „der spanischen“ Kultur vergleichen zu wollen, erhebliche Fragen auf. Die Absetzbewegungen Kataloniens, das immer wieder neu zur Sprache gebrachte Fremdeln in der Beziehung zwischen Ost- und Westdeutschland oder auch die Bruchlinien, die sich in der Corona-Krise zwischen Bundesländern bzw. Comunidades Autónomas oder zwischen unterschiedlichen Gruppen der Bevölkerung auftaten, zeigen, dass es problematisch ist, pauschal von einer deutschen und einer spanischen Kultur oder gar von „den Deutschen” und „den Spaniern” zu sprechen. Inwieweit ist es überhaupt sinnvoll, 80 Millionen bzw. 45 Millionen Individuen einen vereinheitlichenden Begriff wie „Deutsche“ oder „Spanier“ überzustülpen? Die Vorlesung möchte, das wäre ein zweites Ziel, den Spagat wagen, diese Schwierigkeiten zu thematisieren und doch gleichzeitig den Versuch zu unternehmen, eine umfassende Einführung in die spanische Kultur im Vergleich zur deutschen zu geben.
Da Kultur immer ein Erbe oder eine Bürde ist und auf uns kommt, um von uns aktualisiert zu werden, muss die Vorlesung notwendigerweise immer wieder weit in die Geschichte zurückgehen, um Erklärungsansätze für gegenwärtige Fragen geben zu können. Zusammen mit der kulturvergleichenden Perspektive werden daher aus historischer und gegenwartsbezogener Perspektive die wichtigsten Bereiche behandelt, die zum Verständnis beider Kulturen und ihrer Beziehungen notwendig sind: Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft werden ebenso thematisiert wie der deutsch-spanische Kulturaustausch und aktuelle Themen der Gegenwartskultur im engeren Sinne.
Semesterplan
25.04. Einführung: Was tue ich, wenn ich „Deutsche“ sage; was tue ich, wenn ich „Spanier“ sage; was tue ich, wenn ich vergleiche?
02.05. Imaginierte Räume auf geographischen Karten: ein wenig Geschichte
09.05. Vorlesung in anderem Rahmen: Studientagung zum Jakobsweg der KEB; Anmeldung (bis 29.04.) und Programm: https://www.keb-regensburg.de/aktuelle-veranstaltungen/1-4663-studientag-jakobsweg-und-europaeische-identitaet/
16.05. Erinnerungsorte in Spanien und Deutschland
23.05. Religion: ein heute oft unterschätzter Pfeiler von Kultur
30.05. Bildung: eine zentrale Ressource für Kultur und Gesellschaft
06.06. Pfingstmontag
13.06. Interkulturelle Handlungskompetenz und Alltagskultur
20.06. Daten und Fakten: ein wenig Empirische Sozialforschung
27.06. Wirtschaftskultur in Spanien und Deutschland
04.07 Politische Kultur in Spanien und Deutschland
11.07. Alte und neue Migrationen in und zwischen Deutschland und Spanien
18.07. Kulturbeziehungen Deutschland-Spanien
22.07. Klausur
Die Unterlagen (vor allem Power-Point als pdf) für die VL werden sukzessiv in Grips eingestellt (Romanistik – Pöppel; Zugang „Kulturvergleich“)
Hinweis: Diese Vorlesung ist für die DSS Pflichtbestandteil des Moduls DSS-M05: Interkulturelle Kommunikation für DSS. Für andere Studiengänge kann sie als VL Kulturwissenschaft verwendet werden. Sie kann aber weder die Einführende Vorlesung in die Romanische Kulturwissenschaft (diese sei für DSS dringend empfohlen), noch die Übung Grundlagen der Landeskunde (bisher Einführung in die Kulturwissenschaft Spaniens) ersetzen!Auswahlbibliographie zur Vorlesung
Hier werden nur einige Grundlagenwerke aufgelistet. Auf spezielle Titel für einzelne Stunden und Themenbereiche werde ich jeweils gesondert verweisen. Für eine umfassende Bibliographie zu Spanien s.a. die Homepage des Forschungszentrums Spanien – Spanische Kulturwissenschaft: https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/romanistik/institut/spanienzentrum/spanischekulturwissenschaft/index.html
Bernecker, W. L. Hrsg. (2008). Spanien heute: Politik, Wirtschaft, Kultur (5. Aufl.). Frankfurt/M.: Vervuert.
Bolte, R. et al. Hrsg. (2018). La Hispanística y los desafíos de la globalización en el siglo XXI. Madrid: Iberoamericana.
Born, J. et al. Hrsg. (2011). Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika, Berlin: Schmidt.
Breuer, T. (2008). Iberische Halbinsel. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Darmstadt: WBG.
Collado Seidel, C.; König, A. (2002). Spanien mitten in Europa: Zum Verständnis der spanischen Gesellschaft, Kultur und Identität. Frankfurt/M.: IKO.
Colmeiro, J., Hrsg. (2015). Encrucijadas globales. Redefinir España en el siglo XXI. Madrid: Iberoamericana.
Dahms, M. (2011). Spanien: Ein Länderporträt. Berlin: Links.
François, E.; Schulze, H. Hrsg. (2005). Deutsche Erinnerungsorte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (Kurzfassung).
Gimber, A. (2007). Kulturwissenschaft Spanien (2. Aufl.). Stuttgart: Klett.
Gimber, A. u.a. Hrsg. (2012). Spanien verstehen, Darmstadt: WBG.
Ingendaay, P. (2021). Gebrauchsanweisung für Spanien. München: Piper (aktualisierte Neuauflage).
Matthes, J. Hrsg. (1992). Zwischen den Kulturen. Die Sozialwissenschaften vor dem Problem des Kulturvergleichs. Göttingen: Otto Schwarz.
Mecke, J. u.a. Hrsg. (2012). Deutsche und Spanier, ein Kulturvergleich. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Mecke, J.; Pöppel, H. (2016). Entre dos aguas. Kulturvermittler zwischen Spanien und Deutschland. Berlin: tranvía.
Nohlen, D.; Hildenbrand, A. (2005). Spanien: Wirtschaft, Gesellschaft, Politik; ein Studienbuch. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaft.
Olmos, I., Keilholz-Rühe, N. Hrsg. (2009). Kultur des Erinnerns. Vergangen-heitsbewältigung in Spanien und Deutschland. Frankfurt/M.: Vervuert.
Padilla Gálvez, J.; Gaffal, M. (2005). Spanienknigge: Sozioökonomische Einführung in die Interkulturalität. München: Oldenbourg.
Rehbein, R. et al (2009). Beruflich in Spanien. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht.
Resina, J. R.; Winter, U. Hrsg. (2005). Casa encantada. Lugares de memoria en la España constitucional 1978-2004. Frankfurt/M.: Vervuert.
Rupp, A. et al. Hrsg. (2011). Spanien von innen und außen. Eine interkulturelle Perspektive. Berlin: Lit.
Schmidt, P. Hrsg. (2004). Kleine Geschichte Spaniens. Stuttgart: Reclam.
Springer, B. F. W. Hrsg. (2015). La comunicación hispano-alemana. Por qué no nos entendemos y cómo conseguirlo. Kassel: Reichenberger.
Welsch, W. (2017). Transkulturalität. Realität – Geschichte – Aufgabe. Wien: nap.
Werz, N.; Gratius, S. (2017). Spanien. Schwalbach: Wochenschau Verlag.
Zelik, Raul (2018). Spanien. Eine politische Geschichte der Gegenwart. Berlin: Bertz & Fischer.
- Trainer/in: Guido Hausmann
- Trainer/in: Ivo-Alexander Music
- Trainer/in: Kristina Binder
- Trainer/in: Christine Kramel
- Trainer/in: Andreas Legner
- Trainer/in: Thomas Stahl
- Trainer/in: Elearning ZSK
Sprache und Sprachentwicklung des Kindes stehen in engem Zusammenhang mit Wahrnehmung, Denken und Handeln. Werden sprachliche Defizite von Kindern nicht rechtzeitig erkannt - etwa frühkindliche Sprachentwicklungsstörungen, Hörprobleme oder auch sprachliche Schwächen von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache – , dann kann auch der Schulerfolg dieser Kinder gefährdet sein.
