Spätestens seit dem Erscheinen des Holocaust-Comics „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden” von Art Spiegelman gibt es heftige Debatten darüber, inwiefern Comics (oder Graphic Novels) als Medien der Geschichtsvermittlung geeignet sind und welche Themen für die Darstellung in diesem als Unterhaltungsmedium wahrgenommenen Medium überhaupt in Frage kommen. Der Verbreitung dieses Mediums haben solche Debatten nicht geschadet, im Gegenteil: Gerade in Ostmitteleuropa erfreuen sich Geschichtscomics großer Popularität. In der Übung diskutieren wir anhand von Geschichtscomics aus Ostmitteleuropa die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums für historische Darstellungen. Gleichzeitig werfen wir mithilfe der Comics, die sich oft den „schwierigen Kapiteln” der Geschichte (Trauma, Gewalt, Konflikte) widmen, einen Blick auf die Geschichte Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert.