„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – dieses Sprichwort gilt auch heute noch, besonders im Geschichtsunterricht. Bilder können Geschichte lebendig machen und komplexe Inhalte auf eine eindrucksvolle Weise vermitteln. Sie dienen allerdings nicht nur der Veranschaulichung, sondern ermöglichen eine tiefere Auseinandersetzung mit historischen Themen und dienen als wertvolles Analysewerkzeug. Gleichzeitig muss diese Zuschreibung in Frage gestellt werden: Ohne Kontext erzählen Bilder nichts oder sogar Falsches. Bilder können manipuliert sein - nicht erst seit Photoshop und deep fakes. Und: Visual Literacy ist mehr als die Fähigkeit zur Bildbetrachtung.
Im kompetenzorientierten Unterricht sollen Bildquellen genauso kritisch hinterfragt werden wie Textquellen. Welche Themen eignen sich besonders mit welchen Bildquellen? Welche Absicht verfolgte der Künstler oder Fotograf? Welche Perspektive wird vermittelt und welche methodischen Herausforderungen bestehen beim Umgang mit Bildern? Wie können Bilder gezielt zur Förderung historischer Kompetenzen eingesetzt werden?