- Trainer/in: Gerald Dagit
- Trainer/in: Christoph Härtl
GRIPS - Uni Regensburg
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- Trainer/in: Oliver Grote
- Trainer/in: Julian Johannes Potschacher-Eisl
--> Übung zur modernen Instrumentenkunde - d.h. den aktuellen akustischen Instrumenten des 19.- 21. Jh. in der europäisch/westlichen Musik.
Wir betrachten Funktion und Klang der Musikinstrumente, ihre Herkunft und Entwicklung innerhalb einer "Familie" sowie ihren Einsatz in den klassischen Ensembleformen (Sinfonieorchester, Akkordeon-, Zupf-, Blasorchester, Big-Band etc.). Nach Möglichkeiten werfen wir auch einen Blick in historische Instrumentationslehren (z.B. Berlioz-Strauss 1905, Rimsky-Korsakov 1891, u.a.).
Wir "er-hören" alle Musikinstrumente mit vielen Klangbeispielen und setzen uns zum Ziel, alle regulären Musikinstrumente in Funktion und Klang im Detail zu kennen - zum Ende der Übung. Nach Bedarf laden wir uns Instrumentalisten zur Vorführung ein besuchen Instrumentenbauer, um Einblick in die Herstellung zu nehmen.
- Trainer/in: Frank Ebel
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Christoph Härtl
- Trainer/in: Christoph Wagner
Im Westen meist nur wenig bekannt ist die reichhaltige Produktion russischsprachiger Kinderfilme. Die Produktion setzte schon zwischen den Weltkriegen ein, seit den 1960er Jahren verbreiterte sich das Spektrum, so dass zu Zeichentrickfilmen auch Knetanimationen und Spielfilme kamen. Für die Sozialisation ganzer Generationen von Kindern und Jugendlichen in der Sowjetunion waren diese Filme zentral, viele hatten einen hohen Bekanntheitsgrad und manche einen Kultstatus. In der Übung werden wir uns eine Auswahl dieser Filme anschauen und sie in Bezug auf das in ihnen offenbarte Wertesystem analysieren. Wir werden dabei feststellen, dass sich dieses schon lange vor dem Ende der Sowjetunion dramatisch wandelte. Nach dem Zerfall des Landes litt zunächst die Filmproduktion als solche; seither schwankte sie in Russland zwischen einer Orientierung an auswärtigen Vorbildern, einer Suche nach dem „Eigenen“, der globalen Selbstvermarktung Russlands und schließlich der „patriotischen“ Erziehung. Im Seminar werfen wir auch einen Blick auf nichtrussische, z.B. ukrainische Sujets im sowjetischen Kinderfilm.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Lektüre, Mitarbeit, Präsentation
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Dagmar Schmelzer
Den Regionalwissenschaften (area studies) geht mitunter der Ruf voraus, eher locker in disziplinäre Diskussionen und enger in politische Netzwerke eingebunden zu sein. Die Kritik bezieht sich auf die gesamte Geschichte der Area Studies seit dem 19. Jahrhundert: Zum Beispiel auf ihre Nähe zu britischen und französischen Kolonialbehörden, deren Herrschaft Regionalspezialisten aus Anthropologie oder Orientalistik angeblich erleichterten; auf die Instrumentalisierung der (Süd)Osteuropakunde durch Nationalsozialisten, Kalte Krieger und schließlich auf heutige Denkfabriken verschiedener Couleur, die auf Osteuropa-Expertise zurückgreifen, um postsozialistische Gesellschaften in ihrem Sinne zu transformieren.