Im Seminar sollen, anhand der aktuellen Forschungssituation, angemessene Diagnose- und Fördermöglickeiten vorgestellt und diskutiert werden.
- Trainer/in: Angela Enders
Für Lehramt Modul W6, Psychologie Wahlbereich.
Dieses Blockseminar richtet sich in erster Linie an Lehramtsstudierende (W6) kann aber auch von Psychologiestudierenden (Wahlbereich) und Studierenden mit Nebenfach Psychologie besucht werden. Sie lernen allgemeine Grundsätze und Anwendungen der Gutachtenerstellung kennen (insbesondere im pädagogisch-psychologischen Bereich am Beispiel des schulpsychologischen und des sonderpädagogischen Gutachtens). Fundiert werden wir auf Testverfahren im Bereich der Schule eingehen und den Aufbau und Inhalt eines Gutachtens durchgehen.
Anforderungen: regelmäßige Mitarbeit, Referat + Hausarbeit (=Gutachten)
Termine:
- 06.12.2013: 13-17 Uhr im H17,
- 10.01.2014: 12-19 Uhr im H9
- 17.01.2014: 12-19 Uhr im H18
- 24.01.2014: 12-19 Uhr im H22
- Dozentin: Nicole Gruber
- Trainer/in: Daniela Dietl
In 1988, Time published a range of articles on Hispanic culture in the United State, celebrating the supposed arrival of Hispanic music, visual art, and texts in the mainstream. However, the magazine’s enthusiastic headline »Magnífico: Hispanic Culture Breaks out of the Barrio« also reiterated common stereotypes about artists of Latin American and Caribbean descent by locating their cultural productions at the margins of US mainstream society and classifying them as a pinch of spice in the melting pot. Since then, the Hispanic population has not only come to represent an important part of US »ethnoracial pentagon« (Hollinger), but has also gained accrued visibility in music, visual arts, performance, drama, and literary texts. This is especially true for cultural productions by migrant or diaspora artists from Puerto Rico, Cuba, and the Dominican Republic – such as music stars Ricky Martin or J. Lo, visual artist Jean-Michel Basquiat, or Pulitzer winners Junot Díaz and Nilo Cruz – but also includes works by Haitian Americans such as The Fugees or writer Edwidge Danticat.
This seminar will explore how Caribbean diaspora cultures from Puerto Rico, Cuba, the Dominican Republic, and Haiti evolved from the beginning of the 20th century on. Studying patterns of migration, community building and transnationalism, we will first try to understand the communities’ political, social, and cultural challenges in the United States while discussing recent concepts of transnationalism, diaspora, and intersectionality. Then, we will focus on the cultural expression of these communities, exploring the roots of Salsa music in New York diaspora culture, Nuyorican poetry and performance in the 1960s, and US Caribbean visual art. Finally, we will turn to artefacts and texts from the 2000s such as Edwidge Danticat’s The Dew Breaker (2004) and Junot Díaz’ Pulitzer-winning novel The Brief Wondrous Life of Oscar Wao (2007). Taking a comprehensive approach to their representation of diasporic communities, we will analyze their politics of »straddling« (Flores) the past and the present, the Caribbean and the United States, and postcolonial imperatives and the expectancies of the U.S. cultural industry in order to localize them between the poles of de- and reterritorialization.
Das Seminar wird – in Abhängigkeit von den Sprachkenntnissen der Teilnehmenden – auf Englisch oder Deutsch abgehalten.
Leistungsnachweis: aktive Seminarvorbereitung, semesterbegleitende Aufgaben, Hausarbeit (Abgabe: 31.03.2021)
- Trainer/in: Anne Brüske
- Trainer/in: Sophia Ehlers
- Trainer/in: Stefan Krauss
- Trainer/in: Alexandra Liedl
- Trainer/in: Matthias Rips
- Trainer/in: Lisa Spennemann

- Trainer/in: Andreas Eberl
- Trainer/in: Viktor Lohr
- Trainer/in: Martin Firmkäs
- Trainer/in: Arne Dittmer
- Trainer/in: Sara Hassunah
- Trainer/in: Barbara Sass
- Trainer/in: Peter Herdegen
- Trainer/in: Karin Binder
- Trainer/in: Melanie Geiger
- Trainer/in: Stefan Krauss
- Trainer/in: Lisa Spennemann
- Trainer/in: Nathalie Stegmüller
- Trainer/in: Nicole Steib
- Trainer/in: Patrick Wiesner
- Trainer/in: Helmer Hoppe
- Trainer/in: Valentina Huber
- Trainer/in: Moritz Kößler
- Trainer/in: Stefan Krauss
- Trainer/in: Matthias Rips
- Trainer/in: Nicole Steib
Das Singen gehört im Musikunterricht zu den zentralen Aktivierungsformen von Schülerinnen und Schülern. Wie eine Liedeinstudierung effektiv gelingen kann, welche Techniken diesen Lernvorgang unterstützen, die gleichzeitig unersetzbare Wege zur Motivation im Lernfeld Schule darstellen, wird in diesem Seminar praktisch erarbeitet, reflektiert und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Stilistiken diskutiert.
- Trainer/in: Magnus Gaul
- Trainer/in: Pamela Schwab
- Trainer/in: Pamela Schwab
- Trainer/in: Pamela Schwab
- Trainer/in: Philipp Abelein
- Trainer/in: Marius Cramer
- Trainer/in: Dorothea Ehr
- Trainer/in: Bernhard Rauh
- Trainer/in: Dorothea Ehr
- Trainer/in: Guido Hausmann
- Trainer/in: Franz Kroneder
Die Landshuter Hochzeit des Jahres 1475, bei der Herzog Georg der Reiche
von Bayern- Landshut die polnische Königstochter Hedwig aus dem Hause
der Jagiellonen ehelichte, wurde in einer prunkvollen Feier vollzogen,
die reichsweites Aufsehen erregte. Der 1902 gegründete gemeinnützige
Verein „Die Förderer e.V.“ hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses
bedeutende historische Ereignis turnusmäßig in einem historischen und
sehr authentisch gestalteten Festspiel lebendig zu halten. Im Jahr 2008
wurde dieses Festspiel „Landshuter Hochzeit 1475“ von der
UNESCO-Stiftung in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Dies bestätigt den hohen Stellenwert, den die „Landshuter Hochzeit 1475“
im kulturellen Leben Bayerns einnimmt. Publikationen über die
Landshuter Hochzeit von 1475 finden sich viele. Ein schneller
professioneller digitaler Zugang für historisch Interessierte existiert
bislang nicht. Im Rahmen der Übung soll eine Applikation aufgebaut
werden, die den Besuchern der „Landshuter Hochzeit“ und der Stadt
Landshut Informationen zu den historischen Austragungsorten, zu den
Protagonisten sowie zum städtischen Umfeld und dem breiteren
geographischen und historischen Kontext bequem mittels Smartphone oder
Tablet zur Verfügung stellt. In einem ersten Modul im WS 2021/22 sollen
die zentralen Schauplätze der „Landshuter Hochzeit“ in der Stadt
Landshut für die App-Nutzer digital aufbereitet werden. Die zentralen
historischen Quellen aus den Staatlichen Archiven Bayerns sollen
ermittelt und in kurzen Texten historisch eingeordnet und erläutert
werden. Historische Karten und Fotos authentisch nachgearbeiteter Stücke
aus dem Fundus der Förderer, wie Kostüme, Rüstungen und Waffen sollen
das Quellenmaterial anschaulich ergänzen. Eine Exkursion nach Landshut
ist geplant. Die Veranstaltung soll teilweise als Blockver-anstaltung
stattfinden.
