Anhand ausgewählter Beispiele, die in Gruppenarbeit analysiert und dann im Plenum präsentiert und diskutiert werden, thematisiert das Masterseminar die filmische Vergegenwärtigung Bayerns vornehmlich in kommerziellen Spielfilmen, kursorisch auch in filmischen Dokumentationen. Dabei werden nicht zuletzt methodische Fragen und quellenkritische Probleme dieses Genres zu erörtern sein: zum einen Fragen nach den wechselnden mentalen „Bildern“, Klischees und Stereotypen Bayerns (wie sie sich in Filmen spiegeln), zum anderen Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Film als kultur- und mentalitätshistorische Quelle für breitere Denkströmungen seiner jeweiligen Entstehungszeit zu nutzen. – Das Seminar startet am 21.10.2025.
Literaturhinweise:
Wolfgang Jacobsen (Hg.), Geschichte des deutschen Films, 2. Aufl. Stuttgart 2004. – Harro Segeberg, Die Perfektionierung des Scheins. Das Kino der Weimarer Republik im Kontext der Künste, München 2000. – Ders. (Hg.), Mediale Mobilmachung (I: Das Dritte Reich und der Film, II: Hollywood, Exil und Nachkrieg), 2. Bde., München 2004/06. – Margit Szöllösi-Janze, „Aussuchen und abschließen“. Der Heimatfilm der fünfziger Jahre als historische Quelle, in: GWU 44 (1993), 308-321. – Hans Krah (Hg.), Bayern und Film, Passau 2007. – Jan-Ulrich Decker/Hans Krah (Hg.), Skandal und Tabubruch. Heile Welt und Heimat. Bilder von Bayern in Literatur, Film und anderen Künsten, Passau 2014. – Diana Kainz, Artikel „Bayernbild Film und Fernsehen“, in: Historisches Lexikon Bayerns online (https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayernbild_Film_und_Fernsehen).