Die Vorwürfe übermäßiger Politiknähe konnten, trotz der Aufarbeitung der „orientalistischen“ und nationalsozialistischen Verstrickungen, auch deshalb nicht ad acta gelegt werden, weil seit 1989 immer neue Krisen eine Zusammenarbeit von Area Studies und Politik begünstigen, sei es bei den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien und in der Ukraine, bei der Migrations- und Fluchtproblematik oder dem Phänomen des sogenannten Rechtspopulismus. Durch Themen wie Corona und Klima ist zudem ein verstärkter Szientizismus in die Politik eingezogen, d.h. Politik wird heute mehr als früher mit „der“ Wissenschaft begründet, die angeblich dieses oder jenes zwingend verlange. Dadurch erhalten Forschende zwar öffentliche Aufmerksamkeit, laufen gleichzeitig aber auch Gefahr ihre Freiheit einzubüßen, weil die Politik von ihnen eindeutige Botschaften verlangt. Die moderne, auf Produktivität getrimmte Universität ist ebenfalls Teil dieses Problemkomplexes, denn sie erwartet öffentliche Präsenz und eine „dritte Mission“ über den Tellerrand der Wissenschaft hinaus als Bringschuld gegenüber der Gesellschaft.
In der Übung setzen wir uns tiefer mit diesen Prozessen auseinander und überlegen in einer Art Zukunftswerkstatt, welche Art von Area studies und welche Beziehung zur Politik eigentlich wünschenswert sind.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Lektüre, Referat.
Einführende Literatur: Katrin Boeckh, Hermann Beyer-Thoma: Osteuropa in Regensburg. Institutionen der Osteuropa-Forschung aus ihrer historischen Perspektive. Regensburg 2008.
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Konrad Zrenner
Die Regina, der experimentalarchäologische Nachbau einer römischen Flussgaleere vom Typ Mainz A, steht seit 21 Jahren im sommerlichen Einsatz auf Naab und Donau. Seit 2023 befindet sich auch der im Rahmen einer Masterarbeit entstandene Nachbau eines germanischen Einbaums im steten Einsatz. Welche Instandhaltungsmaßnahmen sind diesen Winter erforderlich? Wie hätten antike Menschen diese durchführen können? Wie gehen die Projektmitarbeiter*innen heute dabei vor?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer experimentalarchäologischen Blockveranstaltung im März (und teils im April) 2026. Neben der Instandhaltung der Wasserfahrzeuge ist auch der Zustand vorhandener Rüstungen sowie Tuniken und anderer Ausrüstungsgegenstände potentieller Besatzungen zu prüfen und ggf. instand zu setzen.
- Trainer/in: Heinrich Konen
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
Wie klassifiziert man den deutschen Wortschatz? Die lange Forschungstradition in diesem Bereich weist zahlreiche (semantische, formal-syntaktische, morphosyntaktische und jüngst pragmatische) Einteilungsversuche von Wörtern auf. Nach einer knappen Einführung in die Wortarten und deren Problematisierung werden in dieser Übung vor allem die (flexions-)morphologischen Eigenschaften der flektierbaren Wortarten aus einer diachronen Perspektive erarbeitet: Wie haben sich die Flektabilia vom Mittelhochdeutschen zur Gegenwartssprache morphologisch gewandelt?
Der Schwerpunkt liegt auf der angeleiteten Analyse von Wortarten in historischen und gegenwartsdeutschen Texten in Übungssequenzen.- Trainer/in: Stefan Semmelmann
- Trainer/in: Jörg Zedler
Die Zeit zwischen der Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts war für ganz Europa eine Zeit der Veränderung, die oft als Übergangsphase in die Moderne charakterisiert wird. Große Umwälzungen betrafen auch Bayern. Nach dem Ende der kurzen Episode eines eher glücklosen Wittelsbacher Kaisertums 1745 starb 1777 die altbayerische Linie der Wittelsbacher aus. Es folgte die Vereinigung von Pfalz und Bayern unter Kurfürst Karl Theodor. Die Ideen der Aufklärung und die Revolutionen in Frankreich und Amerika beeinflussten auch das Kurfürstentum. Der Fürst konnte sich nicht mehr allein auf das Gottesgnadentum stützen, die „Glückseligkeit“ der Untertanen wurde zum neuen Leitbegriff der Ausgestaltung von Herrschaft. Politische und administrative Reformen ebneten den Weg zum sogenannten „modernen bayerischen Staatswesen“ des 19. Jahrhunderts. Nachhaltig verändert wurden sowohl alte Bündniskonstellationen als auch die Landkarte Europas durch die Napoleonischen Kriege, aus denen Bayern schließlich als Königreich mit einer Verfassung hervorging. In der Übung werden insbesondere auf Lektüregrundlage diese Veränderungs- und Modernisierungsprozesse verfolgt sowie Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft wie „Sattelzeit“ (Koselleck), „Aufklärung“ und „Absolutismus“ diskutiert.
