Das Seminar bietet eine vertiefte Einführung in die historischen und theologischen Entwicklungen der ökumenischen Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche sowie den orthodoxen und orientalischen Kirchen.
Der Kern des Seminars besteht aus der Lektüre, Analyse und kritischen Auseinandersetzung mit zentralen Dialogdokumenten und Quellen. Einerseits werden dabei Konzilstexte, gemeinsame Erklärungen, Stellungnahmen bilateraler Dialogkommissionen und weitere einschlägige Quellen behandelt, welche den theologischen Austausch widerspiegeln. Andererseits werden aber ebenso die historisch-theologischen Konflikte und Annäherungsprozesse im Laufe der Geschichte in den Fokus gerückt, welche wichtige Rahmenbedingungen des Dialoges mit den Kirchen vorgeben und gerade im ökumenischen Dialog eine genauso zentrale Rolle spielen, wie die theologischen Inhalte. Zeitlich wird hierbei ein Bogen von den ersten Konzilen bis in die Gegenwart gespannt, wobei schwerpunktmäßig einzelne Stationen der Kirchen- und Theologiegeschichte genauer untersucht werden.
Ziel des Seminars ist es, ein vertieftes Verständnis für die theologischen und kirchenhistorischen Grundlagen und deren Zusammenhänge für den ökumenischen Dialogs mit den Ostkirchen zu vermitteln. Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen in der kritischen Text- und Quellenlektüre, der historischen Kontextualisierung ökumenischer Texte sowie der theologischen Einordnung zentraler Streit- und Verständigungsfragen (u. a. Christologie, Ekklesiologie, Primats- und Synodalitätsverständnis).
Die Lehrveranstaltung setzt aktive Mitarbeit, regelmäßige Lektüre der Texte sowie die Bereitschaft zur Diskussion voraus.