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Irmgard Lackner
- Trainer/in: Alisa Langlitz
Zeit: Blockveranstaltung
Raum: Raum 017 Wios bzw Raum 307 Wios
Dauer: 2 Semesterwochenstunden
Turnus: zweiwöchentlich
Beginn: 24.04.2009
Sprechstunde: Montag 14.00-15.30 Uhr oder nach Absprache
Büro: Südost-Institut, Raum 307 (Landshuterstr. 4)
Telefon: +49 (0)941 / 943-5474
Telefax: +49 (0)941 / 943-5485
Mobil: +49 (0)178-1722709
Email: friederike.kind-kovacs (at) geschichte.uni-regensburg.de
Inhaltliche Beschreibung:
Nicht nur Menschen emigrieren, sondern auch Bücher und Manuskripte. Inbesondere in der Zeit des Kalten Krieges sahen sich zahlreiche Autoren vor die Entscheidung gestellt, ihre literarischen Werke entweder nie veröffentlicht zu sehen oder sie auf illegalem Weg ins Ausland zu schmuggeln. Boris Pasternak war einer der ersten, der es wagte, die sowjetische Zensur zu umgehen und seinen Dr. Zhivago in Italien zu publizieren. Zahlreiche Autoren folgten seinem Beispiel und publizierten ihre Literatur im sogenannten Tamizdat (Westveröffentlichung). Vor diesem Hintergrund werden wir uns in diesem Proseminar anhand theoretischer Texte und ausgesuchter Quellen eingehend mit den möglichen Ursachen, Formen und Auswirkungen literarischer Emigration in Ostmitteleuropa beschäftigen. Weiterhin wird das Seminar Studienanfängern vielfältige Möglichkeiten bieten, sich wichtige methodische Fertigkeiten (Literaturrecherche, Entwicklung von Forschungsfragen, Bibliographieren, Schreiben von Hausarbeiten) anzueignen.
- Trainer/in: Friederike Kind-Kovács
- Trainer/in: Hannes Vatthauer
Leistung, Erfolg, Teamwork: Schlagworte wie diese lassen sich sowohl in der Arbeitswelt als auch im sportlichen Bereich finden und eröffnen uns inhaltliche Schnittstellen, die wir gemeinsam kulturwissenschaftlich ausloten wollen. Diese Sphären können im Profisport oder in Unternehmenssportgruppen zusammenfallen, sie können jedoch auch als getrennte Felder unter Verschränkung verschiedener anderer kulturwissenschaftlicher Begriffe und Konzepte – wie Körper oder Spiel – betrachtet werden.
- Trainer/in: Karin Lahoda
Die Vorlesung widmet sich den Voraussetzungen, wesentlichen Ablaufformen und vor allem auch den vielfältigen und komplexen Auswirkungen der europäischen Expansion als ein wesentliches Strukturelement der frühneuzeitlichen Geschichte Europas und der Welt, das bis heute in seinen politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Folgen spürbar ist. Sie führt in gängige Begriffe, Theorien und Ansätze zur Erforschung von Prozessen der Kolonialisierung/Dekolonialisierung ein, darunter der Ansatz der Globalgeschichte oder Begriffe wie ‚Entdeckungen‘, Kolonialismus, Europäisierung, interkultureller Transfer sowie Alterität / Identität. Außerdem werden aktuelle wissenschaftspolitische Forderungen wie zum Beispiel jene nach einer Provinzialisierung Europas diskutiert.
- Trainer/in: Andrea Kuntze
- Trainer/in: Harriet Rudolph
- Trainer/in: Maximilian Scholler
Zur Einschreibung in diesen Kurs ist ein Zugangsschlüssel nötig, den Sie in der ersten regulären Sitzung erhalten.
- Trainer/in: Alfred Lindl
- Trainer/in: Matthias Ederer
Erfahre mehr über die Deutsche Demokratische Republik und ihr System!
- Trainer/in: Christoph schroeder
- Trainer/in: Frederic Ponten
- Trainer/in: Julia Herzberg
Campusgeschichten (engl. häufig auch: Campus Lore / college
legends) werden dem Bereich des Alltäglichen Erzählens zugeordnet. Nicht selten begegnen sie in fröhlicher
Runde auf der letzten Uniparty, auf Social Media, an den WG-Tischen oder in den
Fachschaftszimmern. Da wäre etwa die neueste Anekdote vom ewigen
Dauerstudenten, Erzählungen über exzentrische Professorinnen oder Gerüchte über
herabfallende Trümmerteile, die auf dem Campus beinahe jemanden erschlagen
hätten. Jene Geschichten dienen dabei längst nicht nur der Unterhaltung und dem
Informationsaustausch. In ihnen spiegeln sich auch die Erwartungen, Ängste und Hoffnungen
von Studierenden und Lehrkräften, Diskurse um Leistung, Hierarchie und Zugehörigkeit
sowie nicht zuletzt auch ein spielerisch-spöttischer Umgang mit der Universität
als Stätte der Bildung und Wissensvermittlung. Das Seminar möchte dabei
ergründen, wie sich Campusgeschichten als Akte narrativer Sinnstiftung und
Selbstdeutung in den Blick nehmen lassen und was sie über die Rolle der
Universität in der Gesellschaft und ihre Akteur*innen aussagen (Vgl. Meyer,
2023, 125-126).
Das Seminar bietet eine grundlegende Einführung in das Feld des Alltäglichen Erzählens und vermittelt am Beispiel der Campusgeschichten theoretische und methodische Grundlagen, wie sich Erzählungen sammeln, ordnen, bewahren und untersuchen lassen. Im Zentrum steht die Planung und Durchführung eines gemeinsamen Forschungsprojekts, in dessen Rahmen Campusgeschichten rund um die Universität Regensburg analog wie digital aufgespürt, festgehalten und ausgewertet werden. Dabei stellen sich auch Fragen nach ihrem Überlieferungscharakter, der auftretenden motivischen Bandbreite, dem Variantenreichtum und populärkulturellen Bezugnahmen.
- Trainer/in: Lena Möller
Die erzählte Grenze: lebensgeschichtliche Erinnerungen und Erinnerungsorte im bayerisch-böhmischen Grenzraum.
Veranstaltungstyp: Proseminar mit ExkursionVorlesungsverzeichnis Nr.: 33 177
Zeit: Mi 8-10
Dauer: 2 Semesterwochenstunden
Turnus: wöchentlich (mit einer Blockveranstaltung in Exkursionsform)
Beginn: 21.4.2010
Raum: ALFI 017
Tutorium: Ein begleitendes, aber freiwilliges Tutorium wird angeboten.
Inhaltliche Beschreibung:
Während der Eiserne Vorhang in erster Linie als Hindernis für den Transfer von Menschen, Ideen und physischen Gütern betrachtet wird, weckt die Metapher der Grenze auch gleichzeitig Vorstellungen von grenzüberschreitender Interaktion und Kommunikation. Die Vielschichtigkeit des individuellen und kollektiven Gedächtnisses in Bezug auf die Grenze, deren Charakter im 20. Jahrhundert mehrfache tiefgreifende Veränderungen durchlief, ist Gegenstand dieses Proseminars. Im Sinne einer mikrohistorischen Studie werden wir uns mit der lokalen Erinnerung an den Eisernen Vorhang im bayerisch-böhmischen Grenzraum beschäftigen. Wir werden uns dabei sowohl mit der mündlichen Repräsentation der Grenze in Lebensgeschichten, als auch mit ihrer visuellen Präsentation an ausgesuchten Erinnerungsorten auseinandersetzen. Mit Hilfe von biographischen Interviews mit Menschen aus der Region, deren alltägliches Leben von der Präsenz der Grenze geprägt war, möchten wir individuelle und biographische Grenz-Erfahrungen aufspüren. Es ist zu vermuten, dass der Eiserne Vorhang als physische Grenze auf beiden Seiten der bayerisch-böhmischen Grenze zum aktiven Widerstand gegen die fortschreitende Isolierung der – an den Eisernen Vorhang grenzenden - Regionen provozierte. Als Vorbereitung auf die eigenständig durchzuführenden Interviews wird das Seminar vielfältige Möglichkeiten bieten, methodologische und praktische Grundlagen der lebensgeschichtlichen Interviewführung zu erwerben. Die erlernten Interviewtechniken sowie theoretische Kenntnisse über die historische Funktion „erinnerter Orte“ werden wir dann im Rahmen einer zweitägigen Exkursion ins bayerisch-böhmische Grenzgebiet forschungspraktisch anwenden.
Literatur zur Einführung:
Roswitha Breckner, Devorah Kalekin-Fishman und Ingrid Miethe: Biographies and the division of Europe: experience, action, and change on the 'Eastern side'. Opladen 2000. Katharina Eisch: Grenze. Eine Ethnographie des bayerisch-böhmischen Grenzraums. München 1996. Uwe Flick, Ernst von Kardorff, Ines Steinkke (Hg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Hamburg 2003. Robin Humphrey: Biographical research in Eastern Europe. Altered lives and broken biographies. Aldershot 2003. Patrick Major und Rana Mitter: Across the Blocs. Cold War Cultural and Social History. London 2004. Ulrike H. Meinhof: Living (with) Borders. Identity Discourses on East-West Borders in Europe. Ashgate 2002. Pierre Nora: Zwischen Geschichte und Gedächtnis. Frankfurt am Main 1998.
- Trainer/in: Friederike Kind-Kovács
Die europäische Aufklärung ist ein Klassiker unter den Themen der frühneuzeitlichen Geschichte und einer jener wenigen Sachverhalte, welcher in der öffentlichen Wahrnehmung sowie bei Studierenden vergleichsweise stark präsent ist und auch in der Schule noch gelehrt wird. Im Grunde wird beinahe jede in der Frühen Neuzeit in irgendeiner Weise positiv besetzte Entwicklung gemeinhin mit dem Schlagwort „Aufklärung“ belegt, auch dann, wenn sie damit überhaupt nichts zu tun hatte. Die Vorlesung zielt darauf, mit derartigen Aufklärungsmythen aufzuräumen und zugleich die wesentlichen intellektuellen Entwicklungsprozesse der Aufklärung sowie deren Epochencharakter in europäisch vergleichender Perspektive zu diskutieren.
- Trainer/in: Dario Krieger
- Trainer/in: Harriet Rudolph
- Trainer/in: Andrea Stoeckl
In diesem Kurs lernt ihr wie die Entdeckung und Europäisierung der Neuen Welt ablief.
- Trainer/in: Christoph schroeder
- Trainer/in: Carmen Evermann
Lange Zeit wurde die Thematisierung historischer Ereignisse, Personen und Orte in den Neuen Medien von der Geschichtswissenschaft bewusst ignoriert, bisweilen diskreditiert. Erst in den letzten Jahren setzte ein Paradigmenwechsel ein, in dessen Verlauf sich Historiker intensiver mit der Darstellung von Geschichte in Film, Fernsehen, Videospielen und dem Internet befassen. Da die herkömmlichen Methoden der Geschichtswissenschaft nur sehr begrenzt auf diesen Bereich anwendbar sind, ist ein interdisziplinärer Ansatz zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung unabdingbar.
Im Rahmen der Übung soll ein Einblick in dieses relativ neue Forschungsfeld der Geschichtswissenschaften geboten werden. Welche Theorien und Methoden werden angewendet, welche Probleme und Fragestellungen drängen sich auf? Exemplarisch werden unterschiedliche Zugänge an ausgewählten Beispielen erprobt. Sowohl Filme, Internetauftritte als auch Videospiele werden von den Studierenden vor dem Hintergrund spezifischer Fragestellungen untersucht. Nicht zuletzt dient die Übung dazu, der Frage nachzugehen, welche Aufgaben eine moderne Geschichtswissenschaft innerhalb unserer Gesellschaft übernehmen kann und muss. Stellt die zunehmende mediale Auseinandersetzung mit der Geschichte der Frühen Neuzeit eine Chance oder eine Gefahr für die etablierte Wissenschaft dar?
- Trainer/in: Hannes Vatthauer
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Trotz „Entdeckung“ der Neuen Welt, Reformation und Revolutionen ist die Frühe Neuzeit im Gegensatz zu Antike, Mittelalter und Moderne in Film und Fernsehen relativ wenig präsent. Dennoch lassen sich einige interessante filmische Auseinandersetzungen mit Ereignissen und Personen dieser spannenden Epoche finden. Die Übung widmet sich der Darstellung frühneuzeitlicher Themen im zeitgenössischen Film und Fernsehen. Grundlegend wird nach der Bedeutung der filmischen Auseinandersetzung für unsere Geschichtsbilder gefragt. Die Seminarteilnehmer vergleichen unter bestimmten Fragestellungen historische Quellen und filmische Inszenierung. Hierbei werden sowohl Dokumentationen („Die Deutschen“ / 2010 u.a.), Filme („The Patriot“ / 2000, „Luther“ / 2003 u.a. ) als auch Fernsehserien untersucht („The Tudors“ / 2007-2010). Im Rahmen des Seminares wird es eine kurze, grundlegende Einführung in das Medium Film und dessen Bedeutung für den Historiker geben. Neben der Rezeption diverser Filme und Dokumentationen wird die Bereitschaft zum Lesen englisch- und deutschsprachiger Literatur und Quellen bei allen Teilnehmern vorausgesetzt. |
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- Trainer/in: Hannes Vatthauer
Im Seminar wird es versucht eine ausführliche Charakteristik der sozialen, kulturellen und demographischen Prozessen im frühgeschichtlichen Siebenbürgen darzubieten. Eingegangen wird auf die Forschungsgeschichte, Verbreitung und Art der Fundplätze, die wichtigsten Merkmale der materiellen Kultur sowie auf kulturelle Verbindungen. Behandelt werden auch Fragen der ethnischen Deutung und der Korrelation der archäologischen Hinterlassenschaften mit historisch bekannten ethnischen Namen.
Die Lehrveranstaltung wird als Blockseminar angeboten. Die Referatsthemen werden am Anfang des Semesters verteilt. Die Betreuung der Studierenden durch den Dozenten erfolgt über GRIPS. Ende des Semesters (Samstag, 11.7.2020) erfolgt dann die abschließende Sitzung in Form einer „Fachtagung“, bei der die Referate abgehalten und gründlich diskutiert werden.
Leistungsnachweis: Referat/Präsentation und Hausarbeit.
Literaturliste:
Daicoviciu, C. 1943. Sibenbürgen im Altertum. Bukarest.
Horedt, K. 1982. Siebenbürgen in spätrömischer Zeit. Bukarest.
Opreanu, Coriolan Horaţiu. 2018. Siebenbürgen am Ende der Antike und zur Zeit der Völkerwanderung. Eien Kulturgeschichte, Blickpunkt Rumänien. Wien: New Academic Press.
Pop, Ioan-Aurel, and Thomas Nägler, eds. 2016. Istoria Transilvaniei. III-a ed. Vol. 1. Cluj-Napoca, Deva: Editura Academia Română - Centrul de Studii Transilvane, Editura Episcopiei Devei şi Hunedoarei.
- Trainer/in: Alexandru Popa
- Trainer/in: Anne Mariss
- Trainer/in: Andreas Merkt
Das Jahr 1492 zählt als einer der Marker für den Epochenübergang von Mittelalter zu Früher Neuzeit. Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gilt in vielen Handbüchern als Beginn eines neuen Zeitalters, auch wenn der italienische Seefahrer eigentlich nicht auf der Suche nach Neuem war, sondern den Seeweg nach Indien suchte. Bis zu seinem Tod war Columbus der Überzeugung in Asien gelandet zu sein. Dennoch läutete seine Entdeckung ein neues Zeitalter ein, in dem Spanien zur Weltmacht aufstieg. Im Proseminar beschäftigen wir uns aus einer kulturhistorischen und postkolonialen Perspektive mit der Geschichte des spanischen Kolonialreiches in Lateinamerika im 16. Jahrhundert. Folgende Fragen werden uns dabei leiten: Was waren die historischen Voraussetzungen für die Entdeckung Amerikas? Unter welchen Umständen gelang es den Konquistadoren, ihre Herrschaft zu etablieren und zu sichern? Auf welche politische Situation stießen sie vor Ort? Welche Rolle spielte die katholische Kirche für die Eroberung Amerikas? Und schließlich: Welche Folgen hatte die spanischen Kolonialherrschaft für die indigene Bevölkerung?
Anhand ausgewählter Quellen sowie der Forschungsliteratur zum Thema werden wir diese und weitere Fragen im Proseminar diskutieren. Eine regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung für den Erwerb von Leistungspunkten. Ebenso wird eine gründliche Vorbereitung des wöchentlichen Lektürepensums sowie die Bereitschaft englische Texte zu lesen vorausgesetzt. Für den Erhalt des Scheins ist zudem die Anfertigung eines Referats sowie einer Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten erforderlich.
- Trainer/in: Anne Mariss
- Trainer/in: Maximilian Scholler
Die Geschichte Russlands in vorpetrinischer Zeit im Spiegel ihrer Quellen. Chronikberichte, Kriegserzählungen, Heiligenviten, Sendschreiben. Einführung in die mittelalterliche Geschichte Osteuropas
Veranstaltungstyp: - Proseminar
Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33 198
Zeit: Mo 18-20
Dauer: 2 Semesterwochenstunden
Turnus: wöchentlich
Beginn: 16.4.2012
Raum: WiOS 017
Kein wirkliches Verständnis der neuzeitlichen Geschichte Russlands, der Epoche des Petersburger Imperiums und der Ära der Sowjetunion, ohne Kenntnis der mittelalterlichen Grundlagen. So soll in der Lehrveranstaltung gemeinsam durch die Analyse ausgewählter zentraler Quellen aus dem 10. bis 17. Jahrhundert eine Vorstellung von den entscheidenden Entwicklungen der Geschichte des orthodox-oslawisch besiedelten Raums von der Entstehung des Kiever Reichs bis in die Zeit der ersten Romanov-Zaren erarbeitet werden.
Literatur: Handbuch der Geschichte Russlands. Band 1: Von der Kiever Reichsbildung bis zum Moskauer Zartum (Anfänge bis 1613). Teilbände 1–2. Hrsg. von M. Hellmann. Stuttgart 1981–1989; The Cambridge History of Russia. Volume 1: From Early Rus’ to 1689. Ed. by M. Perrie. Cambridge 2006, S. 240–263; G. Stökl: Russische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 6. Aufl. 1997; Crummey, Robert O.: The Formation of Muscovy 1304–1613. London, New York 1987 (=Longman History of Russia); C. Goehrke: Russland. Eine Strukturgeschichte. Paderborn 2010;
Hinweise: Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Studierende der osteuropäischen Geschichte, sondern an alle an mittelalterlicher Geschichte Interessierten und setzt keine einschlägigen Landes- oder Sprachkenntnisse voraus.
Anmeldung: Online-Anmeldung über RKS (Mo, 5.3.2012, 10 Uhr, bis So, 11.3.2012, 10 Uhr und Mi, 11.4.2012, 18 Uhr, bis Fr, 13.4.2012, 14 Uhr; Vergabe der Plätze nach dem Talersystem)
Modul/e:
GES-LA-M 02.1
GES-MA-M 03.3 - 10.3
GES-M 02.1
Leistungspunkte: 7
Leistungsanforderungen: Referat, Hausarbeit
- Trainer/in: Reinhard Frötschner

In diesem Kurs lernst du interessante Dinge über deine Heimatstadt Regensburg kennen. Viel Spaß!
- Trainer/in: Christoph schroeder
Klausur in der letzten Seminarsitzung.
- Trainer/in: Johannes Haider
- Trainer/in: Julia Lechner
- Trainer/in: Luisa Pöppel
Die historische, geographische und sozialwissenschaftliche Perspektive repräsentieren die Gesellschaftswissenschaften im Sachunterricht. Dieses Seminar widmet sich mit je einer Sitzung den Bildungszielen und Kompetenzen (1) sowie den Inhalten (2) der drei Perspektiven und einer Vertiefung (3) im Hinblick auf den Einsatz von Medien und Methoden.
Anschließend erfolgen zwei perspektivenübergreifende Einheiten.
Die Seminarsitzungen kombinieren die Theorie mit der Analyse von Unterrichtsvideos, praktischen Unterrichtsbeispielen, digitalen Tools, Quellenmaterial, Experimenten, Stadtführung u.v.m.
Im Anschluss an die 9 Sitzungen zu den gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven gibt es je einen kurzen Reflexionsauftrag zur Erstellung eines Portfolios. Diese Portfolioleistung fließt in die Modulnote ein.
- Trainer/in: Johannes Haider
Unabdingbar in kriegerischen Auseinandersetzungen, zentral in höfischen Zeremonien und kostbar als diplomatische Geschenke waren Pferde und Höfe über Jahrhunderte eng miteinander verbunden. Kaum etwas versinnbildlicht die herrschaftliche Autorität deutlicher als der Blick vom sprichwörtlichen hohen Ross, dem lebendigen Thron, festgehalten in unzähligen Reiterstandbildern und Porträts zu Pferde. Mit der Wiederentdeckung der antiken Pferdewissenschaften zu Beginn der Frühen Neuzeit und dem Einfluss byzantinischer Kunstreiterei nach der Eroberung Konstantinopels erfuhr die Reitkunst in ganz Europa Auftrieb und schlug sich in der Gründung von höfischen Reitakademien und der Aufführung aufwendiger Pferdeballette zu besonderen Festivitäten nieder. Könige ließen sich mit ihren Reitmeistern porträtieren (Charles I, England), gaben gar eigene Reitlehren in Auftrag (Louis XIII, Frankreich), investierten in Ställe, Pferde und Zubehör. Wir wollen in dieser Übung den vielfältigen Ursachen der frühneuzeitlichen „Pferdebegeisterung” auf den Grund gehen und dabei den Umgang mit den unterschiedlichen Quellenarten, die uns hiervon Aufschluss geben könnten, einüben: seien es Briefe, Akten, Reisetagebücher, zeitgenössische Fachliteratur, Schriften politischer Theorie, Gemälde, Musikstücke oder Architekturzeichnungen. Ein Besuch der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek in Regensburg, die umfangreiche hippologische Sammlungen beherbergt, wird unsere historische Spurensuche abrunden.
- Trainer/in: Elisabeth Natour
- Trainer/in: Maximilian Scholler
- Trainer/in: Luminita Elena Gatejel
- Trainer/in: Friederike Kind-Kovács
- Trainer/in: Luminita Elena Gatejel
Ob Asterix-Comics, Indianergeschichten, Mittelalterfeste oder die Burg im eigenen Ort: Schülerinnen und Schüler sind tagtäglich umgeben von einer Geschichtskultur, die Fragen und Unverständnis aufwirft, teilweise aber auch Fehlvorstellungen erzeugt. Die historische Perspektive im Sachunterricht setzt genau an dieser Stelle an: Oberstes Ziel des historischen Lernens ist im Sachunterricht wie im späteren Geschichtsunterricht der Sekundarstufe die Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins. Dieses Seminar stellt die Themenbereiche der historischen Perspektive sowie deren Unterrichtsprinzipien vor, erläutert zentrale historische Kompetenzen und vermittelte konkrete Inhalte für die Planung und Durchführung von Unterrichtsstunden in der historischen Perspektive des Sachunterrichts.
Die Veranstaltung findet asynchron über GRIPS mit synchronen Elementen über Zoom statt.
E-Prüfung oder 2 in 24 h Hausarbeit, je nach Infektionslage
Prüfungstermin 15.07. 14-16 Uhr
- Trainer/in: Johannes Haider
Ob Asterix-Comics, Indianergeschichten, Mittelalterfeste oder die Burg im eigenen Ort: Schülerinnen und Schüler sind tagtäglich umgeben von einer Geschichtskultur, die Fragen und Unverständnis aufwirft, teilweise aber auch Fehlvorstellungen erzeugt. Die historische Perspektive im Sachunterricht setzt genau an dieser Stelle an: Oberstes Ziel des historischen Lernens ist im Sachunterricht wie im späteren Geschichtsunterricht der Sekundarstufe die Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins. Dieses Seminar stellt die Themenbereiche der historischen Perspektive sowie deren Unterrichtsprinzipien vor, erläutert zentrale historische Kompetenzen und vermittelte konkrete Inhalte für die Planung und Durchführung von Unterrichtsstunden in der historischen Perspektive des Sachunterrichts.
Die Veranstaltung findet asynchron über GRIPS mit synchronen Elementen über Zoom statt.
E-Prüfung oder 2 in 24 h Hausarbeit, je nach Infektionslage
Prüfungstermin 15.07. 14-16 Uhr
- Trainer/in: Johannes Haider
- Trainer/in: Julia Lechner
- Trainer/in: Luisa Pöppel
- Trainer/in: Marius Cramer
- Trainer/in: Bernhard Rauh
Bis zu 12 Millionen Flüchtlinge aus Südost- und Osteuropa kamen nach 1945 in die vier Besatzungszonen Deutschlands und mussten wirtschaftlich sowie sozial integriert werden. Auch entwickelten sich die Vertriebenen in der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre hinein zu einem bestimmenden politischen Faktor.
Anhand dieser Entwicklungsprozesse sollen im Proseminar die Methoden des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens praktisch eingesetzt werden. Zuerst werden die unterschiedlichen Gruppen der Vertriebenen aus Südost- und Osteuropa mit ihrem geschichtlichen Hintergrund behandelt. Weitere Themenkomplexe sind die wirtschaftliche, soziale und politische Integration der Vertriebenen, deren Probleme in der BRD, der DDR und ausgewählten Bundesländern und die Rolle der Vertriebenverbände bis zu den Ostverträgen. Diese Themen werden vor dem Hintergrund der Begriffe „Heimat“, „Identität“ und „Integration“ behandelt.
Literatur: Manfred Kittel: Ein fünfter Stamm in Bayern? Schlesier, Ostpreußen und andere Vertriebenengruppen. Ein integrationspolitischer Vergleich mit den Sudetendeutschen. (Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte 1/2009). München 2009. Abrufbar unter http://192.68.214.70/blz/eup/01_09_themenheft/index.asp
Andreas Kossert: Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945. München, 2008.
Matthias Stickler: Ostdeutsch heißt Gesamtdeutsch. Organisation, Selbstverständnis und heimatpolitische Zielsetzungen der deutschen Vertriebenenverbände 1949-1972. Düsseldorf 2004.
Bis heute ist die italienische Oper des 19. Jahrhunderts aus den
Spielplänen der internationalen Bühnen nicht wegzudenken. Was verbirgt
sich musikalisch hinter diesen Werken? Das Seminar möchte vornehmlich in
Methoden der Opernanalyse einführen, wie sie sich seit den 1990er
Jahren in der Musikwissenschaft etabliert haben. Ziel ist es, mit
musikdramaturgischen Techniken und Formmodellen vertraut zu werden, die
für die gesamte italienische Oper des 19. Jahrhunderts konstitutiv
waren. Als Ausgangspunkt wird die Herausbildung der standardisierten
vierteiligen ‚solita forma‘ in Gioachino Rossinis Opern dienen. Der
Schwerpunkt wird dann im Schaffen Giuseppe Verdis liegen, dessen
individuelle Auseinandersetzung mit dem musikalischen Drama erst vor dem
Hintergrund der italienischen Opernkonventionen verständlich wird. Da
am Theater Regensburg gerade Verdis Macbeth neu inszeniert wurde, wollen
wir uns mit diesem Werk besonders intensiv beschäftigen.
- Trainer/in: Lucinde Braun
- Trainer/in: Anna Häckel-König
- Trainer/in: Alexandra Regiert

Als „fremd und faszinierend“ bezeichnet der Ökumeniker J. Oeldemann die Kirchen des christlichen Ostens im Vorwort seines konfessionskundlichen Überblicks. Das Seminar will sich dieser Fremdheit und zugleich dem faszinierenden Reichtum der ostkirchlichen Traditionen in Geschichte und Gegenwart, in Lehre und Liturgie, in gelebter kirchlicher und gesellschaftsrelevanter Praxis annähern. Es eröffnet den Blick auf die große Vielfalt der ostkirchlichen Traditionen und sensibilisiert für ein ökumenisches Bewusstsein im Hinblick auf den christlichen Osten, der – vorbehaltlich Regelungen hinsichtlich der Pandemie-Situation – auch vor Ort in Regensburg und Bayern erkundet werden soll.
- Trainer/in: Andrea Riedl
Es handelt sich um das Seminar aus Modul MUWI 02/06: Einführung in die musikalische Analyse.
- Trainer/in: Wolfgang Horn
Die Konquista im Spiegel zeitgenössischer hispanischer Narrativik
Hauptseminar, 2 SWS
Guido Rings
Im Kontext zunehmender Globalisierung, einer Massenemigration aus ehemals kolonialisierten Ländern und einem postkolonialen sowie kritischen interkulturellen Paradigmenwechsels ist es wenig verwunderlich, dass die verschiedensten Perspektiven zur Eroberung Lateinamerikas und zum spanischen Kolonialismus eine besondere Aufmerksamkeit erhalten haben.
Dieses Hauptseminar behandelt zentrale Darstellungen der Eroberung und Kolonialisierung im zeitgenössischen Roman, Kino und Theater. Der komparative Ansatz bei den „eroberten Eroberern“ in der neueren Narrativik erlaubt eine detaillierte Untersuchung der dortigen Destabilisierung (neo-) kolonialer und indigenistischer Diskurse, die populäre Meinungen zum Kolonialismus, den kulturellen Identitäten im hispanischen Raum und spanisch-lateinamerikanischen Beziehungen auch weiterhin entscheidend prägen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Humanisierung der Eroberer sowie Kernfragen kultureller Hybridität in Werken der folgenden Autoren und Regisseure: Alejo Carpentier, Juan José Armas Marcelo, Matilde Asensi, Gioconda Belli, José Sanchis Sinisterra, Nicolas Echevarría und Agustín Díaz Yanes.
Einführende Forschungsliteratur: De Toro, Alfonso (Hg. 2006): Cartografías y estrategias de la “postmodernidad” y la “postcolonialidad” en Latinoamérica. “Hibridez” y “Globalización”. Madrid, Frankfurt: Ibeoroamericana/Vervuert; Dolle, Verena (Hg. 2015): La representación de la Conquista en el teatro latinoamericano de los siglos XX y XXI. Hildesheim, New York; Dolle, Verena und Guido Rings (Hgg. 2014): Glocal identities in contemporary Mexican theatre and performance (special issue of iMex III, 6 2014, http://www. imex-revista.com), S. 1-105. Floeck, Wilfried (2003): Estudios críticos sobre el teatro español del siglo XX. Tübingen: Francke; Menton, Seymour (1993): La Nueva Novela Histórica de la América Latina, 1979-1992. Mexiko: Fondo de Cultura Económica; Rings, Guido (2021): From Neoliberal Crime in “Aguirre, the Wrath of God” to Transcultural Solidarity in “Queen of the Desert”’, in: Yasmin Temelli & Hans Bouchard (eds.): Narratives of Money & Crime. Neoliberalism in Film, Literature and Popular Culture. Frankfurt: Peter Lang, pp. 111-136. Rings, Guido (2016): The Other in Contemporary Migrant Cinema. New York: Routledge; Rings, Guido (2010): La Conquista desbaratada. Identidad y alteridad en la novela, el cine y el teatro hispánicos contemporáneos. Madrid: Iberoamericana; Roth, Julia (2021): Whose bodies make money? Feminist movements addressing the intersections of capital, coloniality and gender, in: Yasmin Temelli & Hans Bouchard (eds.): Narratives of Money & Crime. Neoliberalism in Film, Literature and Popular Culture. Frankfurt: Peter Lang, pp. 227-243.