Literaturhinweise:
Behrisch, Lars (Hg.): Vermessen, Zählen, Berechnen. Die politische
Ordnung des Raums im 18. Jahrhundert. Frankfurt a. M./New York 2006 (=
Historische Politikforschung, Bd. 6).
Jordan, Stefan (Hg.): Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft.
Ditzingen 2019 (= RUB, Nr. 19609).
Kraus, Andreas (Hg.)/Spindler, Max (Begr.): Handbuch der Bayerischen
Geschichte. Bd. 2. Das alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des
12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. 2., überarb.
Aufl. München 1988.
Schilling, Lothar (Hg.): Absolutismus, ein unersetzliches
Forschungskonzept? Eine deutsch-französische Bilanz. München 2008 (=
Pariser Historische Studien, Bd. 2008).
Schlögl, Daniel: Der planvolle Staat. Raumerfassung und Reformen in
Bayern. 1750–1800. München 2002 (= Schriftenreihe zur bayerischen
Landesgeschichte, Bd. 138).
Schmid, Alois (Hg.): 1806 – Bayern wird Königreich. Vorgeschichte –
Inszenierung – europäischer Rahmen. Regensburg 2006.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
Im frühen 6. Jahrhundert werden das Land Bayern und seine Einwohner, die Bajuwaren, erstmals in schriftlichen Quellen genannt. Damit beginnt die bayerische Geschichte. Über die Herkunft der Bajuwaren gibt es viele Spekulationen, aber kaum gesicherte Erkenntnisse.
Die Herrschaftsgeschichte Bayerns beginnt mit den Agilolfingern. Das Herzogsgeschlecht regierte Bayern von der Mitte des 6. Jahrhunderts mit dem ersten greifbaren Vertreter Herzog Garibald bis zur Absetzung des letzten Agilolfingerherzogs Tassilo III. durch Karl den Großen 788. Dieser Abschnitt wird auch als die Zeit des älteren bayerischen Stammesherzogtums bezeichnet.
In der Übung sollen die Theorien über die Herkunft der Bayern, die Herrschaftsstrukturen der Agilolfinger, ihre Politik, ihre Stellung und ihr Verhältnis zu anderen Mächten, v.a. zum Frankenreich, untersucht werden. Dazu werden die einschlägige Forschungsliteratur und die maßgeblichen Quellen (etwa die Lex Baiuvariorum und die Reichsannalen) herangezogen und kritisch ausgewertet.
Die Quellen aus dem frühen Mittelalter sind in Latein. In der Übung wird jedoch v.a. mit Übersetzungen gearbeitet.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Die Gründung des Deutschen Reichs 1870/71 bildete den Abschluss der nationalstaatlichen Einigung Deutschlands im 19. Jahrhundert. Das Königreich Bayern war diesem Reich nach längeren Verhandlungen beigetreten und hatte sich somit aus einem souveränen Staat in den Gliedstaat eines Bundesstaates verwandelt.
In der Übung sollen anhand von Quellen und Literatur die Strukturen und Entwicklungen untersucht werden, die zum Beitritt Bayerns zu dem neuen Reich führten. Dabei sollen zunächst die Rahmenbedingungen nachgezeichnet werden, die den Entscheidungsspielraum der bayerischen Politik in der Frage des Beitritts bestimmten, dann sollen die Schritte der Beitrittsverhandlungen verfolgt und schließlich ihr Ergebnis, die Stellung Bayerns im neuen Reich, dargestellt werden.
Die Übung verfolgt ein allgemeines methodisches und ein spezielles inhaltliches Ziel: Die Teilnehmer der Übung sollen zum einen verschiedene Quellengruppen kennenlernen und anhand der kritischen Lektüre von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben, zum anderen sollen sie einen Einblick in ein wichtiges Kapitel der neuesten deutschen und bayerischen Geschichte gewinnen.
Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, schriftliche und mündliche Hausaufgaben.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
Gemeinhin gilt das 16. und 17. Jahrhundert als das konfessionelle Zeitalter. War schon auf dem Augsburger Religionsfrieden (1555) eine Regelung festgeschrieben worden, die es den zum Protestantismus konvertierten Fürsten erlaubte, ihren Besitz zu sichern und die Konfession ihrer Untertanen zu bestimmen, wurde dies am Ende des 30-jährigen Krieges noch einmal bestätigt. Die Untertanen mussten also zwangsweise den Glauben ihres Landesherren annehmen – oder das Land verlassen. Damit war die rechtliche Grundlage für konfessionell einheitliche Gebiete im ganzen Reich gelegt, und Bayern gilt bis zum Umbruch des 19. Jahrhunderts als rein katholischer Staat. Umso erstaunlicher ist es, dass es auch hier einige wenige Beispiele für gemischtkonfessionelle Paare gibt! Die Übung klärt zunächst die rechtlichen Grundlagen der Glaubensfreiheit in der Frühen Neuzeit, um im Anschluss ausgewählte Ausnahmefälle zu untersuchen. Zu fragen ist danach, wie es zu diesen Heiraten kam, ob und welche Festlegungen hinsichtlich der Religionsausübung getroffen wurden und wie diese Festlegungen sich in der Praxis umgesetzt wurden. Dahinter stehen auch die Fragen, ob es in einem Zeitalter, in dem sich die Konfessionen vermeintlich unversöhnlich gegenüberstehen, auf pragmatischer Ebene auch Beispiele für ein harmonische(re)s Auskommen gab – und historische Urteile sich dergestalt zu stark von normativen Quellen leiten lassen. Erwartet wird die Bereitschaft, sich in die Grundzüge des Themas selbständig einzulesen, um auf dieser Basis den skizzierten Fragen nachzugehen. Das Studium der zur Verfügung gestellten Texte für eine weitergehende Plenumsdiskussion gilt als selbstverständlich. Eingeübt werden darüber hinaus das Verständnis unpublizierter Quellen und deren Einordnung in bestehende Forschungskontexte, so dass die Diskussion aktueller Forschungsmeinungen sowie quellenkritisches Arbeiten gleichermaßen im Zentrum der Übung stehen.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Nina Plank
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Maike Baier
- Trainer/in: Oliver Grote
- Trainer/in: Adrian Linz
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Lisa-Marie Geltinger
- Trainer/in: Maximilian Guggenthaler
- Trainer/in: Schad Lina Kadir
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Artur Dirmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Tobias Spiel
Happy Hour, Online Shopping, smart - Fremdwörter sind Teil des deutschen Wortschatzes, weisen aber im Gegensatz zu Erbwörtern Merkmale anderer (Geber-)Sprachen auf. Nach einer kurzen Einführung in die terminologische Debatte um die Konzepte Fremdwort und Lehnwort werden die ‚fremden‘ Merkmale auf phonologischer, prosodischer, morphologischer und orthographischer Ebene kontrastiv zu den historisch entstandenen Eigenheiten des Deutschen erarbeitet. In Übungssequenzen werden nicht nur Fremdwort-Merkmale klassifiziert, sondern auch die Integration der Fremdwörter in das deutsche Sprachsystem diskutiert.
Ergänzt werden diese Sprachsystemanalysen durch eine soziolinguistische Einbettung in den historischen und aktuellen Fremdwortdiskurs. Verdeutschungsbücher, historische Kodex-Vergleiche, Korpusanalysen (im DWDS) oder Texte von sprachpuristischen Vereinen geben einen Einblick in die Wahrnehmung und Akzeptanz von Fremdwörtern. - Trainer/in: Stefan Semmelmann
- Trainer/in: Rainer Liedtke
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Eva-Maria Schreiner
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Theresa Eisenhut
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Thomas Vitzthum
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
Aus der Zeit von 1844/45 liegen lokalgeschichtliche Arbeiten über mehr als 350 Oberpfälzer Orte vor. Diese sog. Conferenz-Aufgaben wurden von den damaligen Volksschullehrern erstellt. Heute liegen sie im Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Ihr wissenschaftlicher Wert ist eher gering, aber sie sind eine interessante Quelle für das Geschichtsverständnis eines Teils der damaligen Bevölkerung, eben der Volksschullehrer. Zudem bilden sie für viele Orte deren erste historische Darstellung und liefern einige Kenntnisse über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts. Die Arbeiten wurden alle handschriftlich erstellt. Insofern können sie auch als Material für paläographische Übungen verwendet werden.
Die Transkription handschriftlicher Texte wird mittlerweile bedeutend erleichtert durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die – in Form des Programms bzw. der Plattform Transkribus – auch im Rahmen dieser Übung verwendet werden soll. Dies ermöglicht es, umfangreichere Texte zu bearbeiten. Dennoch müssen paläographische Kenntnisse vorliegen, um die Übertragungen, die nach wie vor nicht fehlerfrei sind, ggf. zu korrigieren.
So sollen im Rahmen der Übung zunächst paläographische Grundkenntnisse vermittelt werden und dann sollen ausgewählte Conferenz-Aufgaben von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach inhaltlichen Kriterien ausgewertet und vorgestellt werden. Neben dem Erwerb von hilfswissenschaftlichen Kenntnissen verfolgt die Übung damit auch inhaltliche Ziele.
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Sieht man von Warschau ab, lebten vor dem WK II in keiner europäischen
Stadt so viele Jüdinnen und Juden wie in Litzmannstadt/Łódź. Schon kurz
nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen richteten die
Nationalsozialisten in der Stadt ein Ghetto ein, in das sie rund 160.000
Menschen pferchten; weitere etwa 45.000 Männer und Frauen wurden im
Laufe des Krieges dorthin verbracht. Obwohl das Ghetto für die meisten
als Durchgangsstation in die Vernichtungslager diente, starben
zahlreiche der Internierten auch wegen der katastrophalen Hygiene- und
Ernährungslage direkt im Lager. Nur etwa 5000–6000 derer, die dort
festgehalten wurden, überlebten. Die Übung wird in zwei Teile zerfallen.
In einem ersten sollen die Ausgangslage und die Zustände im Lager
thematisiert werden, um einen Einblick in den nationalsozialistischen
Vernichtungsapparat im Allgemeinen und die Zustände in
Litzmannstadt/Łódź im Besonderen zu geben. In einem zweiten Teil sollen
Postkarten analysiert werden, die die dort Internierten nach Bayern
sandten. Oft war es die letzte Post, die sie versandten. Zu fragen ist
danach, was die Menschen schrieben, wie sich die Lagerzustände in dieser
Post spiegeln konnte und wie mit diesen Dokumenten angesichts der
besonderen Bedingungen des nationalsozialistischen Terrors einerseits,
dem mikrohistorischen Ansatz andererseits in quellenkritischer Hinsicht
umzugehen ist.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
Ü: Ludwig der Bayer – ein mittelalterlicher Herrscher im Spiegel von Quellen und Forschungsliteratur
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Athanasius Kircher (1602-1680), Jesuit, Forscher, Reisender, Erfinder und Schriftsteller in einer Person, liefert für die Musik- und Akustikforschung zentrale Ansätze einer Affektenlehre, er versieht seine Schriften mit Kompositionen wie einer Tarantella, in seinen Gedankenexperimenten erfindet er Musikinstrumente, Abhör- und Beschallungsanlagen und verbindet diese, ganz Universalgelehrter, mit Wissenschaften wie der Mathematik, Geographie, Astronomie und der Medizin.
