Ab 1700 erlebte die noch junge musik-literarische Gattung "Kantate" in quantitativer und qualitativer Hinsicht erkennbaren Aufschwung. Ausgehend von Italien trat sie ihren Siegeszug in den deutsch- und englischsprachigen Ländern an. In gänzlich unterschiedlichen Kontexten wurden dies- wie jenseits der Alpen Kantaten komponiert und aufgeführt. So waren entsprechende Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Antonio Caldara u.a. bei der kaiserlichen Tafel in Wien, als Auftakt von Abendunterhaltungen in Rom oder bei besonderen Feierlichkeiten unter freiem Himmel am Canale Grande in Venedig zu hören.
Am Beispiel aktueller Ergebnisse der Kantatenforschung sollen in dieser Lehrveranstaltung Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennengelernt und erprobt werden. Die Veranstaltung wird neben einer inhaltlichen Einführung in die Gattung der Gattung auch die propädeutischen Grundkenntnisse und wesentlichen Schritte wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln, von der Erstinformation mit Hilfe adäquater musikwissenschaftlicher Nachschlagewerke bis zur Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit. Nach der Absolvierung der Lehrveranstaltung sollen die Studierenden in der Lage sein:
- relevante Literatur, Musikalien und Quellen zu recherchieren
- Suchstrategien zu entwickeln und Online-Recherchetools effizient einzusetzen
- musikwissenschaftliche Grundlagenliteratur zu benennen
- wissenschaftliche Fragen zu formulieren
- wissenschaftliche Texte zu verfassen
- Literatur und Quellen zu zitieren
- Präsentationstechniken anzuwenden