- Trainer/in: Gast Romanistik
„Zeitenwenden“ haben gerade Konjunktur. Aber anders als Politiker:innen, die derartige Veränderungen herbeirufen, beschäftigen sich Historiker:innen mit vergangenen Gesellschaften, die strukturellen Wandel schon erlebt haben. Dieses Hauptseminar wirft einen Blick zurück auf den (ehemaligen) Ostblock in die 1980er und 1990er Jahre und analysiert die gesellschaftlichen Entwicklungen, die Länder, wie etwa die DDR, Polen und Rumänien, durchgemacht haben. Dabei werden nicht nur politische und soziale Veränderungen unter die Lupe genommen, sondern auch den Lebensräumen und den Alltagserfahrungen viel Aufmerksamkeit gewidmet. Auf einer methodologischen Ebene werden wir uns mit Begriffen, die Veränderung unterschiedlich festhalten (wie z. B. „Wende“, „Zäsur“ oder „Bruch“) auseinandersetzen. Behandelte Themen sind unter anderem Alltag im Spätsozialismus und der Transformation, friedliche Revolutionen, Neoliberalismus und der kontroverse Umgang mit dem Erbe des Staatsozialismus.
- Trainer/in: Luminita Gatejel
Die Lehre von den Sakramenten ist für die eigene kirchliche Identität grundlegend und bildet auch die Basis vieler ökumenischer Diskussionen. Nicht selten aber sind wir uns dieser Grundlage nicht mehr bewusst, weshalb wir uns elementare und gleichzeitig komplexe Fragen stellen müssen: Warum taufen Christen? Warum feiern Christen Abendmahl? Gibt es andere Sakramente? Was ist überhaupt ein „Sakrament”? Dazu werden verschiedene Stimmen gehört, reflektiert und diskutiert.
- Trainer/in: Stephen James Hamilton
Die Vorlesung gibt einen breit angelegten Überblick über Themen und Theorien der kulturwissenschaftlichen Stadtforschung. Vor allem aber geht sie der Frage nach, wie Städte lesbar gemacht werden können. Wenn es stimmt, wie der Historiker Karl Schlögel schreibt, dass Städte "wie ein aufgeschlagenes Buch der Geschichte [sind], in dem wir nur zu lesen verstehen müssen", dann kommt es auf die Methodik an: Wie lässt sich aus Karten und Plänen, durch das Lesen von Straßen, Plätzen und Fassaden, durch ethnografische Fallstudien, go-alongs und nosing around das Wesentliche einer Stadt erfassen? Wie lassen sich die großen Strukturen, die spezifische Geschichte und die soziale Laufbahn von Städten visuell erschließen? Und inwiefern spiegelt sich das Ganze der Stadt manchmal sogar im kleinsten Detail?
- Trainer/in: Tobias Tröster
- Trainer/in: Jens Wietschorke
- Trainer/in: Paul Labelle
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
- Trainer/in: Felix Schmutterer
Die Quantenrevolution hat begonnen! – so heißt es, immer wieder, aus wechselnder Richtung. Aber was soll das heißen? Und ist es denn so? Und wie können wir uns, als geisteswissenschaftlich Forschende ohne technisch-mathematische Ausbildung, ein derart komplexes Thema greifbar machen?
In diesem Seminar diskutieren wir auf Basis eines erweiterten Korpus medienwissenschaftlicher Texte und ohne Bezug auf mathematische und physikalische Formeln, was Quanten überhaupt sind, wie sie das Bild unseres Kosmos auf den Kopf gestellt haben – und was das mit Metaversen, lebendig/toten Katzen und Quantensprüngen tun hat. Wir klären, wo Quantentechnologie bereits heute in den Medien unseres Alltags zum Einsatz kommt und welche Vorstellungen sich mit den Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie verbinden. Diese Zugänge zu Quantenmedien schürzen wir im Seminar durch die Frage, wie sich eine Welt, die als Quantenwelt begriffen werden soll, adäquat verstehen lässt und wie ein entsprechendes Quantendenken am Beginn des dritten Jahrtausends aussehen könnte.
Nach Abschluss dieses Seminars verstehen Sie nicht nur, worum es sich bei Quanten handelt, sondern haben auch einen Überblick über die historische Entwicklung der Quantentechnologie, deren aktuelle und projektierte Einsatzmöglichkeiten und verstehen viele der Implikationen für unsere Auffassung von Medien, Welt und Subjekten, wie eine Quantensicht sie evoziert. Darüber hinaus wird das Seminar Ihre analytischen Fähigkeiten in der Lektüre (medien-)wissenschaftlicher Texte und der Diskussion derselben erweitern und vertiefen. Auf methodischer Seite vermittelt das Seminar dezidiert Wissen und Kompetenzen zu Geschichte und Verfahren von Mediendiskursanalyse und Medienarchäologie.
- Trainer/in: Alvaro Tobias Elia Dill
- Trainer/in: Thomas Nyckel
Der Eurovision Song Contest ist eine medial überaus sichtbare kulturelle Veranstaltung und bietet umfangreiches Material, um über Gesang/Musik und Nation in Europa, ja auch über kulturelle Inszenierungen von Europa selbst und seinen Nationen in unterschiedlichen Medien nachzudenken. Nation und Europa werden hier performativ „produziert“, und wie genau das geschieht, ist Gegenstand des Seminars. Wir werden die Geschichte der Veranstaltung erarbeiten und uns dann z.B. fragen: Wie präsentieren sich Länder musikalisch – im Zeitverlauf oder aber auch im Querschnittsvergleich einzelner ESCs? Mit welchen sprachlichen und theatralischen Mitteln arbeiten einzelne Interpret:innen? Wie wird zwischen Publikums-Vorlieben und Expertenurteil abgewogen („Demokratie“)? Welchen symbolischen Wert haben die nationalen Punktevergaben? Was tun Gastgeberländer, um als gute Orte für die Veranstaltung zu gelten? Welche Rolle spielten Fragen von Gender und sexueller Orientierung für die Veranstaltung im Zeitverlauf?
Literatur:
Degenhardt, Wolfgang; Strautz, Elisabeth: Auf der Suche nach dem europäischen Programm. Die Eurovision 1954 – 1970. Baden-Baden 1999.
Raykoff, Ivan: A song for Europe. Popular music and politics in the Eurovision Song Contest. Aldershot 2007.
Wolther, Irving: "Kampf der Kulturen". Der "Eurovision Song Contest" als Mittel national-kultureller Repräsentation. Würzburg 2006.
- Trainer/in: Mirja Lecke
- Trainer/in: Elisa Mucciarelli
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die politische Karte Europas grundlegend
verändert. Die Veränderungen waren insbesondere in Ost- und
Südosteuropa sichtbar. Auf den Trümmern der zwei alten Reichen sind in
Ostmittel- und Südosteuropa zahlreiche neue Nationalstaaten entstanden.
Die Idee des Nationalstaates gewann dadurch endgültig auch in diesem
Teil Europas und wurde zur Grundlage der Neuordnung in dieser Region. Im
Kurs sollten wir die wichtigsten Prozesse untersuchen, die zur
Auflösung der Doppelmonarchie und des Osmanischen Reiches und zur
Neuordnung Ost- und Südosteuropas führten. Detailliert wird im Kurs der
Zeitraum zwischen 1908 und 1925 behandelt.
Ziel der Übung ist es, die Studierenden, anhand von Schlüsseltexten, in
die Problematik der Neuordnung Ost- und Südosteuropas nach der Auflösung
der Doppelmonarchie und des Osmanischen Reiches einzuführen.
- Trainer/in: Danijel Kezic
- Trainer/in: Luca Klein
- Trainer/in: Jerzy Mackow
- Trainer/in: Adrian Rödel
- Trainer/in: Bianca Schwarz

Nach 30 Jahren Abwesenheit trat die Inflation im Jahr 2022 in Deutschland plötzlich wieder auf. Fast 100 Jahre sind seit der ersten großen Inflationsepisode in der modernen Geschichte, der Hyperinflation von 1923 in Weimar, vergangen, und dennoch ist unser Verständnis der Inflationsdynamik immer noch umstritten. Ziel des Kurses ist es, eine historische und methodische Perspektive auf die Untersuchung der Inflation in Deutschland im 20. Jahrhundert zu bieten.
