Mit dem Tod Karls des Großen im Jahre 814 wird im allgemeinen der
Anfang vom Ende des großen Karolingerreichs verknüpft. Karls Sohn und
Nachfolger, Ludwig dem Frommen (814-840), haben bereits zeitgenössische
Geschichtsschreiber eine verfehlte Politik und mangelndes Talent
vorgeworfen. Ausgehend von den Nachfolgestreitigkeiten unter Ludwigs
Söhnen gerät das Karolingerreich in einen dynamischen Teilungsprozess,
dessen Grenzziehungen sich als überraschend stabil erweisen sollten. Wie
gestaltet sich die Herrschaftspraxis im Karolingerreich unter Karls
Nachfolgern? Wie werden äußere und innere Krisen bewältigt? Welche Rolle
spielen die „Großen“ im Reich und die Reichskirche? Diese und ähnlich
gelagerte Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Hauptseminars. Die
Kenntnis der u.g. Pflichtlektüre wird zu Semesterstart vorausgesetzt.
Das Hauptseminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt. Die
Veranstaltung wird wie eine wissenschaftliche Tagung zum Thema ablaufen,
mit einzelnen Themen/Sektionen, die von Arbeitsgruppen vorbereitet
werden, Moderatoren und möglichst intensiven Diskussionen. Das Seminar
erarbeitet in Schwerpunkten einzelne Themen durch Arbeitsgruppen, die
eine Bereitschaft zur intensiven Beschäftigung mit den einschlägigen
Materialien und Forschungen mitbringen müssen. Es werden keine Referate
gehalten. Dafür ist viel Arbeit in die thematische und didaktische
Vorbereitung einer Seminarsitzung zu investieren und ein gemeinsames
Stundenkonzept durch die Arbeitsgruppe zu erarbeiten. In der
Vorbesprechung werden die Arbeitsgruppen gebildet.
Wenn es die Lage im Juni/Juli zulässt, wird diese Übung als Präsenzveranstaltung angeboten.
Termine: 25./26.06.21, jew. 9-16h; Exkursionstermine vorauss. 02./03.07.21 (Genaueres wird im Laufe des SoSe festgelegt).