Anhand der Lektüre der aktuellen Übersetzung von Kirchers Musurgia universalis (Rom 1650) und der Neuen Hall- und Thonkunst von 1684 wollen wir uns der Ideenwelt des 17. Jahrhunderts nähern. Sollte in der zweiten Semesterhälfte Präsenzunterricht möglich sein, werden wir uns in einer Exkursion ausgewählte Instrumente anschauen.
- Trainer/in: Rebecca Wolf
Für Adolf Hitler und den Nationalsozialismus insgesamt hatte Bayern stets eine herausragende Bedeutung: Hier war die „Bewegung“ entstanden; hier hatte sie erste politische Erfolg gefeiert; mit München, der Stadt des gescheiterten Putsches von 1923, waren nicht nur zahlreiche Mythen verbunden, in ihr verblieben auch nach der Konzentration auf das Reich und die politische Schwerpunktverlagerung nach Berlin die zentralen Parteiinstanzen; und in Nürnberg feierten die Nationalsozialisten bis 1938 ihre jährlichen monumentalen Reichsparteitage. Die vielfältige und intensive Präsenz der Nationalsozialisten in Bayern schlug sich weithin sichtbar auch in zahlreichen Bauten nieder. Manche von ihnen – wie das Reichsparteitagsgelände oder Bauten rund um den Königsplatz – erlangten internationale Prominenz, andere prägten nur das Bild der jeweiligen Region, in der sie entstanden. Neben dem „exzeptionellen“ entstanden schließlich auch zahlreiche Zweckbauten, die das Landschaftsbild noch lange über 1945 (z.T. noch heute) prägen; zu denken wäre etwa an NS-Kasernenbauten. Die umfangreichen, prägenden architektonischen Hinterlassenschaften sind Grund genug, einmal danach zu fragen, wie und inwieweit diese die NS-Ideologie widerspiegelten, wie die Besatzungsmacht mit ihnen umging, welches Schicksal sie in der Bundesrepublik Deutschland erfuhren, ob und welche geschichtspolitischen Debatten es um sie gab und ob die ideologische Komponente heute noch erkannt wird. Dies wird an ausgewählten Beispielen geschehen und – bei entsprechendem Interesse des Kurses – auch mit einer oder zwei Exkursionen kombiniert. Selbständige regelmäßige Lektüre von Texten wird als Grundlage für Diskussionen im Seminar vorausgesetzt.
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Patricia Lippert
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Georg Köglmeier
Nach der jährlichen Überholung von Galeere und Einbaum im vorausgegangenen Wintersemester stehen auch im Sommersemester 2025 experimentalarchäologische Versuche zum Zusammen- und Gegenspiel der beiden Wasserfahrzeuge an. Dazu werden im Rahmen einer studentischen Übung studentische Rudermannschaften ausgebildet, die anschließend die Experimente begleiten. Dabei erlangen die Studierenden nicht nur Kenntnisse in Ruder- und Segeltechniken am spätantiken Donaulimes, sondern erhalten auch Einblicke in praktische Geschichts- und Altertumsvermittlung.
- Trainer/in: Heinrich Konen
- Trainer/in: Frank Schad
- Trainer/in: Patricia Lippert
This seminar is paired with the lecture "Transregional Eurasia, 1850s-Present" (33150a). For details take a look at the comment of the lecture.
- Trainer/in: Timothy Nunan
Dynastische Ereignisse bewegen die europäische Öffentlichkeit noch immer
– man denke nur an die Beisetzung von Queen Elisabeth II. im
vergangenen Jahr. Im selben Maße faszinieren auch Hochzeiten aus
Königshäusern (wenngleich an dieselben heute in Teilen der Gesellschaft
bemerkenswerterweise dieselben Maßstäbe angelegt werden wie an
bürgerliche Heiraten). – Noch weit politischer war die Heirat innerhalb
des regierenden Adels in der Vormoderne, hing an ihr doch nicht nur das
privater Glück junger Leute, sondern das Schicksal von Dynastien und
Staaten, denn es war die Heirat, die den Fortbestand des
übergenerationellen Personenverbands sicherte. Damit war sie die
Grundlage des Erhalts der sozialen Stellung und der politischen Macht.
Die Heirat hatte also unmittelbare staatspolitische Funktion!
