Die Zeit- und Kulturgebundenheit von Geschlecht und damit verbundenen Zuschreibungen und Erwartungen ist in heutigen Forschungsdiskursen unstrittig. Die Fremdheit zu und die magere Quellenlage aus antiken Kulturen erleichtert heutigen Altertumswissenschaftler*innen die Erforschung dieser Aspekte antiken Lebens nicht. Was macht einen Römer zu einem Römer, eine Römerin zur Römerin? Wie gehen Römer*Innen mit Abweichungen von gesellschaftlichen Normvorstellungen bezüglich Geschlecht, Sexualität, öffentlicher Rolle um? Wie können moderne Forscher*innen unterschiedliche Quellengattungen danach befragen?
Diesen und ähnlichen Fragen soll im Proseminar nachgegangen werden. Dabei soll die Analyse und kritische Lektüre einschlägiger Quellen und Quellengattungen im Mittelpunkt stehen.