Beschwörungen oder gar Exorzismen sind eher aus der Hollywood-Welt als aus der religiösen Wirklichkeit der Christen bekannt. Auch der Teufel wird heutzutage eher als ein Element der Popkultur als eine Macht, die einen Christen bedroht, wahrgenommen. In einem starken Gegensatz dazu steht die christliche Taufe, die seit der Antike bis in die Gegenwart hinein von Exorzismen und Beschwörungen begleitet wird. Wieso spielen „der Teufel“ und „seine Werke“ so eine prominente Rolle beim Eintritt in die christliche Gemeinschaft? Bei diesem Themenkomplex handelt es sich um eine Theologie, die nicht nur den christlichen Zugang zum Bösen, sondern auch das christliche Verhältnis zur Kultur, Kosmologie und Politik sowie den Sinn und die Tragweite einer Entscheidung für das Christentum zeigt.
Nach einer Einführung durch den Lehrveranstaltungsleiter werden repräsentative Quellen gelesen und diskutiert. Kurzreferate der Studierenden dienen der Hinführung zur oder Vertiefung der gemeinsamen Lektüre. Sämtliche Quellen werden neben dem Original auch in deutscher Übersetzung zur Verfügung gestellt. Spezifische Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.
Voraussetzungen für eine positive Bewertung der Lehrveranstaltung sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die sich in reger Beteiligung an der Diskussion, in der Vorbereitung eines Kurzreferats und in der Abfassung einer schriftlichen Seminararbeit äußert.