Die Übung rückt verschiedene Aspekte in den Mittelpunkt, die unmittelbar
mit dem Heiratsverhalten zusammenhängen: So fragt sie an verschiedenen
Beispielen aus Bayern u.a. nach den Faktoren der jeweiligen
Heiratsstrategie und der Bedeutung außenpolitischer Zielsetzungen.
Außerdem will sie an exemplarischen Untersuchungen den rechtlichen
Rahmen klären und der Frage nachgehen, wie die Hochzeit gefeiert wurde,
wer das Zielpublikum war und wie das medial vermittelt wurde.
Schließlich sollen auch Aspekte des Kulturtransfers durch Heiraten
thematisiert werden.
Die Übung wird sowohl mit Quellen als auch mit Literatur arbeiten.
Erwartet werden daher die Bereitschaft zur intensiven Lektüre und zur
Auseinandersetzung mit Quellen.
- Trainer/in: Brigitte Gutbrodt
- Trainer/in: Christoph Kaindl
- Trainer/in: Franziska Leibl
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Stephan Bierling
- Trainer/in: Schad Lina Kadir
- Trainer/in: Karin Reindl
- Trainer/in: Beate Rieder
- Trainer/in: Jannik Steinwender
Ende 2022 brachte die Firma OpenAI mit ChatGPT das erste Large Language Model für eine breite Öffentlichkeit auf den Markt. In rasender Geschwindigkeit verbreiteten sich download und Nutzung des Generative Pre-Trained Transformer. In nicht einmal einem Vierteljahr nutzten über 100 Millionen Menschen das tool, und genauso schnell gewann – zumindest in Feuilletons und unter Bildungsexperten – die Diskussion über Wirkung und Folgen der Software an Schwung. Für die Geschichtswissenschaft scheint eine negative Einschätzung zu überwiegen, doch dürfte die Nutzung von KI auch in den Geisteswissenschaften zukünftig kaum noch wegzudenken sein. „Der aktuelle Prozess der Digitalisierung ist in seiner Fundamentalität wie in seinen Konsequenzen dem der Verschriftlichung vergleichbar“, urteilt Torsten Hiltmann, Professor für Digital History an der HU Berlin.
Die Übung hat sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren der Nutzung von KI in der Geschichtswissenschaft nachzugehen. Sie wird dies in einem ersten Schritt auf der Basis von Texten und Diskussion tun. Anschließend wird dieses theoretische Wissen anhand von Quellen aus der bayerischen Geschichte des 19. Jahrhunderts auf seine praktische Anwendbarkeit geprüft. Dabei werden Zugriffe der artifiziellen Intelligenz neben klassisch geschichtswissenschaftliche Methoden gestellt, um Vorzüge und Probleme unmittelbar deutlich zu machen.
Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird daher die Neugierde und Bereitschaft, sich auf neue Techniken einzulassen erwartet. Zugleich aber ist die fundierte Beherrschung bibliographischer Recherche und eigenständiger, hermeneutisch geleiteter Interpretationsfähigkeit eine unerlässliche Voraussetzung für den Besuch der Übung, da ohne diese „klassischen“ Kompetenzen der angestrebte Vergleich nicht gelingen kann.