Der erste Teil des Kurses wird sich auf die verschiedenen Theorien konzentrieren, die zur Erklärung des Preisanstiegs formuliert wurden, sowohl in den Wirtschaftswissenschaften (Quantitätstheorie des Geldes, Keynes Geldtheorie, rationale Erwartungen) als auch in den Politikwissenschaften (politische Theorie des Geldes). Im zweiten Teil des Kurses wird der im ersten Teil erörterte theoretische Rahmen für die Analyse von Fallstudien verwendet (auf der Grundlage von Präsentationen der Studenten). Ziel des Kurses ist es, einen Interpretationsrahmen für die Inflation zu entwickeln, der den Besonderheiten des historischen Kontextes Rechnung trägt.
- Trainer/in: Paolo Bozzi
- Trainer/in: Sekretariat Wiso
- Trainer/in: Natali Stegmann
- Trainer/in: Oliver Grote
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
- Trainer/in: Natali Stegmann
In diesem Seminar steht das wissenschaftliche Schreiben im Zusammenhang mit qualitativen Forschungsprojekten im Zentrum.
Erstens setzen wir uns mit dem Schreibprozess selbst auseinander. Wir lernen verschiedene Techniken zur Strukturierung des eigenen Schreibprozesses kennen und erhalten einen Einblick in verschiedene Varianten der generalisierenden Verschriftlichung qualitativer Forschungsbefunde.
Zweitens wenden wir uns der Zeitschriftenlandschaft zum Forschungsfeld der Teilnehmenden und den damit einhergehenden Einreichungs- und Begutachtungsverfahren zu.
Drittens geht es darum, aktuelle Schreibprojekte der Teilnehmenden (auch mittels Peer-Feedback) zu begleiten. Vorgesehen ist, dass die Teilnehmenden eigene Manuskripte oder Unterkapitel (ca. 10-12 Seiten, ohne Literatur) vorstellen, dies umfasst ggf. bereits erhaltene Rückmeldungen von Gutachtenden oder Betreuenden. Anschließend erfolgt eine längere Phase des weiteren Schreibens an den Manuskripten (ca. 6-8 Wochen), die dann erneut besprochen werden.
- Trainer/in: Nora Hoffmann
Die Reformation ist eines der Kernthemen der Geschichte der Frühen
Neuzeit, das aus schulischen Lehrplänen nicht wegzudenken ist. Aber auch
in der Forschung wie in der öffentlichen Wahrnehmung besitzt das Thema
eine besondere Relevanz, nicht zuletzt im Zuge der mit zahlreichen
Aktivitäten in Wissenschaft und Öffentlichkeit begangenen Lutherdekade
2008-2017. Die Vorlesung fragt im Kontext ausgewählter Akteure,
Ereignisse und Prozesse der Reformationsgeschichte im Heiligen Römischen
Reich besonders nach dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in
der Phase zwischen 1517 und 1555. Denn die Reformation führte nicht nur
mit Blick auf religiöse Verhältnisse zu gravierenden Umbrüchen im
frühneuzeitlichen Europa, sie hatte auch fundamentale Auswirkungen auf
Herrschaftsverhältnisse, Machtpotentiale und deren Ressourcen. Zugleich
werden die Folgen von Reformation und Konfessionalisierung für die
Entwicklung der Geschichtswissenschaft problematisiert und auf diese
Weise der kritische Blick auf die Genese von Forschungsansätzen und
Meistererzählungen geschult.
- Trainer/in: Ilona Jamborko
- Trainer/in: Andrea Kuntze
- Trainer/in: Blanka Libera
- Trainer/in: Harriet Rudolph
Die Reichsstadt Regensburg besaß eine herausragende historische Bedeutung für den Verlauf der Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, die auch in der Nominierung Regensburgs als Reformationsstadt 2017 zum Ausdruck kommt. Das Masterseminar widmet sich am Beispiel ausgewählter Sachverhalte dem Ablauf und den sozialen, politischen und kulturellen Folgen der Reformation für die Reichsstadt und spätere bayerische Provinzstadt Regensburg, die zwar noch vielerorts sichtbar, aber kaum wirklich im Bewusstsein der heutigen Bevölkerung präsent sind. Nach einigen einführenden Sitzungen ist die Veranstaltung als Forschungs- und Archivseminar konzipiert, mehrere Sitzungen werden in Regensburger Archiven stattfinden, auf klassische Referate wird verzichtet. Die Teilnehmerzahl ist deshalb auf 8 beschränkt.
- Trainer/in: Dario Krieger
- Trainer/in: Harriet Rudolph
- Trainer/in: Andrea Stoeckl
Die Reformation in Europa ist eines der Kernthemen der Frühneuzeitgeschichte, das nicht zuletzt im Zuge der aktuellen Lutherdekade eine besondere Relevanz in der öffentlichen Wahrnehmung besitzt. Die Vorlesung fragt im Kontext ausgewählter Ereignisse der Reformationsgeschichte besonders nach dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in der Phase zwischen 1517 und 1555. Denn die Reformation führte nicht nur mit Blick auf im engeren Sinne religiöse Verhältnisse zu erheblichen Umbrüchen im frühneuzeitlichen Europa, sondern auch mit Blick auf Herrschaftsverhältnisse, Machtpotentiale und ihre Ressourcen. Dabei werden zugleich die Auswirkungen von Reformation und Konfessionalisierung auf die Entwicklung der historischen Forschung problematisiert und auf diese Weise der kritische Blick auf die Genese von Forschungsthesen geschult.
- Trainer/in: Dario Krieger
- Trainer/in: Harriet Rudolph
- Trainer/in: Andrea Stoeckl

Die fulminante Wiedergeburt der Antike am Ende des düsteren Mittelalters, verkörpert in herausragenden Literaten wie Dante Alighieri, grandiosen Künstlern wie Leonardo da Vinci oder brillanten Gelehrten wie Erasmus von Rotterdam: Dieses Szenario verband sich in älteren Darstellungen wie selbstverständlich mit dem Renaissancebegriff. Seit einigen Jahrzehnten sieht sich das analytische Modell Kritik ausgesetzt, wurde ausdifferenziert oder als elitengeschichtlich gänzlich abgelehnt, um „in die Rumpelkammer abgetaner Mythen“ verwiesen zu werden. Gerade deshalb eignet es sich in besonderer Weise, um im Kontext des Proseminars gemeinsam Möglichkeiten und Grenzen eines Epochenbegriffs auszuloten.
So thematisieren wir einerseits ereignis- und kulturgeschichtliche Grundlagen der Bewegung wie ihre Repräsentationen in bildender Kunst, Architektur, Wissenschaft, Humanismus oder im Bereich technischer Innovationen, Herrschaft, Kriegsführung, Religion und Selbstdarstellung. Andererseits werden wir derartige Fixpunkte hinterfragen und neue Forschungsansätze – etwa zu globalen Dimensionen oder weiblichen Akteuren – berücksichtigen. Chronologisch liegt der Schwerpunkt auf der ersten Hälfte der Frühen Neuzeit, wobei im Sinne einer longue durée auch Anfänge der Renaissance im Italien des 14. Jahrhunderts sowie ihre Rezeption in jüngerer Vergangenheit und Gegenwart thematisiert werden.
- Trainer/in: Georg Kaulfersch
Richard Powers (°1957) gehört zu den bedeutendsten US-amerikanischen Autoren der Gegenwart, und in mehreren seiner Romane spielt die Musik eine entscheidende Rolle. In Orfeo (2014) verbindet Powers Elemente des politischen Thrillers mit ausführlichen Darstellungen, wie Musik komponiert, aufgeführt und rezipiert wird (der Protagonist Peter Els ist Chemiker und Komponist). Dabei spielen so viele Komponisten und ihre Werke eine Rolle, dass dem Leser bei der spannenden Lektüre gleichzeitig eine Art Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts präsentiert wird. Im Seminar werden wir zahlreiche Stücke genauer untersuchen und darüber diskutieren, welche Rolle Kompositionen wie Mahlers Kindertotenlieder, Messiaens Quatuor pour la fin du temps oder Steve Reichs Proverb für die narrative Struktur des Romans und die Charakterisierung des Protagonisten spielen. Das Hauptseminar versteht sich somit als Lektürekurs und als Repertoirekunde. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit, am Sonntag, d. 6. Dezember 2015, Messiaens Quatuor pour la fin du temps im Theater Regensburg zu hören.
- Trainer/in: Katelijne Schiltz