In diesem Seminar wird zunächst in die „Logik“ qualitativer Forschungsprozesse eingeführt: Offenheit, Flexibilität, Reflexivität, Interpretation und Theoriegenerierung werden dabei grundsätzlich zum Thema gemacht.
Im weiteren Verlauf des Seminares werden die einzelnen Phasen des qualitativen Forschungsprozesses genauer beleuchtet. Von der ersten Planung des Forschungsdesigns, der Entwicklung des Erhebungssettings, der Modifizierung von Fragestellungen, der Auswertung bis hin zur Theoretisierung und Publikation sollen die jeweiligen Herausforderungen vertiefend in den Blick genommen werden. Je nach Interesse der Teilnehmenden werden dabei Schwerpunkte gesetzt.
Einen weiteren Fokus des Seminars bildet die Auseinandersetzung mit Herausforderungen qualitativer Forschung: Hier können forschungsethische Fragen im weitesten Sinne, aber auch Spezifika wie das Forschen mit vulnerablen Gruppen (wie etwa Kindern oder Menschen mit Behinderung) oder Forschung in mehrsprachigen Settings betrachtet werden. Auch hier werden je nach Bedarf der Teilnehmer:innen Schwerpunkte gesetzt.
Zudem soll das Vorgehen im Rahmen der einzelnen Phasen anhand von empirischen Forschungsprojekten veranschaulicht werden. Vorgesehen ist dazu, dass jede/r Teilnehmende etwas aus dem eigenen laufenden Forschungsprozess zur Diskussion einbringt. Im Rahmen des ersten Seminartermins werden dazu die näheren Absprachen getroffen.