Leiter der Übung: Dr. Georg Köglmeier
Das 19. Jahrhundert war für Regensburg eine Zeit tiefgreifender Veränderungen in allen Bereichen: in Politik, Gesellschaft und Kultur. Bestand Regensburg zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch aus mehreren Reichsständen im Rahmen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation auf dem Gebiet der heutigen Altstadt (aus der Reichsstadt, dem Hochstift und aus Reichsabteien), so wurden diese bald zum Fürstentum Regensburg zusammengelegt, das wiederum einen Teil des letzten geistlichen Territoriums in Deutschland darstellte. 1810 fiel Regensburg schließlich an das Königreich Bayern und ist seitdem eine bayerische Landstadt.
Die folgende Zeit war geprägt von einem bis dahin nicht gekannten Anstieg der Bevölkerung, was viele Herausforderungen mit sich brachte, mit einer Ausdehnung des Siedlungsgebietes über die bisherigen Stadtgrenzen hinaus und einer konfessionellen Entwicklung, die aus der ursprünglich evangelischen Reichsstadt eine Stadt mit mehrheitlich katholischer Bevölkerung machte, was zeitweise schwere politische Auseinandersetzungen mit sich brachte.
Diese und einige weitere Entwicklungen im sog. langen 19. Jahrhundert, also in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg, sollen in der Übung verfolgt werden. Dies soll in Form von Referaten der Teilnehmer erfolgen. Im Rahmen der Übung sollen auch Exkursionen in die Stadt unternommen werden.