Einführende Literatur:
Christian Götter, Künstliche Intelligenz und Geschichtswissenschaft. Mehr als ein neues Werkzeug für die Digital History?, in: Historische Zeitschrift 319 (2024), 299–330; Ders., ‚Künstliche Intelligenz‘ schreibt künstliche Geschichte, in: GWU 73 (2023), 312–324; Mareike König, ChatGPT und Co. in den Geschichtswissenschaften – Grundlagen, Prompts und Praxisbeispiele, online verfügbar unter: https://dhdhi.hypotheses.org/9197; Chroniken und Chatbots: Ein Praxisbericht zu KI-gestütztem Lernen und Lehren im Fach Geschichte, online verfügbar unter: https://hochschulforumdigitalisierung.de/ki-tools-im-fach-geschichte/; Johannes Preiser-Kapeller; ChatGPT kann nicht Geschichte schreiben, online verfügbar unter: https://www.oeaw.ac.at/news/chatgpt-kann-nicht-geschichte-schreiben
- Trainer/in: Christina Straka
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michael Zimmermann
Viel mehr Migration geht eigentlich nicht: Seit dem beginnenden 14. Jahrhundert im heutigen oberbayerisch-oberpfälzisch-fränkischen Grenzgebiet erwähnt, ist das Geschlecht der Khevenhüller Ende desselben Jahrhunderts als bamberigsche Pfleger in Villach nachweisbar, wo es im 16. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Geschlechter in Kärnten aufstieg. Die prunkvollen Gräber in der Villacher Stadtkirche zeugen noch heute hiervon. Früh zum Protestantismus konvertiert, machten Mitglieder der Familie dessen ungeachtet im kaiserlichen Dienst Karriere, bauten ihre Stellung in Kärnten aus und erreichten Ende des 16. Jahrhunderts die Erhebung in den Grafenstand. Als Kaiser Ferdinand II. die habsburgische Konfessionspolitik indes wieder verschärfte, war der protestantisch bleibende Zweig der Familie zur Emigration gezwungen. Während rekonvertierte Familienmitglieder unverändert im kaiserlichen Windschatten Karriere machten, ließ sich der evangelische Zweig im Nürnberger Umfeld nieder.
Die Übung wird an ausgewählten Texten und Quellen der Familiengeschichte als exemplarischem Beispiel des Exulantentums nachgehen. Dabei sollen theoretischen Fragen nach der Ausformung der Konfessionalisierung genauso zur Sprache kommen wie solche, die die moderne Migrationsforschung stellt.
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Michaela Stauber
- Trainer/in: Jörg Zedler
- Trainer/in: Klaus Buchenau
- Trainer/in: Constantin Lehenmeier
- Trainer/in: Bernadette Mischka
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Christina Bröker
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Christina Bröker
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Christina Bröker
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Frieda Walter
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Asami Kobayashi
- Trainer/in: Christina Bröker
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Susanne Ehrich
- Trainer/in: Rita Geiger
- Trainer/in: Mathias Häußler
- Trainer/in: Bernadette Mischka
Schon vor dem russischen Angriffskrieg 2022 wurde die Ukraine häufig im Zusammenhang mit Russland wahrgenommen. Die Ukraine stand dabei im Schatten des großen Nachbarn. Wir hinterfragen diese Sichtweise an einer Periode der ukrainischen Geschichte, die sowohl von der Gründung eines eigenen Herrschaftsverbandes als auch von der Integration der Ukraine in das Russische Reich geprägt war. Die Übung bietet einen Einblick in die historische Entwicklung der Region seit 1700, in der Ukraine eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit erlebte. Wir thematisieren, wie sich seit der Teilung der Ukraine 1667 die einzelnen ukrainischen Gebiete auseinanderentwickelten und die Heterogenität des Gebiets zunahm. Geographisch wird der Schwerpunkt auf die linksufrige Ukraine gelegt, die seit dem Vertrag von Andrusovo 1667 zum Moskauer bzw. Petersburger Reich gehörte.
Ziel der Übung ist es, dem russozentrischen Blick, der die Ukraine nur als Randgebiet Russlands zur Kenntnis nimmt, eine ukrainische Perspektive entgegenzusetzen, ohne dabei die eng miteinander verbundene Geschichte zu leugnen. Neben der russozentrischen Perspektive werden wir auch ukrainische Nationalmythen hinterfragen.
Literatur: Kappeler, Andreas: Ungleiche Brüder. Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Originalausgabe. München 2022 (= C.H. Beck Paperback, Bd. 6284).
Prüfungsleistung: Referat
- Trainer/in: Julia Herzberg
- Trainer/in: Georg Köglmeier
- Trainer/in: Oliver Braun
- Trainer/in: Bernadette Mischka
- Trainer/in: Daniel Reichenberger
- Trainer/in: Gerhard Waldherr
- Trainer/in: Georg Köglmeier